AusgewÄhlte NeuzugÄnge

Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der Österreichischen Bibliothek für Entwicklungspolitik, die von Ihnen auch direkt über das Internet reserviert werden können. Das von Ihnen reservierte/vorgemerkte Buch wird für Sie fünf Werktage in der Bibliothek hinterlegt. Bitte vergessen Sie bei einer Reservierung nicht den Namen anzugeben!


Dezember 2008

 

Adepoju, Aderanti; Naerssen, Ton van; Zoomers, Annelies
International migration and national development in Sub-Saharan Africa
viewpoints and policy initiatives in the countries of origin
(Afrika-Studiecentrum series; 10)
Leiden: Brill, 2008 - XIII, 307 S.
ISBN 978-90-04-16354-6

Afrika südlich der Sahara; Philippinen; Mexiko; China VR; Migration; Brain Drain; Rückwanderung; Entwicklungszusammenarbeit; Migrationspolitik; Armutsbekämpfung; Diaspora; Heimatüberweisung; Gastarbeiter

WissenschafterInnen aus Afrika und Europa haben im Rahmen des von der holländischen Regierung finanzierten Forschungsprojekts "Internationale Migration und nationale Entwicklung in Afrika südlich der Sahara" die Migrationspolitik von Burkina Faso, Mosambik, Botswana, Senegal, Nigeria und Kenia und ihren Stellenwert für die Armutsbekämpfung untersucht. Neben den Effekten der grenzüberschreitenden Migration innerhalb Afrikas werden die Auswirkungen der Abwanderung von Fachkräften und der Finanztransfers von GastarbeiterInnen in ihre Herkunftsländer sowie die Rückwanderung von MigrantInnen in ihre Heimatländer durchleuchtet. In einem Vergleich mit der Migrationspolitik der Philippinen, Mexikos und Chinas wird ausgelotet, wie die Nutzung des Know-hows und der Finanztransfers der EmigrantInnen sowie Migration und Rückwanderung zugunsten der Entwicklung der Herkunftsländer gesteuert werden kann. Beleuchtet werden die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung irregulärer Migration und Initiativen zur Verknüpfung von Migrationspolitik und Entwicklungszusammenarbeit.

ÖFSE SIG: 23490/10
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Ponce, Javier
Sackgassen des Helfens und Möglichkeiten von Entwicklung
eine Bilanz aus Lateinamerika
Münster: Verl. Westfälisches Dampfboot, 2008 - 200 S.
ISBN 978-3-89691-742-3, 3-89691-742-0

Ecuador; Lateinamerika; Entwicklungszusammenarbeit; Solidarität; Kolonialismus; Interkulturelle Kommunikation; Erfahrungsbericht; Entwicklungshilfepersonalfragen; Indigene Bevölkerung; Entwicklungsstrategie; Nichtstaatliche Organisation; Soziale Bewegung

Das 30jährige Bestehen der ecuadorianischen Entwicklungsorganisation "Comite Ecumenico de Proyectos" nimmt der seit den 1960er Jahren in Entwicklungsprogrammen mitwirkende ecuadorianische Dichter, Redakteur einer Tageszeitung und Verteidigungsminister Ecuadors Javier Ponce zum Anlass für eine "fragmentierte Reflexion, so ungeordnet wie alles, was in diesen 30 Jahren geschehen ist." Es ist ein Buch, "das keiner soziologischen Abhandlung oder politischen Schrift ähneln soll, das so wenig streng wie möglich sein, nichts rundheraus bestätigen oder ablehnen will". Mit einem Mosaik aus Lebenserfahrungen und Tagebuchaufzeichnungen von EntwicklungshelferInnen, Stellungnahmen lateinamerikanischer SozialwissenschafterInnen, Auszügen aus Sitzungsprotokollen von NGOs und Dorfszenen legt Ponce Missverhältnisse, Machtverhältnisse, Kolonialismus und Gewöhnungsprozesse zwischen EntwicklungshelferInnen, Staatsbeamten, IndiobäuerInnen und GroßgrundbesitzerInnen, zwischen intellektuellen Mestizen, Bauern und Bewohnern städtischer Randgebiete sowie Entwicklungsorganisationen und ecuadorianischen nichtstaatlichen Organisationen offen und durchleuchtet die Facetten der Solidarität.

ÖFSE SIG: 23381
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Eichner, Bernd [Red.]
Patienten, Patente, Profite
Globale Gesundheit und geistiges Eigentum
(Medico-Report; 27)
Frankfurt am Main: Medico Internat., 2008 - 146 S.
ISBN 978-3-940529-13-8, 3-940529-13-3

Deutschland BR; Entwicklungsländer; TRIPS; WHO; Arzneimittel; Patentwesen; Patentrecht; Gesundheit; Medizin; Pharmazeutische Industrie; Public-Private Partnership; FuE

"Viele Menschen müssen sterben, weil Pharma-Patente als de-facto-Monopole dafür sorgen, dass selbst lebensnotwendige Medikamente unerschwinglich teuer sind oder erst gar nicht entwickelt werden". Im Mai 2007 veranstaltete medico international gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen im Vorfeld des G-8-Gipfels in Heiligendamm ein Symposium zu Globaler Gesundheit und geistigen Eigentumsrechten. Internationale ExpertInnen suchten nach Auswegen aus der globalen Gesundheitskrise. "Heute hat die Pharmaindustrie sich nicht Innovationen, sondern Scheininnovationen verschrieben. Das Marketing hat über die Forschung gesiegt." Die Wissenschaft sei "durch die Pharmaindustrie zum reinen Zuarbeiter für das Marketing korrumpiert geworden". In der Dokumentation dieses Symposiums wird der gegenwärtige Zustand analysiert und werden politische Forderungen formuliert. Thematisiert werden anhand von Fallbeispielen die Versorgung von Entwicklungsländern mit erschwinglichen Medikamenten zur Behandlung von AIDS, die erforderlichen Reformen des internationalen Patentrechtes, die Eliminierung von Hürden für die Produktion von Generika und Erschließung von finanziellen Mitteln zur Bereitstellung von Medikamenten gegen Krankheiten, die die Menschen in Entwicklungsländern heimsuchen.

ÖFSE SIG: 19390/27
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Viale, Cédric
Lexicon of human rights
Leiden: Martinus Nijhoff, 2008 - X, 518 S.
ISBN 978-90-04-16584-7, 90-04-16584-3

Menschenrechte; Frauenrechte; Grundrechte; Humanitäres Völkerrecht; Humanitäres Völkerrecht; Rechte des Kindes; Menschenrechtsverletzung; Völkerrecht; Sozialrecht; Justiz; Nachschlagewerk

Der französische Rechtswissenschafter Cedric Viale hat in diesem zweisprachigen Nachschlagewerk die Definitionen von 430 Begriffen des Humanitären Völkerrechts sowie der Rechte von Frauen, Kindern und Minderheiten zusammengestellt, wie sind in den französischen und englischen Vertragstexten von 94 internationalen Deklarationen, Konventionen und Abkommen enthalten sind. Erfasst sind Definitionen von Grundrechten, Menschenrechten, Menschenrechtsverletzungen, kulturellen und sozialen Rechten sowie der menschenwürdigen Behandlung von Gefangenen und Flüchtlingen. Nachgewiesen wird, in welchem Vertragstext der jeweilige Begriff enthalten ist. Aufgelistet wird ferner, welche Begriffe 66 Themenfeldern zugeordnet sind.

ÖFSE SIG: 23564
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Bischoff, Joachim
Globale Finanzkrise
über Vermögensblasen, Realökonomie und die "neue Fesselung" des Kapitals
Hamburg: VSA-Verl., 2008 - 94 S.
ISBN 978-3-89965-313-7

Kapitalmarkt; Wirtschaftskrise; Neoliberalismus; Globalisierung; Weltfinanzordnung; Weltwirtschaft; Bankwesen; Immobilien; Kreditwesen; Einkommensverteilung

Der Ökonom Joachim Bischoff stellt übersichtlich die Hintergründe der Finanzkrise dar. Er analysiert die Zusammenhänge zwischen der Krise auf den Finanzmärkten und realwirtschaftlicher Entwicklung. Rettungsprogramme für Banken durch zusätzliche Finanzmittel seien "die Bankrotterklärung der neoliberalen Politik der Deregulierung und Privatisierung". Eine "mächtige Phalanx aus Big Business und Finanzmarkt-Akteuren" habe strukturelle Ungleichheiten hinsichtlich Beschäftigung/Arbeitszeit/Einkommen gefördert und unzureichende Entwicklung von Technologien, die negativen Folgen des "fossil geprägten Energiesystems" und den Verfall der gesellschaftlichen Infrastruktur in Kauf genommen. Er schließt mit Visionen John M. Keynes' für eine 15-Stunden Arbeitswoche für alle und mit dessen Warnung: "Wenn die kapitalistische Gesellschaft eine gleichmäßigere Einkommensverteilung verweigert , dann wird am Ende eine andauernde Tendenz in Richtung Unterbeschäftigung von Ressourcen diese Form der Gesellschaft schwächen und zerstören."

ÖFSE SIG: 23416
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Amesberger, Helga; Halbmayr, Brigitte
Das Privileg der Unsichtbarkeit
Rassismus unter dem Blickwinkel von Weißsein und Dominanzkultur
(Studienreihe Konfliktforschung; 22)
Wien: Braumüller, 2008 - X, 199 S.
ISBN 978-3-7003-1673-2

Rassismus; Macht; Ideengeschichte; Antisemitismus; Fremdenfeindlichkeit; Diskriminierung; Politische Soziologie; Kulturpsychologie; Feindbild

"Rassen existieren nicht als objektive biologische Phänomene. [] Rassen gibt es, weil es Rassismus gibt []. Rassen sind ein Konstrukt, um aus einer sozialen und kulturellen Differenz eine natürliche, eine quasi unveränderliche zu machen. Rassen werden "gemacht", weil so ein quasi erklärender, rechtfertigender, pseudo-objektiver Bezug zu Machtverhältnissen hergestellt wird." Mit diesen Worten leitet der Politologe Anton Pelinka sein Vorwort zu dieser Forschungsarbeit von zwei Mitarbeiterinnen des Instituts für Konfliktforschung in Wien ein. Der ungewöhnliche Blickwinkel dieser Studie ist "Weißsein". Nach einer Aufschlüsselung der historische Genese der Ausprägungen von Rassismus in Gestalt von Judenfeindschaft, Antiislamismus, Antiziganismus und Rassismus gegen Schwarze analysieren Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr die Inhalte der "Critical- Whiteness-Studies" in den USA und ihre Rezeption in der deutschsprachigen wissenschaftlichen Erforschung von Rassismus. Herausgearbeitet wird, inwieweit der "Critical Whiteness"-Ansatz in das Sichtbarmachen der Machtdimensionen der Dominanzkultur eingebracht werden kann.

ÖFSE SIG : 08125/22
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Gottwald, Franz-Theo [Hrsg.]
Ernährung sichern - weltweit
ökosoziale Gestaltungsperspektiven ; Bericht an die Global Marshall Plan Initiative
Hamburg: Murmann, 2007 - 270 S.
ISBN 978-3-86774-030-2, 3-86774-030-5

Marktwirtschaft; Internationales Regime; Ökolandwirtschaft; Agrotreibstoff; Nachhaltige Entwicklung; Ernährungssicherung; Agrarpolitik; Mikrofinanzierung; Sonnenenergie; Rural Education; Ländliche Entwicklung; Soziale Verantwortung; Agrarhandel; Nord-Süd-Beziehungen

WissenschafterInnen, europäische Politiker und MitarbeiterInnen nichtstaatlicher Organisationen skizzieren Vorschläge für die "Global Marshall Plan Initiative" und Realisierung einer globalen "ökosozialen Marktwirtschaft". Josef Riegler, Ehrenpräsident des "Ökosozialen Forum Europa", stellt dem "nordamerikanischen Modell des Marktfundamentalismus" das "europäische Modell der Balance" entgegen. Neben der Reform der EU- Agrarpolitik werden die erforderliche Umgestaltung der Rahmenbedingungen für den Agrarhandel aus der Sicht der Entwicklungsländer, der Ausgleich der Flächenkonkurrenz zwischen Lebensmittel- und Energieproduktion sowie eine WTO- konforme weltweite Ernährungssicherung auf Basis einer ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft erörtert. Als Beispiele in Richtung nachhaltige Entwicklung werden die Aktivitäten des "FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerks"(FIAN), neue ländlich angepasste Bildungskonzepte in Kolumbien und Nepal sowie die Mikrofinanzierung dezentraler Solaranlagen in Bangladesch präsentiert.

ÖFSE SIG : 23366
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Moseley, William G.
Hanging by a thread
cotton, globalization, and poverty in Africa
(Global and comparative studies series; 9)
Athens, Ohio [u.a.]: Ohio Univ. Press, 2008 - XII, 297 S.
ISBN 978-0-89680-260-5

Afrika; Burkina Faso; Mali; Benin; Südafrikanische Republik; Baumwolle; Armut; Ländliche Entwicklung; Weltmarkt; Livelihood; Landwirtschaft; Ökolandwirtschaft; Agrarpreis; Gentechnologie; Wertschöpfungskette; Agrarplanung; Pestizid; Landwirtschaftliches Betriebssystem

Basierend auf den Ergebnissen von Studienaufenthalten ergründen US- amerikanische,britische und afrikanische WissenschafterInnen, ob und in welchem Ausmaß die Baumwollproduktion in afrikanischen Staaten den Lebensstandard der Landbevölkerung verbessert. Herausgearbeitet wird, dass ein Stopp der Subventionierung der Baumwollproduktion der Industriestaaten keinesfalls automatisch die Einkommenssituation der afrikanischen BäuerInnen verbessern würde. Anhand der Analyse von Reformen des Baumwollsektors wird veranschaulicht, wie die Organisation des Baumwollanbaus und Ankaufs der Baumwollernte sowie die Kreditvergabe für den Ankauf von Saatgut, Dünger und Pestiziden die Einkünfte der afrikanischen BäuerInnen aus dem Baumwollanbau und den Anteil am Weltmarktpreis beeinflusst. Neben den mit dem Baumwollanbau einhergehenden Gesundheitsgefährdungen und Umweltbelastungen werden die mit dem Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut verbundenen Risiken sowie Vorteile von ökologisch verträglichem Baumwollanbau dargelegt.

ÖFSE SIG: 23398/9
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Chambers, Robert
Revolutions in development inquiry
London [u.a.]: Earthscan Publ., 2008 - XXIII, 232 S.
ISBN 978-1-84407-625-3 pbk., 978-1-84407-624-6 hbk.

Entwicklungsprozessforschung; Aktionsforschung; Evaluierung; Methode; Selbstevaluierung; Partizipation; Armutsbekämpfung; Empowerment; Feldforschung; Datenerhebung; Ländliche Entwicklung; Lessons learnt

Der britische Entwicklungsforscher Robert Chambers zeichnet anhand seiner Forschungspraxis die Entwicklung von partizipativen Methoden in der Entwicklungsforschung und ihren Einsatz für die Armutsbekämpfung, ländliche Entwicklung und Evaluierung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit nach. Den Defiziten groß angelegter multithematischer Fragebogenerhebungen und Voreingenommenheiten eines ländlichen Entwicklungstourismus stellt er Verfahren gegenüber, die auf die aktive Teilnahme der ländlichen Bevölkerung abzielen. Er erläutert die verschiedenen teilnehmenden Methoden und skizziert, wie diese Verfahren optimiert werden könnten und zur Verbesserung der Problemlösungskapazitäten der ländlichen Bevölkerung genutzt werden können.

ÖFSE SIG: 23526
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Tuyizere, Alice Peace
Gender and development
the role of religion and culture
Kampala: Fountain Publ. [u.a.], 2007 - 447 S.
ISBN 978-9970-02-618-0

Gender; Empowerment; Frauenbewegung; Frauenrechte; Religion; Kultur; Theologie; Religionsgeschichte; Gender-Ansatz; Gender Mainstreaming; Sexistische Diskriminierung; Feminismus; Philosophie; Entwicklungspolitik; Frauenförderung

"Seit dem Beginn der menschlichen Geschichte war Religion der Motor für Geschlechterungleichheit und Männergewalt." Alice P. Tuyizere, Lehrbeauftragte für Methoden der Religionserziehung an der "School of Education" der Makerere Universität in Uganda, beschreibt die Beziehung zwischen Religion, Kultur, Geschlecht und Entwicklung. Geschlechtermythen seien sozial und kulturell konstruiert und prägten die ungleichen alltäglichen Rollenverteilungen von Männern und Frauen. Religionen sind daran beteiligt. Sie seien aus Mythen entstanden und Menschen hielten diese Mythen für die Wahrheit. Tuyizere beleuchtet die Aussagen und Theorien von Philosophen und Weltreligionen über die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern und die Fundierung der Unterdrückung von Frauen. Neben einem Exkurs über feministische Theologie durchleuchtet sie mit speziellem Augenmerk auf den afrikanischen Kontext die Optionen der Entwicklungspolitik und Rahmenbedingungen für die Befreiung von Frauen aus der Unterdrückung, die Rolle von Frauenermächtigung in der Entwicklung und den Kampf gegen das Patriarchat.

ÖFSE SIG: 23338
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Marschall, Luitgard
Aluminium - Metall der Moderne
München: Oekom, 2008 - 285 S.
ISBN 978-3-86581-090-8

Deutschland BR; Brasilien; Aluminium; Konsum; Wirtschaftsgeschichte; Bauxit; Umweltzerstörung; Montanindustrie; Nachhaltige Entwicklung; Stoffstrommanagement; Energiewirtschaft

Nach einem Exkurs über den Siegeszug der Getränkedose aus Aluminium und die daraus resultierenden Veränderungen des Lebensstils zeichnet die Technikhistorikerin und Wissenschaftsjournalistin Luitgard Marschall in diesem mit vielen Illustrationen versehenen Buch die Geschichte der Verwendung von Aluminium im Bauwesen sowie der Herstellung von Luftschiffen, Flugzeugen, Autos und Haushaltsgeräten seit 1825 nach. Anhand der Geschichte der Aluminiumproduktion in Deutschland veranschaulicht sie, wie eng die mit hohem Energieverbrauch verbundene Aluminiumproduktion mit dem Bau von Kraftwerken und daraus folgenden Umweltbelastungen verknüpft ist. Neben dem Aufstieg von Aluminium zur Ikone der Moderne beschreibt sie die durch Bauxitabbau, Aluminiumproduktion und dafür erforderlichen Bau von Wasserkraftwerken in Brasilien verursachten Zerstörungen von natürlichen Ressourcen und des Lebensraums indigener Völker. Dabei wägt sie die durch die Leichtbauweise ermöglichten Treibstoffeinsparungen gegen die Umweltbelastungen ab und analysiert den Status von Aluminiumrecycling.


ÖFSE SIG: 23124/4
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Bourquain, Knut
Freshwater access from a human rights perspective
a challenge to international water and human rights law
Leiden [u.a.]: Nijhoff, 2008 - VIII, 258 S.
ISBN 978-90-04-16954-8

Trinkwasser; Völkerrecht; Flusskonvention; Wasserkonflikt; Grundrechte; Menschenrechte; Wasserwirtschaft; Soziale Gerechtigkeit; Ressourcenschutz; Staatsrecht

Der deutsche Rechtswissenschafter Knut Bourquain schlüsselt auf, inwieweit aus dem Völkerrecht und dem in den Konventionen über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR) sowie wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (ICESCR) verankerten Recht auf Leben und Gesundheit ein individuelles Menschenrecht auf Wasserversorgung abgeleitet werden kann. Er arbeitet die aus diesen Konventionen resultierenden Verpflichtungen für Staaten heraus. In einem Exkurs über die Entwicklung des internationalen Wasserrechts legt Bourquain die Lücken in den Verpflichtungen der Staaten zur Gewährleistung einer Mindestversorgung mit Wasser für alle EinwohnerInnen offen. Neben den Differenzen in den Rechtsauffassungen erörtert er die Frage, inwieweit vom Völkerrecht her private AkteurInnen zur Gewährleistung einer universellen Mindestversorgung mit Wasser verpflichtet sind. Abschließend skizziert Bourquain die erforderlichen Veränderungen im Völkerrecht und in den internationalen Institutionen für die Durchsetzung eines Menschenrechts auf Wasserversorgung.

ÖFSE SIG: 22692/97
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