AusgewÄhlte NeuzugÄnge

Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der ÖFSE-Bibliothek, die von Ihnen auch direkt über das Internet reserviert werden können. Das von Ihnen reservierte/vorgemerkte Buch wird für Sie fünf Werktage in der Bibliothek hinterlegt. Bitte vergessen Sie bei einer Reservierung nicht den Namen anzugeben!


Sommer 2009

 

Musau, Berita
Ethnic conflicts and transition to democracy in Africa
recurrence of ethnic conflicts in Kenya (1991 - 2008)
(ÖFSE-Forum; 40: Masterarbeit)
Wien: Südwind-Verl., 2009 - IX, 100 S.
ISBN 978-3-9502487-5-3

Kenia; Ethnischer Konflikt; Demokratisierung; Politisches System; Nachkoloniale Entwicklung; Konfliktmanagement; Klientelismus; Sozialer Konflikt; Soziale Akteure; Partei; Politisches Verhalten

Die kenianische Politologin Berita Musau analysiert die Wechselbeziehungen zwischen dem Übergang zu einer Mehrparteiendemokratie und gewaltsamen ethnischen Konflikten in Kenia seit 1991. Nach einem Aufriss der nachkolonialen Entwicklung schlüsselt sie auf, wie die politische Elite, ungleiche Landverteilung, regional divergierende Machtverhältnisse, ökonomische Zusammenhänge, manipulierende Wahlkampfrhetorik und rechtsstaatliche Rahmenbedingungen zum Ausbruch gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen den Ethnien beitragen. Musau plädiert für die Gründung integrativer multiethnischer Parteien, die Propagierung ethnischer Toleranz und die Verringerung wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheiten.

ÖFSE SIG: 17699/40
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Kerl, Stefan
Die Entwicklungszusammenarbeit der EU mit Palästina
(ÖFSE-Forum; 41: Diplomarbeit)
Wien: Südwind-Verl., 2009 - 180 S.
ISBN 978-3-9502487-6-0

EU; Palästina; Mittelmeerraum; Aussenpolitik; Sicherheitspolitik; Entwicklungs-zusammenarbeit; Nahostkonflikt; Aussenwirtschaft; Assoziierung; Entwicklungs-verwaltung; Wirtschaftsentwicklung; Politikdialog

Nach einem Überblick über Genese, Strukturen und Funktionsweise der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der Europäischen Union durchleuchtet der österreichische Politologe Stefan Kerl die Effekte der sich im Barcelona-Prozess manifestierenden Partnerschaft der EU mit den Mittelmeeranrainerstaaten sowie die Entstehung und diplomatische Realität der Nahost-Politik der EU. Kerl nimmt die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) der EU in Palästina unter die Lupe und kommt zum Ergebnis, dass sie politisch eine wesentliche Rolle im Aufbau und der Aufrechterhaltung der Palästinensischen Verwaltung (PA) gespielt hat, aber keine langfristigen Verbesserungen des Lebensstandards und der Wirtschaft der PalästinenserInnen erzielen konnte. Abschließend skizziert Kerl das theoretische Konzept der Zivilmacht und vergleicht die Politik und EZA der EU in Palästina mit den Charakteristika dieses Konzepts.

ÖFSE SIG: 17699/41
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Vos, Rob [Hrsg.]
Ageing and development
Hyderabad [u.a.]: Orient Longman, 2008 - XII, 260 S.
ISBN 978-81-250-3526-8, 978-1-84813-052-4

Alte Menschen; Demographie; Rentenversicherung; Altersfürsorge; Wohnungswesen; Soziale Sicherheit; Partizipation; Arbeitsmarkt; Arbeitsmarktpolitik; Wirtschaftsentwicklung; Kapitalmarkt; Gender; Bevölkerungspolitik; Lebensbedingungen; Gesundheitswesen; Krankenpflege

Nach einer Aufgliederung des Anstiegs des Anteils alter Menschen an der Weltbevölkerung gemäß den Bevölkerungsprognosen detaillieren wissenschaftliche MitarbeiterInnen der "Abteilung für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten" der UNO die erforderlichen politischen Schritte, damit das Ziel des 2002 in Madrid verabschiedeten internationalen Aktionsplans erfüllt wird, "allen Menschen Altern in Sicherheit und Würde zu gewährleisten und alten Menschen die politische und soziale Partizipation mit vollen Bürgerrechten zu sichern". Aufgeschlüsselt werden differenziert nach Mann und Frau sowie Weltregionen die erforderlichen Maßnahmen im Wohnungswesen, der Altersfürsorge und im Gesundheitswesen. Neben der Gestaltung der Pensionssysteme werden die erforderlichen Veränderungen der Arbeitsmarktpolitik erörtert, damit Engpässe auf dem Arbeitsmarkt minimiert und das Wirtschaftswachstum aufrecht erhalten werden.

ÖFSE SIG: 23623
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Prunier, Gérard
From genocide to continental war
the "Congolese" conflict and the crisis of contemporary Africa
London: Hurst, 2009 - XXXVIII, 529 S.
ISBN 1-85065-523-5, 978-1-85065-523-7

Kongo Demokratische Republik; Ruanda ; Afrika; Ethnischer Konflikt; Intervention; Krieg; Menschenrechtsverletzung; Flüchtling; Guerilla; Innenpolitik; Kriegsfolgen

Der französische Historiker Gerard Prunier zeichnet nach, wie der Bürgerkrieg in Ruanda in den Krieg in Zaire und den Nachfolgestaat Demokratische Republik Kongo mündete, der Auswirkungen auf ganz Afrika hat. Entzündet durch das Eindringen der Ruandischen Armee in die Republik Kongo, zog der Konflikt die Armeen von acht afrikanischen Staaten und eine Reihe von Guerillagruppen in die Auseinandersetzungen. Millionen Menschen starben in den Kämpfen, in Massakern, als Folge von Hunger oder Krankheiten. Prunier bettet die Hintergründe für diesen Konflikt in die Geschichte von Kolonialismus, Postkolonialismus und Kalten Krieg ein. Neben dem Verlauf des Krieges und der diplomatischen Friedensbemühungen von 1995 bis 2007 beleuchtet Prunier die Veränderungen der politischen Konstellationen in der Demokratischen Republik Kongo, die Aktivitäten der UNO und Hilfsorganisationen sowie die Interventionen der afrikanischen Staaten.

ÖFSE SIG: 23621
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Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den Österreichischen Universitäten
Klassiker der Entwicklungstheorie
von Modernisierung bis Post-Development
(Gesellschaft, Entwicklung, Politik; 11)
Wien: Mandelbaum-Verl., 2008 - 299 S.
ISBN 978-3-85476-275-1

Entwicklungstheorie; Entwicklungsstrategie; Entwicklungsprozessforschung; Nord-Süd-Beziehungen; Süd-Perspektive; Wirtschaftstheorie; Modernisierung; Alternativ; Autozentrierte Entwicklung

Die Bandbreite dieser Zusammenstellung entwicklungstheoretischer Texte reicht bis ins Jahr 1944. Der Bogen spannt sich von den Wachstumstheorien von Paul N. Rosenstein, Walt Whitman Rostow und Alex Inkeles über die von Gunnar Myrdal, Albert O. Hirschman und Ester Boserup formulierte Kritik an Modernisierungstheorien bis zu den Dependenztheorien und Weltsystemanalysen von Raul Prebisch, Andre Gunder Frank und Immanuel Wallerstein. Neben den Verfechtern des Neoliberalismus Peter T. Bauer und Deepak Lal finden sich die Proponenten einer autozentrierten Entwicklung des Südens Ivan Illich, Veronika Bennholdt-Thomsen, Arturo Escobar und der Aufsatz von Amartya Sen Entwicklung als Freiheit. Fünf der ausgewählten Texte erscheinen erstmals auf Deutsch und bei den anderen Texten wurden Übersetzungsfehler bisher vorliegender deutschsprachiger Versionen korrigiert. Jedem Text ist eine Kurzbiographie des Autors und Liste weiterführender Literatur beigefügt.

ÖFSE SIG: 20493/11
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Harper, Malcolm
Development, divinity and dharma
the role of religion in development and microfinance institutions
Bourton on Dunsmore: Practical Action Publishing, 2008 - [X], 178 S.
ISBN 978-1-85339-655-7, 978-1-85339-671-7

Indien; Pakistan; Mikroversicherung; Hindu; Islam; Katholische Kirche; Religiöse Gemeinschaft; Mikrofinanzierung; Empowerment; Entwicklungsinstitution; Ländliche Entwicklung; Community Development; Organisation; Selbsthilfe

Nach einem Vergleich der Struktur säkularer und mit Religionsgemeinschaften liierter internationaler Hilfsorganisationen beschreibt der britische Ökonom und Vorsitzende eines Kleinkreditinstituts Malcolm Harper gemeinsam mit zwei in Mikrofinanzierungsinstituten engagierten indischen Wissenschaftern, wie die Leitung des in Südindien situierten Shri Kshetra Dharmasthala Tempels ihre karitative Arbeit in ein auf die bestmögliche Aktivierung der wirtschaftlichen Fähigkeiten von einer Million LandbewohnerInnen abzielendes ländliches Entwicklungs- und Kleinkreditprogramm umwandelte. Detailliert herausgearbeitet und anhand der Biographien von Begünstigten veranschaulicht wird, wie an die religiösen Überzeugungen angeknüpft wird und Entwicklungshindernisse systematisch aus dem Weg geräumt werden, ohne KlientInnen zu bevormunden. Analysiert werden außerdem die Besonderheiten der Kleinkreditvergabe durch muslimische und katholische Institutionen in Indien und Pakistan.

ÖFSE SIG : 21282
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Jeffrey, Craig; ...
Degrees without freedom?
education, masculinities, and unemployment in north India
Stanford, Calif.: Stanford University Press, 2008 - XIV, 240 S.
ISBN 0-8047-5742-9

Indien; Bildung; Mann; Arbeitslosigkeit; Unterbeschäftigung; Kaste; Sozialer Wert; Politisches Verhalten; Berufslaufbahn; Selfemployment; Status

Basierend auf ihrer Feldforschung in Nordindien analysieren der US-amerikanische Geograph Craig Jeffrey und die britischen SoziologInnen Patricia und Roger Jeffery, wie sich die Selbsteinschätzung und das soziale Verhalten junger gebildeter Männer gestaltet, wenn sie trotz ihres Bildungsabschlusses keinen adäquaten Arbeitsplatz erlangen und unterbeschäftigt oder arbeitslos sind. Während junge gebildete arbeitslose Männer aus der Farmerkaste der Jat unter Nutzung ihrer sozialen Beziehungen eine Tätigkeit als Unternehmer oder Farmmanager anpeilen, versuchen sich junge gebildete arbeitslose Dalit als politische Aktivisten und gebildete junge arbeitslose Muslime als Handwerker. Gemeinsam ist diesen drei Gruppen eine positive Bewertung von Bildung und Abgrenzung in Kleidung und Auftreten von "Ungebildeten". Eine Minderheit unter den arbeitslosen gebildeten Männern zieht den Wert von Bildung in Zweifel. Obwohl Bildung oft soziale Ungleichheiten zementiert, warnen die WissenschafterInnen davor, das lebensverbessernde Potential formaler Schulbildung zu negieren.

ÖFSE SIG : 23582
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Lin, Justin Yifu [Hrsg.]
Higher education and development
[Annual World Bank Conference on Development Economics, held in Beijing, China, January 16 - 17, 2007]
Washington, D.C.: World Bank, 2008 - VII, 285 S.
ISBN 978-0-8213-7123-7

Indien; Ostasien; Entwicklungsländer; Hochschulwesen; Hochschulbildung; Arbeitsmarkt; Bildungsökonomie; Migration; FuE; Wissenschaftspolitik; Wirtschaftsentwicklung; Finanzierung; Public-Private Partnership

Wissenschaftliche Mitarbeiter der Weltbank sowie Wirtschafts- und BildungswissenschafterInnen aus Nordamerika, Europa und Asien analysieren in dieser Dokumentation eines regionalen Weltbanksymposiums über Entwicklungsökonomie die Wechselwirkung zwischen Hochschulbildung und internationaler Migration in Asien, die Entwicklung der Löhne für HochschulabsolventInnen in Entwicklungsländern sowie die Finanzierung von Hochschulbildung in Ostasien. Neben dem Verhältnis zwischen privaten und öffentlichen Hochschulen wird erörtert, inwieweit Strukturen der Finanzierung der Hochschulbildung in Industriestaaten auf Entwicklungsländer übertragen werden sollen. Ausgelotet wird, wie Hochschulen am besten zu Innovation und lokaler Wirtschaftsentwicklung beitragen. Pawan Agarwal beleuchtet die Abstimmung der Hochschulbildung in Indien auf den Bedarf des Arbeitsmarkts.

ÖFSE SIG: 23626
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Roithner, Thomas [Hrsg.]
Globale Armutsbekämpfung - ein Trojanisches Pferd?
Auswege aus der Armutsspirale oder westliche Kriegsstrategien?
(Dialog; 56)
Wien [u.a.]: LIT-Verl., 2009 - 363 S.
ISBN 978-3-7000-0899-6, 978-3-8258-1762-6

Afrika; EU; NATO; Armutsbekämpfung; Armut; Krieg; Weltordnung; Waffenhandel; Fragile Staaten; Globalisierung; Entwicklungspolitik; Sicherheitspolitik; Friedens-sicherung; State Building; Zivil-Militärische Kooperation; Entwicklungszusammenarbeit; Menschliche Sicherheit

Österreichische, deutsche und Schweizer SozialwissenschafterInnen und MitarbeiterInnen von Hilfsorganisationen analysieren in dieser Dokumentation der Sommerakademie 2008 des Österreichischen Studienzentrums für Konfliktforschung den aktuellen Status und die globalen Rahmenbedingungen der Armutsbekämpfung sowie Optionen zur Stärkung staatlicher Strukturen in Entwicklungsländern. Ausgangspunkt der meisten Beiträge ist, dass das Risiko des Ausbruchs von Kriegen in armen Staaten bedeutend höher ist als in reichen, aber Armut nicht zwangsläufig in Krieg mündet. Neben dem Einfluss der Globalisierung auf die Entstehung von Kriegen werden die Strategien der NATO und die doppelzüngige Position der EU als weltgrößter Geber von Entwicklungshilfe und Rüstungsexporteur hinterfragt. Als Irrweg herausgearbeitet wird die Unterordnung der Entwicklungszusammenarbeit unter sicherheitspolitische Kalküle. Kritisch beleuchtet wird die zivil-militärische Zusammenarbeit.


ÖFSE SIG: 08285/56
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Bhattacharyya, Gargi
Dangerous brown men
exploiting sex, violence and feminism in the war on terror
London [u.a.]: Zed Books, 2008 - VI, 170 S.
ISBN 978-1-84277-879-1

Rassismus; Frauenrechte; Menschenrechte; Muslim; Imperialismus; Feminismus; Nord-Süd-Beziehungen; Sozialpsychologie; Terrorismusbekämpfung; Folterung; Sexualität; Staatliche Gewalt; Medien; Feindbild

A Die in Birmingham lehrende Soziologin Gargi Bhattaracharyya detailliert, wie feministische Forderungen zur Legitimierung des "Krieges gegen den Terror" missbraucht werden. Sie legt dar, wie ein mit sexuellen Ängsten, Vorurteilen und Fantasien operierender Rassismus zur Konstruktion von muslimischen Männern als Bedrohung herangezogen wird und auf diese Weise für die Rechtfertigung imperialistischer Feldzüge und Ausbeutung der Dritten Welt instrumentalisiert wird. Beleuchtet wird überdies die Rolle von Sexualität in Folterpraktiken und der Medien in der Popularisierung sexualisierter Feindbilder. "Die Kombination des Kampfes um begrenzte Ressourcen mit kulturellen Fantasmen" führt nach Ansicht der Soziologin "in eine Welt, in der jegliche Brutalität mit der 'Verteidigung westlicher Interessen' legitimiert werden kann".

ÖFSE SIG: 23401
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Good, Kenneth
Diamonds, dispossession & democracy in Botswana
Woodbridge [u.a.]: James Currey [u.a.], 2008 - X, 182 S.
ISBN 978-1-84701-312-5, 978-1-77009-646-2

Botsuana; Diamant; Innenpolitik; Politisches System; Partei; Korruption; Klientelismus; Indigene Bevölkerung; Exportabhängigkeit; Armut; Menschenrechtsverletzung; Zwangsumsiedlung; Ethnischer Konflikt

Kenneth Good war Professor für Politikwissenschaften an der University of Botswana, als er 2005 des Landes verwiesen wurde. Im vorliegenden Buch relativiert er das "Wunder Botswana" und setzt sich kritisch mit der politischen Ökonomie dieses südafrikanischen Landes auseinander, das bis in die 1990er Jahre dank Diamantenvorkommen die weltweit höchsten Wirtschaftswachstumsraten aufweisen konnte, politisch laut Good aber eine "defekte afrikanische Demokratie" darstellt. Nach einer Aufschlüsselung der Entwicklung der Diamantenproduktion sowie der Beziehungen zwischen dem Bergbaukonzern De Beers und Botswana stellt Good den "Präsidentialismus" und die mangelnde Tolerierung von Kritik durch die seit 1965 regierende "Botswana Democratic Party" (BDP) an den Pranger. Er detailliert die Korruption und andere soziale Konsequenzen der Abhängigkeit Botswanas vom Diamantenbergbau sowie die Unterdrückung und Zwangsumsiedlung der San.

ÖFSE SIG: 23572
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Leonard, Mark
What does China think?
London: Fourth Estate, 2008 - 164 S.
ISBN 0-00-723068-0, 978-0-00-723068-6

China VR; Aussenpolitik; Wirtschaftsreform; Demokratisierung; Partizipation; Politisches System; Wirtschaftsordnung; Intellektueller; Ordnungspolitik; Rechtsstaatlichkeit; Internationale Beziehungen

Basierend auf Interviews und Studienaufenthalten hat der renommierte britische Politologe Mark Leonhard die Positionen von 16 chinesischen Ökonomen und Politikwissenschaftern zusammengetragen, die an der Konzipierung von Wirtschaftsreformen, Modellen lokaler Demokratie und Partizipation sowie Strategien Chinas auf internationaler Ebene beteiligt sind. Er vermittelt ein anschauliches Bild des Diskurses und Ringens um Einfluss zwischen neoliberalen Wirtschaftsreformern und Protagonisten der "neuen Linken" in China, die zwar marktwirtschaftliche Reformen befürwortet, aber dem Anwachsen der Kluft zwischen Arm und Reich Einhalt gebieten will. Neben der Skepsis gegenüber westlicher Demokratie werden Versuche von Demokratisierung auf lokaler Ebene und Stärkung lokaler Partizipation und Rechtsstaatlichkeit beschrieben. Weiters beleuchtet Leonhard die innerchinesische Debatte über die Positionierung Chinas in der Staatengemeinschaft und internationalen Beziehungen.

ÖFSE SIG: 23329
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