AusgewÄhlte NeuzugÄnge
Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der ÖFSE-Bibliothek, die von Ihnen auch direkt über das Internet reserviert werden können. Das von Ihnen reservierte/vorgemerkte Buch wird für Sie fünf Werktage in der Bibliothek hinterlegt. Bitte vergessen Sie bei einer Reservierung nicht den Namen anzugeben!
Mai 2011
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Obrovsky, Michael
Krisen und Entwicklung
(Österreichische Entwicklungspolitik ; 2009)
Wien: Südwind Verlag, 2010, 114 S.
ISBN
978-3-9502964-6-4
Österreich; EU; Entwicklungspolitik; Entwicklungszusammenarbeit; Entwicklungsfinanzierung; Humanitäre Hilfe; Finanzkrise; Weltfinanzordnung; Kapitalmarkt; IMF; Millennium Entwicklungsziele; Süd-Perspektive; Klimapolitik; Armutsbekämpfung
MitarbeiterInnen der österreichischen Forschungsstiftung für internationale Entwicklung (ÖFSE) analysieren die Implikationen der globalen wirtschaftlichen Machtverschiebungen für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung, die EU-Finanzmarktregulierung und Aufwertung des IWF im Gefolge der jüngsten Finanzkrise. Der Ökonom Kunibert Raffer warnt, daß mit den bisherigen Maßnahmen zur Bewältigung der Finanzkrise die Gefahr einer neuerlichen Weltwirtschaftskrise nicht gebannt ist. Der Schweizer Geograph Erwin Künzi durchleuchtet den internationalen Diskurs zur Interdependenz von Armutsminderung und Klimaschutz. Neben den Ergebnissen einer Befragung von 104 RepräsentantInnen nichtstaatlicher Organisationen in 36 Entwicklungsländern zur künftigen Gestaltung der Entwicklungsziele enthält diese Aufsatzsammlung eine Aufschlüsselung und Bewertung der humanitären Hilfe, staatlichen und privaten Entwicklungszusammenarbeit Österreichs sowie Finanztransfers von MigrantInnen in ihre Herkunftsländer im Zeitraum 2005 bis 2009.
ÖFSE SIG:
21663/Aufl.2010
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Gill, Peter
Famine and foreigners
Ethiopia since Live Aid
the construction of global governance
Oxford: Oxford University Press, 2010, 280 S.
ISBN
978-0-19-956984-7
Äthiopien; Hunger; Bürgerkrieg; Entwicklungszusammenarbeit; Erfahrungsbericht; Humanitäre Hilfe;
Autoritäre Herrschaft; Umsiedlung; IMF; Ernährungssicherung; Bevölkerungspolitik; China VR; Unterdrückung;
Nichtstaatliche Organisation
Der britische Journalist Peter Gill war einer der ersten Fernsehreporter, der 1984 über die Hungerkatastrophe in Äthiopien berichtete. In diesem Buch zeichnet er nach, was seither in Äthiopien geschah. Er reflektiert über die Effekte der Hilfsmaßnahmen und die Spannungen zwischen Hilfsorganisationen, HilfsempfängerInnen und den äthiopischen Regimen. Thematisiert wird die Instrumentalisierung des Hungers als Waffe im Bürgerkrieg, Sinnhaftigkeit von Umsiedlungen und Bevölkerungspolitik. Erörtert wird, inwieweit angesichts der autoritären Tendenzen der äthiopischen Regierung Entwicklungszusammenarbeit mit Auflagen verbunden werden soll. Ein weiterer Abschnitt befaßt sich mit der Hilfe Chinas für Äthiopien.
ÖFSE SIG:
24310
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Ringhofer, Lisa
Fishing, foraging and farming in the Bolivian Amazon
on a local society in transition
Dordrecht [u.a.]: Springer, 2010, 249 S.
ISBN
978-90-481-3486-1
Bolivien; Amazonien; Indigene Bevölkerung; Nachhaltige Entwicklung; Kulturanthropologie; Binnenfischerei; Forstwirtschaft; Landwirtschaft; Ressourcenschutz; Stoffstrommanagement; Haushaltung; Arbeit; Livelihood; Ernährung; Kultursoziologie; Sozio-ökonomischer Wandel
Die österreichische Soziologin Lisa Ringhofer beschreibt und analysiert die Interaktion der Tsimane, einer indigenen Ethnie im bolivianischen Amazonasgebiet, mit der Natur. Nach einer Einführung in das "materials and energy flow accounting" (MEFA), mit dem die Austauschbeziehungen zwischen einem sozialen System und seiner natürlichen Umgebung erfaßt werden, detailliert Ringhofer das Naturverständnis und die Sozialstruktur der Tsimane. Sie dokumentiert die lokalen Material- und Energieflüsse, die Strategien der Landnutzung und den Zeitaufwand für die unterschiedlichen Aktivitäten. Herausgearbeitet werden die sozio-ökonomischen Veränderungen und mit dem in Ethnien in Asien beobachteten sozialen Wandel verglichen.
ÖFSE SIG:
24354
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Rehklau, Christine [Hrsg.] Zugänge
Sozialarbeit des Südens Band 1
(Internationale Sozialarbeit ; 1)
Oldenburg: Paulo Freire Verlag, 2011, 284 S.
ISBN
978-3-86585-901-3
Indien; Deutschland BR; Thailand; China VR; Peru; Kolumbien; Brasilien; Afrika; Entwicklungsländer; Sozialarbeit; Kind; Indigenisierung; Strassenkind; Kinderarbeit; Gender; Reproduktive Rechte; Community Development; Menschenrechtsarbeit;
Interkulturelle Kommunikation; Friedenserziehung
Basierend auf Erfahrungen in Sozialprojekten in Entwicklungsländern und Studienaufenthalten geben europäische, lateinamerikanische und asiatische SozialwissenschafterInnen, ErziehungswissenschafterInnen und SozialarbeiterInnen Einblick in den kulturellen Rahmen und die Bedingungen für Sozialarbeit in Entwicklungsländern. Neben einer Anthropologie des Helfens werden das Kindsein und die Situation arbeitender Kinder in Entwicklungsländern, die Straßensozialarbeit mit Punks in Peru sowie der Zusammenhang zwischen Gleichberechtigung, reproduktiven Rechten und menschlicher Entwicklung ausgeleuchtet. Weitere Beiträge befassen sich mit geschlechtsspezifischer Gewalt in Südafrika, community development in Indien, der Entwicklung kooperativer Netzwerke für LandarbeiterInnen in Thailand und Wahlverwandtschaften zwischen Paulo Freire und sozialer Arbeit in Brasilien. Beleuchtet werden die Sozialarbeit in China und Kolumbien sowie die Friedensarbeit in Peru.
ÖFSE SIG:
23110/1
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Casper-Hehne, Hiltraud [Hrsg.]
Kommunikation über Grenzen
aktuelle Ansätze zur interkulturellen Verständigung
Göttingen: Univ. Verlag Göttingen, 2010, 199 S.
ISBN
978-3-941875-69-2
Interkulturelle Kommunikation; Globalisierung; Kulturelle Identität; Interkulturelle Erziehung;
Tourismus; Indien; Deutschland BR; Literatur; Biographie; Berufsbildung; Psychiatrie;
Theater; Kulturstandard; Kulturpsychologie; Übersetzung; Sprache; Arbeitsbeziehungen
In dieser Dokumentation eines Symposiums beleuchten indische und deutsche WissenschafterInnen die Facetten interkultureller Verständigung zwischen InderInnen und Deutschen. Nach einer kritischen Reflektion der Erforschung interkultureller Kommunikation im deutsch-indischen Zusammenhang werden der Zugang zu fremder Kultur durch Autobiographien, Erfahrungen in interkulturellem Training in Deutschland und Indien, der Stellenwert von Übersetzung und der Einsatz von Theater als Medium der interkulturellen Kommunikation im Germanistikstudium in Indien analysiert. Weitere Beiträge befassen sich mit transkultureller Psychiatrie, der Rezeption von Hegel in Indien, touristischen Begegnungen aus der Perspektive einer Psychologie interkulturellen Handelns, den Implikationen des Schreibens in mehreren Sprachen und den Ergebnissen einer Befragung deutschsprachiger ArbeitnehmerInnen in Indien über ihre Sicht der Arbeitsbeziehungen.
ÖFSE SIG:
24415
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Zimmermann, Susan
GrenzÜberschreitungen
internationale Netzwerke, Organisationen, Bewegungen und die Politik der globalen Ungleichheit vom 17. bis zum 21. Jahrhundert
(Globalgeschichte und Entwicklungspolitik ; 8)
Wien: Mandelbaum Verlag, 2010, 270 S.
ISBN
978-3-85476-306-2
Soziale Bewegung; Soziale Gerechtigkeit; Mission; Frauenbewegung; Sozialstandards; ILO;
Hochschulbildung; Internationale Institution; Internationalisierung; Internationale Beziehungen; Sklaverei;
Sozialgeschichte; Menschenrechte; Dekolonisation; Rechtsgeschichte
Nach einer Begriffsklärung durchleuchtet die Historikerin Susan Zimmermann die Internationalisierung sozialer Netzwerke und Bewegungen im historischen Längsschnitt vor dem Hintergrund globaler Ungleichheit. Sie analysiert die Geschichte internationaler Antisklavereipolitik, die Wechselbeziehungen zwischen christlicher Mission und europäischer Expansion vom 17. bis zum 21. Jahrhundert und die Rolle der Internationalen Frauenbewegung im Nationalitätenkonflikt in Österreich-Ungarn. Sie erkundet die Dimensionen des "weiblichen" internationalen Sozialismus in den Jahren 1905 bis 1917 als Geschichte verwickelter und ungleicher Beziehungen. Neben der institutionellen Verankerung und Vernetzung der Geschlechterstudien in Osteuropa seit 1990 untersucht Zimmermann, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) von 1919 bis 1938 mit der nichtmetropolitanen Arbeit – den Arbeitsbedingungen außerhalb der Industriestaaten und den Kolonialgebieten – umgegangen ist.
ÖFSE SIG:
22384/8
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Melber, Henning [Hrsg.]
Dealing with crimes against humanity
(Development Dialogue ; 2011,55)
Uppsala: Dag Hammarskjöld Foundation, 2011, 186 S.
ISBN
978-91-85214-59-4
Menschenrechtsverletzung; Kriegsverbrechen; Internationales Strafrecht; Völkerrecht; Genozid; Menschenrechte; Krieg; Wissenschaftler; Sexuelle Gewalt
Europäische, afrikanische und amerikanische Rechts- und PolitikwissenschafterInnen, Diplomaten und MitarbeiterInnen von Menschenrechtsorganisationen analysieren die Involvierung von WissenschafterInnen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Kriege als TäterInnen und Opfer, die Überlegungen der PhilosophInnen Immanuel Kant, Hannah Arendt und Hermann Broch über Verbrechen gegen die Menschheit und die Rolle von Vergewaltigungen als Kriegsstrategie. Neben einer ausführlichen Analyse der Rechtsprechung des Internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda wird erörtert, wie die strafrechtliche Verfolgung von Völkermord, Kriegsverbrechen und sexueller Gewalt verbessert werden kann. Ursula Werther-Pietsch und Anna-Katharina Roithner referieren die internationalen Bemühungen, als Standardstrategie für die Reaktion auf fragile Situationen die Verknüpfung von "Peace building" und "State building" im Rahmen der UNO zu verankern.
ÖFSE SIG:
23094/2011,55
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Küblböck, Karin [u.a.]
Notes on the Nicaraguan budgeting process and the role of external cooperation
(ÖFSE-Edition ; 16)
Wien: Südwind Verlag, 2010, 124 S.
ISBN
978-3-9502964-2-6
Nicaragua; Budget; Budgethilfe; Entwicklungszusammenarbeit; Entwicklungsverwaltung; Finanzverwaltung
Die österreichische Wirtschaftswissenschafterin Karin Küblböck und der nicaraguanische Ökonom Adolfo Jóse Acevedo Vogl analysieren den politischen und administrativen Prozeß der Erstellung des Staatshaushalts in Nicaragua und den Einfluß der internationalen Finanzinstitutionen und Entwicklungszusammenarbeit auf diesen Prozeß. Nach einem Exkurs über den Stellenwert ausländischer Hilfe für Nicaragua werden die Budgethilfe für Nicaragua und der Prozeß der Budgeterstellung durchleuchtet. Herausgearbeitet wird, wie sich die Struktur der Staatsausgaben sowie Staatseinnahmen und –ausgaben im Zeitraum 1994 bis 2009 verändert haben. Bewertet wird außerdem die Hilfe Venezuelas für Nicaragua.
ÖFSE SIG:
13199/16
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Choplin, Gérard [Hrsg.]
Ernährungssouveränität
für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik in Europa
Wien: Mandelbaum Verlag, 2011, 127 S.
ISBN
978-3-85476-346-8
EU; Landwirtschaft; Agrarpolitik; Ernährung; Biodiversität; Nachhaltige Entwicklung; Handelspolitik; WTO; Agrarmarkt
Basierend auf Konsultationen von Bauern und Bäuerinnen, der Europäischen Koordination Via Campesina, des Attac-Netzwerks, der ÖBV-Via Campesina Austria und des Agrarbündnis Österreich skizzieren europäische ÖkonomInnen, Juristen und Soziologen eine zivilgesellschaftliche Alternative für eine künftige gemeinsame europäische Agrar- und Lebensmittelpolitik, die auf Ernährungssouveränität ausgerichtet ist. Nach einem Überblick über die politischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen für Landwirtschaft und Ernährung wird die Geschichte der "Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik" (GAP) beleuchtet und ihre Legitimität hinterfragt. Skizziert wird, welche Umstellungen der Produktionsweisen und des Konsumverhaltens angesichts der globalen Ernährungskrise erforderlich sind und welche Initiativen Europa auf internationaler Ebene setzen soll. Das Buch versteht sich als Beitrag zur Diskussion über eine neue GAP, die die EU Ende 2013 beschließen will.
ÖFSE SIG: 24409
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Bernecker, Walther L. [Hrsg.]
Die Welt im 20. Jahrhundert bis 1945
(Globalgeschichte ; 7)
Wien: Mandelbaum Verlag, 2010, 344 S.
ISBN
978-3-85476-324-6
Europa; Kanada; USA; Lateinamerika; Japan; China vor 1949; China VR; Südasien; Südostasien; MENA-Region; Afrika südlich der Sahara; Dekolonisation; Internationale Beziehungen; Revolution; Imperialismus; Selbstbestimmung; Kolonialismus; Globalisierung;
Sozio-ökonomischer Wandel; Sozio-politischer Wandel; Migration; Krieg
Österreichische und deutsche HistorikerInnen und SoziologInnen durchleuchten und dokumentieren die in fast allen Lebensbereichen manifesten intensiven Beziehungen, Interaktionen und Transfers zwischen den Weltregionen von 1900 bis 1945. Aufgegliedert nach Weltregionen werden die wachsende weltwirtschaftliche Vernetzung, die Transport- und Kommunikationsrevolutionen, die Migrationsströme und die Expansion europäischer Kolonialherrschaft sowie die globale Verflechtung auf dem Gebiet politisch-staatlicher Ideen und Institutionen, des kulturellen Austauschs und der Verbreitung einheitlicher Konsummuster aufgeschlüsselt. Erörtert werden auch die Auflösung der Vielvölkerreiche und Entstehung neuer Nationalstaaten in Osteuropa und im Nahen Osten sowie erste Ansätze der Dekolonisation.
ÖFSE SIG:
23981/7
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Fessler, Pirmin
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Hinsch, Stefan
Wie funktioniert Wirtschaft?
eine kritische Einführung
Wien: ProMedia Verlag, 2011, 220 S.
ISBN
978-3-85371-325-9
Volkswirtschaft; Wirtschaftswissenschaft; Kapitalmarkt; Kreditwesen; Bankwesen; Börse; Wirtschaftswachstum; Wirtschaftskrise; Wirtschaftspolitik; Finanzpolitik; Geldpolitik; Globalisierung; Handelspolitik; Wechselkurs; Währungspolitik; Zahlungsbilanz
Der österreichische Ökonom Pirmin Fessler und der österreichische Pädagoge Stefan Hinsch geben in diesem Buch eine Einführung zum Begreifen ökonomischer Prozesse im Zeitalter der Globalisierung. Aufgeschlüsselt werden die Erfassung der Nachfrage, der Stellenwert des Geldes, die Funktionsweise der Finanzmärkte und Wirtschaftswachstumstheorien. Beleuchtet wird, warum "die Wirtschaft manchmal schrumpft" und welche Gefahren mit internationalem Handel verbunden sind. Erläutert werden die Wechselwirkungen zwischen Wechselkurs und Zahlungsbilanzkrisen. Mit einer verständlichen Darstellung der weltweit ablaufenden ökonomischen Prozesse verknüpfen Fessler und Hinsch eine Hinterfragung der dominierenden Wirtschaftspolitik und Strategien.
ÖFSE SIG:
24289
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Holloway, John Kapitalismus aufbrechen
Münster: Westfälisches Dampfboot , 2010, 276 S.
ISBN
978-3-89691-863-5
Kapitalismus; Alternativer Lebensstil; Arbeit; Sozialismus; Sozialer Wert; Widerstand; Soziale Bewegung
Ausgehend von der These, daß der Kapitalismus bereits schwer angeschlagen ist und die Logik des gesellschaftlichen Zusammenhalts voller Risse sei, skizziert der irische marxistische Politikwissenschafter John Holloway Strategien, wie an die Stelle des Kapitalismus etwas vernünftiges Neues gesetzt werden kann. Fußend auf einer Gegenpolitik der Menschenwürde stellt er gegen die Arbeit als geschichtlicher Transformationsvorgang, der die kapitalistische Gesellschaftssynthese herstellt, Tätigsein. Da die Abstrahierung des Tätigseins zu Arbeit laut Holloway das Fundament des Kapitalismus darstellt, ist das Tätigsein als Gegenpol zur Arbeit auch der Schlüssel für das Aufbrechen des Kapitalismus. Tätigsein als gesellschaftliches Prinzip würde aus der Sicht Holloways verhindern, daß Kapitalismus immer wieder neu erschaffen wird.
ÖFSE SIG:
24323
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