AusgewÄhlte NeuzugÄnge

Hier finden Sie ausgewählte Neuzugänge der ÖFSE-Bibliothek, die von Ihnen auch direkt über das Internet reserviert werden können. Das von Ihnen reservierte/vorgemerkte Buch wird für Sie fünf Werktage in der Bibliothek hinterlegt. Bitte vergessen Sie bei einer Reservierung nicht den Namen anzugeben!


November 2006

 

Van Cott, Donna Lee
From movements to parties in Latin America
The evolution of ethnic politics
Cambridge: Cambridge University Press, 2005 - XXII, 276 S.
ISBN 0-521-85502-0

Bolivien; Ecuador; Peru; Argentinien; Kolumbien; Venezuela; Indigene Bevölkerung; Wahlrecht; Partei; Politische Reform; Politisches System; Soziale Bewegung; Innenpolitik; Minderheitenpolitik; Dezentralisierung

Die US-Politologin Donna Lee van Cott hat in Studienaufenthalten erkundet, warum die indigene Bevölkerung in Bolivien und Ekuador Parteien mit beachtlichem politischem Einfluss etablieren konnte und warum diese Bemühungen in Argentinien und Peru nicht von Erfolg gekrönt waren. Ursache für die Erfolge der von indigenen sozialen Bewegungen gegründeten Parteien in Kolumbien und Venezuela trotz des geringen Indio-Anteils an der Gesamtbevölkerung sind laut Lee van Cott die erfolgreiche Beteiligung der indigenen Bevölkerung an der Verfassungsreform, Dezentralisierung, reservierte Parlamentssitze für ethnische Minderheiten sowie Beseitigung von Hürden im Wahlrecht.

ÖFSE SIG: 22603
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Kassir, Samir
Das arabische Unglück
Berlin: Schiler, 2006 - 92 S.
ISBN 3-89930-151-X

Arabische Länder; Ägypten; Libanon; Islam; Araber; Kulturgeschichte; Auslandsbild; Kulturelle Identität; Nahostkonflikt; Feindbild; Modernisierung; Kulturwandel; Kulturstandard; Autoritäre Herrschaft

Der libanesische Historiker Samir Kassir zeichnet die eigenständigen fortschrittlichen Tendenzen in Wissenschaft und Kultur in den arabischen Ländern nach, die immer präsent waren und keineswegs als aufgezwungene Verwestlichung interpretiert werden können. Das Unglück der Araber, das die Hinwendung zu antimodernen Paradigmen und theokratischen Reflexen nur verstärke, sieht Kassir in den von den nationalen Eliten in Kooperation mit den Westmächten etablierten autoritären Strukturen, die die für die Beseitigung der Armut notwendige Entwicklung blockieren. Statt in einer Opferhaltung zu verharren müssten die Araber den Mut zu einer durch das reiche kulturelle Erbe gestützten Demokratisierung aufbringen.

ÖFSE SIG: 22570
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  International Bank for Reconstruction and Development
Millennium development goals
Strengthening mutual accountability, aid, trade and governance
(Global monitoring report; 2006 )
Washington, DC: IBRD, 2006 - XXII, 225 S.
ISBN 0-8213-6477-4

Entwicklungsbank; Millennium Entwicklungsziele; Good Governance; Multilaterale Entwicklungszusammenarbeit; Armutsbekämpfung; Korruptionsbekämpfung; Statistik; Schuldenerlass; Monitoring

Dieser Weltbankbericht schlüsselt die erforderlichen Schritte auf, um mit einer Stärkung der Infrastruktur, Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investitionen sowie Steigerung der Effizienz der Entwicklungszusammenarbeit und staatlichen Institutionen in Entwicklungsländern Hemmnisse für die Realisierung der bis 2015 angepeilten Entwicklungsziele zu eliminieren. Neben Statistiken über den Status der Armutsbekämpfung wird analysiert, wie Ergebnisse der Aktivitäten der Entwicklungsbanken besser kontrolliert sowie die Budgeterstellung und Korruptionsbekämpfung optimiert werden kann. Erörtert wird die bestmögliche Nutzbarmachung von Schuldenerlässen für die Armutsbekämpfung und Verbesserung der Kontrolle der widmungsgemäßen Verwendung der Fonds für die Armutsbekämpfung auf nationaler und internationaler Ebene.

ÖFSE SIG: 21972/2006
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Organisation for Economic Co-operation and Development
International migration outlook 2006
(International migration outlook)
Paris: OECD, 2006 - 329 S.
ISBN 92-64-03627-X

OECD-Länder; Migrationspolitik; Immigration; Statistik; Arbeitsmarkt; Gastarbeiter; Heimatüberweisung; Integration

In diesem Bericht werden die Trends der Migration in die 31 Mitgliedsstaaten der OECD seit 1995 statistisch erfasst und die spezifischen Probleme der zuwandernden Frauen herausgearbeitet. Dokumentiert werden die Veränderungen der Regulierung der Migration sowie Maßnahmen zur Unterstützung der Integration von AusländerInnen und Abstimmung der Zuwanderung auf den jeweiligen Bedarf an Arbeitskräften. Durchleuchtet wird die Zweckmäßigkeit der Steuerung der Zuwanderung durch Quoten und Obergrenzen für unterschiedliche berufliche Qualifikationen. Ausgelotet wird, wie der Nutzen von Finanztransfers von MigrantInnen für die Entwicklung der jeweiligen Heimatländer optimiert werden kann.

ÖFSE SIG: 14395/2006
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Shiva, Vandana
Erd-Demokratie
Alternativen zur neoliberalen Globalisierung
Zürich: Rotpunktverl., 2006 - 292 S.
ISBN 3-85869-327-8

Zivilgesellschaft; Herrschaftsform; Volksdemokratie; Soziale Gerechtigkeit; Gesellschaft; Globalisierung

Die Autorin plädiert für eine demokratische Ordnung, die Menschen in die Lage versetzt, über ihre ureigensten Bedürfnisse zu bestimmen. Diese dürfe nicht universalistisch im Sinn von gleichmacherisch (wie die von den USA exportierte), sondern müsse lokal und regional verankert sein, dürfe nicht weiter dem Diktat multinationaler Konzerne folgen und würde damit auch nicht mehr Ausgrenzung, Hass und Angst zum bevorzugten politischen Mittel machen, um Stimmen und Macht zu mobilisieren.

ÖFSE SIG: 22581
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  Tuschl, Ronald H.
Europa und die Dynamik der globalen Krise
Ergebnisse der State-of-Peace-Konferenz 2006
Münster: Agenda-Verl., 2006 - 275 S.
ISBN 3-89688-289-9

Globalisierung; EU; Internationaler Konflikt; Friedenspolitik; Konfliktmanagement

Der Friedensbericht der State-of-Peace-Konferenz 2006 beschäftigt sich u.a. mit den friedenspolitischen Antworten auf die Frage nach der Zukunft der Europäischen Union nach dem Scheitern der Verfassung, der Zukunft des Nahen Ostens und dem europäischen Beitrag zur Lösung des Palästina- und Irak-Konflikts, dem Einfluss Europas gegenüber der USA hinsichtlich einer neu ausgerichteten Umweltpolitik sowie den Chancen für eine offene Medien- und Kommunikationskultur im Zeitalter einer globalen, propagandistischen Mediendiktatur. Abschließend wird hinterfragt, was Europa selbst zur Dynamik der globalen Krise beträgt und welche Maßnahmen zu ihrer Bewältigung ergriffen werden können.

ÖFSE SIG: 08285/50
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International Bank for Reconstruction and Development
Development and the next generation
(World development report ... ; [29].2007)
Washington, DC.: World Bank, 2006 - xvii, 317 S.
ISBN 0-8213-6541-X

Entwicklungspolitik; Arbeitsmarktpolitik; Jugend; Gesundheitserziehung; Bildungspolitik; Migration; Reproduktive Gesundheit; Entwicklungsindikator; Berufsbildung; Empowerment

Dieser Weltbankbericht arbeitet heraus, dass Investitionen in die Ausbildung und Gesundheitserziehung von Jugendlichen besonders geeignet sind, die globale Armut zu mindern. Detailliert wird, wie Jugendliche optimal befähigt werden, die ihren Fähigkeiten entsprechenden beruflichen Qualifikationen zu erwerben und zu nutzen, gesundheitsgefährdende Verhaltensweisen wie Drogenkonsum und riskante Sexualpraktiken zu vermeiden und ihre politischen Rechte wahrzunehmen. Ventiliert werden Verbesserungen der Qualität der Bildungsangebote, Realisierung von Chancengleichheit im Bildungswesen sowie arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zur Erleichterung des Berufseinstiegs für Jugendliche. Erörtert werden Beratungsangebote für Eltern und MigrantInnen sowie Programme für SchulabbrecherInnen und straffällig gewordene Jugendliche. Statistiken geben Aufschluss über Wirtschaftsentwicklung, Lebensbedingungen und Bildungsniveau in den einzelnen Staaten.

ÖFSE SIG: HA-7/0006-2007
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Gould, Jeremy [Hrsg.]
The new conditionality

The politics of poverty reduction strategies
London: Zed, 2006 - XI, 180 S.
ISBN 1-8427-7522-7

Tansania; Vietnam; Honduras; IBRD; IMF; Konditionalität; Politikdialog; Entwicklungspolitik; Armutsbekämpfung; Evaluierung; Entwicklungszusammenarbeit; Partizipation; Nichtstaatliche Organisation; Armut; Demokratie; Parlament; Interessengruppe; Neoliberalismus; Nord-Süd-Beziehungen; Zivilgesellschaft; Entwicklungsprozessforschung; Wirtschaftspolitik; Politische Soziologie; Entwicklungsverwaltung; Entwicklungsplanung; Klientelismus; Bund-Länder-Beziehung; Verschuldung; Soziale Akteure

Finnische und vietnamesische SozialanthropologInnen und Ökonomen haben in Tansania, Vietnam und Honduras die politischen und sozialen Prozesse bei der Erstellung von Armutsbekämpfungsstrategiepapieren (PRSP) erkundet. Unter Beteiligung möglichst aller gesellschaftlichen Gruppen ausgearbeitete PRSPs werden von Weltbank und IWF als Voraussetzung für Schuldenerlass eingefordert. Die WissenschafterInnen legen offen, dass bei der Formulierung der PRSPs im Zusammenwirken von Finanzinstitutionen, inländischen technokratischen Eliten und internationalen NGOs Organisationen in den Entwicklungsländern nur soweit berücksichtigt wurden, als es die Legitimierung der Entwicklungsstrategien von IWF und Weltbank erforderte.

ÖFSE SIG: 22539
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Manji, Ambreena S.
The politics of land reform in Africa

From communal tenure to free markets
London: Zed, 2006 - 144 S.
ISBN 1-8427-7494-8

Afrika südlich der Sahara; Tansania; Uganda; IBRD; Agrarverfassung; Agrarreform; Bodenrecht; Entwicklungstheorie

Die Rechtswissenschafterin Ambreena Manji arbeitet am Beispiel der Bodenrechtsreformen in Uganda und Tansania heraus, wie in Afrika gemeinschaftliche und gewohnheitsrechtliche Landnutzungsrechte in Privateigentum an Boden umgewandelt werden und in wessen Interesse Weltbank, Entwicklungsagenturen und RechtskonsulentInnen auf diese Reformen drängen. Die Reformen werden damit gerechtfertigt, dass BäuerInnen ermöglicht wird, Grundbesitz als Sicherheit für Kredite zu verpfänden. Von der Schaffung eines Grundbesitzmarktes profitieren aber laut Manji in erster Linie Banken und AuslandsinvestorInnen. Diese Entwicklung verschärfe das Risiko für Frauen, im Falle der Fälligstellung der ohne ihre Mitbestimmung aufgenommenen Kredite das von ihnen bewirtschaftete Land und damit ihre Lebensgrundlage zu verlieren.

ÖFSE SIG: 22602
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Shelley, Toby
Oil
Politics, poverty and the planet
(The global issues series)
London [u.a.]: Zed Books [u.a.], 2005 - 220 S.

Westasien; OPEC; Erdgas; Erdölpolitik; Geopolitik; Erdölgesellschaft; Dutch Disease; Treibhauseffekt

Der britische Journalist Toby Shelley hat zusammengestellt, wie die Erdöl- und Gasförderung Kriege und Korruption geschürt, die Wirtschaftsentwicklung in erdölreichen Entwicklungsländern negativ beeinflusst und die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert hat. Neben dem Forschungsstand über die Entwicklung des Energieverbrauchs und verfügbare Erdgas- und Erdölvorkommen zeichnet Shelley nach, wie sich die USA und die anderen Industriestaaten die Öl- und Gasversorgung sichern und welche Strategien sie gegen Absprachen der erdölproduzierenden Staaten entwickelt haben. Er resümiert die Geschichte der "Organisation erdölproduzierender Staaten" (OPEC) und analysiert die Perspektiven des Umstiegs auf alternative Energien und der Eindämmung der durch Erdöl- und Erdgasnutzung verursachten Klimaveränderung und Umweltschäden.

ÖFSE SIG: 22605
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Winpenny, James
Guaranteeing development?
The impact of financial guarantees
(OECD/Development Centre: Development Centre Studies)
Paris: OECD, 2005 - 107 S.
ISBN 92-64-01301-6

Entwicklungsfinanzierung; Bürgschaft; Kreditversicherung; Infrastruktur; Investitionsförderung; Cost-Benefit-Analyse

Diese Studie durchleuchtet anhand einer Vielzahl von Beispielen, inwieweit es Entwicklungsbanken und Entwicklungsagenturen gelungen ist, mit Bürgschaften und Kreditversicherungen am Kapitalmarkt zusätzliche Finanzmittel für die Realisierung von Wasserversorgungs- und Infrastrukturprojekten in Entwicklungsländern zu erschließen. Neben der Abwägung von Kosten und Nutzen von Garantien für Empfänger- und Geberländer wird analysiert, wie vermieden werden kann, dass Garantien die Qualität von Investitionen beeinträchtigen oder zu Wettbewerbsverzerrungen führen. Detailliert werden die zur Verfügung stehenden Instrumente zur Absicherung gegen Wechselkursrisiken und politische Risiken.

ÖFSE SIG: 22542
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Klein, Michael; Harford, Tim
The market for aid
Washington, DC: Intern. Finance Corporation, 2005 - VII, 143 S.
ISBN 0-8213-6228-3

Entwicklungsfinanzierung; Entwicklungszusammenarbeit; Privatwirtschaft; Entwicklungsinstitution; Verschuldung; Entwicklungsverwaltung; Mischfinanzierung

Die beiden Mitarbeiter der Weltbanktochter IFC, Michael Klein und Tim Harford, analysieren, wie sich die Zusammensetzung der Entwicklungsfinanzierung seit 1970 verändert hat und welche Konsequenzen sich aus dem gestiegenen Gewicht privater Finanzflüsse in der Entwicklungsfinanzierung für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (EZA) ergeben. Sie detaillieren, wie der Wettbewerb unter den Anbietern von Entwicklungsfinanzierung für die Verbesserung der Qualität der Entwicklungsprojekte genutzt werden kann. Neben den Vor- und Nachteilen der Vergabe von Krediten im Vergleich zu nichtrückzahlbarer Entwicklungshilfe arbeiten sie heraus, wie die Aufgabenbereiche der öffentlichen EZA gegenüber der Privatwirtschaft neu abgesteckt werden sollten.

ÖFSE SIG: 22585
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Österreichisches Institut für Spendenwesen
Spendenbericht 2006
(Spendenbericht ... ; 2006 )
Wien: ÖIS, 2006 - 36 S.

Österreich; Nichtstaatliche Organisation; Spende; Fundraising; Statistik; Zertifizierung

Anhand der Ergebnisse von Meinungsbefragungen und der Datenbank des "Österreichischen Instituts für Spendenwesen" werden die Veränderungen des Spendenverhaltens, der Spendenziele und des Spendenvolumens der Organisationen in Österreich seit 1995 aufgeschlüsselt und mit dem Spendenaufkommen in der Schweiz und Deutschland verglichen. Neben den Problemen der statistischen Erfassung des Spendenvolumens, das für 2004 mit 270 Millionen Euro beziffert wird, referiert dieser Bericht die Genese und Vergabekriterien des österreichischen Spendengütesiegels. Analysiert werden die Spenden für Religionsgemeinschaften, die Katastrophenhilfe und die Bemühungen um eine Steuerabsetzbarkeit von Spenden.

ÖFSE SIG: 22695/2006
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Österreich/Bundesministerium für Auswärtige Angelegenheiten/ Entwicklungszusammenarbeit
Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungshilfe 2006-2008
(Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungshilfe)
Wien: 2006 - 103 S.

Österreich; Entwicklungszusammenarbeit; Entwicklungspolitik; Entwicklungsverwaltung; Schwerpunktbildung; Entwicklungsfinanzierung

Neben den Strukturen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ÖEZA) legt die österreichische Regierung in diesem Programm die für Armutsbekämpfung, Konfliktprävention und Förderung von Rechtsstaatlichkeit geplanten Maßnahmen und Strategien offen. Verstärkt werden sollen die Einbindung der österreichischen Wirtschaft in Entwicklungsprojekte, Budgethilfe und Finanzierung von mit anderen Geberländern und internationalen Organisationen akkordierten Sektorprogrammen. Außerhalb der Schwerpunktländer soll die ÖEZA in Kooperation mit regionalen Organisationen auf Projekte von regionaler Bedeutung in den Schwerpunktregionen Zentralamerika, Westafrika, Ostafrika, Südliches Afrika, Himalaya-Hindukusch, Südosteuropa/Westbalkan und Südkaukasus fokussiert werden. Abgedruckt wird die von der Staatengemeinschaft 2005 beschlossene "Pariser Erklärung über die Wirksamkeit von Entwicklungshilfe", die als Maßstab für die Sicherung der Qualität der ÖEZA herangezogen wird.

ÖFSE SIG: Elektronische Ressource

 

Khittel, Stefan R. F.; Pospisil, Jan
Europäische Entwicklungspolitik als Alternative zum "Global War on Terrorism"?
Zur Entwicklungszusammenarbeit der EU in Krisenregionen
(ÖFSE-Forum; 30)
[Wien]: Südwind-Verl., 2006 - XVII, 215 S.
ISBN 3-900592-98-5

EU; Österreich; Großbritannien; Kolumbien; Philippinen; Deutschland BR; Entwicklungspolitik; Krisenprävention; Friedenssicherung; Entwicklungstheorie

Der Politologe Jan Pospisil und der Sozialanthropologe Stefan Khittel haben untersucht, wie Großbritannien, Deutschland, Österreich und die EU-Kommission Friedenssicherung und Konfliktprävention in ihre Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit (EZA) eingebettet haben. Anhand der EZA-Aktivitäten der drei Staaten in Kolumbien und auf den Philippinen wird herausgearbeitet, inwieweit eine "europäische Strategie" als Alternative zum von den USA prioritär militärisch angelegten "Krieg gegen den Terrorismus" erkennbar ist. Neben dem historischen und sozialen Hintergrund der bewaffneten Konflikte in Kolumbien und auf den Philippinen werden die Überlegungen der Entwicklungstheorie zur Verschränkung von Sicherheits- und Entwicklungspolitik beleuchtet.

ÖFSE SIG: 17699/30
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