AusgewÄhlte NeuzugÄnge |
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Gardner, David Letzte Chance der Nahe und Mittlere Osten am Scheideweg Darmstadt: Primus Verlag, 2010, 246 S. ISBN 978-3-89678-829-0 Israel; Palästina; Arabische Länder; Türkei; Politischer Islam; Nahostkonflikt; Politisches System; Autoritäre Herrschaft; Innenpolitischer Konflikt; Intervention; Terrorismus; Friedenspolitik Neben einem fundierten Überblick über die Krisenregion Naher und Mittlerer Osten beleuchtet der britische Journalist und Leitartikler der "Financial Times" David Gardner Schlüsselländer wie Ägypten, Syrien, Jordanien oder Saudi-Arabien, um zu erhellen, warum immer gleiche Phänomene wie Despotie in der arabischen Welt gedeihen. Mit ihrer Unterstützung autoritärer Machthaber und Verteufelung demokratisch gewählter islamistischer Parteien sind die USA und der Westen laut Gardner mitverantwortlich, dass diese Region resistent scheint gegen politische und wirtschaftliche Reformen. "Israel unterstützen, ein Netzwerk (scheinbar) verlässlicher Machthaber knüpfen, die Saudis besänftigen und den Islamismus unterdrücken" ist als politische Strategie in den Augen Gardners im 21. Jahrhundert nicht mehr tragbar. ÖFSE SIG: 24225 |
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Wilke-Launer, Renate [Hrsg.] Südafrika Katerstimmung am Kap Frankfurt am Main: Brandes & Apsel, 2010 - 249 S. ISBN 978-3-86099-644-7 Südafrikanische Republik; Post-Apartheid; Sozialer Konflikt; Einkommensverteilung; Politische Kultur; Wirtschaftspolitik; Nationalbewusstsein; Gleichberechtigung; Affirmative Action; Öffentliche Verwaltung; Süd-Perspektive; Energiewirtschaft; Vergangenheitspolitik; Ethnische Beziehungen; Kriminalität Südafrikanische Intellektuelle, WissenschafterInnen und AktivistInnen der Anti-Apartheidbewegung geben Einblick in die Stimmungslage in Südafrika und die sozialen Konflikte. Ausgeleuchtet werden die Gefahren auf dem Weg zu einer neuen demokratischen Kultur, die Auseinandersetzungen über die richtige Wirtschaftspolitik und die Ambivalenz der Beseitigung der wirtschaftlichen Benachteiligungen Schwarzer, die allzu schnell in die Herausbildung einer von der Bevölkerungsmehrheit abgehobenen schwarzen Unternehmerklasse mündet. Hinterfragt werden die Unzulänglichkeiten im öffentlichen Dienst, die für viele unerschwinglichen Strompreise und Sicherheitsprobleme. Zahlreiche Beiträge beschäftigen sich mit der Bewältigung der Vergangenheit und den fragilen Beziehungen zwischen Schwarzen und weißer und indischer Minderheit. ÖFSE SIG: 24235 | |
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Ramadan, Tariq Radikale Reform die Botschaft des Islam für die moderne Gesellschaft München: Diederichs, 2009 - 426 S. ISBN 978-3-424-35000-5 Islam; Koran; Rechtsprechung; Recht; Ethik; Reform; Frauenrechte; Rechtsgeschichte; Medizinsoziologie; Umweltschutz; Grundrechte Nach der Abgrenzung terminologischer Fragen präsentiert der aus Ägypten gebürtige Islamwissenschafter Tariq Ramadan die drei klassischen Schulen, die die Grundlagen islamischen Rechts und Jurisprudenz definiert haben. Anschließend entwickelt er eine Neuordnung der Grundlagen islamischen Rechts im Einklang mit dem Koran und den Prinzipien von Rechtsstaat und Menschenrechten. Neben einem Einblick in die Geschichte der Auslegung des Koran formuliert Ramadan die Grundzüge einer zeitgemäßen islamischen Ethik und expliziert sie für die Bereiche Medizin, Umwelt, Wirtschaft, Kultur und Kunst. Er arbeitet heraus, dass die Gleichberechtigung der Frau und eine emanzipatorische Bildungs- und Integrationspolitik in keinster Weise im Widerspruch zum Koran stehen. ÖFSE SIG:
24139 | |
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Lamberg, Sigrid Subsistenzökonomie in Nicaragua Perspektiven in einer sich transformierenden Gesellschaft Frankfurt am Main: Brandes & Apsel, 2010 - 296 S. ISBN 978-3-86099-668-3 Nicaragua; Mittelamerika; Regionales Ungleichgewicht; Subsistenzwirtschaft; Entwicklungstheorie; Landwirtschaft; Indigene Bevölkerung; Innenpolitik; Sozialer Konflikt; Wirtschaftsentwicklung; Ethnische Beziehungen; Aussenwirtschaft; Aussenhandelspolitik; Wirtschaftsintegration; Regionale Politik; Autonomie; Local Government Die österreichische Wirtschaftswissenschafterin Sigrid Lamberg konfrontiert den Einfluss der internationalen Agrarmarktliberalisierung und Auflagen des Zentralamerikanischen Freihandelsabkommens (CAFTA) und der WTO auf den Agrarsektor Nicaraguas mit Beschreibungen der Lebensrealität der indigenen Bevölkerung, die auf der Basis von Subsistenzökonomie in den autonomen Gebieten im Westen Nicaraguas lebt. Nach einem historischen Aufriss der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Nicaraguas beleuchtet Lamberg den Status der WTO-Verhandlungen und die Auswirkungen des CAFTA auf die nicaraguanische Agrarstruktur. Basierend auf einem Forschungsaufenthalt analysiert sie die politische Ausgestaltung, Armut, den Zugang zu Bildung und die infrastrukturelle Probleme in den autonomen Gebieten. Sie hinterfragt, inwieweit die Subsistenzökonomie eine "Alternative zur Entwicklung" darstellt. | |
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Roithner, Thomas [Hrsg.] Söldner, Schurken, Seepiraten von der Privatisierung der Sicherheit und dem Chaos der "neuen" Kriege Wien: Lit-Verlag, 2010 - 343 S. ISBN 978-3-643-50099-1 Krieg; Söldner; Gewaltökonomie; Privates Militärunternehmen; Friedenspolitik; Kindersoldat; Konflikt; Fragile Staaten; Intervention; Konfliktmanagement; Friedenssicherung; Gender; Krisenprävention; Zivil-Militärische Kooperation; Sicherheitspolitik; Globalisierung; Global Governance; Piraterie; Neokolonialismus; Afrika; Palästina; Lateinamerika Österreichische und deutsche Sozial- und PolitikwissenschafterInnen sowie MitarbeiterInnen von Hilfsorganisationen analysieren in dieser Dokumentation eines Symposiums die strukturellen Veränderungen von Kriegen und Gewaltkonflikten vor dem Hintergrund der Globalisierung. Unter die Lupe genommen werden die Rolle von Piraten, Kindersoldaten, Warlords und privaten Sicherheitsunternehmen sowie Gewaltökonomien. Anhand von Beispielen aus Lateinamerika und Palästina werden kriegsökonomische Strukturen, Formwandel der Gewalt und Geschlechterverhältnisse ausgeleuchtet. Neben Strategien der Krisenprävention werden die Zweckmäßigkeit von Militärinterventionen sowie das Verhältnis zwischen Hilfsorganisationen und Militärs in internationalen Kriseneinsätzen erörtert. ÖFSE SIG:
08285/58 | |
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Beck, Silke Das Klimaexperiment und der IPCC Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik in den internationalen Beziehungen (Ökologie und Wirtschaftsforschung; 84) Marburg: Metropolis-Verlag, 2009 - 227 S. ISBN 978-3-89518-771-1 Internationales Regime; Klimapolitik; Klimawandel, Wissenschaft, Politikberatung Die deutsche Sozialwissenschafterin und Mitarbeiterin des "Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung" Silke Beck untersucht, wie es dem "Zwischenstaatlichen Ausschuss über Klimaänderungen" (IPCC) gelungen ist, nicht nur die wissenschaftliche Integrität, sondern auch politische Relevanz und Glaubwürdigkeit seiner Expertisen aufrechtzuerhalten. Sie arbeitet heraus, dass das Design des IPCC Engpässe aufweist, die sich auf das traditionelle lineare Modell des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik zurückführen lassen, das nur die Einflussnahme von Wissenschaft in Richtung Politik berücksichtigt. Nur wenn das IPCC-Modell verändert wird, sodass der Trend zur Verwissenschaftlichung politischer Entscheidungen demokratischer Kontrolle unterworfen wird, wäre es laut Beck geeignet, um auf die Herausforderungen der Anpassung an den Klimawandel und globale Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Erhalt der Biodiversität und Ernährungssicherheit zu reagieren. ÖFSE SIG: 19581/84 reservieren
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Schäfer, Michaela Nach der Explizierung der Anwendbarkeit der Methoden Bourdieus und Foucaults für die Wirkungsanalyse von Entwicklungszusammenarbeit gibt die Kulturanthropologin Michaela Schäfer basierend auf einem Forschungsaufenthalt Einblick in die Geschichte der Nutzung der Karitébäume und Herstellung von Sheabutter in Mali. Sie durchleuchtet die Wechselwirkungen und Verflechtung der Interessen der in die Herstellung und Vermarktung von Karitébutter involvierten AkteurInnen, wobei sich der Bogen von den lokalen Produzentinnen, staatlichen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen über die ZwischenhändlerInnen bis zur Kosmetik- und Schokoladenindustrie spannt. Abschließend werden die dörflichen, nationalen, transnationalen und diasporischen Netzwerke der Vermarktung von Karitébutter kritisch durchleuchtet und herausgearbeitet, inwieweit Mitbestimmung auf die Ausführung von Leistungen reduziert ist und die Karitébutterproduktion zum Empowerment von Frauen beiträgt. | |
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Institut für Sicherheitspolitik Kiel [Hrsg.] Deutsche PolitologInnen analysieren die Entwicklung der Sicherheit im Irak seit 2008 und bilanzieren Terrorismus, Aufstandsbekämpfung und Wiederaufbau in Afghanistan und Pakistan. Neben dem Vormarsch der Islamisten in Somalia werden die institutionelle Sicherung der Nuklearanlagen in Pakistan, die Facetten des Terrorismus in Indien und China, die militärische "Konfliktlösung" in Sri Lanka, die Rückkehr des Terrorismus in Syrien sowie der Terrorismus in Zentralasien durchleuchtet. Neben dem Vormarsch der Islamisten in Somalia wird erörtert, inwieweit Abschreckung gegen den "islamischen Volkskrieg" in Gaza möglich ist und der Sudan ein Stützpunkt des internationalen Terrorismus geworden ist. Bilanziert werden die Bekämpfung des Terrorismus in Deutschland und das deutsche Engagement in Nordafghanistan. Die Analysen ergänzt eine Datensammlung, in der Häufigkeit und Folgen terroristischer Anschläge im Zeitraum 2008/09 weltweit festgehalten werden. ÖFSE SIG: 24115/2009 | |
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Maas, Peter Öl das blutige Geschäft München: Droemer, 2010 - 351 S. ISBN 978-3-426-27529-0 Erdöl; Erdölpolitik; Energiepolitik; Aussenpolitik; Internationale Beziehungen; Wirtschaftspolitik; Umweltzerstörung; Sozio-ökonomisches Ungleichgewicht; Einkommensverteilung; Verarmung; Korruption; Machtpolitik; Erdölgesellschaft; Erfahrungsbericht; Wachstumsgrenze; Menschenrechtsverletzung |
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Johnson, Hazel ; Wilson, Gordon Learning for development (Development matters) London: Zed Books, 2009 - 152 S. ISBN 978-1-84813-198-9 Entwicklungszusammenarbeit; Entwicklungsarbeit; Entwicklungspolitische Bildung; Empowerment; Institution Building; Organisationsentwicklung; Bildung; E-Learning Die britische Professorin für Entwicklungspolitik Hazel Johnson und der britische Dozent für Technologie und Entwicklung erörtern die Lernprozesse im Rahmen von Entwicklungsprojekten. Sie legen dar, wie wichtig eine kritische Wahrnehmung der sozialen Dynamik von Lernprozessen für MitarbeiterInnen von Organisationen und für eine kohärente Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit ist. Ausgeleuchtet werden Lernprozesse in kommunalen Nord-Süd-Partnerschaften sowie Facetten der Organisationsentwicklung. Beleuchtet wird auch die Strukturierung von Lernen durch computerunterstützte Kommunikation. |
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Baier, Marjan Vom Kolonialdiskurs zum Entwicklungsdispositiv Ghana und Südkorea im entwicklungsstrategischen Vergleich (ÖFSE-Forum, 44) Wien: Südwind-Verlag, 2010 - 147 S. ISBN 978-3-9502964-0-2 Ghana; Südkorea; Kolonialzeit; Nachkoloniale Entwicklung; Wirtschaftspolitik; Wirtschaftsentwicklung; Entwicklungstheorie; Entwicklungspolitik; Entwicklungsstrategie; Kolonialismus Der österreichische Sozialwissenschafter Marjan Baier vergleicht die Entwicklungswege und Wirtschaftspolitik Ghanas und Südkoreas während der Kolonialzeit und der Periode der Unabhängigkeit in ihrer historischen und globalen Kontextualisierung. Er versteht in Bezug auf Foucault Entwicklung als Diskurs und erarbeitet in Anlehnung an Aram Ziai neue Kriterien von Entwicklung, die seine historische Analyse leiten und einen klaren Blick auf die Interessen und Machtverhältnisse erlauben, die den jeweiligen Diskurs steuerten. Der Vergleich der "Entwicklungsdispositive" zeigt, dass ausgehend von der kolonialen Periode in beiden Ländern sehr unterschiedliche Bedingungen geherrscht haben und die Regierenden unterschiedliche Strategien verfolgt haben. Nicht nur unterschiedliche politische und ökonomische Rahmenbedingungen waren für die verschiedenen Entwicklungen maßgeblich, sondern auch die externen Projektionen und damit verbundenen finanziellen Hilfsleistungen. ÖFSE SIG:
17699/44 | |
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Altvater, Elmar [u.A.] Die Rückkehr des Staates? nach der Finanzkrise Hamburg: VSA, 2010 - 138 S. ISBN 978-3-89965-390-8 Finanzkrise; Staat; Kapitalismus; Kapitalmarkt; Wirtschaftspolitik; Verschuldung; EU; Sozialpolitik; Arbeitsmarktpolitik; Finanzwirtschaft Österreichische und deutsche Wirtschafts- und PolitikwissenschafterInnen analysieren die Dimensionen der aktuellen Transformationsprozesse von Staatlichkeit aus wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Perspektive und richten dabei den Blick auf eine mögliche Rolle des Staates nach der Finanzkrise sowie Formen der "Rückkehr" des Staates in die Wirtschaft. Gefragt wird, welche emanzipatorischen Anforderungen an staatliches Handeln zu richten sind, wenn es um die Schaffung eines an grundlegenden demokratischen und sozialen Rechten orientierten Gemeinwesens geht. Stefanie Wöhl analysiert die Sozial- und Beschäftigungspolitik der Europäischen Union in der Krise. | |
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