AusgewÄhlte NeuzugÄnge

Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der Österreichischen Bibliothek für Entwicklungspolitik, die von Ihnen auch direkt über das Internet reserviert werden können. Das von Ihnen reservierte/vorgemerkte Buch wird für Sie fünf Werktage in der Bibliothek hinterlegt. Bitte vergessen Sie bei einer Reservierung nicht den Namen anzugeben!


Juni 2008

 

Bräutigam, Deborah [u.a.] [Hrsg.]
Taxation and state-building in developing countries
Cambridge[u.a.]: Cambridge Univ. Press, 2008 - 294 S.
ISBN 978-0-521-88815-8

Entwicklungsländer; Steuer; Steuerpolitik; Finanzverwaltung; Partizipation; Öffentliche Verwaltung; State Building; Good Governance; State Building; Geschichte; Politische Legitimität

SozialwissenschafterInnen aus den USA, Europa, Ghana und China arbeiten anhand von Länderstudien heraus, dass die Qualität der staatlichen Verwaltung und Anerkennung der Staatsautorität durch die BürgerInnen eng mit einem als gerecht empfundenen Steuerwesen verknüpft ist, das auf einem mit Mitbestimmungsrechten über die Verwendung der Steuereinnahmen verknüpften "Steuerkontrakt" der Interessengruppen eines Staates basiert. Detailliert werden die Abhängigkeit der Effizienz der Besteuerung von der wirtschaftlichen Entwicklungsstufe und Rückwirkungen der Globalisierung auf die Optionen der Steuereinhebung. Analysiert werden die Wechselwirkungen zwischen Veränderungen der politischen Kräfteverhältnisse, politischer Mobilisierung, Charakter des Steuerwesens und Qualität der staatlichen Institutionen in China, Tansania, Uganda, Mauritius und Chile. Untersucht werden die Hintergründe für die Unterschiede in der Akzeptanz der Besteuerung in Osteuropa und Russland sowie innovative Modelle zur Verbesserung der Steuereinhebung im informellen Sektor in Ghana, Senegal und Peru.

ÖFSE SIG: 23206
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Chang, Ha-Joon [Hrsg.]
Institutional change and economic development
Tokyo [u.a.]: United Nations University Press, 2007 - XXII, 305 S.
ISBN 978-92-808-1143-8

Entwicklungstheorie; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftstheorie; Steuerpolitik; Institution Building; Corporate Governance; Föderalismus; Zentralbank; Besitzverhältnis; Politisches Verhalten; Good Governance; Öffentliche Verwaltung; State Building

Nach einer Aufschlüsselung der Wechselwirkung zwischen der Qualität der Institutionen eines Staates und wirtschaftlicher Entwicklung arbeiten ÖkonomInnen, HistorikerInnen und SozialwissenschafterInnen aus Nord und Süd heraus, wie die Etablierung einer Zentralbank und modernen Bürokratie sowie die normativen Vorgaben für Unternehmen den wirtschaftlichen Aufstieg von Industriestaaten positiv beeinflusst haben. Ausgelotet werden der Einfluss der Struktur des Steuersystems und des Rechtssystems auf die Wirtschaftsentwicklung in Entwicklungsländern sowie die Bedeutung der spezifischen Struktur von Institutionen und des Föderalismus für historische Phasen überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums in Großbritannien, den USA und der Schweiz. Neben der importsubstituierenden Industrialisierung in Taiwan und China wird der Stellenwert von Institutionen für die Wirtschaftsentwicklung in den afrikanischen Staaten Mauritius, Botswana und Uganda sowie in Brasilien von 1945 bis 2004 durchleuchtet.

ÖFSE SIG: 22215
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Cejpek, Lucas [u.a.] [Hrsg.]
Der Geschmack der Fremde
Rezepte, Gespräche
2,. erw. Aufl.
Wien: Sonderzahl-Verl.-Ges., 2007 - 271 S.
ISBN 3-85449-223-5

Österreich; Flüchtling; Erfahrungsbericht; Kulturkontakt; Migration; Integration; Interkulturelle Kommunikation; Literatur; Asyl

33 österreichische SchriftstellerInnen bringen in unterschiedlichen literarischen Ausdrucksformen ihre Eindrücke von Begegnungen mit Flüchtlingen zu Papier, von denen sie vermittelt durch das Wiener Integrationshaus zu einem für das jeweilige Herkunftsland typischen Mahl eingeladen wurden. Die asylwerbenden GastgeberInnen geben Einblick in ihre Lebensgeschichte sowie ihre Erfahrungen und Erwartungen in Österreich. Neben den Kochrezepten werden zwei Gesprächsrunden dokumentiert, in denen in der Betreuung von Flüchtlingen engagierte Personen, WissenschafterInnen und SchriftstellerInnen die Veränderungen im Asylrecht und den offiziellen Umgang mit Flüchtlingen in Österreich kritisch kommentieren.

ÖFSE SIG: 23307
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Gronemeyer, Reimer ; Rompel, Matthias
Verborgenes Afrika
Frankfurt am Main: Brandes & Apsel, 2008 - 181 S.
ISBN 978-3-86099-730-7

Namibia; Botsuana; AIDS; Kulturanthropologie; Familie; Geschlechterverhältnis; Livelihood; Subsistenzwirtschaft; Kulturwandel; Erfahrungsbericht; Landbevölkerung; Sozialstruktur; Traditionelle Kultur

Der deutsche Theologe Reimer Gronemeyer und der Soziologe Mathias Rompel schildern in ihren mit Photos illustrierten Reportagen, wie in Namibia und Botswana die durch die Entwicklungshilfe beschleunigte Übernahme von Normen und Konsummuster der Industriestaaten die traditionellen familiären und sozialen Strukturen zerstört und für die Ausbreitung von AIDS verantwortlich ist. Als im Vergleich zu den Industriestaaten besonders positiv wird hervorgehoben, dass die Pflege von Kranken und die Verantwortung für alte Menschen nicht auf außerfamiliäre anonyme Institutionen abgeschoben werden. In der Sicht der Autoren sollte Europa sich auch davon inspirieren lassen, dass die über Jahrhunderte gewachsenen ländlichen Lebenswelten im südlichen Afrika auf die das Menschsein essentiell bestimmenden Aktivitäten des Wohnens, Ernährens und Heilens konzentriert und optimal an die Umweltbedingungen angepasst sind.

ÖFSE SIG: 23322
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Niggli, Peter
Der Streit um die Entwicklungshilfe
Zürich: Rotpunktverlag Zch, 2008 - 150 S.
ISBN 978-3-85869-364-8

Schweiz; Entwicklungspolitik; Entwicklungszusammenarbeit; Entwicklungstheorie; Millennium Entwicklungsziele; Armutsbekämpfung; Kohärenz; Konditionalität; Ownership; Nord-Süd-Beziehungen; Auswirkung; Qualitätssicherung; Entwicklungsverwaltung

Nach einem Überblick über den Umfang der weltweiten Armut, die Migrationsströme und Folgen der Klimaveränderung schlüsselt der Geschäftsführer der entwicklungspolitischen Arbeitsgemeinschaft von sechs Schweizer Hilfswerken Peter Niggli das Zustandekommen und den Status der Realisierung der von der Staatengemeinschaft bis 2015 angepeilten acht Millenniums-Entwicklungsziele auf. Den bisherigen Erfolgen der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) stellt Niggli die Grenzen und durch Kolonialismus und Technokratismus bedingten Defizite der EZA-Praxis gegenüber. Er hinterfragt die Instrumentalisierung von EZA zur Sicherung geostrategischer Interessen und Konditionierung der EZA zur Durchsetzung der wirtschaftlichen Interessen der Industriestaaten. Neben der Forderung nach einer Aufstockung der Schweizer EZA detailliert er, wie die Qualität der EZA der Schweiz und Abstimmung zwischen Außenpolitik und EZA verbessert werden soll.

ÖFSE SIG: 23327
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Setton, Daniela [u.a.]
WTO, IWF, Weltbank
Hamburg: VSA-Verl., 2008 - 94 S.
ISBN 978-3-89965-229-1

WTO; IMF; IBRD; TRIPS; Globalisierungskritik; Handelspolitik; Umweltschutz; Nord-Süd-Beziehungen; Nachhaltige Entwicklung; Energiepolitik; Konditionalität

MitarbeiterInnen von Greenpeace, Attac und des Forschungsinstitutes "Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung" arbeiten heraus, wie der Weltwährungsfonds (IWF) und die Weltbank aufgrund der negativen Effekte der von ihnen propagierten neoliberalen Wirtschaftsreformen, der durch gestiegene Exporterlöse gestärkten Position der Entwicklungsländer und Aktivitäten der GlobalisierungskritikerInnen in die Krise geraten sind und die Kritik mit neuen Positionierungen zu parieren versuchen. Aufgeschlüsselt wird, wie die Struktur und mangelnde Transparenz der Entscheidungsfindung der Welthandelsorganisation (WTO) den für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung erforderlichen Spielraum der Entwicklungsländer einengt. Detailliert wird, wie eine die Klimaveränderung eindämmende Umwelt- und Energiepolitik durch das Freihandel und Schutz von Konzerninteressen zementierende WTO-Regelwerk behindert wird. Gefordert werden eine Demokratisierung von IWF und Weltbank sowie ein Kurswechsel der WTO.

ÖFSE SIG : 20492/25
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Francioni, Francesco [u.a.] [Hrsg.]
Cultural human rights
Leiden [u.a.]: Nijhoff, 2008 - VIII, 369 S.
ISBN 978-90-04-16294-5

UNO; Menschenrechte; Kulturelle Identität; Grundrechte; Minderheitenpolitik; Indigene Bevölkerung; Affirmative Action; Völkerrecht; Selbstbestimmung; Kulturpolitik; Local Knowledge; Sprachenpolitik

Europäische RechtswissenschafterInnen analysieren die Verankerung kultureller Rechte in den Konventionen der UNO sowie europäischen und internationalen Übereinkommen. Durchleuchtet werden die Maßnahmen auf EU-Ebene zur Sicherung kultureller Vielfalt, der Rechtsrahmen für die Sprachen der Minderheiten innerhalb der EU sowie der Stellenwert kultureller Rechte innerhalb des Regelwerks der Welthandelsorganisation. Neben einer Aufschlüsselung der kulturübergreifenden Legitimierung universeller Menschenrechte wird die Geschichte der völkerrechtlichen Verankerung des Rechts auf Selbstbestimmung sowie des Schutzes von Minderheiten, indigenen Völkern und kulturellen Rechten im 20. Jahrhundert detailliert. Erörtert werden der Schutz kultureller Rechte als notwendiges Korrektiv zum Nationalstaat, der potentielle Konflikt zwischen individuellen Menschenrechten und letztlich nur kollektiv realisierbaren kulturellen Rechten, die rechtlichen Implikationen des Schutzes der kulturellen Identität von Minderheiten für die sozialwissenschaftliche Forschung und die Aufgabenstellung für den Staat in der Ausbalancierung des Schutzes der Religionsfreiheit mit anderen Menschenrechten. Hinterfragt werden die Rechtsgrundlagen für die kommerzielle Nutzung des traditionellen Wissens indigener Völker.

ÖFSE SIG : 22692/95
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Collier, Paul [u.a.] [Hrsg.]
Globalization and poverty
(<<The>> globalization of the world economy ; 19)
Cheltenham [u.a.]: Edward Elgar, 2008 - XVIII, 540 S.
ISBN 978-1-84542-769-6

Globalisierung; Armut; Einkommensverteilung; Entwicklungstheorie; Wirtschaftstheorie; Ökonometrie; Wirtschaftsentwicklung; Weltwirtschaft; Handelspolitik; Kapitalmarkt; Wirtschaftspolitik

In insgesamt drei Bänden sind Aufsätze von WissenschafterInnen zusammengestellt, die seit 1993 die Debatte über den Einfluss der Globalisierung und Freihandelspolitik auf das Ausmaß der Armut in den Weltregionen sowie über die Verknüpfung von Wirtschaftspolitik und Armutsbekämpfung geprägt haben. Nach einem Überblick über die historische Entwicklung der Globalisierung wird im ersten Band erkundet, inwieweit sich die Einkommenskluft zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern sowie innerhalb der Weltregionen im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts vergrößert oder verringert hat. Ausgelotet wird, wie sich die Handelsliberalisierung, regionale Wirtschaftsintegrationsabkommen und Forcieren des Wirtschaftswachstums auf das Ausmaß von Armut in Entwicklungsländern ausgewirkt haben. Analysiert wird die innerstaatliche Entwicklung der Einkommensverteilung in China, Indien, Lateinamerika und Afrika. Im zweiten Band werden die Auswirkungen der Handelspolitik, Migrationspolitik und Kapitalmarktregulierung auf Wirtschaftswachstum und Armutsbekämpfung erörtert. Die Aufsätze im dritten Band erörtern den Stellenwert globaler arbeitsrechtlicher Standards und Umweltstandards sowie den Einfluss der Verschuldung, Strukturanpassungsprogramme, des Regelwerks der Welthandelsorganisation und Entwicklungszusammenarbeit auf die Armutsbekämpfung.


ÖFSE SIG: 23392/19,1
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Faist, Thomas ; Ette, Andreas [Hrsg.]
The Europeanization of national policies and politics of immigration
Basingstoke: Palgrave Macmillan, 2007 - XV, 273 S.
ISBN 1-4039-8713-0

Grossbritannien; Schweden; Spanien; Griechenland; Polen; Türkei; Albanien; Deutschland BR; EU; Migrationspolitik; Asylrecht; Immigration; Integration; Rechtsvereinheitlichung

SozialwissenschafterInnen aus mehreren europäischen Staaten analysieren, wie der europäische Integrationsprozess und die EU-Gremien die Migrationspolitik, den rechtlichen Rahmen für die Einwanderung und das Asylrecht der EU-Staaten sowie von Nachbarstaaten der EU verändert haben. In Länderstudien wird detailliert, in welchem Ausmaß und über welche politischen Mechanismen die EU den Rechtsrahmen für MigrantInnen und Asylsuchende in Deutschland, Großbritannien, Schweden, Spanien und Griechenland beeinflusst hat. Neben den Rückwirkungen der Migrationspolitik einzelner EU-Mitgliedsstaaten auf die Gestaltung der EU-Richtlinien wird herausgearbeitet, dass die Vorgaben der EU sich besonders intensiv auf die Gestaltung des Asylrechts und den behördlichen Umgang mit Immigration in Polen, der Türkei und Albanien ausgewirkt haben.

ÖFSE SIG: 23202
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Samuels, Kirsti
Political violence and the international community
Leiden [u.a]: Nijhoff, 2007 - XI, 450 S.
ISBN 978-1-571-05374-9

Westafrika; UNO-Sicherheitsrat; Völkerrecht; Bürgerkrieg; Intervention; Sanktion; Humanitäres Völkerrecht; Humanitäres Völkerrecht; Friedenssicherung; Staatsstreich; Menschenrechte; Selbstbestimmung; Staatshoheit

Die Rechtswissenschafterin und Mitwirkende in Demokratieförderungsprogrammen Kirsti Samuels dokumentiert, wie sich die völkerrechtlichen Normen für den Umgang mit Staatsstreichen, innerstaatlichen gewalttätigen Konflikten und Menschenrechtsverletzungen verändert haben. Sie arbeitet heraus, welche rechtliche Verbindlichkeit die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates haben und welche neuen allgemein gültigen rechtlichen Standards aus den Entscheidungen des UNO-Sicherheitsrates abgeleitet werden können. Anhand der Beispiele Sierra Leone, Cote dIvoire und Liberia veranschaulicht Samuels, wie die Ächtung des Bruchs von Friedens- und Waffenstillstandsvereinbarungen sowie die Ächtung von Gewalt gegen Zivilisten, gegen eine demokratisch gewählte Regierung und zur Lösung politischer Konflikte zu internationalen Rechtsnormen geworden sind, die Sanktionen und militärische Interventionen legitimieren. Im Anhang werden nach Staaten gegliedert alle Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates zu gewalttätigen innerstaatlichen Konflikten im Wortlaut dokumentiert.

ÖFSE SIG: 23230
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Mares, Radu
The dynamics of corporate social responsibilities
Leiden [u.a.]: Nijhoff, 2008 - X, 370 S.
ISBN 978-90-04-16392-8

Corporate Governance; Verhaltenskodex; Sozialstandards; Wirtschaftsrecht; Multinationales Unternehmen; Unternehmen; Umweltverträglichkeit; Menschenrechte; Rechtsprechung; Lobbyarbeit; Global Compact; Zertifizierung; Soziale Akteure

Der Rechtswissenschafter Radu Mares lotet aus, mit welchen rechtlichen Maßnahmen und staatlichen Steuerungsmaßnahmen Unternehmen zu sozial verantwortlichem Handeln veranlasst werden. Er arbeitet heraus, dass sozial verantwortliches Handeln von der aktuellen Rechtsprechung zu den Pflichten eines Managers gezählt wird, die die Verpflichtung gegenüber den AktionärInnen zur Profitmaximierung beschränkt. Nach einer Beschreibung der für die Kontrolle und Zertifizierung der Sozial- und Umweltverträglichkeit von Unternehmensaktivitäten entwickelten und standardisierten Instrumentarien schlüsselt Mares auf, wie Staaten und internationale Organisationen mit Verpflichtungen zur Information, Anreizen für Managementsysteme und Vorkehrungen im Wirtschaftsrecht sozial verantwortliches Handeln von Unternehmen zu stimulieren versuchen. Nach einer Durchleuchtung der Verhaltenskodizes und freiwilligen Selbstverpflichtungen kommt Mares zum Ergebnis, dass durch den Wettbewerb unter den Unternehmen um ein sich auf die Verbesserung der finanziellen Konditionen und die Marktchancen auswirkendes sozial verantwortliches Image ein Kreislauf entsteht, in dem die Standards für sozial verantwortliches Handeln von Unternehmen wirksamer als durch Strafbestimmungen angehoben werden.

ÖFSE SIG: 21391/33
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Schäfer, Rita
Frauen und Kriege in Afrika
Frankfurt am Main: Brandes & Apsel, 2008 - 520 S.
ISBN 978-3-86099-345-3

Afrika; Bürgerkrieg; Befreiungsfront; Sexistische Diskriminierung; Frau; Gender-Ansatz; Menschenrechtsverletzung; Geschlechterverhältnis; Kriegsfolgen; Sexuelle Gewalt; Demobilisierung

Die deutsche Ethnologin Rita Schäfer dokumentiert in 15 Länderstudien, wie Frauen in den antikolonialen Befreiungskriegen im südlichen Afrika und den Bürgerkriegen in West-, Zentral- und Ostafrika involviert waren und wie sich in den Kriegen und der Nachkriegsphase die geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen veränderten beziehungsweise die traditionellen patriarchalen Herrschaftsverhältnisse behaupteten. Neben einer Aufschlüsselung der Instrumentalisierung von sexueller Gewalt und sexistischer Diskriminierung durch die Kriegsparteien zeichnet sie nach, wie die Hoffnungen von Befreiungskämpferinnen auf die Realisierung von Gleichberechtigung und Frauenrechten in Simbabwe, Namibia, Südafrika, Angola und Mosambik enttäuscht wurden. In jedem Länderkapitel folgt der Ausleuchtung der Auswirkungen der jeweiligen Kolonialherrschaft auf die Geschlechterverhältnisse eine Skizzierung des jeweiligen Kriegsverlaufs, in der die facettenreichen Bedeutungsdimensionen von Gender im speziellen Kriegsgeschehen herausgearbeitet werden. Kritisch beleuchtet wird die systematische Benachteiligung von Frauen in Friedensabkommen, Demobilisierungs- und Reintegrationsprogrammen.

ÖFSE SIG: 12089/145
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