Aktuelles/News

Living books im C3


Um – WELT
gestalten lautet der Titel zu einer spannenden Veranstaltung am 4. April 2017, 17.15 im C3 in der Sensengasse 3 in Wien 9.

An diesem Nachmittag werden die einladenden Räume der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik ein Ort der besonderen Begegnung sein. Insgesamt 18 Lebende Bücher werden von 17.15-19.15  im persönlichen Zweiergespräch Einblick in ihre Erfahrungen im ehrenamtlichen und/oder beruflichen Engagement für eine Veränderung (in) unserer UmWELT geben.

Insgesamt werden an diesem Nachmittag 21 verschiedene Organisationen vertreten sein. Bei dieser living books Veranstaltung im Rahmen von Bildung im C3ntrum gibt es die Möglichkeit, mit AkteurInnen, die an der Schnittstelle von Umwelt- und Sozialem arbeiten, über ihr Engagement zu sprechen.

Die öffentliche Abendveranstaltung richtet sich an alle, die Einblicke in Visionen und Handlungsmöglichkeiten bekommen und unsere (Um)Welt mitgestalten möchten!
Das gegenseitige Lernen steht bei den persönlichen Gesprächen im Vordergrund. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Geschichte, mit unterschiedlichen Berufen und Lebensanschauungen kommen zusammen und erörtern gemeinsam die Frage nach der Bedeutung transformativer Tätigkeiten in ihrem Leben. Aber auch die strukturelle Defizite und Machtfragen werden dabei reflektiert. Respekt und Wertschätzung ohne gegenseitiges Überzeugen wollen sind bei diesem Format besonders wichtig.

04.04.2017, 17:15 - 19:15
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, 1090 Wien, Sensengasse 3

UmWELTgestalten. Wie verändern wir die Welt – und zwar nachhaltig?

Eine living books Veranstaltung zu den Möglichkeiten und Grenzen einer sozial-ökologischen Transformation im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bildung im C3ntrum.
mehr Information

17:15-20:00 Uhr Öffentliche Veranstaltung
Anmeldung

Die Gespräche dauern jeweils eine halbe Stunde. „Lebende Bücher“ können beim Check-In vor Ort im C3 gebucht werden.

› Liste der Lebenden Bücher für die Öffentliche Veranstaltung

Globalisierung und die Zukunft der Demokratie


[A&W-blog] Werner Raza (ÖFSE),  15.März 2017

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und der scheinbar unaufhaltsame Aufstieg des  Rechtspopulismus in Europa werfen beunruhigende Fragen über die Zukunft der Demokratie in Zeiten der Globalisierung auf.

Der ökonomische Prozess der Globalisierung hat das Einkommensgefälle in Industrieländern vergrößert - mit offenkundigen Auswirkungen auf die Demokratie. Der liberale Aufruf an antipopulistische Kräfte, ihre Bemühungen auf die Verteidigung der Globalisierung zu konzentrieren, greift zu kurz. Statt sich weiter darauf zu konzentrieren, die Auswüchse neoliberaler Politik abzumildern, sollte ein fortschrittliches politisches Projekt stattdessen für eine soziale Demokratie kämpfen, das heißt ihr Potential für eine egalitärere und solidarischere Gesellschaft mobilisieren. Dadurch werden nicht nur demokratische Teilhabe, Menschenrechte, und soziale Inklusion gestärkt, sondern auch eine stringentere Regulierung der Globalisierung möglich.

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Informationsabend: Neues Masterprogramm zu Nachhaltiger Entwicklung an der Universität Wien


Im Herbst 2017 startet das postgraduale Masterprogramm "Global Political Economy of Sustainable Development" erstmals an der Universität Wien. Am 22.03.2017 informieren Werner Raza (ÖFSE) und Ulrich Brand (Universität Wien) über Inhalte und Organisation des neuen Lehrgangs.  

mehr Informationen zur Veranstaltung


Information evening

Date: Wednesday, 22.03.2017, 17:00 - 19:00
Location: Alois Wagner-Saal, C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Vienna

Ulrich Brand, the Scientific Director, and Werner Raza, the Scientific Coordinator of the Master Program, inform about the content and organization of the Master Program.
The participation in the event is free of charge!
Participants are required to register for the information evening at: info.sustainable-development@univie.ac.at

Website

Themen für Vorwissenschaftliche Arbeiten und Diplomarbeitsprojekte gesucht?


Die C3 Themen-Sheets stellen kurz und übersichtlich relevante Themen aus dem Bereich der Internationalen Entwicklung vor. Das neueste zu  Fairem Handel: ein Rezept für nachhaltige Entwicklung?  bietet Inspiration für spannende Fragestellungen und einen soliden Einstieg in die Literaturrecherche. 

zum Themen-Sheet Fairer Handel

weitere Themen-Sheets

Globale Nachhaltigkeitsziele - ein Programm für Niederösterreich


Die neue Broschüre vom Land Niederösterreich zeigt ein breite Angebot für interessierten Bürgerinnen und Bürgern, sich für Klimagerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung  zu engagieren. Auch das C3 hat einiges für Niederösterreich zu bieten!


Global Gesehen - Klima gerecht - Umwelt bewusst

Informationen und Angebote für Niederösterreich

In den letzten 20 Jahren wurden die globalen Aspekte im Klimaschutz immer wichtiger. Auch im Weltklimavertrag sind globale Zielsetzungen verankert. Ebenfalls von allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (United Nations-UNO) beschlossen, sind die globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals - SDG) und somit auch Programm für Österreich. Diese Ziele traten am 1. Jänner 2016 in Kraft mit einem Zeithorizont bis 2030.

Seit über 20 Jahren arbeiten wir in Niederösterreich zum Thema Globalität und seinen Auswirkungen. VertreterInnen von Gemeinden, Unternehmen und Vereinen, PädagogInnen, JournalistInnen und interessierten Bürgern und Bürgerinnen wollen wir mit dieser Broschüre aufzeigen, welche Möglichkeiten es für Klimaschutz und Umweltschutz gibt, und was sie mit den globalen Fragen zu tun haben. In der Broschüre werden die Globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals - SDG) behandelt, bei denen es um Klimagerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung geht.

Download Broschüre (pdf)

Bibliotheksführungen


Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik bietet im März zwei Termine an, an denen Sie die Bibliothek und unsere neue Suchmaschine kennenlernen können:

14.03.2017, 15:00 - 16:00 Uhr
16.03.2017, 10:00 - 11:00 Uhr


Treffpunkt: Desk am Eingang der Bibliothek, Anmeldung erforderlich unter a.resch@oefse.at

Es erwarten Sie unter anderem Informationen zu:

  • Recherchestrategien und Umgang mit der neuen Suchmaschine der C3-Bibliothek
  • Benützung der elektronischen Zeitschriften und Datenbanken
  • Räumlichkeiten und Ausstattung der Bibliothek (Lesesaal, Arbeitsräume, Kopiergeräte …)
  • Benutzungs- und Entlehnbedingungen

mehr Informationen

BenutzerInnen der C3-Bibliothek bei der Recherche

Lesestoff aus der C3-Bibliothek: Die ungleiche Welt. Migration, das Eine Prozent und die Zukunft der Mittelschicht.


Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt ausgewählte Neuzugänge aus dem Bibliotheksbestand:

Milanović, Branko: Die ungleiche Welt. Migration, das Eine Prozent und die Zukunft der Mittelschicht. Berlin: Suhrkamp, 2016. - 311 S.
ÖFSE-Signatur:  26342/DE

Anhand neuer, haushaltsbasierter Daten zu Einkommen und Vermögen untersucht der aus Serbien gebürtige US-Ökonom Branko Milanovic die Ursachen und Folgen der globalen ungleichen Einkommens- und Vermögensverteilung . Er zeigt, dass zwar der Abstand zwischen armen und reichen Staaten geringer geworden ist, das Gefälle innerhalb einzelner Nationen jedoch dramatisch zugenommen hat. Armut und Perspektivlosigkeit sind treibende Kräfte für internationale Migrationsbewegungen. Noch immer ist das Geburtsland eines Kindes der entscheidende Faktor für die Höhe seines zukünftigen Einkommens. Milanovic analysiert den Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Migration – und plädiert für ein radikal liberales Einwanderungsrecht.

Alle ausgewählten Neuzugänge Februar 2016

In Memoriam

Gerda Kramer

Dr.in Gerda Kramer (1941-2017)

Gerda Kramer war drei Jahrzehnte als wissenschaftliche Mitarbeiterin eine der prägenden Persönlichkeiten in der ÖFSE. Ihre wissenschaftliche Arbeit im Bereich Bibliothek und Dokumentation bestimmte über viele Jahre das inhaltliche Profil der ÖFSE. Vor allem in schwierigen institutionellen Zeiten hat Gerda dafür gesorgt, dass die ÖFSE als Bibliothek und Dokumentation nicht nur die „richtige Literatur“ und die wichtigen internationalen Zeitschriften anbieten konnte, sondern, dass diese nach internationalen Standards erfasst und katalogisiert wurden. Mit der „Annotierten Bibliographie“  und der Länderdokumentation zu Asien sowie den Länderberichten zu Bhutan, Nepal und Pakistan hat Gerda einen wichtigen qualitativen Beitrag zur Anerkennung  der ÖFSE als wissenschaftliche Einrichtung geleistet, der für die Weiterentwicklung unserer Organisation ein wichtiges Fundament darstellt. Die Internationalisierung der ÖFSE sowie internationale Kooperationen gehen auf das Engagement von Gerda Kramer zurück und sind nach wie vor ein bedeutender Bereich der ÖFSE.

Umso schmerzlicher ist daher ihr Ableben für uns alle.

Wir werden Gerda Kramer sowohl als profilierte Wissenschafterin als auch als warmherzigen und humorvollen Menschen in Erinnerung behalten!

Neuer postgradualer Masterstudiengang: „Global Political Economy of Sustainable Development“


Universität Wien, ÖFSE, UNIDO

Im Oktober 2017 startet der neue postgraduale MasterstudiengangGlobal Political Economy of Sustainable Development“ der Universität Wien in Kooperation mit der ÖFSE und UNIDO.

Der interdisziplinäre Studiengang möchte auf Basis eines pluralen Verständnisses wissenschaftlicher Ansätze und Theorien zu Globalisierung und Nachhaltigkeit politikorientierte Kenntnisse und angewandte Methoden für die soziale und ökologische Gestaltung von Politiken auf nationaler sowie internationaler Ebene vermitteln.

Nähere Informationen

Postgradualer Masterstudiengang „Global Political Economy of Sustainable Development“

Summon: neue Suchmaschine der C3-Bibliothek


Seit November 2016 bietet die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik die neue Suchmaschine Summon an.

Zahlreiche entwicklungspolitisch relevante Treffer
Eine Suche in Summon umfasst zusätzlich zu den lokalen wissenschaftlichen Printbeständen (Frauen*solidarität, ÖFSE, Sonderbestand Lateinamerika und Sonderbestand Missio) der Bibliothek den Summon Index, in dem sich über zwei Milliarden Einträge befinden. Unsere Installation durchsucht in wenigen Sekunden den Index nach entwicklungspolitisch relevanten, wissenschaftlichen Artikeln, Ebooks und weiteren Medien. Das Ergebnis ist eine umfangreiche Trefferzahl aus den Bereichen der Internationalen Entwicklung.   

Volltexte, Abstracts und Zitationsanalysen
In den Ergebnissen finden Sie neben Volltextartikeln zahlreiche Abstracts, Zitationsanalysen und die wissenschaftlichen Printbestände der C3-Bibliothek, die Sie in der Bibliothek einsehen und weiterverwenden können. Weiters haben Sie die Möglichkeit, Ihre Suche anhand unterschiedlicher Kriterien (z.B. Materialart, Erscheinungsjahr, Sprache) zu verfeinern.

Artikelsuche in Printzeitschriften
Oft ist es schwierig, in einer Zeitschrift Artikel zu einem bestimmten Thema zu finden. Eine Suche mit Summon bietet den Vorteil, dass Zeitschriften auf Artikelebene durchsucht werden, damit Sie alle relevanten Forschungsergebnisse finden können. Das ist nicht nur bei elektronischen Zeitschriften möglich, sondern auch bei vielen Zeitschriften aus unserem Printbestand. Bei einer Suche in der Zeitschrift „World Development“ finden Sie zum Beispiel Artikel von 1973 bis heute.

Hörtipp: Handelspolitik auf dem Prüfstand: Kaffee aus Frauenhand

Globale Dialoge – Women on Air
Di, 24. Jänner 2017, 13.00 bis 14.00 Uhr auf ORANGE 94.0; auf Kabel 92.7

(1) Handelspolitik auf dem Prüfstand. Was bedeuten faire Bedingungen im Welthandel?
Im November 2016 luden die Organisationen des Centrum für Internationale Entwicklung und Fair Trade Österreich Schüler_innen von fünf unterschiedlichen Schulen ins C3 – Centrum für Internationale Entwicklung zu Workshops und Vorträgen rund um das Thema Handelspolitik ein.
Einige Schüler_innen versuchten sich im Radiomachen und befragten Besucher_innen der Bibliothek zu gerechter Handelspolitik und Fairem Handel. Auch die Ökonomin Karin Kübelböck (ÖFSE) kam zum Thema Handelspolitik und Welthandel zu Wort. Petra Pint, Kampagnenleiterin von „It’s your cup too“ der Frauen*solidarität  macht im Interview auf die Unsichtbarkeit der Arbeit von Kaffeebäuerinnen und den Ungerechtigkeiten im Kaffeegeschäft aufmerksam.

Viel Vergnügen beim Hören der Workshopergebnisse!

Sendung zum Nachhören

Musik: Pietnastka – Keymonica (freemusicarchive.com)
Sendungsgestaltung: Claudia Dal-Bianco (Frauen*solidarität)

SchülerInnen gestalten eine Radiosendung
SchülerInnen gestalten eine Radiosendung zu gerechter Handelspolitik und Fair Trade.

Neuerscheinung: JEP Schwerpunktheft zum Handelsregime der EU im Globalen Süden


Das Journal für Entwicklungspolitik (JEP)  ist eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften für Fragen von Entwicklungstheorie und -politik im deutschsprachigen Raum. Die jüngste Nummer beleuchtet  kritisch die EU Handelsbeziehungen mit dem Globalen Süden im Kontext der unterschiedlichen Handelsabkommen. Für die Schwerpunktredaktion der Ausgabe war das ÖFSE-Team Jan Grumiller, Werner Raza und Bernhard Tröster verantwortlich.

The EU Trade Regime and the Global South
Volume XXXII / Issue 3 / 2016
 
With the negotiations between the European Union (EU) and the United States on a transatlantic trade agreement (TTIP), so-called ‘deep and comprehensive’ trade agreements have become the object of controversial public debate in recent years. However, TTIP is just one element in the broader EU trade regime established over the last decade. This issue focuses on the trade relations between the EU and countries in the Global South. The articles highlight specific aspects of the EU trade regime, ranging from its underlying strategy to the effects on food security in Sub-Saharan African countries, as well as alternative approaches to trade policy.
 
Schwerpunktredaktion: Jan Grumiller, Werner Raza, Bernhard Tröster
Print ISSN: 0258-2384│Online ISSN: 2414-3197
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Journal für Entwicklungspolitik (JEP)
Das Journal für Entwicklungspolitik ist eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften für Fragen von Entwicklungstheorie und -politik im deutschsprachigen Raum. 

Anti-TTIP-Volksbegehren: Zuspruch und Unterstützung für die Initiative kam auch von Spar

Salzburger Nachrichten, 25.1.2017: Zu den prominenten Unterstützern des Volksbegehrens zählte der Handelskonzern Spar. Seine breite Werbekampagne gegen das Abkommen begründet er mit einer Studie zu den Folgen des Handelsabkommens TTIP vom April 2016, an der IHS und ÖFSE federführend beteiligt waren.

Zuspruch für Anti-TTIP-Volksbegehren
 Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger am Volksbegehren "Gegen TTIP, CETA und Tisa" ist vorhanden. ... Spar warnt seit Jahren vor Handelsabkommen wie TTIP und CETA. ... Spar hatte bereits im April 2016 gemeinsam mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) und der Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) eine Studie vorgelegt, die fatale Folgen durch das Handelsabkommen mit den USA (TTIP) prophezeit. 25.01.2017 09:00 / Salzburger Nachrichten Stammausgabe 

50 Jahre ÖFSE

Die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) feiert heuer ein Jubiläum!


Fragen der globalen Entwicklungspolitik und -kooperation gewinnen angesichts einer Vielzahl globaler Herausforderungen an Bedeutung. Vor 50 Jahren hat die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) ihre Tätigkeit aufgenommen. Ihr Auftrag lautete damals, der "Förderung des wechselseitigen Verständnisses und der Beziehungen zwischen Österreich und den Entwicklungsländern" zu dienen und durch "geeignete Maßnahmen das Interesse der österreichischen Öffentlichkeit an den Fragen der internationalen Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit zu pflegen und den befaßten öffentlichen und privaten Einrichtungen, Körperschaften und Dienststellen, die zur Durchführung einschlägiger Zielsetzungen benötigten Unterlagenzu zu liefern"

Dazu kommen heutige Schwerpunkte in der Bildungs- und Informationsarbeit, der angewandten Forschung und der Politikberatung. 2017 wird nun dieses Spektrum durch unser Engagement in der postgradualen Ausbildung ergänzt.

Neue Online-Zeitschriften in der Bibliothek


Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik erweitert ihr Angebot und bietet wissenschaftliche Online-Zeitschriften im Bestand. Über die neue Suchmaschine ist auch eine Volltextsuche in den elektronischen Zeitschriften möglich.

Neue Online-Zeitschriften im Bestand:

Weitere Online-Zeitschriften in der Bibliothek.

Der Zugriff auf die Volltexte der lizensierten Titel ist derzeit nur aus dem Netzwerk der C3-Bibliothek möglich.

Bittere Süße: Preisschwankungen am Rohstoffmarkt

Im Interview mit dem ECO-Magazin des ORF erläutert Karin Küblböck (ÖFSE) Ursachen und Auswirkungen von Rohstoffpreisschwankungen am Beispiel Kakao aus Westafrika.

Der Preis für die Kakaobohnen, die zumeist aus Westafrika kommen, steigt derzeit nämlich stark an und wird sich in weiterer Folge auch auf die Schokoladepreise auswirken. Der ECO-Beitrag „Bittere Süße: Schokolade wird teurer“ von Lisa Lind und Vanessa Böttcher geht auf die Gründe für den Preisanstieg ein und beschreibt die unterschiedlichen Strategien, mit denen SchokoladeproduzentInnen auf die teuren Kakaobohnen reagieren, und wird am 22.12.2016 um 22:30 auf ORF2 zu sehen sein.

mehr Informationen

 

AK Blog, 27. Februar 2017: Eine aktuelle Studie der ÖFSE beschäftigt sich mit der Wirksamkeit aktueller Regulierungsinitiativen und leitet Empfehlungen für die Umsetzung dieser EU-Verordnung ab. Sie wird am 21. März in Wien präsentiert.

zum Blog

Weltnachrichten: Themenschwerpunkt Eigenverantwortung & wirksame Entwicklung

Michael Obrovsky (ÖFSE) geht in seinem jüngsten Beitrag auf die großen Herausforderungen einer fairen, verantwortungsvollen globalen Politik vor dem Hintergrund der SGDs ein.

Schwerpunkt: Eigenverantwortung
Formel für wirksame Entwicklung?

Sollen die Globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung bis 2030 zu einer gerechteren Welt führen, müssen sich alle Länder an ihrer Umsetzung beteiligen. Eigenverantwortung ist dabei ein zentrales Prinzip. Was heißt das für die Entwicklungsländer? Und vor welchen Herausforderungen steht die internationale  Staatengemeinschaft?
Von Michael Obrovsky (ÖFSE)

Zum Volltext des Artikels

Im Anfang war das Wort und das Wort ist Käferbohne geworden…


Die entwicklungspolitische Radiosendung „Welt im Ohr“ war zu Gast beim diesjährigen Library Slam im C3. Das Thema, um das sich alles gedreht hat, war Welternährung.

Thema Welternährung: Was braucht der Mensch wirklich?

2016 wurde von den Vereinten Nationen als das internationale Jahr der Hülsenfrüchte ausgerufen. Dies nahm die entwicklungspolitische Radiosendung „Welt im Ohr“ zum Anlass, sich dem Thema Ernährungssouveränität aus unterschiedlichen Perspektiven zu nähern.

Ist Hunger oder Mangelernährung immer ein Problem von Armut und fehlender Nahrung generell? Welche ethischen Aspekte spielen in der Welternährung eine Rolle? Was braucht der Mensch wirklich, können Hülsenfrüchte die hohen Erwartungen? Und welche Rolle in alledem spielt die Lebensmittelindustrie? Zu diesen Fragen kamen auch PoetInnen zu Wort, die am Abend des 6.10.2016 zu diesem Thema im C3 um die Wette slammten. In der Sendung zu hören sind Markus Köhle, Lisa Lehner, Janea Hansen und Mieze Medusa.

Zur Sendung "UN-Jahr der Hülsenfrüchte 2016 – die eierlegende Wollmilchsau?" Gestaltung und Moderation: Doris Bauer

Food matters. Worldwide!

Unter diesem Motto fand am 6. Oktober 2016 zum dritten Mal im Rahmen von „Bildung im C3ntrum“ ein Library-Slam im C3 statt. Die PoetInnen des Abends erörterten die Problematiken der globalen Lebensmittelproduktion und öffneten Ohren und Herzen des Publikums für alternative „Lebens-Mittel“.
Weiter zur Dokumentation

Poetry Slam im C3
Food matters. Worldwide! Ein Library Slam im C3 mit Yasmin Hafedh (Yasmo), Mieze Medusa, Markus Köhle u.a. in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik

Bildung im C3ntrum 2016
Bildung bewegt und Bildung blockiert. Bildung ist Chance, Bildung ist Bedrohung. Bildung ermöglicht Aufbruch zu Neuem, Bildung macht vertraut mit der Vergangenheit. Kaum ein öffentliches Gut ist so umstritten wie Bildung: in Österreich, in Europa und auf der ganzen Welt. Die Veranstaltungsreihe „Bildung im C3ntrum“ ist eine Kooperation der C3-PartnerInnen ÖFSE, Frauen*solidarität, BAOBAB, Mattersburger Kreis und Paulo Freire Zentrum. Das gemeinsame Anliegen ist es, Perspektiven auf komplexe Zusammenhänge anzuregen und das Verstehen der dahinterliegenden Strukturen zu fördern.
Mehr zur Reihe

ScienceCenter-Netzwerk und UNO reisten „In 17 Zielen um die Welt“

Wien (OTS) - Jedes der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, zu denen sich im Jahr 2015 alle Mitgliedstaaten der UNO bekannten, wurde am 10.November 2016 im Naturhistorischen Museum Wien in Mitmachstationen erlebbar. Die ÖFSE war mit einer Station zum Ziel 16, friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, vertreten.

Mit vollem Erfolg motivierte ein Aktionstag in den Räumen des Naturhistorischen Museums zur Beschäftigung mit nachhaltiger Entwicklung.


Mit einem Ganztagesevent lud das österreichweite ScienceCenter-Netzwerk in Kooperation mit der UNO die BesucherInnen ein, bei einer Reise durch das Museum auf verschiedensten Wegen die globalen Ziele zu entdecken, sich näher mit ihren Einzelaspekten zu beschäftigen sowie über deren Relevanz und Umsetzung zu diskutieren. Mit Michael Obrovsky (ÖFSE) diskutierten SchülerInnen in einem informellen Setting über die verschiedene Aspekte von Frieden und die Rolle, die starken Institutionen in der friedlichen Entwicklung zukommt.

c) Science Center Netzwerk/APA-Fotoservice/Hörmandinger
Mit Michael Obrovsky diskutierten SchülerInnen im Naturhistorischen Museum zum SDG 16

Das ScienceCenter-Netzwerk vertrat Österreich am Internationalen Tag der Science Center und Science Museen


Anlass für den Aktionstag „In 17 Zielen um die Welt“ war der erste „Internationale Tag der Science Center und Science Museen“, der in Kooperation mit der UNESCO stattfand und an dem sich mehr als 300 Science Center und Museen aus 55 Ländern mit unterschiedlichem Programmangebot zu den Sustainable Development Goals (SDGs) beteiligten; unter ihnen auch das österreichische ScienceCenter-Netzwerk. Deswegen ließen sich mehr als zwanzig NetzwerkpartnerInnen zu jedem der siebzehn SDGs Aktivitäten einfallen, die in Form von Experimenten, Diskussionsformaten und Mitmach-Stationen das komplexe Themenfeld für BesucherInnen erlebbar und begreifbar machten.

SDGs (c) Science Center Netzwerk/APA-Fotoservice/Hörmandinger
Die SDGs wurden erlebbar und begreifbar gemacht

Das ScienceCenter-Netzwerk weckt gemeinsam mit der UNO Bewusstsein für globale Herausforderungen


„Die Agenda 2030 betrifft uns alle. Wir müssen Bewusstsein darüber schaffen, denn wir können die gesetzten Ziele nur gemeinsam bewältigen,“ betonte Dr. Martin Nesirky, Direktor des Informationsdienstes der Vereinten Nationen (UNIS) Wien. Die vielen SchülerInnen, die sich gestern im Naturhistorischen Museum Wien mit besonderem Eifer auf Entdeckungsreise nach den Zielen für nachhaltige Entwicklung begaben und die zwischen den Musumsvitrinen positionierten hands-on Stationen ausprobierten, bekräftigen diese Aussage. Darüber hinaus zeigte sich, dass es für ein gemeinsames Bemühen um nachhaltige Entwicklung und Bekämpfung der globalen Ungerechtigkeit einen starken persönlichen Bezug sowie kritische Auseinandersetzung und Dialog braucht.

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SDGs (c) Science Center Netzwerk/APA-Fotoservice/Hörmandinger
Viele SchülerInnen begaben sich mit besonderem Eifer auf Entdeckungsreise nach den Zielen für nachhaltige Entwicklung

Oxford Development Studies: New publication on value chains in the apparel sector in Southern Africa

Cornelia Staritz, ÖFSE, together with Mike Morris, PRISM, recently published a new study on Lesothos’s apparel market and the impacts of global value chains on sustainability.

Cornelia Staritz

Oxford Development Studies, DOI: 10.1080/13600818.2016.1237624
Industrial upgrading and development in Lesotho’s apparel industry: global value chains, foreign direct investment, and market diversification

Mike Morris, PRISM, School of Economics, University of Cape Town, Cape Town, South Africa
Cornelia Staritz, Austrian Foundation for Development Research (ÖFSE), Vienna, Austria

Abstract:
Many low-income countries are integrated into apparel global value chains through foreign direct investment (FDI), including Lesotho, which has become the largest Sub-Saharan African apparel exporter to the US under the African Growth and Opportunity Act. More recently, South Africa has emerged as a new apparel export market in Lesotho. The two markets are supplied by different types of FDI firms – affiliates of Taiwanese transnational producers and South African manufacturers – which are part of different value chain variants. The paper assesses the implications for industrial upgrading and development of integration into these two value chain variants in Lesotho, drawing on firm-level and institutional interviews. We show that their different characteristics in terms of investors’ motivation, governance structure, end markets, firm set up and most importantly and causally, ownership and embeddedness have crucial impacts on functional,product and process upgrading, local linkages, and skill development.

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ÖFSE-Datenbanken mit neuen Features online

Suchen Sie nach Projekten und Programmen der österreichischen EZA oder erfahren Sie mehr Details zu den AkteurInnen der österreichischen Entwicklungspolitik in den neu gestalteten Datenbanken der ÖFSE.

Mit den neuen Abfrage -Features stellt die ÖFSE jetzt eine Volltextsuche nach Projekten und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Österreich zur Verfügung und macht somit historische OEZA-Daten besser zugänglich.  Für Recherchen zu den Schwerpunkten und Aktivitäten der wichtigsten ProjektträgerInnen der OEZA in den vergangenen 20 Jahren können Sie über die Organisationendatenbank auch diverse Ausgaben von Jahresberichten online abrufen.  Die Mehrfachauswahl bietet Ihnen zudem eine Abfragemöglichkeit von Projekten nach mehreren Ländern und Sektoren sowie die Kombination von unterschiedlichen Berichtsjahren in den Datenbanken.

In ihrer Projekt-Datenbank stellt die ÖFSE Informationen zu Projekten und Programmen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung. Die seit 1996 bestehende Datenbank umfasst österreichische EZA-Projekte öffentlicher und privater Geberinstitutionen. Erfasst werden Projekte mit mehr als 10.000 EUR Finanzierungsvolumen. Mittlerweile sind mehr als 25.000 Projekte nach Länderbezug, Finanzierungsart und Sektoren zugänglich.

zur Projektdatenbank

Die Organisationen-Datenbank enthält systematische Informationen zu den  AkteurInnen der österreichischen Entwicklungspolitik. Über eine differenzierte Suche können mehr als 900 öffentliche und private EZA-Einrichtungen systematisch nach Länderbezug, Bundesland und Organisationstyp abgefragt werden.

zur Organisationendatenbank

Was bringt CETA für Österreich und die EU?

Wenig bis nichts – aber viele Unsicherheiten meint Bernhard Tröster, ÖFSE, im aktuellen EU Infobrief der Arbeiterkammer.

AK Infobrief EU & International, Nr. 4, Oktober 2016:

Wirtschaftliche Effekte von CETA: Was bringt CETA für Österreich und die EU?


Wenig bis nichts – aber viele Unsicherheiten: Eine neue Studie zu den ökonomischen Auswirkungen des Freihandelsabkommens der EU mit Kanada (Comprehensive Economic and Trade Agreement – CETA) bestätigt, dass von diesem Abkommen kaum wirtschaftliche Impulse für EU Staaten zu erwarten sind. Dennoch entstehen durch CETA Risiken, besonders für geringer qualifizierte ArbeitnehmerInnen in Österreich und der EU und weitere Belastungen für die bereits heute angespannten Arbeitsmärkte in der EU. Bernhard Tröster

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Handelsabkommen – eine Kosten-Nutzen Rechnung?

In seinem AK-Blogbeitrag erörtert Bernhard Tröster (ÖFSE), warum es wichtig ist, zwischen Zollsenkungen und Reduktion von Kosten aus Regulierung zu unterscheiden und welche Auswirkungen dies auf Verhandlungen, Kontrolle und ‚Kosten-Nutzen Rechnung‘ von Handelsabkommen der neuen Generation hat.

Blog.arbeit-wirtschaft.at:

Bernhar Tröster

CETA, TTIP & Co.: Standards sind keine Zölle
Bernhard Tröster, ÖFSE, 29. September 2016

Zölle und unterschiedliche nationale Regulationsstandards erhöhen Handelskosten. Durch Zollsenkungen und Deregulierung werde der Handel erleichtert und nicht nur Wirtschaftswachstum, sondern auch Jobs würden geschaffen – so die Befürworter von CETA, TTIP & Co. Dabei unterscheidet sich die Wirkung von Zollsenkungen von der Reduktion nicht-tarifärer Handelshemmnisse fundamental. Geht gesellschaftlicher Nutzen aus Regulierung verloren, werden neue Handelsabkommen zu einem schlechten Geschäft für die Allgemeinheit.

Traditionelle Handelsabkommen: Zollsenkungen

In der Theorie profitieren von Zöllen inländische ProduzentInnen durch weniger Konkurrenz und der Staat durch Zolleinnahmen. Demgegenüber stehen jedoch negative Folgen für KonsumentInnen durch teurere Produkte. Weil die positiven Effekte die negativen Folgen nicht ausgleichen, kommt es zu Nettowohlfahrtsverlusten.

Trotz aller Probleme dieses Zugangs in Theorie und Praxis (man denke nur an die Bedeutung von Zöllen für Entwicklungsländer) wird die prinzipielle Wirkung von Zollsenkungen durch Handelsabkommen klar. Gewinne – über niedrigere Preise (KonsumentInnen) und verbesserten Marktzugang (ProduzentInnen in Exportsektoren) – kommen vielen zu Gute, während Verluste – durch mehr Importkonkurrenz – von wenigen zu tragen sind (ProduzentInnen in Importsektoren): Gewinne sind breit gestreut, Verluste konzentriert.

Daher müssen sich VerhandlerInnen von Zollabkommen mit ProduzentInnen und deren ArbeitnehmerInnen abstimmen, um mögliche Verluste und Gewinne in Sektoren mit unterschiedlichen Export- und Importanteilen abzuwägen.

Neue Handelsabkommen: Senkung nicht-tarifärer Handelshemmnisse

Unter ‚nicht-tarifären Handelshemmnissen‘ kann man im Prinzip alle Maßnahmen und Regulierungen zusammenfassen, die keine Zölle sind, aber potentiell einen negativen Effekt auf den internationalen Handel haben können. Alle Unterschiede zwischen nationalen Standards und Regulierung können so als Kosten und Handelshemmnis angesehen werden.

Nationale Standards sind jedoch das Ergebnis eines Verhandlungsprozesses zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie z.B. ArbeitnehmerInnen, Unternehmen, KonsumentInnen oder staatlichen Institutionen. Dabei geht es um gesamtgesellschaftliche Ziele wie z.B. den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Durch Regulierung entsteht ein gesellschaftlicher Nutzen, dem mögliche Kosten gegenübergestellt werden müssen.

Damit ist nicht gemeint, dass aktuelle Regulierung immer optimal ist oder unveränderbar sein soll. Verhandlungsprozesse sind eher als fortlaufend zu betrachten und unterliegen wechselnden Kräfteverhältnissen zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Ohne möglichen Nutzen von Normen zu beachten, kann es bei Deregulierung mit dem Ziel internationalen Handel zu erleichtern, zu negativen Folgen für die Allgemeinheit kommen. Damit wird die Wirkung von Zollsenkungen auf den Kopf gestellt: Die Verluste der Liberalisierung sind breit gestreut, die Gewinne aber konzentrieren sich auf wenige Unternehmen.

Auch der bekannte Handelsökonom Dani Rodrik hat vor kurzem davor gewarnt, dass die Abschaffung von Barrieren für Handel und Finanzströme zum Selbstzweck einer sich verselbständigenden „Hyperglobalisierung“ wird. Er betont, dass nationale Regulierungen in erster Linie fundamentalen wirtschaftlichen und sozialen Zielen dienen. Veränderungen nationaler Regulierung bedürfen daher unbedingt demokratischer Legitimation.

VerhandlerInnen von Handelsabkommen der neuen Generation müssen daher zwingend Auswirkungen auf alle gesellschaftlichen Gruppen berücksichtigen und durch Transparenz und geeignete institutionelle Strukturen demokratische Kontrolle gewährleisten. Die in CETA oder TTIP angestrebte Regulierungskooperation entspricht diesem Maßstab aber nicht.

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New guest researcher

ÖFSE is happy to welcome Rudi von Arnim (University of Utah, Salt Lake City) as guest researcher. He will be working together with our team on the "ÖFSE Global Trade Model."

The ÖFSE Global Trade Model

Rudi von Arnim's work with ÖFSE focuses on the development of the "ÖFSE Global Trade Model." The model serves as a key research tool to investigate the impact of trade agreements. In contrast to other common assessment techniques, the model's causal structure highlights income, employment and distributive effects of trade policy. The ÖFSE research group on Free Trade Agreements Werner Raza, Bernhard Tröster and Jan Grumiller together with Prof. Emeritus Lance Taylor (New School for Social Research) and von Arnim collaborated on the development of the model and its application to TTIP. Currently, the team continues work on a project on the effect of EPAs with the EU on five developing countries in Sub-Saharan Africa and Asia. From September until November 2016 Rudi von Arnim will be a guest researcher at ÖFSE.

Werner Raza, Lance Taylor, Bernhard Tröster, Rudi von Arnim, 2016: Modelling the impacts of trade on employment and development: A structuralist CGE-model for the analysis of TTIP and other trade agreements, ÖFSE Working Paper 57. 

Werner Raza, Bernhard Tröster, Rudi von Arnim , 2016: Assess CETA: Assessing the claimed benefits of the EU-Canada Trade Agreement (CETA), Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien.

Rudi von Arnim

Rudi von Arnim (PhD, Economics, New School for Social Research 2008) is Associate Professor at the Department of Economics at the University of Utah in Salt Lake City, UT. Research interests of von Arnim broadly fall into three categories: (1) Macroeconomic theory, with a focus on the links between growth, the business cycle and the distribution of income; (2) economic development, with a focus on structural heterogeneity; and (3) international economics, with a focus on large and persistent global imbalances. These categories are connected theoretically, in terms of the focus on macroeconomic issues, as well as methodologically, in the development and application of simulation models. On these themes, he has worked with and consulted for G24, UNDP, UNCTAD, ILO’s Institute for International Studies (IILS) as well as OeFSE (Austrian Foundation for Development Research).

Blinde Flecken bei nachhaltiger Entwicklung

derStandard.at: Ulrich Brand (Universität Wien) und Werner Raza (ÖFSE) kommentieren den Fortschritt Österreichs bei der Umsetzung der "2030 Entwicklungsagenda". Es zeigt sich, dass von Regierungsseite der Finanzierung, politischem Willen sowie dem Kampf gegen die mächtigen Interessen von Konzernen bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Blinde Flecken bei der nachhaltigen Entwicklung

KOMMENTAR DER ANDEREN
Ulrich Brand, Werner Raza

25. September 2016, 18:28

Ein Jahr nach der Verabschiedung der Uno-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung tut sich in Österreich dazu wenig. Auf globaler Ebene sind Fragen der Finanzierung und der Machtinteressen aus der Strategie ausgeklammert worden Von einem historischen Moment war die Rede, als Ende September 2015 die Generalversammlung der Vereinten Nationen 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) beschloss. In einem dreijährigen Prozess haben sich 193 Regierungen unter anderem dem konsequenten Kampf gegen Armut und Hunger, für gute Arbeit, sauberes Wasser, ökologische und leist-bare Energie, Bildung für alle, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltiger Stadtentwicklung verpflichtet. Auch der Abbau von Ungleichheit und der Kampf gegen den Klimawandel werden prominent formuliert.

Die Ziele sind Teil der sogenannten "2030 Entwicklungsagenda", sie sollen also das Regierungshandeln der kommenden 15 Jahre anleiten. Sie werden in 169 Unterzielen operationalisiert. So sollen etwa die Subventionen für fossile Energien oder für Agrarexporte auslaufen. Waren die 2000 verabschiedeten Entwicklungsziele zur Jahrtausendwende (Millennium Development Goals, MDGs) noch stark auf die Länder des globalen Südens hin und an klassischen Entwicklungsthemen ausgerichtet, so verpflichten die SDGs alle Länder – so auch Österreich - und geben sozialökologischen Fragen einen hohen Stellenwert. Weiterlesen…

Ulrich Brand (Professor für Internationale Politik an der Universität Wien) und Werner Raza (Leiter der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung – ÖFSE) sind die Initiatoren des neuen englischsprachigen Masterstudiengangs Global Political Economy of Sustainable Development.

Austrian Journal of Political Science: Die Österreichische Außenpolitik seit EU Beitritt


In ihrem Beitrag thematisieren Michael Obrovsky (ÖFSE) und Simon Lightfoot (University of Leeds/UK) das Spannungsfeld zwischen Nachbarschaftspolitik und EU-Entwicklungspolitik am Beispiel der Entwicklungspolitik Österreichs. Dazu analysieren sie einerseits die Rahmenbedingungen für eine Europäische Entwicklungspolitik und andererseits die konkreten ODA-Leistungen Österreichs seit 1995.

OZP – Austrian Journal of Political Science  http://oezp.at/, Vol. 45, issue 2 : Schwerpunktheft: Austrian foreign policy Forschungsartikel zum Schwerpunkt, Seite 11-21.

Austrian development policy - from global to neighbourhood policy?

Simon Lightfoot School of Politics and International Studies, University of Leeds, UK , Michael Obrovsky Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung, Wien, Österreich 

Österreichische Entwicklungspolitik – Nachbarschaftspolitik in Europa statt globaler Politik ?

Mit dem Beitritt Österreichs zur EU im Jahr 1995 wurde erwartet, dass Österreich die öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) auf ein europäisches Niveau anheben und sein EZA Management professionalisieren und mehr in Einklang mit europäischen und internationalen Standards bringen wird müssen. Nach 20 Jahren EU Mitgliedschaft lässt sich resümieren, dass Österreich zwar die europäische Entwicklungsrhetorik übernommen hat, jedoch seine öffentlichen Entwicklungshilfemittel nicht angehoben hat. Trotz der Gründung einer professionellen Österreichische Entwicklungsagentur (ADA) ist die ODA stärker auf Nachbarschaftspolitik im westlichen Balkan sowie auf die Stärkung der österreichischen Wirtschaftsinteressen im Kaukasus ausgerichtet als auf die Armutsbekämpfung im globalen Süden sowie Beiträge zu den globalen öffentlichen Gütern. Da verbindliche Verträge über die ODA-Leistungen der EU-Mitglieder fehlen, konnte sich Österreich mit Entwicklungsrhetorik und effizienteren Managementstrukturen hinter der EU-Entwicklungspolitik verstecken ohne die ODA-Mittel signifikant zu erhöhen.

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Mehr zu den Autoren:

Dr. Michael Obrovsky
is deputy director of the Austrian Foundation of Development Research – ÖFSE. He gives lectures at the Institute of International Development studies at the University of Vienna and at the Danube-University Krems. His Research areas are: developmentpolicy, financing for development, civil society and development.

Dr. Simon Lightfoot is a Senior Lecturer in European Politics at the University of Leeds, UK. His research areas are development policy, especially in Central and Eastern Europe and at the EU level. He is also co-convenor of the EADI Working Group on the Development Aid of the Non-DAC Donors.

Angebote der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik zu Semesterbeginn:


In der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik besteht die Möglichkeit Semesterhandapparate aufzustellen.
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Außerdem bieten wir Bibliotheksführungen und Schulungen, in deren Rahmen die Grundlagen  wissenschaftlicher Recherche vermittelt werden. Wir präsentieren die C3-Bibliothek auch gerne vor Ort in einer Lehrveranstaltung.
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Bei Interesse an einem unserer Services wenden Sie sich bitte an bibliothek@centrum3.at.

C3-Bilbothek für Entwicklungspolitik

CETA: Volkswirtschaftliche Effekte gering

Am 7.9.2016 präsentierte Werner Raza, Leiter der ÖFSE, in Brüssel eine neue Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Abkommens, die im Auftrag der Arbeiterkammer erstellt wurde.

Ö1/Morgenjournal: 8.9.2016
Warnungen vor CETA


Unterschriftsreif aber umstritten - CETA, das Handelsabkommen der EU mit Kanada, soll bereits Ende Oktober feierlich in Brüssel unterzeichnet werden. Die EU-Kommission lobt das Abkommen und spricht von einem wichtigen Impuls für die europäische Wirtschaft, zugleich mehren sich aber in mehreren EU-Ländern kritische Stimmen, die vehement Nach-Verhandlungen fordern - in Österreich war dies etwa Bundeskanzler Christian Kern. CETA droht damit zur nächsten großen EU-Baustelle zu werden. Bei einer Podiumsdiskussion in der ständigen Vertretung Österreichs in Brüssel hat die Arbeiterkammer am  Abend des 7.9.2016 eine neue Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Abkommens präsentiert. Studienautor Werner Raza, Ökonom und Leiter der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung, geht davon aus, dass zwar die Effekte des Abkommens grundsätzlich positiv sein werden, aber in sehr geringen Größenordnungen. Pro EU-Bürger bedeutet das ein zusätzliches Einkommen von 15-20 Euro. Da die Geschäfte mit Kanada nur 1,7% des gesamten EU-Außenhandels ausmachen, werden die volkswirtschaftlichen Effekte des Abkommens sehr gering sein. Er diskutierte am Podium gemeinsam mit  Tiroler SPÖ EU Abgeordnete Caroline Graswander-Hainz und Chef der deutschen Gewerkschaft ver.di Frank Bsirske und CETA- Chefverhandler Maure Petriccione.

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Parlamentarischen Enquete zu CETA und TTIP

Am 14. September hielt der Nationalrat eine Parlamentarische Enquete  zu den Freihandelsabkommen CETA und TTIP ab.  Werner Raza, Leiter der Österreichischen Forschungsstiftung für internationale Entwicklung (ÖFSE) referierte über die ökonomischen, ökologischen und sozialen Effekte von CETA und TTIP.

› OTS-Meldung: Enquete zu CETA und TTIP: Unterschiedliche Expertenmeinungen zur Freihandelspolitik

Einblicke in erfolgreiche Maturaprojekte

Die vier PreisträgerInnen des C3 Award 2016 erzählen im Gespräch mit dem Südwind Magazin über ihre ersten Erfahrungen in der Entwicklungsforschung. Am 14.9.2016,18.30 sind sie auch zu Gast im Radio.

Südwind Magazin, September 2016: Recherchen der Zukunft

Artikel im Südwind Magazin


Der erstmals vergebene C3-Award zeigt: Unter Österreichs MaturantInnen findet sich begabter  Nachwuchs für die Entwicklungsforschung. Irmgard Kirchner und Christina Schröder haben nachgefragt. Die Gespräche geben Einblick  in den Prozess der Themenfindung und Recherche bei  vorwissenschaftlichen Arbeiten sowie interessante Anregungen für angehende MaturantInnen.

Keine Spur von Vorwissenschaft, als eine Art Kindergarten für die „echte“ Wissenschaft. Hohes Lob verteilte die mit WissenschaftlerInnen gut besetzte Jury für die GewinnerInnen des C3-Awards bei der Preisverleihung Ende Mai in Wien. Aaron Calzadilla, Fabian Kriechbaum, Helene Hanel und Sonja Hofstetter erhielten die Auszeichnung für ihre herausragenden vorwissenschaftlichen Arbeiten im Bereich Internationale Entwicklung. Diese schriftlichen Arbeiten sind wesentliches Element der so genannten „neuen Matura“, die in Österreich seit 2015 abgehalten wird. Das Thema dafür wird von den SchülerInnen selbst gewählt. Bei Interesse an internationaler Entwicklung, finden sie in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik in Wien eine ideale Anlaufstelle. Im aktuellen Südwind Magazin erzählen die PreisträgerInnen von ihren Maturaprojekten und Forschungserfahrungen.
Südwind Magazin 09/2016 

Der C3-Award wird auch im kommenden Jahr ausgeschrieben.
Alle Informationen dazu und zur C3-Bibliothek

Radio-Tipp zum Schulbeginn: Wie finde ich ein geeignetes Thema für meine VWA? Wer kann mich dabei unterstützen? Wo finde ich Material für einen ersten Überblick? C3 Radio bringt anlässlich des neuen Schuljahres eine Reportage über aktuelle gesellschaftspolitische Themen von MaturantInnen und ihre Erfahrungen. Wann? 14.9.2016, 18.30 -19.00
zur Radiosendung

Veranstaltungstipp: Am 27.9.2016 findet um 17.00 ein Informationsabend zur Ausschreibung des C3-Award 2017 im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung statt. Themen werden die Beurteilungskriterien, Einreichmodaliäten und Recherchehilfe bei Themenfindung und -ausarbeitung sein.
mehr Information

› Anmeldung für interessierte Lehrkräfte bitte unter award@centrum3.at

Brasiliens Demokratie hat Schaden genommen

Anlässlich des Amtsenthebungsverfahrens gegen Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff war Andreas Novy, Kuratoriumsvorsitzender der ÖFSE, heute zu Gast im Morgenjournal.

Dilma Rousseffs Amtsenthebung

Andreas Novy

Andreas Novy im Gespräch mit Christian Williwald im Ö1 Morgenjournal vom 30.8.2016
Der Senat des brasilianischen Parlaments entscheidet heute über das politische Schicksal von Dilma Rousseff. Die Senatoren werden sie - das steht so gut wie fest- als Präsidentin absetzen. Gestern hatte Rousseff die letzte Gelegenheit, ihre Position darzulegen. In einer Rede vor dem Senat hat sie erklärt, sie habe kein Verbrechen begangen und sei die rechtmäßig gewählte Präsidentin. Trotzdem muss sie ihr Amt abgeben, sagt Andreas Novy von der Wirtschaftsuniversität Wien, Leiter der Grünen Bildungswerkstatt und Kuratoriumsvorsitzender der ÖFSE. Die Demokratie habe Schaden genommen.

› Die Sendung kann noch sieben Tage nachgehört werden

Fortschritte in der globalen Armutsbekämpfung – mit Vorbehalt


Im Interview mit dem Kurier weist Michael Obrovsky, stv. Leiter der ÖFSE, darauf hin, dass die Definition von Armut an sehr unterschiedlichen Parametern gemessen werden kann. So scheint die  vielfach zitierte „neue Mittelschicht“, die in Asien oder Afrika entsteht, mit unseren Vorstellungen wenig gemein zu haben.

Kurier, 23.7.2016, Wirtschaft:
Das Ende extremer Armut wird greifbar

Kräftiges Wachstum hat Milliarden Menschen aus der Mittellosigkeit befreit – besonders seit 1980
Krisen über Krisen, soweit das Auge reicht. Auch die Armut wird immer schlimmer. Moment, stimmt das überhaupt?

Im Interview mit Kurier-Redakteur Hermann Sileitsch-Parzer gibt Michael Obrovsky, stellvertretender Leiter der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung – ÖFSE zu bedenken: "Ja, es gibt Konsens, dass in der Armutsbekämpfung Fortschritte gemacht wurden, allerdings sorgt die Art, wie die Weltbank extreme Armut definiert, für heftige Kritik. Sie setzt die Schwelle bei 1,90 Dollar pro Tag an, früher waren es sogar nur 1,25 Dollar. Das sichert bestenfalls ein Überleben. Der Armutsfalle ist man damit nicht entronnen".

Die jüngsten "UN-Nachhaltigkeitsziele" gehen deshalb weiter. Bis 2030 soll extreme Armut zur Gänze ausradiert werden. Das scheint tatsächlich möglich, denn seit Mitte der 1980er-Jahre sind die globalen Einkommen stark gestiegen. Dafür war nicht etwa die Entwicklungshilfe verantwortlich. Der Hauptgrund war die Globalisierung. Der viel gescholtene Kapitalismus hat also nicht mehr Armut erzeugt, sondern diese reduziert? Schon. Aber der Geldsegen war sehr ungleich verteilt: In Afrika südlich der Sahara ist sehr wenig davon angekommen.

Tatsächlich sind für den Rückgang der Armut in der Statistik vor allem jene eineinhalb bis zwei Milliarden Chinesen und Inder verantwortlich, die der ärgsten Armut entrinnen konnten. "Diese neue Mittelschicht, die in Asien oder sogar Afrika angeblich entsteht, hat mit unseren Vorstellungen aber nichts zu tun", warnt Obrovsky. Für die Weltbank zählt man schon mit 2 bis 20 Dollar pro Tag zum Klub der Mittelschicht.

Entwicklungshilfe wird heute nicht mehr rein karitativ-humanitär verstanden, sondern setzt verstärkt auf Wirtschaftspartnerschaften. Der Experte vermisst dabei jedoch globale Strategien. Am meisten helfen würde ein gerechteres Wirtschaftssystem: "Könnten die Entwicklungsländer multinationale Konzerne angemessen besteuern, hätten sie mehr Mittel zur Verfügung als über die gesamte Entwicklungshilfe."

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C3 Radio Sendung zu Schlepperei und Fluchthilfe


Am 10.8.2016 waren die HistorikerInnen Gabriele Anderl und Simon Usaty im Gespräch mit Jürgen Plank, C3 Radio, zu hören.

Im Kontext der Fluchtbewegungen der Jahre 1933-1945 fanden illegale Grenzübertritte wesentlich häufiger statt als allgemein bekannt. Sie erwiesen sich vielfach als lebensrettend ... Heute ist das Thema angesichts der immer rigoroseren Abwehrmaßnahmen, mit denen die »Festung Europa« gesichert werden soll, brisanter denn je. Die AutorInnen des Sammelbands "Schleppen, Schleusen, Helfen" (Mandelbaum Verlag 2016) befassen sich mit den unterschiedlichen Formen, Phasen und Motiven der organisierten und individuellen Fluchthilfe oder "Schlepperei" seit den 1930er Jahren und rückt die restriktive Aufnahmepolitik der potentiellen Zufluchtsländer als wesentliche Ursache für das Phänomen ins Blickfeld. C3 Radio hat mit den beiden HerausgeberInnen Gabriele Anderl und Simon Usaty gesprochen und war bei der Buchpräsentation dabei.

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CETA: Neue ÖFSE Studie zu den wirtschaftlichen Effekten

Eine aktuelle Studie der ÖFSE zeigt, dass vom fertig ausverhandelten EU-Kanada Freihandelsabkommen nur sehr geringe Effekte auf Einkommen und Beschäftigung zu erwarten sind.

Assess CETA: Assessing the claimed benefits of the EU-Canada Trade Agreement (CETA)

Eine aktuelle Studie der ÖFSE zeigt, dass vom fertig ausverhandelten EU-Kanada Freihandelsabkommen nur sehr geringe Effekte auf Einkommen und Beschäftigung zu erwarten sind. Die nach wie vor bestehenden Unklarheiten zu zentralen Aspekten des Abkommens, insbesondere zum Themenbereich der regulatorischen Kooperation, führen zudem zu beträchtlichen Unsicherheiten bezüglich der zu erwartenden Effekte.

  1. Dafür werden die bekannten Studien zu ökonomischen Effekten von CETA zusammengefasst und kritisch überprüft, unzureichende Modellannahmen problematisiert und fehlende Risiken und Anpassungskosten dargestellt.
  2. Basierend auf dem ÖFSE Global Trade Model werden die ökonomischen Effekte von CETA auf die Mitglieder des Abkommens und andere Weltregionen – aber auch speziell für Österreich – geschätzt. Das verwendete Modell erlaubt dabei im Gegensatz zu herkömmlichen Ansätzen auch Aussagen zu Effekten auf Beschäftigung, Löhne, Budgetdefizit und Leistungsbilanz.
  3. Modellbasierte Analysen zu den wirtschaftlichen Effekten von Handelsabkommen sind immer mit gewissen Unsicherheiten verbunden, da bestimmte Parameter nicht exakt abzuschätzen sind. In den Handelsabkommen der neuen Generation wie CETA wird dies durch die Bedeutung von nicht-tarifären Handelshemmnissen wie Regulierungen und technische Standards noch verstärkt, da ex-ante unklar ist, wie stark Handelskosten durch regulatorische Zusammenarbeit gesenkt werden können. Deshalb wird mithilfe einer Sensitivitätsanalyse die Schwankungsbreite der Ergebnisse aufgrund der Variation von wichtigen Parametern aufgezeigt.

Download der Studie

Pressemeldung zur Studie: APA/OTS: PK AK Wien: CETA – wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren, 16.6.2016 

Vergebene Chance? EU-Verordnung zu Konfliktmineralien

In der aktuellen Ausgabe des EU-Infobriefs der AK berichtet Karin Küblböck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖFSE, von einem Kompromiss zwischen Ministerrat und EU-Parlament über die Rechenschaftspflicht zu Konfliktmineralien.

EU-Verordnung zu Konfliktmineralien: Der weite Weg hin zu höherer Rechenschaftspflicht im Rohstoffsektor

„No blood in my cell phone“ – Anfang der 2000er-Jahre führten Kampagnenslogans wie dieser einer bis dahin recht uninformierten Öffentlichkeit die Zusammenhänge zwischen Rohstoffen in beliebten Elektronikprodukten und gewaltsamen Konflikten vor Augen. 40% aller Bürgerkriege der letzten 60 Jahre hatten laut Vereinten Nationen einen Rohstoffbezug.

In der Zwischenzeit ist eine Reihe von Regulierungen zu „Konfliktmineralien“ verabschiedet worden. In den letzten beiden Jahren wurde auf EU-Ebene eine Verordnung zu diesem Thema verhandelt. Am 15. Juni 2016 wurde eine Einigung zwischen Ministerrat und EU-Parlament präsentiert. Sie lässt viele Fragen offen kritisiert Ökonomin Karin Küblböck (ÖFSE).

› Weiterlesen im AK Infobrief EU & International, Ausgabe 3/Juni 2016 (pdf)

Der EU-Infobrief erscheint 5x jährlich im digitalen Format und liefert eine kritische Analyse der Entwicklungen auf europäischer und internationaler Ebene. Die Zeitschrift der Abteilung EU & Internationales der AK-Wien fokussiert dabei Themen an der Schnittstelle von Politik, Recht und Ökonomie.

Karin Küblböck ist Ökonomin mit den Forschungsschwerpunkten Rohstoffe und Entwicklung, Privatsektorentwicklung, Internationaler Handel und Investitionspolitik. Sie ist seit 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖFSE und dort seit 2001 im Bereich "Weltwirtschaft und Entwicklung" tätig.
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EZA-Aufstockung: Nur ein erster Schritt

Michael Obrovsky, Stellvertretender Leiter der ÖFSE, warnt davor, zu große Erwartungen im Zusammenhang mit der beschlossenen Aufstockung der EZA-Gelder zu haben. Warum erklärt er im Interview mit ISJE-Redakteur Richard Solder.

Nur “ein erster Schritt”

June 22, 2016 richard
 
Michael Obrovsky von der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) warnt davor, zu viele Erwartungen von der Aufstockung der EZA-Gelder zu haben. Im Interview mit Südwind Redakteur Richard Solder.

Herr Obrovsky, wie sehen Sie den von Minister Sebastian Kurz auf Schiene gebrachten Stufenplan zur Steigerung der Gelder für die österreichische Entwicklungshilfe?

Das ist kein Stufenplan. Da geht es um das Bundesfinanzrahmengesetz und darum, wie viel Geld demzufolge für die ADA (Austrian Development Agency) aus dem Budget des BMEIA in den nächsten Jahren ausgegeben wird. Die 15,5 Millionen Euro mehr sind auch keine Steigerung, die bei der ODA-Quote (öffentliche Entwicklungszusammenarbeit, Anm.) ins Gewicht fällt. Nehmen wir die Zahlen aus 2015: Die ODA-Quote Österreichs vom vergangenen Jahr betrug 0,32 Prozent des Bruttonationaleinkommens BNE. 15,5 Mio Euro mehr pro Jahr machen genau genommen 0,005 Prozent des BNE aus. Kann man da von einem Stufenplan sprechen, wenn wir – um das Ziel, 0,7 Prozent des BNE für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit zu erreichen – bei dieser jährlichen Steigerung von 15,5 Mio Euro noch mindestens weiter 40 Jahre brauchen werden?

Ist es also eine Verbesserung der finanziellen Situation oder nicht?
Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, allerdings in einer homöopathischen Dosis.

Wer wird von den 15,5 Millionen Euro im Jahr profitieren?
Aktuell kann man noch keine Detailanalyse machen. Man muss sich anschauen, wofür das Geld konkret verwendet wird.

Wie groß ist die Chance, dass das der klassischen Entwicklungszusammenarbeit zu Gute kommt?
Da brauchen wir uns nicht allzu viel Hoffnung machen. Es handelt sich um eine abgestimmte Strategie zwischen den Ministerien. Hinter der Steigerung steht das Bestreben der Bundesregierung, die 15,5 Millionen Euro zu einem großen Anteil Regionen zu widmen, die eine Rolle in der Flüchtlingsthematik spielen. Migrationsverhinderung steht hier im Vordergrund. Eine klassische NGO etwa, die Uganda aktiv ist, wird davon nicht viel sehen.

Besteht die Gefahr, dass die Entwicklungshilfe in der Flüchtlingspolitik als Druckmittel verwendet wird – etwa durch die Koppelung an die Rückübernahme von MigrantInnen?
Welchen Ländern will Österreich drohen? Dieses Argument geht ins Leere. Das Drohpotential existiert nicht. Die Flüchtlinge kommen nicht aus den Schwerpunktländern der österreichischen EZA. Die Verknüpfung von EZA und Rückübernahmeabkommen ist eher eine innenpolitische PR-Botschaft.

Was kann Österreich mit den 15,5 Millionen Euro im Jahr mehr in Sachen Flüchtlingsbewegungen unternehmen?
Zuerst einmal: Entwicklungszusammenarbeit wirkt sich per se nicht direkt auf die Flüchtlingsbewegungen aus. Bei dieser Summe ist es zudem absolut naiv zu glauben, dass damit ernsthaft die Ursachen für Flucht beseitigt werden können. Wir müssen hier auch die Relationen sehen: Dem Verteidigungsministerium wurde im Bundesfinanzrahmengesetz mehr als eine Milliarde Euro mehr zugesprochen, dem Innenministerium rund 200 Millionen Euro mehr. Mit 15,5 Millionen Euro für Programme der EZA kann ich viel Humanitäre Hilfe vor Ort leisten, die Ursachen für Flucht werden damit kaum lösbar sein. (sol)

ganzes Interview

Die ÖFSE analysiert und dokumentiert die österreichische Entwicklungspolitik. Die österreichische Entwicklungspolitik wird von der ÖFSE vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklungspolitik dokumentiert und analysiert. Dabei versteht sich die ÖFSE als Forschungseinrichtung, die auf Basis des internationalen Diskurses über die Entwicklungspolitik und Entwicklungsforschung den Dialog mit den verschiedenen AkteurInnen der österreichischen Entwicklungspolitik sucht und mit Hilfe verschiedener Aktivitäten und Maßnahmen (Veranstaltungen, Publikationen, Workshops, Beratung) zur Diskussion und zur Weiterentwicklung der österreichischen Entwicklungspolitik beiträgt. Entsprechend den Arbeits- und Themenschwerpunkte der ÖFSE sind die MitarbeiterInnen des Bereichs Wissenschaft und Forschung sowohl AnsprechpartnerInnen für viele AkteurInnen der österreichischen Entwicklungspolitik wie auch für internationale PartnerInnen.

Michael Obrovsky ist Stellvertretender Leiter der ÖFSE. Schwerpunkte seiner Arbeit sind vor allem Fragen der österreichischen und internationalen Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungsfinanzierung. Seit 1994 ist Michael Obrovsky als Lehrbeauftragter an der Universität Wien sowie seit 2011 an der Donauuniversität Krems tätig sowie Mitglied in verschiedenen Gremien entwicklungspolitischer Einrichtungen.

Material zum Thema ist online verfügbar über Finanzierung der Entwicklungspolitik.

C3-Awards an MaturantInnen


Ö1/Wissen Aktuell berichtete über die Verleihung der C3-Awards 2016 und stellt junge PreisträgerInnen und ihre Arbeiten vor.

Die MaturaNEU in Österreich verlangt von Jugendlichen, eine vorwissenschaftliche Arbeit zu verfassen. Viele SchülerInnen vertiefen sich dabei in Themen, die ihnen am Herzen liegen - und viele liefern, wie sich zeigt, durchaus fundierte Werke ab. Zumindest finden das die JurorInnen und preisstiftenden Organisationen des C3-Award, der heuer in Wien erstmals Schülerarbeiten prämiert hat, die sich mit Entwicklungspolitik beschäftigt haben.

Es ist ein Fest in erstaunlich großem Rahmen. Noch nicht ganz mit der Matura fertig bekommen neun mögliche Nachwuchs Wissenschaftlerinnen eine Auszeichnung. Das C3 – Centrum für Internationale Entwicklung in Wien Alsergrund hat die eigene Bibliothek zum Festsaal gemacht. Mit Bühne, Orchester und Büffet. Man will wirklich Anerkennung zeigen, sagt Mitveranstalterin Karin Küblböck. Wir waren sehr positiv überrascht von der Qualität der Arbeiten, der Auswahl der Themen, der Ausarbeitung der Fragestellungen und der kritischen Perspektive. Das sind durchaus nicht nur vor-wissenschaftliche Arbeiten sondern man kann sie wissenschaftliche Arbeiten nennen.
Sendung 7 Tage nachhören

Gestaltung: Isabella Ferenci

Mit: Karin Küblböck, ÖFSE, Olivia Radford, Schülerin des BRG/BG Kufstein, Valere Ubonabenshi, Schüler des BG/BRG 3 Boerhaveegasse und Aaron Calzadilla, Schüler des Öffentlichen Gymnasiums der Stiftung Theresianische Akademie anlässlich des Festakts im C3- Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien.

Schwedens Solidarität hat Tradition


Kein Land in Europa gibt soviel für EZA aus wie Schweden. Michael Obrovsky , wissenschaftlicher Mitarbeiter der ÖFSE, erläutert im Interview mit der Presse die Hintergründe.

Die großzügigen Geber im hohen Norden

International genießt Schweden einen sehr guten Ruf. Dazu hat auch die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) beigetragen. Kein Land in Europa gibt so viel Geld für die Unterstützung ärmerer Länder aus wie Schweden. Diese Art von Solidarität hat seit den 1970er-Jahren Tradition, erklärte Michael Obrovsky im Interview mit Julia Raabe/Die Presse). Die Flüchtlingskrise stellt nun aber vieles infrage.
Stockholm/Wien. Das beste Land der Welt? Für den britischen Politikberater Simon Anholt steht die Antwort fest: Schweden. Der nordische Staat stand in diesem Jahr an erster Stelle seines Good-Country-Index“ einer Liste von 163 Ländern, die auf Grundlage von 35 Indikatoren darauf geprüft werden, welchen Beitrag sie für die Menschheit als Ganzes leisten. „Schweden ist so etwas wie die Elite, wenn es darum geht, an den Rest der Welt zu denken“, zitierte die schwedische Zeitung „The Local“ den Index-Erfinder.

Tatsächlich genießt Stockholm international den Ruf, besonders solidarisch und großzügig zu sein. Das zeigt sich auch in blanken Zahlen – Beispiel Entwicklungshilfe: Kein Staat in Europa gibt so viel Geld für die Unterstützung ärmerer Ländern aus wie Schweden. Im vergangenen Jahr betrug Stockholms öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) mit 7,5 Milliarden Euro 1,4 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) – und damit weit mehr als das von den Vereinten Nationen und der Europäischen Union deklarierte Ziel von 0,7 Prozent. Nur vier weitere EU-Länder (Luxemburg, Dänemark, Niederlande und Großbritannien) erreichten diese Marke. Zum Vergleich: Österreich kam auf 0,32 Prozent (1,1 Mrd. Euro).

Die Rolle der Sozialdemokratie

Der schwedische Spitzenplatz des vergangenen Jahres ist längst kein Ausrutscher nach oben: Bemüht man noch einmal das Kriterium von 0,7 Prozent, so liegt Schweden seit 1975 beständig darüber. Die Sozialdemokratie unter dem damaligen Ministerpräsidenten, Olof Palme, setzte in den 1970er-Jahren auf internationale Solidarität und Unterstützung für die neuen, unabhängigen Staaten, die den Kolonialismus hinter sich gelassen hatten. Wie Bundeskanzler Bruno Kreisky in Österreich und Willy Brandt in Deutschland bemühte er sich um den Ausgleich zwischen Nord und Süd. Und nicht nur das: „Es ging auch darum, Schweden auf internationaler Ebene gut zu positionieren“, sagt Michael Obrovsky von der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) – mit Erfolg. Das Land hat mehr internationalen Einfluss, als man bei der Größe (9,7 Millionen Einwohner) und der geografischen Lage am nördlichen Rand Europas erwarten würde.

Bis heute gilt in der schwedischen Entwicklungspolitik der Grundsatz, mindestens ein Prozent des BNE für arme Länder zur Verfügung zu stellen. Ein Schwerpunkt ist nach wie vor die Hilfe für die afrikanischen Staaten südlich der Sahara. Neue Themen sind hinzugekommen: Umweltschutz und der Kampf gegen den Klimawandel zum Beispiel. Und seitdem die rot-grüne Regierung von Premier Stefan Löfven eine „feministische Außenpolitik“ ausgerufen hat, soll auch die Förderung von Frauen noch weiter in den Fokus rücken: Die Entwicklungshilfeagentur Sida wurde angewiesen, mehr Geld in Entwicklungsprojekte zu investieren, die Geschlechtergerechtigkeit als Hauptziel haben.

Faktor Flüchtlingskrise

Die schwedische Solidarität mit Menschen in Not hat sich im vergangenen Jahr auch in der Flüchtlingskrise gezeigt: Mit über 160.000 Asylwerbern hat das Land pro Kopf mehr Schutzsuchende aufgenommen als jedes andere EU-Mitglied…
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› Weitere Informationen zum Thema in Österreich:

ÖFSE Policy Note Nr.17
Ausgaben für Flüchtlingshilfe – Aufputz der ODA-Statistik oder reale Erhöhung der EZA?
Michael Obrovsky
Wien, November 2015
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Rohstoffe: knapp & umkämpft


Im jüngsten HSK Band erörtert Karin Küblböck (ÖFSE) Herausforderungen für lokale Entwicklung in der Rohstoffpolitik.  

Karin Fischer, Johannes Jäger, Lukas Schmidt (Hg.)
Rohstoffe und Entwicklung. Aktuelle Auseinandersetzungen im historischen Kontext

Rohstoffe sind knapp und umkämpft. Ihre Verfügbarkeit prägt Entwicklungsprozesse und Lebensweisen in Nord und Süd. Ihr Preis ist heftigen Schwankungen unterworfen. In den letzten Jahren erlebten wir einen ausgeprägten Boom vieler Rohstoffe auf den eine tiefe Krise folgte.

Der Band zeigt wirtschaftliche, politische und ökologische Zusammenhänge von Rohstoffausbeutung und -verbrauch auf und stellt diese in einen global-historischen Kontext. AutorInnen aus unterschiedlichen Disziplinen gehen den Ursachen von Rohstoffboom und Krise auf den Grund und beleuchten deren Auswirkungen am Beispiel von Ländern und Regionen. Karin Küblböck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖFSE, analysiert in ihrem Beitrag „Internationale Rohstoffpolitik im Wandel. Zwischen Zugangssicherung und lokaler Entwicklung“ die Strategien unterschiedlicher Akteure der Rohstoffpolitik auf nationaler und internationaler Ebene und zeigt die Herausforderungen für eine lokale Entwicklung auf.

Der Band gibt Einblick in historische, entwicklungstheoretische und entwicklungspolitische Zugänge zu Rohstoffpolitik und stellt die Frage nach möglichen Alternativen zu einer ressourcenintensiven Entwicklungsweise.

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HSK: Historische Sozialkunde / Internationale Entwicklung für AHS/BHS

Die Reihe Historische Sozialkunde/Internationale Entwicklung (HSK) erscheint zweimal jährlich. Ziel ist, neue Tendenzen einer sozialwissenschaftlich orientierten Geschichtsschreibung zu verschiedenen Themenschwerpunkten für LehrerInnen an allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen aufzubereiten. Die knappe und anschauliche Form der Vermittlung ermöglicht eine rasche Information über zentrale und aktuelle Inhalte für die Fächer Geschichte und Sozialkunde.
 
Die einzelnen Bände der Buchreihe Historische Sozialkunde/Internationale Entwicklung (HSK/IE) gehen von aktuellen Fragestellungen aus und unternehmen in weiterer Folge den Versuch, diese sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Phänomene aus globaler Perspektive und interdisziplinär darzustellen und zu analysieren. Der Reihentitel deutet es an: Historische Traditionslinien und Brüche sollen ebenso prominent berücksichtigt werden wie globale Ungleichgewichte und ihre Auswirkungen.

Im Idealfall enthalten die Bände eine Kombination aus primär theoretisch orientierten Aufsätzen und konkreten Fallstudien (unter besonderer Berücksichtigung europäischer und außereuropäischer Peripherien). Die Bücher wenden sich vor allem an ein studentisches Publikum, aber auch an einen darüber hinausreichenden Kreis von Interessierten (LehrerInnen, JournalistInnen etc.). 

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Lithium: teuer & weltweit begehrt


Das Metall Lithium wird in den nächsten Jahren einen Boom erleben. Ökonomin Karin Küblböck warnt im Interview mit Ö1 vor massiven Auswirkungen auf die Bevölkerung in Förderländern.

Das Metall Lithium wird in den nächsten Jahren einen Boom erleben. Schon jetzt kaufen die großen Abbaufirmen weltweit Schürfrechte auf. Der Grund: Lithium brauchen wir vor allem in aufladbaren Batterien - und davon immer mehr. Rohstoffexpertin Karin Küblböck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖFSE, erklärte im Ö1- Mittagsjournal, welche Herausforderungen auf die Förderländer zukommen, sollte der Bedarf weiter ansteigen.

Wenn wir so viele Lithiumbatterien jährlich bräuchten wie bisher, dann könnten wir auf 400 Jahre einfach weitermachen. Allerdings ist klar, dass die Nachfrage steigt. In den letzten Jahren haben vor allem die Gerätebatterien für Kleinanwendungen die Nachfrage angekurbelt. Nun, im Zeitalter der Elektromobilität, ist anzunehmen, dass sich die Entwicklung weiter beschleunigen wird.

Bedarf könnte explodieren

Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla etwa prognostiziert, ab 2018 jährlich rund eine halbe Million Elektroautos mit Lithiumbatterien zu verkaufen. Ab dem Jahr 2030 könnte laut Tesla gar die Hälfte aller weltweit neu verkauften Fahrzeuge rein elektrisch betrieben sein. Der jährliche Lithiumbedarf könnte sich damit fast verhundertfachen. Lithium kommt praktisch nie konzentriert vor. Die Gewinnung ist daher teuer, selbst das Recyceln von alten Batterien. Viele Lithiumquellen - auch in Österreich - lassen sich ganz einfach wirtschaftlich nicht erschließen. Die weltweit ergiebigsten Vorkommen liegen in den Salzebenen Boliviens, Chiles und Argentiniens. Über Monate schwemmt und verdunstet man dort Salzlösungen in großen Becken. Das Salz ist reich an Lithiumkarbonat, aus dem man in weiteren chemischen Verfahren reines Lithium gewinnt.

„Industriezweig wie ein Hasardspiel"

Der Lithiumabbau ist ein langsames Unterfangen. Engpässe drohen, wenn nicht bald mehr Quellen erschlossen werden. Dazu bräuchte es massive Investitionen in die Infrastruktur und Industrie der Förderländer - die sich vielleicht gar nicht auszahlen, warnt Karin Küblböck von der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung.

Denn: Lithium ist zwar jetzt Grundlage für leichte und effiziente Batterien, aber die Technologie könne sich schnell wandeln. Ein weiteres Problem: Der massive Wasserverbrauch bei der Lithiumgewinnung könnte das Grundwasser in den wüstenhaften Abbaugebieten Südamerikas aufbrauchen.

Viele Menschen in dieser Region leben von Viehzucht und sind daher auf Wasser angewiesen. Küblböck befürchtet, dass viele ihre Lebensgrundlage verlieren könnten. Für viele Förderländer gleiche dieser Industriezweig einem Hasardspiel, meint die Entwicklungsexpertin. Bleibe der Erdölpreis niedrig wie jetzt, sei nicht einmal sicher, dass Elektroautos den Markt erobern. Die Investitionen - der Wetteinsatz - wären aber jetzt gefordert.

Mittagsjournal Samstag, 28. Mai 2016
E-Autos: Bedarf an Lithium steigt
von Isabella Ferenci, Ö1-Wissenschaft

Es ist nicht ganz das Erdöl des 21. Jahrhunderts, aber einen gewissen Boom wird das Metall Lithium wohl in den nächsten Jahren erleben. Schon jetzt kaufen die großen Abbaufirmen weltweit Schürfrechte auf. Nicht zuletzt wegen der steigenden Zahl an Elektrofahrzeugen. Lithium wird vor allem für wiederaufladbare Batterien gebraucht - und davon immer mehr. Der Bedarf könnte in wenigen Jahren die Produktion übersteigen, meinen Experten.

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MaturaNEU als Chance


Entwicklungspolitischer Preis zeigt großes Potenzial bei jungen Forscher_innen.

Wien (OTS) - Erstmals wurde 2016 der C3-Award für Schüler_innen ausgeschrieben. 102 Arbeiten zu entwicklungspolitischen Themen wurden bei dem österreichweiten Wettbewerb des C3-Centrum für Internationale Entwicklung eingereicht. Bemerkenswert war das Interesse Jugendlicher, sich kritisch mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinanderzusetzen. Beeindruckend die neuen Zugänge und Ideen, die in den Maturaprojekten berücksichtigt wurden.

Die eingereichten Arbeiten illustrieren die Relevanz entwicklungspolitischer Themen und die Bereitschaft junger Forscher_innen Zusammenhänge zwischen globalen Prozessen und der eigenen Lebensweise zu reflektieren.

Am Dienstag, 31.5.2016, 18.00 fand im C3-Centrum für Internationale Entwicklung die feierliche Verleihung des C3-Awards, dem ersten entwicklungspolitischen Preis für Vorwissenschaftliche Arbeiten (AHS)/Diplomarbeiten (BHS) statt. Die fünf entwicklungspolitischen Organisationen ÖFSE, BAOBAB, Frauen*solidarität, Paulo Freire Zentrum und Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik stellten die 9 herausragenden Arbeiten vor, die für den C3-Award nominiert wurden:

Gruppenbild C3-Award 2016
10 SchülerInnen wurden 2016 für den C3-Award nominiert: Tamina Huber, Tanja Viktoria Hoffman, Johannes Lang, Valère Ubonabenshi, Fabian Kriechbaum, Olivia Radford, Helene Hanel, Aaron Calzadilla, Samyam Acharya und Sonja Hofstetter (v.l.n.r.).

Die C3-Awards wurden von Botschafter Peter Launsky-Tieffenthal (BMEIA), Univ.Prof. Andreas Novy in Vertretung von Ulrike Lunacek (EP-Vizepräsidentin) und Katharina Kucharowits (Abg.z.NR) an Aaron Calzadilla, Fabian Kriechbaum, Helene Hanel und Sonja Hofstetter verliehen.

C3-Award Preisträger Aaron Calzadilla
Peter Launsky-Tieffenthal, Aaron Calzadilla, Werner Raza, Karin Küblböck (v.l.n.r.)
C3-Award Preisträger Fabian Kriechbaum
Katharina Kucharowits, Fabian Kriechbaum, Wolfram Schaffar, Karin Küblböck (v.l.n.r.)
C3-Award Preisträgerinnen Helene Hanel und Sonja Hofstetter
Andreas Novy, Helene Hanel, Sonja Hofstetter (v.l.n.r.)

Wir gratulieren den PreisträgerInnen herzlich!!

Paradicso
Für die Live-Musik des Abends vom 31.05. 2016 sorgte PARADICSO!

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Das Projekt wird vom C3 – Centrum für Internationale Entwicklung durchgeführt. Es bietet seit dem Schuljahr 2015/16 Schüler_innen, die sich in ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeit mit dem Themenfeld Internationale Entwicklung auseinandersetzen, neue Angebote.

C3-Award Shortlist: 9 Arbeiten in der engeren Auswahl


Nach Ende der Einreichfrist am 30.4.2016 hat die Jury bereits die erste Begutachtungsrunde abgeschlossen. Die Arbeiten in der engeren Auswahl für den C3-Award zeigen ein eindrucksvolles Ergebnis entwicklungspolitischen Engagements von SchülerInnen.

Der erste C3-Award geht in seine finale Phase: Fristgerecht bis 30. April sind 102 Einreichungen aus allen Bundesländern eingetroffen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven spannenden Fragestellungen der Internationalen Entwicklung widmen und im Rahmen der Reifeprüfung entstanden sind. Beliebte Themen wie der Faire Handel waren beispielsweise gleich Gegenstand mehrerer Arbeiten, die sich dabei so unterschiedlicher Aspekte wie Effizienz, KonsumentInnen-Bewusstsein oder Kinderarbeit angenommen haben. Historische Phänomene – zum Beispiel Globalisierungstendenzen der Frühen Neuzeit – wurden ebenso analysiert wie aktuelle Entwicklungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Dabei illustrieren die eingereichten Arbeiten nicht nur die Bandbreite und die Relevanz des Themenkomplexes der Internationalen Entwicklung, sondern dass stets auch Zusammenhänge zu globalen Prozessen hergestellt und die eigene Lebensweise reflektiert wurde.

Die Shortlist der Jury umfasst neun herausragende Arbeiten, aus denen nun die drei Arbeiten für den C3-Award gekürt werden. Kein leichtes Unterfangen!


Ausbeuterische Kinderarbeit: Aufklärung und nachhaltige Bewusstseinsbildung

VerfasserIn: Sonja Hofstetter/Helene Hanel
Schule: HLW 19 Straßergasse (Wien)
BetreuerIn: Mag. (FH) Fross/Mag. Bergauer

Chemikalieneinsatz bei der Baumwollproduktion und -verarbeitung und deren ökologische Folgen
VerfasserIn: Olivia Radford
Schule: BRG/BG Kufstein (Tirol)
BetreuerIn: Dipl. Päd. Astrid Kurz

Childrenplanet-Patenschaft –Diskrepanz zwischen Vorstellung und Realität am Beispiel ausgewählter Pateneltern
VerfasserIn: Fabian Kriechbaum
Schule: ORG Dachsberg (Oberösterreich)
BetreuerIn: Mag. Martina Spitzer

Costa Rica, eine stabile Demokratie in Mittelamerika. Beschreibung eines Sonderweges in Lateinamerika
VerfasserIn: Tamina Huber
Schule: Wiedner Gymnasium/Sir Karl Popper-Schule (Wien)
BetreuerIn: Mag. Christoph Pichler

Effects of Europe’s Commercial Expansion into the Indian Ocean on Asian and African Coastal Economies, 1600-1650
VerfasserIn: Johannes Lang
Schule: Neulandschule Grinzing (Wien)
BetreuerIn: Mag. Ruth Schabauer

Genozid in Ruanda: Ursache, Anteil des Westens sowie Aufarbeitung in der Bevölkerung seit 1994
VerfasserIn: Valere Ubonabenshi
Schule: BG/BRG 3 Boerhaavegasse (Wien)
BetreuerIn: Mag. Dr. Lydia Braumann

Der Menschenhandel als Wirtschaftssektor
VerfasserIn: Tanja Viktoria Hoffmann
Schule: Wiedner Gymnasium/Sir Karl Popper-Schule (Wien)
BetreuerIn: Mag.a Elisabeth Prügger

Internet usage of teenagers in Nepal for educational purposes
VerfasserIn: Samyam Acharya
Schule:  BRG 19 Krottenbachstraße (Wien)
BetreuerIn: Laura Sinnott

Wahrnehmung der Kinderarbeit in Bolivien in internationalen Medien
VerfasserIn: Aaron Calzadilla
Schule: Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie (Wien)
BetreuerIn: Mag. Sabine Proksch-Bauer

Download Shortlist (pdf)

Die Preisverleihung wird am 31. Mai im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung mit Musik, Tanz und Buffet im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung stattfinden. Die Preise werden von Peter Launsky-Tieffenthal (BMEIA), Ulrike Lunacek (EP-Vizepräsidentin) und Katharina Kucharowits (Abg. z. NR) überreicht.

Wir würden uns freuen, Sie im C3 begrüßen zu dürfen und freuen uns auf eine schöne gemeinsame Feier!
Um Anmeldung wird gebeten unter: office@oefse.at

Musik gibt es von der Gruppe Paradicso.

Logo Paradicso

Konfliktmineralien: Neue EU-Verordnung mehr als ein Lippenbekenntnis?


Karin Küblböck (ÖFSE) bloggt über die neue EU-Verordnung, die das Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft bei der Rohstoffbeschaffung erhöhen soll.

Karin Küblböck

Der Abbau von Rohstoffen spielt häufig eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Eskalation von Konflikten. 40 % aller Bürgerkriege hatten laut UN in den letzten 60 Jahren einen Rohstoffbezug. Konfliktmineralien wie Tantal, Zinn, Wolfram und Gold sind gerade in der Produktion von Elektronikprodukten wichtige Mineralien. Die EU arbeitet nun an einer Verordnung zu diesen Konfliktmineralien, die das Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft bei der Rohstoffbeschaffung erhöhen soll. Während das EU-Parlament verbindliche Regelungen zu den Rohstoffen schaffen will, sieht der Rat nur eine freiwillige Selbstzertifizierung der Unternehmen vor. Es bleibt also abzuwarten, ob die geplante Verordnung stark genug sein wird, um einen Beitrag zu leisten, Konflikte um Rohstoffe zu reduzieren.

Weiterlesen im blog.arbeit-wirtschaft.at

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Die Umsetzung der SDGs in Österreich


Parlament, 13.4.2016: Beim entwicklungspolitischen Unterausschuss schlägt Michael Obrovsky, Experte für Entwicklungspolitik der ÖFSE, eine nationale Strategie zur Umsetzung der neuen Entwicklungsagenda vor. Diese soll ressortübergreifend sein und Politikkohärenz ermöglichen.

Entwicklungspolitischer Unterausschuss im Parlament, (c) Bild: Natalie Plhak

© Bild: Natalie Plhak

Am 13.4.2016 tagte der Unterausschusses für Entwicklungszusammenarbeit im Parlament zum aktuellen Dreijahresprogramm und der Implementierung der UN-Sustainable Development Goals (SDGs) in der österreichischen Politik. Michael Obrovsky erläuterte in diesem Zusammenhang, dass eine Steigerung des OEZA-Budgets um einige Mio € nicht ausreichen wird, um die österreichische ODA Performance nachhaltig zu verbessern. "Wenn man über eine signifikante Anhebung der Mittel für Programme und Projekte in den Partnerländern spricht, dann sollte berücksichtigt werden, dass eine Steigerung von 0,01% der ODA rund 37 Mio € an Budgetmittel braucht", so Obrovsky. Die im Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik 2016-2018 wiederholte Verpflichtung Österreichs, 0,7% des BNE an öffentlicher EZA bereitzustellen, würde daher mit einer Steigerung von jährlich zusätzlichen 37 Mio € erst in 30 - 40 Jahren erreicht werden. Zur Umsetzung der SDGs in Österreich schlägt Obrovsky eine - alle Ressorts übergreifende - nationale Strategie vor, in der auch konkrete Instrumente und Instanzen zur Herstellung von Politikkohärenz im Sinne einer globalen nachhaltigen Entwicklung integriert werden.

Unterausschuss des Außenpolitischen Ausschusses: Entwicklungszusammenarbeit

Pressemeldung zum Entwicklungspolitischen Unterausschuss vom 13.4.2016

Dreijahresprogramm 2016-2018

DSA 2016 - Call for Papers!


We call for papers for the panel "The end of the commodity super-cycle and its implications for oil- and mineral-exporting countries" at the Development Studies Association Conference, 12.-14.9.2016 University of Oxford.

The panel will examine  the end of the commodity super-cycle and its implications for oil- and mineral-exporting countries. It will focus particularly on how oil- and mineral-rich developing countries are adapting to the current low-price environment, as well as exploring the suitability of subnational, national and regional institutions in addressing these changes.

Papers, including country case studies and comparative analyses (small- and large-N), responding to the following questions are particularly welcome:

  • How have pro- and counter-cyclical governance measures adopted over the past decade prepared resource-rich developing countries for the present low-price environment and for the high volatility of most commodity markets?
  • What limitations and opportunities does the current price decline have for the effectiveness of diversification and structural transformation strategies in commodity-producing countries?
  • What does the new low price context mean for governments' scope to renegotiate oil and mining contracts?

Further details of the panel with link to propose a paper
 
More details of the conference 
 
Proposing a paper
The call for papers is open until 23:59 UK time on 25 April 2016. Paper proposals should include a paper title, the name(s) and email address(es) of author(s), a short abstract of no more than 300 characters, and a long abstract of no more than 250 words, and should be submitted through the DSA’s online system (see first link above).

Convenors/Contact
Jakob Engel (University of Oxford)
Juan Gutierrez (University of Oxford )
Rebecca Engebretsen (University of Oxford)
Cornelia Staritz (Austrian Foundation for Development Research - ÖFSE)

Aktuelle ÖFSE/IHS Studie: Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion gehören zu Verlierern von TTIP.


Eine neue Studie von ÖFSE und IHS untersucht die Auswirkungen von TTIP auf die österreichische Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion. Die Studie prognostiziert eine Verschlechterung der österreichischen Handelsbilanz und darauf aufbauend Arbeitsplatzverluste in der österreichischen Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion im Ausmaß von bis zu 2%.

Kurzfassung der Studie

Langfassung der Studie

TTIP – Regulierungs- oder Freihandelsabkommen?


In der März Ausgabe des Wirtschaftsdienst 2016 erklärt  Ökonom Werner Raza,  Leiter der ÖFSE, warum Abkommen wie TTIP nicht Freihandelsabkommen, sondern im Kern Regulierungsabkommen sind.

Wirtschaftsdienst exklusiv – TTIP – Jenseits von Handelsfreiheit 96. Jahrgang, 2016, Heft 3 | S. 159-171


2016 wollen die USA und die EU das Abkommen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP abschließen. In der europäischen Bevölkerung gibt es vehemente Proteste dagegen. Die Kritik bezieht sich vor allem auf die mangelnde Transparenz bei den Verhandlungen, das Investitionsschutzabkommen und manche Auswüchse der Standardisierung von Lebensmittelvorschriften. Befürworter sehen in gemeinsamen Regeln entscheidende Vorteile für die beteiligten Länder. Im aktuellen Zeitgespräch des Wirtschaftsdienst diskutieren Experten über das Für und Wider von TTIP.

TTIP – mehr Regulierungs- als Freihandelsabkommen 
Werner Raza

Als Abkommen der neuen Generation, das auf tiefe Integration zwischen den Handelspartnern abzielt, umfasst TTIP eine ganze Reihe von neuen Themenbereichen, die potenziell weitreichende Auswirkungen auf die nationale Politik haben können. Dazu gehören neben dem traditionellen Warenhandel insbesondere der Dienstleistungsverkehr samt den damit verbundenen Sektor-regulierungen sowie eine breite Palette von Themen wie der Schutz geistiger Eigentumsrechte, das öffentliche Beschaffungswesen oder die Liberalisierung bzw. der Schutz ausländischer Direktinvestitionen. Dazu kommt als neues Element der Bereich der regulatorischen Kooperation mit dem Ziel, technische Standards, Produktregulierungen und Zulassungs- bzw. Prüfverfahren zu vereinheitlichen. Der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hat daher Recht, wenn er meint, dass TTIP und ähnliche Abkommen wie das transpazifische Abkommen TPP nicht Freihandelsabkommen, sondern im Kern Regulierungsabkommen sind.

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Das ganze Zeitgespräch „TTIP – Probleme und Chancen“ von  Galina Kolev, Jürgen Matthes, Peter Egger, Katharina Erhardt, Nicola Sieksmeier, Gerald Willmann, Werner Raza ist auf dem WirtschaftsWunder-Blog verfügbar.

Empirical analysis: Effects of financial speculation on commodity prices


International Review of Applied Economics , Volume 30, Issue 4, 2016:
In an empirical analysis for coffee, cotton, wheat and oil Cornelia Staritz, senior researcher at ÖFSE, (together with Stefan Ederer and Christine Heumesser) shows that financial speculation has contributed to high and volatile commodity prices. This has crucial implications for developing countries and calls for regulations on commodity derivative markets.

Financialization and commodity prices – an empirical analysis for coffee, cotton, wheat and oil
Stefan Ederer, Christine Heumesser & Cornelia Staritz

Commodity prices have crucial implications for developing countries. The question whether the financialization of commodity derivative markets has contributed to high and volatile commodity prices has been controversially debated. Building on limitations in the empirical literature, we estimate a multivariate Vector Autoregressive (VAR) model to assess the effect of different groups of financial investors (index investors and money managers) as well as fundamental and macroeconomic variables on the prices of coffee, cotton, wheat and oil. We find that, in contrast to index investors, money managers’ net long positions have a large statistically significant effect on commodity prices. This calls for policy interventions as commodity derivative markets may cease to perform their fundamental developmental roles.

Full Article in: International Review of Applied Economics, Volume 30, Issue 4, 2016, pages 462-487.


OEFSE research focus:
In the context of the research project „Financial Markets and the Commodity Price Boom” financed by the Oesterreichische Nationalbank, ÖFSE conducted research on the question whether and to which extent financial investors and the financialisation of commodity markets have affected commodity prices and have changed the functioning and fundamental roles of commodity derivative markets. The research involved quantitative econometric as well as qualitative interview-based approaches. The analysis has been performed for five commodities: coffee, cotton, wheat, crude oil and aluminum. Results of both approaches have generally supported the financialisation hypothesis which states that the increasing role of financial investors in commodity derivative markets has, in addition to fundamental and macroeconomic factors, had effects on commodity prices and market structure. This research also questions to which extent commodity derivative markets still fulfill their economic roles of price discovery and hedging price risks for in particular small commercial traders.

For more information contact:

Cornelia Staritz

Ms. Cornelia Staritz
Senior Researcher
Tel.: +43 1 317 40 10 – 116  
E-Mail: c.staritz@oefse.at
 
more information

C3-Radio: Hilfe!? (Gem)Einsam für eine bessere Welt

Ein Feature über soziales und politisches Engagement in Ehrenamt und Beruf
Die Gründe, sich gesellschaftlich in der Freizeit und/oder beruflich für Gerechtigkeit und Gleichheit einzusetzen, sind vielfältig. Viele dieser Beweggründe bleiben uns verborgen, weil im alltäglichen Tun selten Zeit bleibt, sich mit anderen über die eigene Praxis auszutauschen. Oder wollen bzw. sollen wir die Gründe für soziales Engagement vielleicht gar nicht so genau kennen? Die fünf C3-Organisationen haben dazu am 16.März 2016 28 Lebende Bücher ins C3 eingeladen.

C3-Radio hat bei den Gesprächen von SchülerInnen, LehrerInnen, Studierenden mit Lebenden Büchern zugehört und mitgefragt.

zur Sendung
Nachhören: Arbeit für menschliche Entwicklung (09.03.2016)

alle Sendungen zum Nachhören

Living books im C3


„Hilfe!“ …oder eher  mit  einem „?“ lautet der Titel zu einer spannenden Veranstaltung am 16. März 2016, 16.30 im C3 in der Sensengasse 3 in Wien 9.

An diesem Nachmittag werden die einladenden Räume der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik ein Ort der besonderen Begegnung sein. Insgesamt 18 Lebende Bücher werden von 16.30-18.30  im persönlichen  Zweiergespräch Einblick in ihre Erfahrungen  im ehrenamtlichen und/oder beruflichen Engagement für eine Veränderung in unserer Welt geben.

Insgesamt werden an diesem Nachmittag 21 verschiedene Organisationen vertreten sein. Es wird Gelegenheit geben, unterschiedliche Arbeitsthemen , Motivationen  und Visionen miteinander zu reflektieren.

Das gegenseitige Lernen steht bei den persönlichen Gesprächen im Vordergrund. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Geschichte, mit unterschiedlichen Berufen und Lebensanschauungen kommen zusammen und erörtern gemeinsam die Frage nach der Bedeutung transformativer Tätigkeiten in ihrem Leben. Aber auch die strukturellen Defizite und Machtfragen werden dabei reflektiert. Respekt und Wertschätzung ohne gegenseitiges Überzeugenwollen sind bei diesem Format besonders wichtig.

16.03.2016, 14:00 - 20:00
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, 1090 Wien, Sensengasse 3
Hilfe!? (Gem)Einsam für eine bessere Welt
Eine Living Books Veranstaltung zu sozialem und politischem Engagement in Ehrenamt und Beruf.

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Anmeldung 

Die Gespräche dauern jeweils eine halbe Stunde. „Lebende Bücher“ können beim Check-In vor Ort im C3 gebucht werden. Eine Liste der anwesenden „Lebenden Bücher“ findet sich hier.


Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik präsentiert Literatur, Unterrichtsmaterialien und Filme zu den vielfältigen Facetten von Freiwilligenarbeit.

Exportschlager Berufsbildung: ExpertInnen warnen - C3-Radiosendung zur ÖFSE-Studie


Die Lehrlingsausbildung in Österreich verbindet Praxis mit Theorie und gilt im internationalen Kontext als erfolgreich. Zunehmend wird sie von Firmen auch in Entwicklungsländer exportiert. Eine ÖFSE Studie sieht den positiven Effekt jedoch skeptisch.

Lehrlinge verbringen in Österreich einen großen Teil ihrer Ausbildung im Betrieb. In der Berufsschule lernen sie geblockt oder ergänzend zur Berufspraxis. Dieses Modell der dualen Berufsbildung ist typisch für die deutschsprachigen Länder, die im internationalen Vergleich bessere Zahlen in der Jugendbeschäftigung aufweisen. Aus diesem Grund ist das Interesse an der österreichischen Berufsbildung international gestiegen. Unternehmen exportieren sie auch an ihre Standorte im Ausland. Es ist anzunehmen, dass es in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird, sowohl im Rahmen der Außenwirtschaft als auch der Entwicklungszusammenarbeit.

Ob das positiv für die Entwicklung der Empfängerländer ist, wurde in Österreich noch nicht erforscht. Eine aktuelle Studie der ÖFSE untersucht erstmals die bisherigen Erfahrungen in Entwicklungsländern und zeigt, wie wichtig weitere wissenschaftliche Untersuchungen des „Export Trends“ wären.

C3-Radio hat mit der ÖFSE-Bildungsexpertin Margarita Langthaler anlässlich der Präsentation ihrer Studie im C3 am 9.12.2015 gesprochen.

C3-Radiosendung am 10.02.2016, 18:30 - 19:00

Alle C3-Radiosendungen zum Nachhören

Mehr zum Thema

C3-Award 2016


2016 wird erstmals ein jährlich zu vergebender entwicklungspolitischer Preis für Vorwissenschaftliche Arbeiten (AHS)/Diplomarbeiten (BHS) in Österreich ausgeschrieben.

Die fünf entwicklungspolitischen Organisationen im C3 - ÖFSE, BAOBAB, Frauen*solidarität, Paulo Freire Zentrum und Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik - prämieren drei herausragende Arbeiten zu globalen Themen, die einen entwicklungspolitischen Aspekt berücksichtigen.

Deadline für die Einreichung ist der 30. April 2016.

Zugelassen sind eingereichte Vorwissenschaftliche Arbeiten (AHS) und Diplomarbeiten (BHS) der Schuljahre 2014/15 und 2015/16.

Einreichungen an: award@centrum3.at

mehr Information (pdf)

EU-Handelspolitik auf dem Prüfstand


Der Politologe Prof. Stephen Gill, York University, Toronto wird auf Einladung der ÖFSE  für eine internationale Konferenz zu EU-Handelspolitik von 3.2.-7.2.2016 in Wien sein.

Stephen Gill ist ein renommierter Kritiker der europäischen Integration und bekannt für seine kritischen Analysen zur Rolle transatlantischer Unternehmen in der neuen Weltordnung.

Im Rahmen der internationalen Konferenz
EU Trade Policy at the Crossroads: between Economic Liberalism and Democratic Challenges
(4.2.-6.2.2016, im C3-Centrum für Internationale Entwicklung) wird er den
Eröffnungsvortrag zu  “EU Trade Policy as a case of New Constitutionalism”  halten.

Stephen Gill
is Distinguished Research Professor of Political Science, Communications and Culture at York University, Toronto, Canada. He is also a Fellow of the Royal Society of Canada and a Senior Associate Member of St. Anthony’s College, Oxford University. in 2009-10 he was the Jane and Aatos Erkko Visiting Professor in Studies on Contemporary Society at the Helsinki Collegium for Advanced Studies, University of Helsinki, Finland and in 2016 he will be the Hallsworth Visiting Professor in Global Studies at the University of Manchester, UK.  His main fields are Global Political Economy, International Relations, and Social and Political Theory.

mehr Informationen zur Konferenz (en)

Neue Bücher im Januar 2016

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich eine Auswahl von Neuzugängen aus dem Bibliotheksbestand. Für Januar 2016 haben wir folgende Bücher und Medien für Sie ausgewählt.

Künftig können Konzerne entscheiden… – eine Ö1 Sendung zu TTIP

Der Ökonom Werner Raza, Leiter der ÖFSE, erläutert im Interview mit Ö1-Redakteurin Ulla Ebner die Kritikpunkte am geplanten Freihandelsabkommen zwischen EU-USA und analysiert die Interessen der Verhandlungspartner. Die 4-teilige Radiokolleg –Sendung ist der kontroversiellen Debatte um TTIP gewidmet.

Ö1/Radiokolleg - Umstrittener Freihandel
Wer profitiert von TTIP, CETA & Co?  Gestaltung: Ulla Ebner

28.-31.12.2015

Schon seit vielen Jahren üben zivilgesellschaftliche Organisationen Kritik an der Handelspolitik der EU. Zunächst ging es dabei um Freihandelsabkommen mit Entwicklungs- und Schwellenländern: Knebelverträge, mit denen Europa arme Länder ausbeute, lautete der Vorwurf der Aktivist/innen. Doch seit die EU begonnen hat, ein Freihandelsabkommen mit den USA zu verhandeln, wird der Widerstand gegen Freihandel zu einer Massenbewegung: Denn dieses Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) wird sich auch auf die europäischen Bürger/innen auswirken.

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Sendung nachlesen auf "Ulla Ebner: Radio zum Nachlesen"


Seit 2012 leitet Werner Raza ein ÖFSE-Forschungsprojekt zur Aussagekraft von Studien, die die Auswirkungen von Freihandelsabkommen für die europäische Wirtschaft analysieren.

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Flüchtlinge als Aufputz für die Entwicklungshilfe


In seiner jüngsten ÖFSE-Policy Note untersucht Michael Obrovsky, Experte für Entwicklungsfinanzierung der ÖFSE, wie sich die Flüchtlingshilfe auf die Ausgaben Österreichs für die EZA auswirken wird. Aus aktuellem Anlass interviewte ihn der Standard dazu.

In der ÖFSE Policy Note 17 zu „Ausgaben für Flüchtlingshilfe – Aufputz der ODA-Statistik oder reale Erhöhung der EZA?“ wird die Frage nach der Anrechenbarkeit von Flüchtlingshilfegeldern gestellt. Die Ausgaben für die Betreuung der stark gestiegenen Zahl an Flüchtlingen in Österreich sind zwar anrechenbar für die österreichischen ODA-Leistungen gemäß Definition des Development Assistance  Committees (DAC) der OECD. Die absehbare Erhöhung der österreichischen ODA-Quote für 2015 und  Folgejahre sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die dringend nötige signifikante Erhöhung der gestaltbaren EZA-Mittel für Programme in den krisengeschüttelten Herkunftsländern der Flüchtlinge nach wie vor nicht in Sicht ist. Standard-Redakteur András Szigetvari berichtete dazu am 25.11.2015:

Flüchtlinge als Aufputz für die Entwicklungshilfe
Staaten können sich laut OECD bestimmte Kosten für Asylwerber als Entwicklungshilfe anrechnen lassen. Ein Plan von Finanzminister Schelling sorgt für Wirbel

Wien – Jedes Jahr, wenn neue Zahlen darüber vorgelegt werden, wie viel Geld Österreich für Entwicklungshilfe ausgibt, spielt sich dasselbe Schauspiel ab. Regierungspolitiker von ÖVP und SPÖ zeigen sich peinlich berührt und geloben Besserung. NGOs wie Globale Verantwortung und Caritas verschicken Pressemitteilungen mit Titeln wie "Österreichs Beitrag zur Entwicklungshilfe selbst mit Lupe schwer aufspürbar".
 
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Weitere Presseartikel zum Thema:
Format Nr 48/2015
Bleibt doch zu Hause!
Die "Hilfe vor Ort" gilt nun als ultimatives Rezept gegen den Flüchtlingsstrom. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Kann sie wirklich Fluchtursachen bekämpfen? Ein paar Antworten auf sehr komplexe Fragen.
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New AidWatch Report: Looking to the future, don't forget the past - Aid beyond 2015


ÖFSE contributed to the tenth CONCORD AidWatch Report 2015 in reporting on Austria’s ODA, which stagnated at the same figure as the year before. Programmable aid remains exceptionally low and Austria fully implemented only 7% of the recommendations made in the previous peer review.

2015 has been marked by important international decision-making moments, including the Financing for Development Conference in Addis, the Sustainable Development Goals Summit in New York and the lead-up to the climate negotiations in Paris. Given the importance of these events for the existing development framework, it is no surprise the EU declared 2015 the European Year for Development. The tenth CONCORD AidWatch Report takes stock of what the EU has achieved this year and, more importantly, it warns member states that the real work starts now. It is long past time for the EU to deliver on its commitments. This report looks to the future, but it does not forget the past.

The role of aid in the new development agenda
 
The 2015 CONCORD AidWatch Report looks at the new development framework and what the EU can do to ensure it delivers real benefits for those suffering from poverty and inequality. Aid will remain a key development flow for years to come because it can reach farther than any other flows and is more flexible, predictable and accountable. Aid is also bound to play an enabling role in many issues on the future development agenda. It is increasingly being presented as a way to leverage private resources for development. Existing tools for measuring the development impact of leveraged private flows, however, make it very difficult to ascertain the real impact of these flows and compare results across projects. In addition, this report discusses aid and domestic resource mobilisation.

 
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Austria’s ODA stagnated at 0.27% 2014, the same figure as the year before. Another feature of Austrian ODA is that programmable aid remains exceptionally low. The Austrian Development Agency‘s budget for operational measures is less than 8% of total ODA. In 2014 Austria was peer-reviewed by the OECD-DAC. Even though, in his presentation of the results of the peer review,
DAC Chairman Erik Solheim missed the chance to give a thorough critique of the composition of Austrian ODA, he did make it clear that Austria needs to improve in many areas, especially as regards aid quantity. The review also confirmed that Austria had fully implemented only 7% of the recommendations made in the previous peer review, back in 2009.
 
Report on Austria’s ODA

With regard to development financing, ÖFSE focuses on both, following the discussion on the future of official financing for development as well as on analysing and documenting Austrian financial flows in international comparison.

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CfP: Special Session on GVC at the SASE 2016 Conference


Cornelia Staritz, Senior Researcher at ÖFSE, together with experts from University of Manchester and London School of Economics invites interested experts to participate in a special panel on global value chains (GVC) at the Society for the Advancement of Socio-Economics (SASE) 2016 Conference.

CfP: Growing importance of large transnational first tier suppliers in global value chains – special session at the SASE 2016


SASE 28th Annual Conference
Moral Economies, Economic Moralities

June 24-26, 2016 - University of California, Berkeley

Moral judgments that justify or vilify different economic arrangements on the basis of some final value are extremely common in the social sciences. Since the beginning of political economy, market  institutions have elicited strong and rival views across a broad spectrum of positions. Those who marvel at the coordinating power of the invisible hand confront those who revile capitalism's inherently exploitative nature. The celebration of efficiency faces the condemnation of waste. And democratic interpretations of laissez faire meet the hard reality of growing social inequalities. There is no economy that is not political and moral at the same time.

Social scientists, of course, are not the only ones to judge the economy while living in it. E.P. Thompson famously coined the term "moral economy" to denote the inchoate feelings and obligations that orient workers, and make them see certain courses of action (such as riots) as legitimate or illegitimate. To the extent that individuals and institutions act on them, those judgments help constitute economic lines of action, too.

Finally, economic instruments and technologies lay down, and perform, moralized rules about what is expected of economic actors. All exchange systems embed implicit or explicit codes of moral worth in their specific designs and rules; all economic institutions make and remake kinds of moral beings by shifting their classificatory schemes or treatment algorithms. These "economic moralities," typically fashioned by the action of markets and states, interact more or less peacefully with people's "moral economies." Indeed many of today's pressing political conflicts may be understood in terms of the hiatus between these two social forms.

The 2016 SASE conference in Berkeley, California, hosted by the University of California, Berkeley from 24 – 26 June 2016, will seek contributions that explore the relationship between economy and morality from a variety of disciplinary and methodological perspectives, reaching back to SASE's origins and moving forward into new territories.

Cornelia Staritz, expert on global value chains and production networks at the Austrian Foundation for Development Research (ÖFSE), together with experts from University of Manchester and London School of Economics invites interested experts to participate in a special panel on Growing importance of large transnational first tier suppliers in global value chains.

If you are interested in participating in a panel, please send an abstract no longer than 500 words to Cornelia Staritz (c.staritz@oefse.at), Khalid Nadvi (khalid.nadvi@manchester.ac.uk), Gale Raj-Reichert (gale.reichert@manchester.ac.uk), and Shamel Azmeh (c.azmeh@lse.ac.uk) by 31 December 2015.

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Fokus Entwicklung bei den Salzburger Hochschulwochen 2015


Michael Obrovsky und Margarita Langthaler, wissenschaftliche MitarbeiterInnen der ÖFSE, erörtern die Herausforderungen der neuen Entwicklungsagenda für Österreich bei den diesjährigen Entwicklungspolitischen Hochschulwochen in Salzburg.

Die Entwicklungspolitischen Hochschulwochen in Salzburg finden heuer zum 15. Mal statt und werden alle 2 Jahre von Südwind Salzburg organisiert. Der inhaltliche Fokus  liegt in diesem Jahr auf Entwicklung. 2015 ist das Europäische Jahr für Entwicklung, das Motto der europaweiten Initiative ist „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“. Das wirft Fragen auf wie Bedeutet unsere Welt gemeinsames Handeln? Impliziert  unsere Würde Gleichwertigkeit? Unsere Zukunft - sind wir fähig auf der politischen Ebene Weichen zu setzen für eine gemeinsame Zukunft? Welche Rolle spielen dabei Fragen der globalen Verteilung? Themenfelder zu Entwicklung sind breit gefächert. Aus diesem Grund wird bei der Veranstaltung ein Programm geboten, das unterschiedliche Betrachtungen und Zugänge zulässt und gemeinsam Gedanken weiterzuführen. Die ÖFSE ist mit zwei ExpertInnen zu aktuellen entwicklungspolitischen Fragestellungen vertreten.

15. Entwickungspolitische Hochschulwochen: Zukunft entwickeln
04. - 27. November 2015 in Salzburg

Zum Programm

Am 12.11.2015, 14.00-17.30 ist Michael Obrovsky zu aktuellen Entwicklungen in der Entwicklungspolitik zu hören:

Seminar
Was versteht man unter ‚Entwicklung‘?
Herausforderung Entwicklungspolitik und EZA mit
Dr. Michael Obrovsky, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE), Mag.a Sonja Schachner, Südwind

Es geht um aktuelle Entwicklungen in der internationalen Entwicklungspolitik, der europäischen Entwicklungspolitik und der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (EZA). Der Begriff Entwicklung wird kritisch beleuchtet und Fragen des Zusammenhangs zwischen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Entwicklung werden diskutiert. Weitere Stichworte: Entwicklungs-Herausforderungen für Gesellschaften in Nord und Süd, Sustainable Development Goals – SDGs als universelle Ziele für alle, Tools und didaktische Ansätze für die Behandlung des Themas im Unterricht.

Kultur- & Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät, Rudolfskai 42, HS 381
im Rahmen der Ringvorlesung Bildung – Kommunikation – Entwicklung
FB Kommunikationswissenschaft / Prof.Dr. Kurt Luger, Mag. Robert Bichler

Am Montag den 23.11.2015, 15.00-17.00 ist Margarita Langthaler mit einem Vortrag zur Debatte um Bildung &Entwicklung zu hören.

Vortrag & Diskussion
Bildungszusammenarbeit – ein Liebkind der internationalen EZA?
mit Mag.a Margarita Langthaler

Der Vortrag analysiert die bildungspolitischen Schwerpunktsetzungen in der  Entwicklungszusammenarbeit aus historischer Perspektive. Er verfolgt dabei die Leitfrage, in welchem Verhältnis Bildung und Entwicklung zueinander stehen. Hierzu wird zunächst die theoretische Debatte rund um Bildung und Entwicklung angerissen und dabei die in der internationalen Bildungszusammenarbeit dominanten Bildungsvorstellungen konzeptionell hinterfragt.

Im Anschluss zeichnet der Vortrag die Geschichte der Bildungszusammenarbeit nach, um abschließend die Frage von globalen Konvergenzen und Divergenzen zu stellen.

Mag.a Margarita Langthaler: wissenschaftliche Mitarbeiterin der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE). Arbeitsschwerpunkte: Bildungsstrategien in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, Berufsbildung.

Kultur- & Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät, Rudolfskai 42, HS 381
im Rahmen der Ringvorlesung Bildung – Kommunikation – Entwicklung
FB Kommunikationswissenschaft / Prof.Dr. Kurt Luger, Mag. Robert Bichler

Special issue of the Cambridge Journal of Regions, Economy and Society

Cornelia Staritz, senior researcher at ÖFSE, edited recently a special issue on trade policy and regionalisms in global clothing production networks in the multi-disciplinary international journal.

The economist Cornelia Staritz (ÖFSE) together with John Pickles, Leonhard Plank and Amy Glasmeier edited the newly published special issue of the Cambridge Journal of Regions, Economy and Society on  "Changing Global Production Networks in the Apparel Industry" (Volume 8, Issue 3, November 2015). This special issue analyses the importance of trade policy and regionalisms in global clothing production networks and related development implications. Throughout the 20th century, the global clothing industry experienced major geographical shifts, new forms of governance, changing producer and buyer relations and unevenly distributed outcomes for countries, firms and workers. The special issue contextualises these global dynamics in regard to the ways in which trade policy and rules create regional patterns in global clothing production networks. It further provides empirical cases of the ways in which trade regimes, preferential market access, regional trade agreements and rules of origin structure the division of labour and developmental opportunities and constraints in various clothing producing regions and countries, including papers on Nicaragua, Romania, Tunisia, Bangladesh, Jordan, Egypt, South Africa, Lesotho, Cambodia and China.

Table of Contents

Science/ORF.at: EU gegen Rohstoffe, die Kriege finanzieren

Am 19. Oktober 2015 war Marie Müller-Koné auf Einladung der ÖFSE in Wien. Mit ihr sprach der ORF über die geplante Verordnung der EU, dass künftig europäische Unternehmen ihre Ware im Hinblick auf Konfliktmineralien zertifizieren müssen.

Von Smartphones über Airbags bis zum Golfschläger: Viele Gegenstände des Alltags enthalten Rohstoffe, die aus Konfliktgebieten stammen. Die Rohstoffe werden oft illegal und unter Verletzungen der Menschenrechte gefördert. Eine geplante Verordnung der EU soll das ändern: Künftig sollen europäische Unternehmen ihre Ware zertifizieren müssen. Die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) veranstaltete am 19. Oktober 2015 ein Symposion zum Thema "International Resource Governance at the Crossroads?". Zu Gast war unter anderen Marie Müller-Koné vom Bonn International Center of Conversion. Ruth Hutsteiner, ORF-Wissenschaftsredakteurin, sprach mit der Friedens und Konfliktforscherin über Konfliktmineralien und der Bedeutung international gültiger Handelsregulierungen

Kategorie: Konfliktressourcen; erstellt am 20.10.2015

Wolfram, Zinn, Tantal und Gold sind so genannte Konfliktmineralien. Das bedeutet, diese Mineralien sind entweder Ursache für einen bewaffneten Konflikt oder sie werden illegal gehandelt, um einen Konflikt zu finanzieren – wie beispielsweise in der Demokratischen Republik Kongo. Hier finanzieren sich – vor allem in der Region Nord-Kivu – die Konfliktparteien insbesondere durch die Besteuerung der Arbeiter und Händler, wie Marie Müller-Koné vom Bonn International Center of Conversion – einer Organisation für Friedens- und Konfliktforschung – gegenüber science.ORF.at erklärt: "Auch die Armee besetzt zum Teil Gebiete und besteuert den Mineralienhandel mit. Teilweise handeln die Gruppen aber auch selbst mit den Minenfeldern oder abgebauten Ressourcen, das ist aber seltener."

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okto.tv: Transformation Bildung

Die Sendereihe andererseits/okto.tv war am 9.10.2015 der Bedeutung entwicklungspolitischer Bildungsarbeit gewidmet. Dazu war der Bildungsexperte Klaus Seitz zu Gast im C3.

Am 28. Mai 2015 fand im C3 eine Veranstaltung zum Thema „Transformation Bildung: Reflexionen und Perspektiven entwicklungspolitischer Bildungsarbeit.“ statt. Der Vortragende Klaus Seitz - von Brot für die Welt in Berlin - erzählt uns in der Sendung andererseits auf okto.tv seine Ansichten und Perspektiven zu entwicklungspolitischer Bildungsarbeit. Ihren Vorgehensweisen, Zielen und auch Misserfolgen. Die Veranstaltung fand im Rahmen von Bildung im C3ntrum statt, einer Initiative der C3-Organisationen ÖFSE, Paulo Freire Zentrum, Frauensolidarität, Baobab und Mattersburgerkreis,  und wurde für Helmuth Hartmeyer, dem ehemaligen Leiter der Abteilung Entwicklungspolitische Kommunikation und Bildung (ab 2011 Abt. Förderungen Zivilgesellschaft) der Austrian Development Agency (ADA)  organisiert.

Die Sendung „andererseits“ der ökumenischen Plattform „sozialwort tv“ widmet sich aktuellen sozial- und gesellschaftspolitischen Fragen. Jene Menschen, die sich mit Themen wie Bildung, Grundeinkommen oder der Nord-Süd-Frage beschäftigen oder unmittelbar davon betroffen sind, sollen dabei selbst und möglichst selbstbestimmt zu Wort kommen. Mit der Dokumentation von Veranstaltungen wie den Wiener Stadtgesprächen sorgt andererseits auch für die mediale Verbreitung aktueller Diskurse.

zum Sendungschannel
zur Sendung: „Transformation Bildung: Reflexionen und Perspektiven entwicklungspolitischer Bildungsarbeit.“
okto.tv

Aus aktuellem Anlass präsentiert die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik Literatur und Unterrichtsmaterialien zum Thema Flucht und Asyl.

zum Thema im Blick

TTIP - Was steckt dahinter?


Die EU Kommission wirbt aktiv für den Abschluss des Freihandelsabkommens mit den USA (TTIP) und beruft sich auf Studien, die EU-weite Beschäftigungs- und Wachstumsimpulse vorhersehen. Doch wie berechnen Ökonomen mögliche Gewinne aus mehr Handel zwischen EU und USA? Wer könnte profitieren, wer verliert?

Bernhard Tröster, Ökonom im Bereich Weltwirtschaft & Entwicklung der Österreichischen Forschungsstiftung für internationale Entwicklung (ÖFSE) wird die bekannten TTIP-Studien betreffend der Auswirkungen auf die TTIP - Länder aber auch auf Entwicklungsländer darstellen. Dabei werden auch die dahinter stehenden Modelle in Frage gestellt. Ebenso wird er 20 Jahre Erfahrung mit dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen NAFTA und dessen Auswirkungen behandeln.

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Vortragender: Bernhard Tröster (ÖFSE)
Wann: Mi, 07. Oktober 2015, 19 Uhr
Wo: Afro-Asiatisches Institut, Leechgasse 24, 8010 Graz

Oxford: Education and Development Forum (UKFIET) 2015


ÖFSE researcher Margarita Langthaler presented her recent study on the transfer of the Austrian dual system of vocational education to transition and developing countries at the UKFIET 2015.


The UK Education and Development Forum (UKFIET) this year took place on September 15 -17 at the University of Oxford. The biennal UKFIET forum is the most important conference on education and development in the UK and ranges among the most influential gatherings at the international level. This year‘s theme was ‚Learning for sustainable futures‘. In her presentation „The transfer of the dual model of vocational education to developing countries – a promising practice for transformative TVET?“ the expert refered to approaches to learning content, process and planning which are needed to prepare for decent and sustainable work?‘ 

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Nachhaltige globale Kooperation statt Entwicklungshilfe


Anlässlich der Verabschiedung der UN Sustainable Development Goals Ende September 2015 sprach Michael Obrovsky, Leiter des ÖFSE-Bereichs Wissenschaft und Forschung, mit dem Standard über Bedeutung und Folgen der neuen Entwicklungsagenda.

Michael Obrovsky in: DerStandard.at am 27. September 2015

Armutsbekämpfung fängt bei den Reichen an. Ein Beitrag von Aloysius Widmann vom 27. September 2015, Der Standard.

Am Wochenende beschließen die Vereinten Nationen ein ambitioniertes Entwicklungsprogramm

Gerade einmal 15 Jahre geben sich die Vereinten Nationen, um eine perfekte Welt zu schaffen. "Armut in jeder Form und überall beenden", lautet der erste Punkt der Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals), zu denen sich die 193 Uno-Mitglieder am Wochenende verpflichten. "Geschlechtergerechtigkeit erreichen", heißt eine andere Zielvorgabe des ambitionierten 17-Punkte-Programms.

Die neuen Nachhaltigkeitsziele sind nicht der erste 15-Jahres-Plan der Uno. "Die ganze Agenda geht auf die Millennium Development Goals (das im Jahr 2000 beschlossene Vorläuferprogramm, Anm.) zurück", sagt Michael Obrovsky, Forschungsleiter an der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung. Die Agenda 2015 läuft mit diesem Jahr aus.

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Die Universalität der Ziele verlangt ein stärkeres Engagement sowohl bei der Umsetzung der Ziele in Österreich selbst als auch bei der Unterstützung einer globalen Partnerschaft. Ersetzen die SDGs die internationale Entwicklungszusammenarbeit? Bedeutet Universalität das Ende der ODA-Quote von 0,7% des BNE? Gibt es ein nationales SDG-Aktionsprogramm? Wer koordiniert die SDG-Agenda?

Diese und einige andere Fragen werden am 30.9.2015 mit ExpertInnen im C3-Centrum für Internationale Entwicklung diskutiert.

Sustainable Development Goals - Was nun?
Präsentation der Publikation "Österreichischen Entwicklungspolitik 2015" und Diskussion
Programm

Zivilgesellschaft & Entwicklung

Der renommierte Politologe und politische Aktivist Henning Melber wird am 23.9.2015 Gast im C3 sein und zur Rolle der Zivilgesellschaft im Entwicklungsprozess sprechen.

Der Afrikaexperte Henning Melber leitete über viele Jahre die schwedische Dag Hammarskjöld Foundation, der er gegenwärtig auch noch in beratender Funktion als Direktor emeritus angehört. Der ehemalige Leiter der Namibian Economic Policy Research Unit (NEPRU) in Windhoek war ab 2000 Forschungsdirektor an das Nordiska Afrikainstitutet in Uppsala in Schweden, das er bis 2006 leitete. Henning Melber ist zudem Professor Extraordinary am Centre for Africa Studies der University of the Free State in Bloemfontein und Mitglied der Civil Society Reflection Group on Global Development Perspectives. Als Co-Editor zahlreicher Zeitschriften und Bände u.a. dem Africa Spectrum, Africa Yearbook, Strategic Review for Southern Africa, Development Dialogue und Autor veröffentlichte er zahlreiche Bücher, Buchkapitel und Zeitschriftenaufsätze. 2015 erschien seine kritische Analyse „Namibia: Gesellschaftspolitische Erkundungen seit der Unabhängigkeit“ bei Brandes & Apsel. Darin bietet Henning Melber eine kritische Analyse der postkolonialen Politik der SWAPO als einer Befreiungsbewegung an der Macht. Er beleuchtet neben dem Umgang mit der kolonialen Vergangenheit auch die Entwicklung der namibischen Präsidialdemokratie. Er diskutiert die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Chancen auf soziale Gerechtigkeit im Angesicht nachkolonialer Machtkonstellationen.

Am 23.9.2015 wird er als Key Note Speaker zur Rolle der Zivilgesellschaft im Entwicklungsprozess als zentralem Gegenstand des Diskurses über nachhaltige internationale Entwicklung sprechen. In welcher Form, in welchem Ausmaß und unter welchen politischen Rahmenbedingungen unterstützen zivilgesellschaftliche Initiativen Entwicklungsprozesse? Es zeigt sich, dass zivilgesellschaftliche Akteure per se weder fortschrittlicher noch schlechter sind als Entwicklungskooperationen durch staatliche Akteure. Ausgehend vom Schwerpunktheft des Journal für Entwicklungspolitik (JEP 1/2015 "Civil Society, Cooperation and Development"), diskutieren im Rahmen dieser Veranstaltung ExpertInnen unterschiedliche Perspektiven auf die Rolle der Zivilgesellschaft für Entwicklung.


Zivilgesellschaft und Entwicklung
Diskussionsveranstaltung und Präsentation von Journal für
Entwicklungspolitik 1/2015 „Civil Society, Cooperation and Development“
23.09.2015, 17:00 - 19:00 Uhr
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal

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Austrian Private Business - a Partner for Education?


In her recently published article Margarita Langthaler, ÖFSE-expert in education policy in developing countries, raises the question on the role of private companies as partners in development.

NORRAG News  is a biannual publication, published by the Network for international policies and cooperation in education and training, which critically examines specific, topical themes in the area of education, training and aid policy. The latest issue of NORRAG News refers to two major conferences on education, the World Forum on Education (WEF) in May 2015 in South Korea and the Oslo Education Summit in July 2015. In the aftermath of the  Financing for Development (FFD) conference in Addis Ababa in July 2015 it reflects the topic of financing education and skills and analyses critically new and old modalities as well as new and old partners.

Margarita Langthaler, ÖFSE-expert in education policy in developing countries, raises the question on the role of private companies as partners in development. In-company skills training by Austrian private business in developing and transition countries is based on the Austrian dual system apprenticeship. This model appears to be an innovative contribution to local Vocational Education Training (VET)systems. But as Langthaler points out, it should be accompanied by appropriate measures of development cooperation. Otherwise the risk persists that funding for VET interventions based on the dual model turns out to be support for developed country companies.

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Full article in pdf: Langthaler, M. (2015). Austrian Private Business as Partners in VET Provision in Developing Countries. NORRAG News, 52, 121-122. Retrieved from: http://www.norrag.org/fileadmin/Full%20Versions/NN52.pdf


Michael Obrovsky, Leiter des Bereichs Wissenschaft & Forschung der ÖFSE, diskutiert mit Dietmar Kanatschnig (ÖIN) und Andreas Obrecht (KEF) zur Verabschiedung der neuen Entwicklungsagenda.

Am diesjährigen Weltfriedenstag veranstaltet das IEZ – Institut für interdisziplinäre Entwicklungsforschung der Kepler Universität Linz eine Diskussion anlässlich der Verabschiedung der universellen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) durch die Vereinten Nationen in New York vom 25.- 29. September 2015.

2015 läuft die Frist der meisten Zielvorgaben der Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) aus – mit gemischter Bilanz. Darauf aufbauend trägt die neue, ganzheitlichere Agenda dem Zusammenhang ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte verstärkt Rechnung und zielt nicht mehr nur auf eng verstandene Entwicklungsziele, sondern auf eine nachhaltige Sicherung Globaler Öffentlicher Güter wie Umweltschutz, Menschenrechte, Gesundheit, Bildung, Energieversorgung als auch Sicherheit und Frieden. Dabei geht es nicht nur um Reformen der Global Governance, sondern insbesondere auch um eine grundlegende sozial-ökologische Transformation.

GLOKAL DENKEN. ZUKUNFTSFÄHIG HANDELN.
Universelle Nachhaltigkeitsziele - ein besseres Leben für alle

Montag, 21. September 2015 19:30 Uhr Rathausfestsaal Gmunden

Eröffnung: Bürgermeister Mag. Stefan Krapf
Diskussion mit Univ.-Doz. Dr. Dietmar Kanatschnig, Direktor des Österreichischen Instituts für Nachhaltige Entwicklung/ÖIN, Dr. Michael Obrovsky, Leiter des Bereichs Wissenschaft & Forschung der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung/ÖFSE, Univ.-Doz. Dr. Andreas J. Obrecht, Leiter der Kommission für Entwicklungsforschung bei der OeAD-GmbH (KEF) und ehemaliger Projektmanager am IEZ

Moderation: Sozialwirtin Dr. Petra C. Braun, IEZ-Institutsvorständin

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Entwicklungspolitische Bildung im Wandel

Mit 1. Juni 2015 verabschiedete sich mit Helmuth Hartmeyer ein Pionier Globalen Lernens in die Pension. Zeit um Bilanz zu ziehen und über die Herausforderungen entwicklungspolitischer Bildungsarbeit in Zeiten der Krise zu diskutieren. Am 28. Mai 2015 fand im Rahmen der Reihe “Bildung im C3ntrum” eine Veranstaltung für den Bildungsexperten statt. Neben Lob und Dank war es auch ein Abend der Reflexion, der Rück- und Ausblicke. Helmuth Hartmeyer hat die entwicklungspolitische Landschaft Österreichs in den letzten drei Jahrzehnten wesentlich mitgestaltet. Als Verantwortlicher für Bildungs- und Kommunikationsarbeit der staatlichen Entwicklungsagentur ADA bildete er zuletzt eine wichtige Andockstelle für zivilgesellschaftliche Organisationen in der öffentlichen Verwaltung.

›  Interview nachhören 

Zur Veranstaltungsreihe „Bildung im C3ntrum“

TTIP und die Arbeitsmärkte


Am 8.7.2015 zog Bernhard Tröster, Ökonom der ÖFSE, bei den Werkstatt-Gesprächen in Dornbirn Bilanz aus mehr als 20 Jahren Erfahrung mit NAFTA.


Die damaligen Erwartungen, mit dem Freihandelsabkommen rund 1 Million neue Arbeitsplätze zu schaffen, konnten bei Weitem nicht erfüllt werden. Ähnliches gilt für die Prognosen der von der EU beauftragten Studien. In seiner Analyse aktueller TTIP-Studien wird deutlich, dass die EU-Berechnungen auf sehr optimistischen Szenarien beruhen und negative Entwicklungen am Arbeitsmarkt unberücksichtigt lassen. Angela Pfister, Außenhandelsexpertin des ÖGB, kritisierte die Verschlechterung arbeitsrechtlicher Standards durch TTIP und Deregulierung von Arbeitsmärkten.

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› Medienberichte:

ORF Online 9.7.2015: Verlust der Sozialstandards durch TTIP? Die Außenhandelsexpertin des ÖGB, Angela Pfister, hat am Mittwochabend bei einer Diskussion in Dornbirn vor einem Verlust der Sozialstandards durch das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA gewarnt. 

Vorarlberger Nachrichten 10.7.2015 (pdf): Mit TTIP verlieren wir massiv Arbeitsplätze. Ökonom und Gewerkschaft prognostizieren grobe Verschlechterung.

Die Diskussionsreihe „Werkstatt. Gespräche“ wird getragen von einer Plattform von (bildungs-)politisch aktiven Organisationen in Vorarlberg. Ihr gemeinsames Ziel ist die Durchführung von Diskussionsveranstaltungen zu gesellschaftspolitischen Zukunfts- Fragen, die Vorarlberg, Europa und die globale Entwicklung betreffen.

Bernhard Tröster ist Ökonom mit Spezialisierung sowohl im Bereich Internationale Entwicklung als auch Finanzmärkte. Seit 2014 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter der ÖFSE. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Internationaler Handel  und Rohstoffe & Entwicklung. Zusätzlich absolviert Bernhard Tröster das Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung


Michael Obrovsky, Autor der ÖFSE-Studie „Politikkohärenz durch Kohärenzpolitik!" betont beim Runden Tisch zu Policy Coherence for Development (PCD) am 7.5.2015 im Parlament das fehlende politische Committment zu Kohärenz.

Die Veranstaltung „Runder Tisch zu Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung“ fand im Rahmen des Parlamentarischen NordSüddialogs statt und bot Abgeordneten, parlamentarischen MitarbeiterInnen und NGO-­VertreterInnen die Möglichkeit, über Verbesserungsvorschläge für die Umsetzung von PCD in Österreich zu diskutieren. Die finnische Expertin zum Thema PCD, Raili Lahnalampi, erläuterte das finnische PCD System, das einen whole-of-government approach verfolgt, bei dem der Zusammenhang von Handels-, Migrations- und Sicherheitspolitik mit der Entwicklungspolitik berücksichtigt wird. Laut Obrovsky sei eine Neustrukturierung der Entwicklungspolitik in Österreich notwendig.

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East Forum 2015: Can international trade agreements revive growth?


Werner Raza, director of ÖFSE, will contribute to a debate on trade agreements and the opportunities for European business at the international East Forum 2015.

The East Forum this year on Global (Dis)Order: can international trade agreements revive growth? will be held in Rome, July 16th 2015 and offers a controversial debate on topics such as the global order with TTIP, its contribution to boost economic growth, the protection of the economic interests of few stakeholders and the real opportunities for European companies.

Since the Bretton Woods Conference (1944) and the definition of the General Agreement on Tariffs and Trade (GATT), international trade has been seen the engine of growth and globalization. While the system outlined in the Bretton Woods Agreements and by the World Trade Organization (WTO) is experiencing difficulties, the hope to revive international trade mostly relies on new bilateral and multilateral international trade agreements. Today, they are increasingly becoming the major instruments to promote the liberalisation of trade. Studies on the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) suggest the Treaty will have an overall positive impact after it enters into force. Regulatory cooperation would bear the major positive effects. But TTIP is one of the most controversial treaties that the EU has ever negotiated. The criticism of the public opinion against the entry into force of the TTIP is mainly based on the lack of transparency in the negotiations for this international trade agreement. But besides, international experts argue that TTIP can harm the rights of consumers and workers, as well as the standards of quality and safety. They predict increased multinational corporation power and capacity to influence governments and lawmakers for their own benefit.

Conference programme 

Stufenplan zur Erhöhung der EZA – Finanzierung nicht gesichert

Anlässlich einer Diskussion mit ExpertInnen im EZA-Unterausschuss des Nationalrats betonte Michael Obrovsky, Leiter des ÖFSE-Bereichs Wissenschaft und Forschung, die Notwendigkeit einer verbindlichen finanziellen Absicherung  des angekündigten Stufenplans.

Außenminister Sebastian Kurz bekräftigte im EZA-Unterausschuss des Nationalrats am 10.6.2015 das erklärte Ziel der österreichischen Regierung, die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 % des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen. In einem ersten Schritt soll bis zum Sommer das nächste EZA-Dreijahresprogramm vorliegen. Geplant sind unter anderem eine Ausweitung der Wirtschaftspartnerschaften, ein neuer Schwerpunkt Berufsausbildung und eine Festlegung der aktuellen EZA-Schwerpunktländer. Die Finanzierung einer sukzessiven Erhöhung der Mittel bis zum Jahr 2030 konnte jedoch bislang noch nicht geklärt werden.

EZA-Experte Michael Obrovsky hält eine Folgenabschätzung politischer Entscheidungen im Hinblick auf ihre entwicklungspolitische Wirkung für dringend geboten. Ohne politische Kohärenz würden andere Interessen wie jene der Außenwirtschaft oder der Agrarwirtschaft immer Vorrang vor den Interessen der Entwicklungszusammenarbeit haben. Ihm zufolge geht es außerdem um eine verbindliche finanzielle Absicherung des Stufenplans zur Erhöhung der EZA-Mittel. Wenn der Bundesfinanzrahmen es nicht vorsehe, werden für Entwicklungszusammenarbeit auch keine signifikanten Mittel zur Verfügung stehen, mahnte Obrovsky. Ohne entsprechende Budgetbeschlüsse werde man das 0,7%-Ziel nie erreichen.

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Mehr zum Thema:
Obrovsky, Michael,  Raza, Werner (2015): DAC Peer Review Österreichs 2015 – eine vorläufige Einschätzung. ÖFSE Policy Note Nr. 13.

Bildungszusammenarbeit - ein Liebkind der internationalen EZA?

Margarita Langthaler, Bildungsexpertin der ÖFSE, analysiert im jüngsten HSK Band die  bildungspolitischen Schwerpunktsetzungen in der Entwicklungszusammenarbeit aus historischer Perspektive.

Der Band 34 der Reihe Historische Sozialkunde/Internationale Entwicklung (HSK/IE) des Matterburger Kreises für Entwicklungspolitik ist dem Thema „Bildung und ungleiche Entwicklung. Globale Konvergenzen & Divergenzen in der Bildungswelt“ gewidmet.
 Er geht der Frage nach, was aus der Idee der emanzipatorischen Bildung geworden ist. Die bildungspolitischen Diskussionen, ob auf nationaler, regionaler oder globaler Ebene, orientieren sich heute an neuen normativen Vorgaben und sind vom Leitbild der Wettbewerbsfähigkeit dominiert. Hat dies zur Folge, dass die globale Entwicklung im Bildungsbereich zu einer allgemeinen Konvergenz führt? Welche Spielräume bestehen noch für Alternativen und eigenständige Bildungswege? Emanzipation müsste naturgemäß zu Divergenz führen, da sie der Vielfalt menschlicher Existenzweise mehr Platz lässt. Damit soll der Geschichtsvergessenheit der globalen Bildungsdebatte etwas entgegengehalten werden und ein Beitrag zur Politisierung dieses Diskursfeldes, auch in Wissenschaft und Lehre, geleistet werden.

Langthaler, Margarita (2015): Die Konjunkturen der Bildungszusammenarbeit. Ein Liebkind der internationalen EZA? In: Faschingeder, Gerald/Kolland, Franz (Hg.): Bildung und Ungleiche Entwicklung. Globale Konvergenzen & Divergenzen in der Bildungswelt. Wien: new academic press. Reihe HSK 34. S. 33-59

Die Publikationsreihe Historische Sozialkunde/Internationale Entwicklung (HSK/IE) wird zweimal jährlich vom Matterburger Kreis für Entwicklungspolitik an den österreichischen Universitäten herausgegeben. Sie hat zum Ziel, zu jeweils einem Thema LehrerInnen an allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen mit neuen Tendenzen einer sozialwissenschaftlich orientierten Geschichtsschreibung vertraut zu machen. Die knappe und anschauliche Form der Vermittlung ermöglicht eine rasche Information über zentrale und aktuelle Inhalte für die Fächer Geschichte und Sozialkunde.
Die einzelnen Bände der Buchreihe HSK/IE gehen von aktuellen Fragestellungen aus und unternehmen in weiterer Folge den Versuch, diese sozialen, ökonomischen, politischen und kulturellen Phänomene aus globaler Perspektive und interdisziplinär darzustellen und zu analysieren.
Die Bücher wenden sich vor allem an ein studentisches Publikum, aber auch an einen darüber hinausreichenden Kreis von Interessierten (LehrerInnen, JournalistInnen etc.).

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TTIP & die öffentlichen Dienstleistungssektoren

In einem aktuellen Beitrag für die ÖGZ thematisiert der Ökonom Werner Raza mögliche Auswirkungen des Freihandelsabkommens TTIP für die Gemeinden.

Der Artikel "TTIP, CETA und TiSA - ein neuer Anlauf zur Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge" ist in der Ausgabe 4/2015 der Österreichischen Gemeinde-Zeitung, Das Magazin des Österreichischen Städtebundes - ÖGZ erschienen. Der Autor analysiert die EU-Liberalisierungspolitik vor dem Hintergrund von Handelsverträgen, laufenden Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie auch der Finanz- und Wirtschaftskrise. In diesem Zusammenhang betont er die weitreichende Bedeutung der TTIP-Verhandlungen für die kommunale Politik. Durch die Veränderungen der Verhandlungsmodalitäten könnte sich der Druck hin zu Liberalisierungen so erhöhen, "dass grundsätzlich alle Dienstleistungssektoren von den Liberalisierungsverpflichtungen des Abkommens erfasst sind, außer sie werden explizit ausgenommen. Zudem werden die Möglichkeiten zur Regulierung im öffentlichen Interesse und insbesondere zur Re-Kommunalisierung durch restriktive Listungsmodalitäten weiter eingeschränkt." Auch in den Bereichen Sonderklagsrechte und Ausschreibungsverfahren gilt es aufmerksam weiterzuverfolgen, welche Auswirkungen für die Daseinsvorsorge auf Städte- und Gemeindebene zu erwarten sind.

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ÖFSE-Publikationen zum Thema

Ö1 Sendung: Wer profitiert vom freien Handel?

Der Ökonom Werner Raza, Leiter der ÖFSE, erläutert im Interview mit Ö1-Redakteurin Marlene Nowotny die Aussagekraft von Studien zu den Auswirkungen von Freihandelsabkommen für die europäische Wirtschaft.

Aktuell verhandeln die USA und die Europäische Union noch das Freihandelsabkommen, die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership - TTIP) unter Ausschluss der Öffentlichkeit. 2016 soll dieser Prozess abgeschlossen werden. Bei dem Abkommen handelt es sich um das Jüngste, das die Europäische Union in einer Reihe von bilateralen Verhandlungen in den vergangenen Jahren verhandelte. Aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung und Reichweite ist es einzigartig und beinhaltet eine Fülle an Themen und Bereichen, einschließlich der Liberalisierung von Dienstleistungen und Investitionen, des öffentlichen Beschaffungswesens und der Zusammenarbeit in allen relevanten Handelsregulierungen. Umstritten ist es vor allem deswegen, weil es sensible Bereiche wie beispielsweise die Angleichung bzw. den Abbau von Gesundheitsstandards, Konsumentenschutzbestimmungen, Lebensmittelgesetze oder Sozial- und Umweltstandards betrifft.

In der Sendung "Dimensionen – Die Welt der Wissenschaft“ vom 6.6.2015 geht Marlene Nowotny der widersprüchlichen Studienlage zu Freihandelsabkommen nach und fragt Ökonomen/innen und Politikwissenschaftler/innen, auf welche wissenschaftlichen Ergebnisse tatsächlich Verlass ist. Werner Raza, Co-Autor der ÖFSE-Studie „ASSESS_TTIP: Eine Einschätzung der behaupteten Vorteile der transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)“, betont, die Bedeutung der jeweiligen Szenarien, auf die sich Studien in der Prognose der Effekte von TTIP auf die europäische Wirtschaft beziehen. Beispielsweise gehen die von der EU beauftragten Studien von einem sehr optimistischen Verhandlungsergebnis aus. Zudem ist das selbst unter diesen Idealbedingungen prognostizierte Wirtschaftswachstum gering. „Typischerweise wird der Effekt des Abkommens auf das Realeinkommen zwischen 0,5% und 1% des BIP eingeschätzt. Das ist aus volkswirtschaftlicher Sicht ein eher kleiner Effekt, der erst nach einer Übergangsfrist von 10 Jahren voll eintreten würde.“

Sendung zum Nachhören

30 Jahre entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Österreich


Am 28.5.2015 findet die zweite Veranstaltung der Reihe Bildung im C3ntrum im Foyer des C3 statt. Thema des Abends wird die Rolle der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Österreich sein. Rückblickend wird gefragt, was der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit in den letzten Jahrzehnten gelungen ist. Mit einem Ausblick für die kommenden Jahre wird der Frage nachgegangen, welchen Herausforderungen und Perspektiven sich eine engagierte entwicklungspolitische Arbeit im Inland angesichts der globalen Entwicklungen gegenübersieht.

Eine kritische und gleichzeitig solidarische Auseinandersetzung mit Fragen kann der österreichischen Gesellschaft helfen, sich selbst und ihre Stellung in einer Welt voller Widersprüche besser zu verstehen und neue Handlungsoptionen zu entdecken. Globalisierung, Migrationsbewegungen, bewaffnete Konflikte, Weltwirtschaftskrise wie auch die Klimakrise fordern die entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Krisen und Umbrüche können dabei als Impulse für soziale und politische Transformationsprozesse wirken. Das Konzept des Globalen Lernens ermöglicht, Zusammenhänge aufzuzeigen und globale Gerechtigkeit als zentrales gesellschaftliches Anliegen zu thematisieren. Unvermeidbar ist dabei jedoch die Auseinandersetzung und das Verstehen von Machtverhältnissen und strukturell verankerter Ungleichheit.

Helmuth Hartmeyer hat in den letzten drei Jahrzehnten durch sein Engagement in verschiedenen Funktionen in der entwicklungspolitischen Zivilgesellschaft wie auch im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit in der ADA – Austrian Development Agency – wichtige Beiträge zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Österreich wie auch zum Globalen Lernen in Europa geleistet. Mit 1.6.2015 tritt er in den Ruhestand. Die Veranstaltung ist seinem langjährigen Engagement gewidmet.

Transformative Bildung: Reflexionen und Perspektiven entwicklungspolitischer Bildungsarbeit
Eine Veranstaltung für Helmuth Hartmeyer
Zeit: Donnerstag, 28.5.2015, 17:00 Uhr
Ort: C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Foyer Sensengasse 3, 1090 Wien
Anmeldung erbeten unter: http://www.pfz.at/article1742.htm

Mit einem Gastvortrag von Prof Klaus Seitz, Leiter Abteilung Politik, Brot für die Welt, Berlin: „Transformative Bildung: Reflexionen und Perspektiven entwicklungspolitischer Bildungsarbeit im Zeitalter von Klimakrise und Sustainable Development Goals“

Details

Helmuth Hartmeyer, geb. 1950, arbeitete bis 1992 als Bildungsreferent und Geschäftsführer im ehemaligen Österreichischen Informationsdienst für Entwicklungspolitik (heute Südwind Agentur), leitete die beiden ersten Lehrgänge Entwicklungspolitik und war Geschäftsführer des NRO-Dachverbandes AGEZ und Gründungsobmann von Fairtrade Österreich und Aufsichtsratsvorsitzender von Südwind-Buchwelt. Nach 10jähriger Geschäftsführertätigkeit von KommEnt übernahm er 2004 die Leitung der Abteilung Entwicklungspolitische Kommunikation und Bildung (ab 2011 Abt. Förderungen Zivilgesellschaft) in der ADA. Seit 2001 ist er zudem Chair von GENE und seit 2008 Lehrbeauftragter am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien. Mit 1. Juni 2015 in Pension, aber weiterhin im Bildungsbereich und Fairen Handel engagiert.

Klaus Seitz leitet die Abteilung Politik der evangelischen Entwicklungsorganisation Brot für die Welt in Berlin. Er war zuvor u.a. als entwicklungspolitischer Fachredakteur (epd-Entwicklungspolitik), als Bildungsreferent und als Hochschullehrer tätig. Er habilitierte sich 2002 zu den gesellschaftstheoretischen Grundlagen des Globalen Lernens an der Universität Hannover. Er ist stellvertretender Vorsitzender von VENRO und Mitbegründer der Zeitschrift für Entwicklungspädagogik und internationale Bildungsforschung (ZEP). Zahlreiche Buchpublikationen zur Entwicklungspädagogik und zur Entwicklungspolitik u.a. „Nachhaltige Entwicklung braucht Global Governance. Weltinnenpolitik für das 21. Jahrhundert“ (Hrsg., zusammen mit Bernd Kappes, München 2015), „Bildung in der Weltgesellschaft“ (Frankfurt 2004), „Die Geschichte der entwicklungspolitischen Bildung“ (zusammen mit Annette Scheunpflug, Frankfurt 1995).

Was bedeuten die SDGs für Österreich?


Michael Obrovsky, Leiter des ÖFSE-Bereichs Wissenschaft & Forschung, wird am 26. Mai 2015, 16.00 mit einer Keynote zum globalen Rahmenwerk der Sustainable Development Goals (SDGs) anlässlich der Konferenz zur Universalität der SDGS und ihren Folgen für Österreich im Karl-Renner-Institut zu hören sein.

Das Karl-Renner-Institut organisiert am 26.5.2015 von 17.00-20.30 eine Konferenz zur Universalität der SDGS und den Folgen für Österreich. Michael Obrovsky, Leiter des ÖFSE-Bereichs Wissenschaft & Forschung, wird am 26. Mai 2015, wird zu diesem Anlass eine Keynote halten, die den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und ihrem Anspruch auf universelle Gültigkeit gewidmet ist.

In diesem Jahr laufen die Millennium Development Goals (MDGs) der Vereinten Nationen aus – und mit den Sustainable Development Goals (SDGs) tritt ein neues globales Rahmenwerk in Kraft. Dieses führt die Diskurse über Nachhaltigkeit und Armut zusammen und entwickelt so einen umfassenderen Begriff von menschlicher Entwicklung. Und es stellt den Anspruch der universellen Gültigkeit. Die SDGs sind also keine bloße Fortsetzung von Zielsetzungen für den globalen Süden. Sie gelten für alle: für reiche Länder ebenso wie für arme und aufstrebende Volkswirtschaften.

Was bedeutet dieser Paradigmenwechsel für ein Land wie Österreich? Die Regierungen, die sich zur Post-2015 Agenda bekennen, verpflichten sich zur Erreichung aller 17 Ziele. Österreich muss also nicht nur seinen internationalen Verpflichtungen nachkommen, es muss auch auf nationaler Ebene einen Politikwechsel einleiten.

Die Konferenz richtet sich an VertreterInnen aus Politik und Zivilgesellschaft. Gemeinsam wird diskutiert, was die SDGs für Österreich konkret bedeuten, in welchen Wirtschafts- und Politikfeldern Handlungsbedarf besteht und welche Strategien nötig sind, um die Ziele bis 2030 zu erreichen.


Unter der Mitwirkung von Abgeordneten aus Europaparlament und Nationalrat werden in sieben thematischen Arbeitsgruppen Politikbereiche bearbeitet, die für den Erfolg der SDGs besonders relevant sind.

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In seiner Keynote zu den SDGs analysierte Michael Obrovsky, Leiter des ÖFSE-Bereichs Wissenschaft & Forschung, Stärken und Schwächen der UN-Entwicklungsziele.

Michael Obrovsky erläuterte den Entstehungsprozess und die Bedeutung der SDGs für die Politik in Österreich. Die SDGs haben vor allem deswegen an Bedeutung gewonnen, da sie die sozialen Ziele der MDGs mit Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen verknüpfen und das herkömmliche Entwicklungshilfe-Paradigma überwinden. Das Kernelement und der wesentliche Unterschied zu den MDGs ist ihre universelle Gültigkeit, die auch von den Industrie- und Schwellenländern einen Beitrag zum Leben in Würde für alle fordert.

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„Glamour gegen Armut“ als Ideologie im Wettbewerb um Wohltätigkeit

Anlässlich der „Kapuscinski Development Lectures“ am 12.5.2015 im C3 trat Ilan Kapoor, Professor für kritische Entwicklungsforschung an der York University Toronto, auf und sprach über das Phänomen ‚Celebrity Humanitarianism’ und dessen Bedeutung für eine zunehmend einseitig geführte öffentliche Debatte zu Armut und Ungleichheit.

Promis im Charity Business

Vermehrt treten berühmte Persönlichkeiten an die Öffentlichkeit, um bei Benefizveranstaltungen oder für ihre eigenen Hilfsprojekte Geld zu sammeln. Doch welche Rolle spielt die persönliche Inszenierung von Stars in der Entwicklungspolitik? Wer hilft hier wem? Ilan Kapoor, Professor für kritische Entwicklungsforschung an der York University in Toronto vermisst eine kritische Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen. Der Zweck der Wohltätigkeit rücke schließlich automatisch in den Hintergrund, wenn die Kameras auf die Prominenten gerichtet sind.

Bestehende Ungleichverhältnisse werden laut Kapoor dadurch nur gefestigt. Es drängt sich die Frage auf, inwiefern dieser Wettbewerb um Wohltätigkeit soziale Ungerechtigkeit und neoliberale Ideologien des globalen Nordens legitimiert. Der renommierte Politologe geht in diesem Zusammenhang auch der Frage nach, welche Verantwortung wir schlussendlich selbst haben, auch in unserer Rolle als Fans, KritikerInnen und OrganisatorInnen. Im Anschluss diskutiert er darüber mit Monica Culen (Österreichischer Fundraisingverband), Max Santner (Rotes Kreuz) und Peter Launsky-Tieffenthal (BMeiA) am Podium.

The Ideology of Celebrity Humanitarianism
Mit Ilan Kapoor (York University, Toronto), Monica Culen (Österr. Fundraisingverband), Max Santner (Österr. Rotes Kreuz), Peter Launsky-Tieffenthal (BMeiA). Moderation: Werner Raza (ÖFSE)

Dienstag 12. Mai 2015, 18.00 Uhr
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Foyer
Sensengasse 3, 1090 Wien

Veranstaltungseinladung

Artikel zum Thema im New Internationalist

Kapuscinski Development Lectures 

Die Zukunft der Bildung

Die neue Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit, die von der ÖFSE gemeinsam mit sechs entwicklungspolitischen Bildungseinrichtungen gegründet wurde, beleuchtet die Rolle der Bildung in den Nachhaltigen Entwicklungszielen.

In ihrer Presseaussendung vom 28. April 2015 hinterfragen ExpertInnen kritisch blauäugigen Bildungsoptimismus. Kommenden September wird die UNO neue „Nachhaltige Entwicklungsziele“ (SDGs) beschließen, die die 2015 auslaufenden  „Millennium-Entwicklungsziele“ ablösen sollen, jedoch im Gegensatz zu ihnen viel breiter angelegt sind und für alle Länder der Welt gelten werden – auch für Österreich.

Welche Rolle die neue Entwicklungs-Agenda für Bildung vorsieht, war am 27. April Thema einer Diskussionsveranstaltung im Wiener C3 - Centrum für Internationale Entwicklung. Bei diesem Anlass stellte sich die von entwicklungs- und bildungspolitischen Organisationen gegründete Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor.

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Die Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit versteht sich als offener Zusammenschluss österreichischer Organisationen, die sich für Bildungsgerechtigkeit in globaler Perspektive einsetzen und internationale Bildungsdiskurse aus dem globalen „Süden“ und „Norden“ kritisch hinterfragen bzw. zusammenführen möchten.

Gründungsmitglieder sind:  ÖFSE, Paulo Freire Zentrum, Jugend Eine Welt, Bundesjugendvertretung, Kindernothilfe Österreich, Licht für die Welt  sowie die Südwind Agentur.
 
Nähere Informationen und Kontaktadressen finden Sie im Mission Statement.

Ö1 Beitrag zum Thema:
Kritik an Bildungs-Zielen
"Jedes Kind soll eine Grundschulausbildung bekommen." So lautet eines der Millenniums-Entwicklungsziele, die die UNO bis 2015 erreichen wollte. Zurzeit werden neue Entwicklungsziele ausgearbeitet, die man bis 2030 erfüllen will. Das neue bildungspolitische Ziel könnte lauten: "Jedes Kind soll Lernerfolge aufweisen". Thema auch auf science.ORF.at.

Mit: Xavier Bonal, Universitat Autonoma de Barcelona
Gestaltung: Juliane Nagiller

Die Radiosendung zum Nachhören

Zum Nachlesen

Skepsis über mehr Budget für EZA

Michael Obrovsky, Leiter des Bereiches Wissenschaft & Forschung der ÖFSE gibt im Gespräch mit ORF-Redakteur Christian Williwald eine realistische Einschätzung zur angekündigten Aufstockung öffentlicher Gelder für Entwicklungszusammenarbeit in Österreich.  

Anlässlich der Ankündigung der österreichischen Regierung vom 28.4.2015, die Gelder für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit aufzustocken und langfristig für humanitäre Hilfe ein größeres Budget zu veranschlagen, war Michael Obrovsky von der Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) zu Gast im Ö1-Mittagsjournal. Der EZA-Experte steht dem Versprechen der Regierung skeptisch gegenüber solange kein Stufenplan zur Budgetaufstockung vorliegt und nicht klar ersichtlich ist, dass das Geld tatsächlich zur Verfügung stehen und ausbezahlt wird.

Die ÖFSE beschäftigt sich seit 1984 mit der Dokumentation der österreichischen Entwicklungspolitik und mit der Analyse der Daten, Fakten und Tendenzen der öffentlichen und privaten Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Entwicklungsfinanzierung in Österreich. Vor dem Hintergrund der internationalen Entwicklungspolitik werden Aspekte der Umsetzung internationaler Programme, konkreter Zusagen und Vereinbarungen in der österreichischen Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit analysiert.

mehr zum Thema

Interview nachhören

ZiB1 Interview mit Michael Obrovsky, Leiter des ÖFSE Bereichs Wissenschaft & Forschung vom 4.5.2015

Zank um Höhe der österreichischen Entwicklungshilfe

Die Österreicher sehen sich gern als Spendenweltmeister, die Menschen in Not nicht im Stich lassen. Doch stimmt das auch im Vergleich zu anderen Ländern?

Beitrag online 6 Tage abrufbar

Managing African Agriculture: Markets, Linkages and Rural Economic Development


5th Annual Research Conference

4-5 September 2015, MSM, Maastricht

jointly organized by Maastricht School of Management (MSM), the German Development Institute (DIE) and the Austrian Foundation for Development Research (ÖFSE)

Call for Papers
Africa’s rural economies are set for a transformation. In this, agriculture will play the role as a key driver of growth and productivity, contributing to food security, job creation and exports. A precondition for this is advances in management and entrepreneurship in agriculture and agri-business as well as in value addition and linkages within agriculture and to non-agriculture sectors. Appropriate policies in these areas from governments, development agencies, donors and multinational companies will be key to ensure rural economic development.This conference aims to further policy-oriented research and debates specifically on the following themes: 1. Transformations in rural economies on- and off-farm; 2. Development of agro-industry clusters; 3. Role of markets and value chains; and 4. Role of price vulnerability. Abstracts (max. 400 words) should be submitted by May, 30 2015 to: research@msm.nl

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Conference website

„Ärmere Staaten brauchen Spielraum“


Cornelia Staritz (ÖFSE) erklärt im Südwind Magazin, wieso der Ölpreis so rasch gesunken ist, wie arme Länder, die Rohstoffe exportieren, mit Preisschwankungen umgehen können und welche Rolle Investoren spielen.

Südwind-Magazin: Warum ist der Ölpreis derzeit so niedrig?
Cornelia Staritz: Rohstoffpreise sind an sich und historisch gesehen immer sehr volatil, das heißt schwankend. Nicht nur der Ölpreis, sondern auch Preise für Mineralien oder für Agrarprodukte. Das hat immer auch realwirtschaftliche und politische Gründe, je nach aktueller geopolitischer Lage, globaler Konjunktur und nach Angebot und Nachfrage. Aktuell wird der niedrige Ölpreis nicht zuletzt auf eine schrumpfende Ölnachfrage wegen der globalen Rezession und  auf ...

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Thema im Blick: Alternative Wirtschaft


Postwachstumsökonomie, Solidarökonomie und andere Initiativen, die sich für ökologisches und sozial verträgliches Wirtschaften stark machen, erleben weltweit einen Aufschwung. Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik präsentiert Literatur und Unterrichtsmaterialien zur Frage, wie Ökonomie anders gedacht und organisiert werden kann.

zum Thema im Blick: Alternative Wirtschaft

Why global value chains are important to understand issues of international development


Cornelia Staritz, senior researcher at the Austrian Foundation for Development Research, discusses the significance of global value chains and her current research projects with implications to the field of global value chains research during Duke's Global Summit on Governance and Development in a Value Chain World at Duke University, Durham, NC / USA in October 2014. “The concept of global value chains is very useful to combine macro-, meso- and microlevels. Because to really understand issues of international development  you have to understand how firms work, as well as specific sector and industry dynamics and institutional contexts on the local, regional and international level. A second point that is centre stage is the question of power, governance and lead firms. Trade doesn’t just only take place, but is governed by different actors and there are important power imbalances with important implications on development outcomes.”

Education for All –new report online

The 2015 Global Monitoring Report – Education for All 2000-2015: Achievements and Challenges – will be presented in Vienna by ÖFSE and UNESCO, Tuesday, April 14, 2015, 5.p.m. at the C3 – Centre for International Development Sensengasse 3, 1090 Vienna.
 
It provides a complete assessment of progress since 2000 towards the target date for reaching the Dakar Framework’s goals. It takes stock of whether the world achieved the EFA goals and stakeholders upheld their commitments. It explains possible determinants of the pace of progress. Finally, it identifies key lessons for shaping the post-2015 global education agenda.

Developed by an independent team and published by UNESCO, the Education for All Global Monitoring Report is an authoritative reference that aims to inform, influence and sustain genuine commitment towards Education for All.

The new report is now available online

Presentation of the Education for All Global Monitoring Report 2015: Achievements and Challenges in Vienna

Neue Bücher im April 2015


Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich eine Auswahl von Neuzugängen aus dem Bibliotheksbestand. Für April 2015 haben wir folgende Bücher und Medien für Sie ausgewählt.

Khin Zaw Win im C3 Radio


Khin Zaw Win, Direktor des Tampadipa Institute in Myanmar, war im Dezember 2014 auf Einladung der ÖFSE in Wien. Als einer der internationalen ExpertInnen der ersten österreichischen Konferenz zu internationaler Ressourcenpolitik, die von 4. bis 6. Dezember 2014 im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung stattfand, sprach der renommierte Politologe und Aktivist zu Extraktivismus als Entwicklungsmodell. Im Interview mit Jürgen Plank ist er in der nächsten C3-Radio-Sendung zu Nutzung und Zugang von Ressourcen in Myanmar zu hören.

Sendetermin: Mittwoch 08.04.2015 18:30 - 19:00

Zur Sendung

Khin Zaw Win bei der 1.Österreichischen Konferenz für Internationale Ressourcenpolitik im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung

In der Sendereihe des C3 - Centrum für Internationale Entwicklung bringen wir Gespräche, Diskussionen und Berichte zu aktuellen wirtschafts-, gesellschafts- und außenpolitischen Themen. Das C3-Radio bietet Raum für Wissenschaft, Bildung und Dialog - Diskussion und Reflexion aus entwicklungspolitischer Perspektive kommen hier zur Sprache.

Das C3-Radio ist eine Initiative der fünf Organisationen ÖFSE, BAOBAB, frauensolidarität, Paulo Freire Zentrum und Mattersburger Kreis im C3.

The EU approach to the role of the private sector in development


Karin Küblböck (ÖFSE senior researcher on development economics) will reflect the role of the private sector in development from a research perspective at a panel discussion with key note speaker Ad Ooms, Chair of the CONCORD Task Force on Private Sector and Development.

In recent years, the private sector is given more and more importance as an actor in development cooperation. The private sector is expected to contribute, inter alia, additional funding, expertise and innovation and to support the development of value chains. At the same time, questions arise regarding for example the orientation towards and impacts on poverty eradication, conditions under which private actors receive public funding and concerning the coherence with the core business. In 2014, the EU and its member states defined its strategy on a ‘stronger role of the private sector in development cooperation’ and identified the use of ‘blending’ – where public ODA funds are used to mobilize private finance – and Public-Private Partnerships (PPPs) as central methods.

CONCORD, the European NGO confederation for relief and development, brings the NGO perspective and concerns into the European debates on the role of the private sector in development at different institutional levels.

The event
A changing paradigm?
The EU approach to the role of the private sector in development

is organized by Globale Verantwortung

09.04.2015 17:00 - 19:00 Uhr
C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, Alois Wagner-Saal

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Wandel oder Kontinuität? Entwicklung der Bildungszusammenarbeit


Margarita Langthaler, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖFSE für Bildungsforschung, hält am 16.3.2015 einen Vortrag zur Geschichte der internationalen Bildungszusammenarbeit an der Universität Wien.

Im Rahmen einer interdisziplinären Vorlesung zum Thema „Bildung & Entwicklung.
Globale Konvergenzen & Divergenzen in der Bildungswelt.“
an der Universität Wien wird sie über „Die Konjunkturen der Bildungszusammenarbeit. Ein Liebkind der internationaler EZA?“ referieren und der Frage nachgehen, in welchem Verhältnis Bildung und Entwicklung zueinander stehen. Beginnend mit der theoretischen Debatte rund um dieses Verhältnis zeichnet die Bildungsexpertin anschließend die Geschichte der internationalen Bildungszusammenarbeit nach.

Zeit: Montag, 16-18 Uhr c.t.
Ort: Spitalgasse 2, Universitätscampus, Hof 2, Hörsaal B.

Die ÖFSE arbeitet seit knapp 20 Jahren zu aktuellen internationalen Bildungsstrategien in der Entwicklungszusammenarbeit und analysiert in der Tradition kritischer Bildungsforschung zur ambivalenten Rolle von Bildung im Entwicklungskontext. Leitende Fragestellung ist dabei, unter welchen Bedingungen Bildung zu inklusiver Entwicklung nachhaltig beitragen kann.

Mehr Informationen

Publikation zum Thema:
Langthaler, Margarita. 2015. Die Konjunkturen der Bildungszusammenarbeit. Ein Liebkind der internationalen EZA? in: Faschingeder, Gerald, Kolland, Franz (Hg.). Bildung und ungleiche Entwicklung. Globale Konvergenzen & Divergenzen in der Bildungswelt. Wien: nap.

Neue Bücher im März 2015


Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich eine Auswahl von Neuzugängen aus dem Bibliotheksbestand. Für März 2015 haben wir folgende Bücher und Medien für Sie ausgewählt.

Radiokolleg - Globale Konfliktherde rund um Rohstoffe


Am 9.3.2015, 9:30, beginnt eine 4-teilige Sendung zum ÖFSE-Forschungsschwerpunkt Rohstoffe und Entwicklung auf Ö1.

Im Rahmen des Europäischen Jahres für Entwicklung bringt Ö1 ein Radiokolleg zu den Themen der „1.Österreichischen Konferenz für Internationale Ressourcenpolitik“, die die ÖFSE im Dezember 2014 gemeinsam mit den Universitäten Wien und Innsbruck veranstaltete. Ziel der Konferenz war es, die vorherrschenden Politiken und Vereinbarungen zu analysieren und Problemfelder und Konflikte aufzuzeigen, die mit bestimmten Praktiken von Rohstoffabbau, -produktion und -verbrauch verbunden sind. Seit 2010 forscht die ÖFSE zu den Schwerpunktbereichen Finanzialisierung von Rohstoffmärkten, Rohstoffbasierte Entwicklung , Ressourcenpolitik und Ressourcenfairness.

"The Role of Fairness in International Resource Politics" am 4.12.2014 im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung

Die vierteilige Sendung von Nikolaus Scholz, die am Montag, den 9.3.2015 um  9.30  beginnt, ist dem Thema Ressourcenknappheit angesichts aggressiver Ausbeutung und alternativen Entwicklungsmodellen wie der Einführung einer globalen Rohstoffdividende gewidmet, die eine faire Verteilung von Ressourcen zum Ziel hat. Zu Gast sind internationale ExpertInnen unterschiedlicher Disziplinen, die zu Ressourcenpolitik forschen.

Sendetermine: Radiokolleg „Ein Dilemma ohne Ausweg?“

  • 9.3.2015, 9.30-9.45
  • 10.3.2015, 9.30-9.45
  • 11.3.2015, 9.30-9.45
  • 12.3.2015, 9.30-9.45

Radiosendung zum EYD


Das C3-Radio ist am Mittwoch 11.03.2015, 18:30 - 19:00 der EU-Initiative „Europäisches Jahr für Entwicklung 2015“ (EYD) und den Möglichkeiten für Begegnung, Erfahrung und kritische Auseinandersetzung in Österreich gewidmet.

Im Herbst 2015 wird eine neue Entwicklungsagenda beschlossen. Um die Aufmerksamkeit auf dieses Ereignis zu lenken ernannte die EU 2015 zum Europäischen Jahr für Entwicklung. Ziel des EYD ist, die UnionsbürgerInnen über die Entwicklungszusammenarbeit der EU und ihrer Mitgliedstaaten zu informieren und ihr Interesse und Engagement für dieses Thema zu fördern. Entwicklungspolitik soll als globale gesamtgesellschaftliche Aufgabe verständlich und sichtbar gemacht werden. Die Sendereihe des C3 - Centrum für Internationale Entwicklung  bringt einen Bericht über die Auftaktveranstaltung zum EYD 2015 in Österreich am 26.1.2015, bei der das C3 mit einer Erlebnisstation zu Entwicklungsfragen vertreten war. SchülerInnen und LehrerInnen schildern ihre Eindrücke, Themen, Maßnahmen und Hintergründe rund um Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe interaktiv und im Dialog zu erfahren.

Zur Sendung 

Die Zukunft der EU: neue Perspektiven für einen Kurswechsel

Auf Einladung der ÖFSE werden Marica Frangakis (Nicos Poulantzas Institute, Athen, EuroMemo Group) und Iván H. Ayala (econoNuestra, Podemos, Madrid)  an der Präsentation des Euromemorandums 2015 am 5.3.2015 in Wien teilnehmen.

Die Präsentation des EuroMemorandum 2015 bietet eine kritische Bestandsaufnahme und Diskussion von alternativen ökonomischen Optionen für eine wirtschaftspoltische Neuausrichtung der EU auf. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie die vorherrschende EU-Krisenpolitik durch die gegenwärtigen Umbrüche in Griechenland und Spanien herausgefordert wird.

In ihren Vorträgen gehen die prominenten ÖkonomInnen auf die aktuelle Situation in Griechenland und Spanien ein und zeigen Perspektiven für eine alternative Wirtschaftspolitik auf.

Marica Frangakis (und EuroMemo group), Iván H. Ayala (econoNuestra und Podemos)
What future for the European Union - Stagnation and Polarisation or New Foundations?
5.3.2015, um 18.00 im C3-Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien  

Das Euromemo 2015 ist online abrufbar.

Marica Frangakis Ioannou is a member of the Steering Committee of the EuroMemorandum
Group, a fouding member of ATTAC Hellas and a board member of the Nicos
Poulantzas Institute in Athens, Greece.

Iván H. Ayala is member of the economic team of Podemos, associated researcher
at the Instituto Complutense de Estudios Internacionales (ICEI) in Madrid and
a member of econoNuestra, a network of heterodox economists in Spain (www.econonuestra.org).

Thema im Blick: Post-2015 Agenda


2015 laufen die von der Staatengemeinschaft akkordierten Millennium-Entwicklungsziele aus. Über die Post-2015 Entwicklungsagenda soll heuer entschieden werden. Zur Bilanzierung der Millennium-Entwicklungsziele und Debatte über die künftige Entwicklungspolitik bietet die C3-Bibliothek im vorliegenden Themenschwerpunkt ausgewählte Literatur und Unterrichtsmaterialien.

Neue Bücher im Februar 2015

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich eine Auswahl von Neuzugängen aus dem Bibliotheksbestand. Für Februar 2015 haben wir folgende Bücher und Medien für Sie ausgewählt.

Tied Aid credits: the example of softloan policies


In their recent blog on Ideas4development.org Werner Raza, director of ÖFSE, and Livia Fritz, junior researcher at ÖFSE, argue that tied soft loans might still have a role to fulfill, but the institutional framework for concessional financing plays a key role.

ÖFSE conducted a comparative analysis of national implementation strategies of Arrangement terms and analogous soft loan programs in Austria, Denmark, Germany and the Netherlands. While the former two countries still follow the Arrangement terms, the latter two have untied their soft loan programs. Though Germany and the Netherlands thus appear to be exemplars of development-oriented concessional finance policies, in both countries de facto tying practices continue to exist. In addition, at least in the case of Germany a clear trend towards favouring lending facilities with significantly harder terms, like e.g. the Promotional Loans, has emerged. In sum, the authors have significant doubts that untying will per se lead to a more development-oriented form of finance.

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Der Privatsektor als Akteur und Zielgruppe der EZA


Im Rahmen der 6. Österreichischen Entwicklungstagung 2014 diskutierten Werner Raza (ÖFSE), Gunter Schall (ADA) und Maria José Romero (EURODAD) mit interessierten TeilnehmerInnen die Rolle des Privatsektors in der öffentlichen Entwicklungspolitik.

Mit einem Impulsvortrag zur Rolle des Privatsektors in der Entwicklungspolitik, zu seinen Interventionsebenen und zu sich daraus ergebenden Risiken und Chancen, führte Werner Raza in die Thematik ein: Im Rahmen der internationalen Konferenzen der Vereinten Nationen zur Effektivität von Entwicklungszusammenarbeit der vergangenen fünfzehn Jahre sei der Privatsektor als Kernakteur und -Zielgruppe der Entwicklungspolitik etabliert worden. So wurde z.B. in Busan 2011 festgehalten, dass die Einbindung privater Akteure zentral für den Erfolg von Entwicklungsbestrebungen sei. Entsprechend würden immer größere Anteile öffentlicher Entwicklungsleistungen in den Privatsektor gelenkt, um bei sinkenden öffentlichen Budgets über Hebelwirkungen maximale Ergebnisse realisieren zu können.

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Wirtschaft und Menschenrechte


Anlässlich des Symposiums „Menschenrechte in der Stadt: Eine Stadt für alle“ diskutierte Karin Küblböck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der ÖFSE, mit Hannes Tretter (BIM), Gabriele Tatzberger (Wirtschaftsagentur Wien) und Jan Niessen (Migration Policy Group) zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte – Die Stadt als Wirtschaftliche Akteurin“.

Am 10. Dezember 2014 fand in der Aula am Campus der Universität Wien das Symposium „Menschenrechte in der Stadt: Eine Stadt für alle“ statt, das von der Stadt Wien und dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte in Kooperation mit dem Forschungszentrum Menschenrechte der Universität Wien veranstaltet wurde. Österreichische und internationale ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis diskutierten zu den Themen Menschenrechte in der Stadt, Recht auf Stadt, die Stadt als wirtschaftliche Akteurin und soziale Inklusion in der Stadt.

Die Videodokumentation des Panel 3 fasst die Fragen zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte – Die Stadt als Wirtschaftliche Akteurin“ zusammen.

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Außenminister Sebastian Kurz eröffnete Europäisches Jahr für Entwicklung (EYD)


Das C3-Centrum für Internationale Entwicklung war am 26.1.2015 bei der Auftaktveranstaltung zum EYD 2015 im ÖRK-Katastrophenhilfezentrum mit einer Erlebnisstation zu Entwicklungsfragen vertreten.

Der Minister diskutierte bei der offiziellen Eröffnung des Europäischen Jahres für Entwicklung in Österreich gemeinsam mit EU-Entwicklungskommissar Neven Mimica mit Jugendlichen globale Herausforderungen wie Armut, Hunger, Klimawandel und Konflikte. Zehn weitere Akteure der OEZA waren bei dem Event vertreten.

C3-Quiz-Show 1,2 oder 3
1,2 oder 3 - letzte Chance noch nicht vorbei

Bei der C3-Quiz-Show 1,2 oder 3. Letzte Chance noch nicht vorbei hatten die SchülerInnen Gelegenheit, ihr Wissen über globale Zusammenhänge und Hintergründe zu Themen der Entwicklungszusammenarbeit unter Beweis zu stellen. Die Themen reichten von Welthandel und Finanzmärkten bis hin zu Gleichberechtigung und Klimawandel. In der anschließenden Diskussion konnten Bezüge zur persönlichen Lebenswelt der SchülerInnen hergestellt werden.

Eröffnung des Europäischen Jahres für Entwicklung in Österreich
Erlebnisstation zu Entwicklungsfragen des C3 bei der Eröffnung des EYD2015 in Österreich

Mit seiner umfangreichen entwicklungspolitischen Bibliothek und den fünf Partnerorganisationen ÖFSE, Baobab, Frauensolidarität, Paulo Freire Zentrum und Mattersburgerkreis für Entwicklungspolitik bietet das C3 einen Ort des Wissens, der Bildung, der Information und der Begegnung.

Die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Bildung im C3ntrum“ steht 2015 im Zeichen des „European Year of Development“ (EYD) der Europäischen Kommission und ist dem Schwerpunktthema „Machtverhältnisse und wechselseitige Abhängigkeit in einer solidarischen Welt“ gewidmet.

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Das Europäische Jahr für Entwicklung #EYD2015Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft: Unter dem Motto des Europäischen Jahres für Entwicklung macht 2015 auch Österreich auf die vielseitigen Effekte von Entwicklungszusammenarbeit aufmerksam.

> Video zur Veranstaltung

DAC Peer Review Austria 2015

Erik Solheim, DAC Vorsitzender, präsentierte am 15.1. in Wien die Ergebnisse des neuen DAC Peer Reviews für Österreich

Die Ergebnisse der neuen DAC Peer Review für Österreich stellte Erik Solheim, DAC Vorsitzender und ehemaliger norwegischer Umwelt- und Entwicklungsminister, bei einer von der ÖFSE gemeinsam mit dem BMEIA und der OeEB organisierten Veranstaltung am 15.1., in Wien vor. Solheim hob positiv hervor, dass Österreich eine qualitative gute EZA leiste und in manchen Gebieten, wie zum Beispiel der internationalen Sicherheits- und Friedenspolitik eine prominente Rolle spiele. Gleichzeitig betonte er, dass das EZA-Engagement angesichts der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung Österreichs zu gering ausfalle. Er forderte eine Aufstockung der finanziellen Mittel für die EZA im Rahmen der Implementierung des von der Regierung in Aussicht genommenen Stufenplans für die Erreichung des 0,7% Zieles, und appellierte an die Bundesregierung bzw. Außenminister Kurz, im Bereich der EZA mehr Leadership zu übernehmen. Ebenso solle Österreich seine Anstrengungen intensivieren, die Vielzahl der österreichischen EZA-Akteure besser zu koordinieren, und damit die bestehende institutionelle Fragmentierung zu überwinden. Überdies sei Österreich gefordert, bestehende Inkohärenzen zwischen der Entwicklungspolitik und andere Politikbereichen zu beseitigen. Peter Launsky-Tieffenthal, Leiter der Sektion für Entwicklungszusammenarbeit im BMEIA, hob in seiner Stellungnahme hervor, dass die Bundesregierung die Empfehlungen des Peer Review ernst nehme. Er kündigte u.a. an, die bisherige Praxis zu beenden, von Österreich eingeräumte Entschuldungen von Entwicklungsländern in die Prognoseszenarien für die EZA-Mittel aufzunehmen, bevor es dazu einen Beschluss des Pariser Club gibt.

DAC Peer Review Österreich

Rückblick

Neue Bücher im Jänner 2015

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich eine Auswahl von Neuzugängen aus dem Bibliotheksbestand. Für Jänner 2015 haben wir folgende Bücher und Medien für Sie ausgewählt.

C3-Radiosendung zu Ressourcenpolitik

Von 4.-6.12.2014 fand im Wiener C3-Centrum für Internationale Entwicklung die erste Konferenz zu Fairness in der Ressourcenpolitik statt. Der renommierte Yale Professor Thomas Pogge eröffnet die Konferenz mit seiner Keynote „Resource fairness from the point of view of global justice".
Die "1st Austrian Conference on International Resource Politics" war eine Kooperation der ÖFSE mit der Universität Wien und der Universität Innsbruck, an der rund 100 internationale ExpertInnen zu Rohstoffpolitik, Ressourcenkonflikten, Extraktivismus und Ressourcenfairness teilnahmen. C3 Radio sprach mit dem Philosophen Thomas Pogge.

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