Quelle: Munzinger-Archiv Online



REPÚBLICA DE Moçambique - MOC

(Republik Mosambik)

Slezak, Gabriele; Februar 2007
letzter Stand: November 2010
5. überarbeitete Auflage

Inhalt
ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK  
ENTWICKLUNGSGRUNDLAGEN UND -PERsPEKTIVEN
BILATERALE BEZIEHUNGEN ZU ÖSTERREICH
ANHANG
VErwendete und weiterführende Lteratur
 
 




ZUSAMMENFASSENDER ÜBERBLICK 

Mosambik erstreckt sich über knapp 800.000 km2 vom Rovuma, dem nördlichen Grenzfluss zu Tansania, bis zum Maputo an der Grenze zu Südafrika und Swasiland. Bis auf das am Westen gelegene Bergland mit dem Mont Binga (2436 m) und einige Hochplateaus besteht die Landesfläche zu fast 50% aus einem ausgedehnten Küstentiefland, das von Savanne dominiert wird. Tropischer Wald nimmt weniger als ein Fünftel des Territoriums ein. Mit seiner 2800 km langen Küste mit endlosen Sandstränden und den bedeutenden Häfen Maputo, Beira und Nacala kommt Mosambik eine verkehrstechnisch wichtige Rolle in der Region des Südlichen Afrika zu - für Malawi, Sambia und Simbabwe ist Mosambik ein Transitland. Das Land durchqueren zahlreiche Flüsse, die aus dem westlichen Hochland kommen. Der größte Fluss der Region, der Sambesi, mündet in Mosambik in den Indischen Ozean und speist das Riesenprojekt, den Cahora-Bassa-Staudamm. Nach Südafrika, Malawi und Swasiland exportiert Mosambik Elektrizität.

Die Besiedlung des Landes, die bereits im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung stattfand führte ab dem 13. Jahrhundert zur Blüte mehrerer Stadtstaaten in der Region. Die portugiesische Präsenz ab dem 16. Jahrhundert zerstörte die z.T. über riesige Gebiete ausgedehnten Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und führte infolgedessen zum Verfall dieser großen Reiche im südlichen Afrika. Erst ab Ende des 19. Jahrhunderts eroberten die Portugiesen die gesamte Kolonie und bauten sie als Siedlerkolonie aus. Zugleich wurden die Häfen für den südafrikanischen und rhodesischen Handel geöffnet, wodurch bis zu 1 Million WanderarbeiterInnen in diese beiden Länder pendelten. Zu Beginn der 60er Jahre gründete Eduardo Mondlane die FRELIMO (Frente da Libertação de Moçambique), die 1964 den bewaffneten Befreiungskampf aufnahm. Dieser brachte schließlich am 15. Juni 1975 die Unabhängigkeit mit Samora Machel als Präsident und einem vollständigen Rückzug der portugiesischen Verwaltung und SiedlerInnen. Den sozialistischen Aufbau Mosambiks unter der FRELIMO verhinderte ein bald nach der Unabhängigkeit beginnender Terrorkrieg der RENAMO (Resistência Nacional Moçambicana), der von ehemaligen portugiesischen SiedlerInnen, von Südafrika und dem damaligen Rhodesien (bis 1980) unterstützt wurde. Nach Jahren des Bürgerkriegs wurde Ende der 80er Jahre die sozialistische Wirtschafts- und Entwicklungspolitik aufgeweicht und schrittweise revidiert. Nach der Wende von 1989 kam unter internationaler Vermittlung und internationalem Druck 1992 ein Friedensvertrag zustande, der eine Machtteilung und Mehrparteienwahlen vorsah. Ein UNO-Kontingent (UNOMOZ) von über 7.000 Personen überwachte das Abkommen.

Die ersten Wahlen seit dem Friedensvertrag brachten ein äußerst knappes Ergebnis: die FRELIMO gewann unter Präsident Alberto Chissano mit 129 (44,3 %) von 250 Parlamentssitzen knapp vor der RENAMO mit 112 Sitzen (37,8 %). Zu den wichtigsten Aufgaben der neuen Regierung gehörte die Reintegration von 4,5 Mio. Flüchtlingen, intern Vertriebenen und demobilisierten ehemaligen Soldaten, die Rehabilitierung der völlig zerstörten Infrastruktur, die Entminung weiter Landstriche sowie die Schaffung günstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Noch im selben Jahr trat Mosambik der Weltbank, dem IWF, dem Lomé-Abkommen und ein Jahr später dem Commonwealth bei. Seit 1999 weist Mosambik stabile makroökonomische Daten auf und qualifizierte sich damit für die HIPC-Entschuldungsinitiative.
Einerseits gilt Mosambik international als positives Beispiel für seinen mit massiver internationaler Hilfe und einem entsprechenden Strukturanpassungsprogramm erzielten politischen und wirtschaftlichen Wandel, das internationale Investitionen anlockt. Andererseits aber zählt Mosambik nach wie vor zu den ärmsten Staaten der Welt, rund die Hälfte der Bevölkerung lebt in absoluter Armut, medizinische Versorgung, Bildungseinrichtungen und soziale Infrastrukturen sind unzureichend.

Die letzten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Oktober 2009 brachten einen neuerlichen Sieg der Regierungspartei FRELIMO (74,7%). Armando Emilio Guebuza wurde im Jänner 2010 als Präsident neu vereidigt. Die Oppositionspartei RENAMO erhielt 17,7% der Stimmen. Die Wahlen wurden von internationalen Beobachter_innen als frei und fair eingestuft. Präsident Guebuza setzte zu Beginn des Jahres eine neue Regierung ein, in der Schlüsselressorts wie Inneres, Äußeres, Verteidigung, Finanzen, Planung gegenüber der Vorgängerregierung unverändert blieben.

Internationale Beobachter wie das Electoral Institute of Southern Africa (EISA) stellten der Präsidentenwahl sowie den parallel stattfindenden Parlaments- und Provinzwahlen von 2009 ein positives Zeugnis aus, äußerten aber auch Zweifel am Verfahren, u. a. an der Überparteilichkeit der Wahlkommission (Munzinger 2010).

Zwei Dekaden unter Joaquim Chissano hatten in Mosambik zu einer Regierung geführt, deren Politik darin bestand, alles laufen zu lassen („deixar andar“). Sie musste sich den Vorwurf gefallen lassen, korrupt zu sein und ihre Macht zu missbrauchen. Als nun Armando Guebuza als neuer Staatspräsident vereidigt wurde, hatte er sich zum Ziel gesetzt den Menschen im Land, die Einheit der Nation zu festigen, die Wahrung der Menschenrechte und demokratischer Freiheiten zu fördern sowie Armut, Korruption und Kriminalität entschlossen entgegenzutreten und die Regierung radikal zu reformieren. So gab Präsident Guebuza im Februar 2005 bei Amtsantritt seiner Regierung fünf Ziele vor: Veränderungen durch Armutsbekämpfung, hartes Durchgreifen bei Korruptionsfällen und Amtsmissbrauch, Politisierung der Regierung, Priorität für Armutsbekämpfung und ländliche Entwicklung. Durch die Schaffung eines neuen Ministeriums für Planung und Entwicklung soll ein höherer Grad an Koordinierung in der Regierung sichergestellt Schlüsselentscheidungen werden zukünftig statt in den Einzelministerien auf höherer Ebene getroffen.

Die Politik im Land und das Regierungsprogramm werden im wesentlichen von der Regierung im Zusammenspiel mit den 10 bis 18 großen Geberländern bzw. Weltfinanzinstitutionen (G 18), die gemeinsam noch immer knapp 50% der Haushaltsmittel bereitstellen und über 90 Prozent des Investitionshaushaltes finanzieren, gestaltet. Mit dem Abkommen von Rom 1992 bestimmten lange Zeit die Bemühungen um den Wiederaufbau der Wirtschaft, die Pflege der Beziehungen zu den Geberländern der Entwicklungszusammenarbeit und die Belange insbesondere des südlichen Afrikas die außenpolitische Orientierung Mosambiks.

Mosambik ist ein engagiertes Mitglied der südafrikanischen Regionalorganisation SADC (Southern African Development Community), dem bedeutendsten Wirtschaftsraum in Afrika südlich der Sahara. Mosambik übt in der Staatengemeinschaft eine aktive Vermittlerrolle in diversen Konflikten aus – zuletzt bei der Simbabwe-Krise. Die Regierung gilt als zuverlässiger Partner der internationalen Zusammenarbeit, aufgrund dessen dem Staat auch in der Region zunehmende Bedeutung beigemessen wird. Der Vorsitz Mosambiks im SADC – Organ für Politik, Verteidigung und Sicherheit unterstrich Mosambiks wachsende regionale Gestaltungsmöglichkeiten. Als Mitglied der NEPAD-Initiative (New Partnership for Africa’s Development), engagiert sich Mosambik, mehr Eigenverantwortung für Frieden, Demokratie und die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents zu übernehmen. Mitte 2009 wurde der African Peer Review Mechanism  (APRM)-Länderbericht für Mosambik vorgelegt. Dieser zeichnet ein differenziertes Bild der politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes und löste eine anhaltende Diskussion über das mosambikanische Entwicklungsmodell aus.

Südafrika spielt in den außenpolitischen Beziehungen Mosambiks als dominierende Regionalmacht und mit massiven wirtschaftlichen Interessen eine entscheidende Rolle. Wichtigster Handelspartner von Mosambik ist Südafrika und gerade südafrikanischen Investitionen verdankt Mosambik Wachstumsraten von über 10 %. Zwischen beiden Ländern wurde eine „ Joint Permanent Commission for Co-operation“ eingerichtet, die Vereinbarungen über Grenzkontrollen, Verbrechensbekämpfung, Gesundheit, See- und Luftfahrt, Wirtschaft, Transport, Zoll- und Tourismusfragen aushandelt.

Im Jahresbericht 2009 beklagt Amnesty International die anhaltende Liquidierung von Straftatverdächtigen durch die Polizei. Eine systematische Verletzung der Menschenrechte gibt es allerdings nicht. Die Regierung unternimmt größere Anstrengungen bei der Korruptions- wie auch der Kriminalitätsbekämpfung. Das zeigt nicht nur die Verhaftung des für die Korruption in der Polizei verantwortlichen früheren Innenministers Almerino Manhenje im September 2008.

 



ENTWICKLUNGSGRUNDLAGEN UND -PERsPEKTIVEN

BASISDATEN

Fläche: 799.380 km2 (Munzinger 2010)

Bevölkerung: 2010 (estim.): 22,06 Mio.; 2007 (Zensus): 20,5 Mio. (INE 2010 – Munzinger 2010)

Bevölkerungswachstum: 2010 (estim.): 1,8 % (Munzinger 2010);

Bevölkerungsdichte: 2010 (estim.): 27,6 /km2 (regional sehr unterschiedlich) (Munzinger 2010)

Verstädterung: 2010: 38,4% (Munzinger 2010);

Öffentliche Ausgaben für das Bildungswesen: 2006: 5 % des BIP (UNDP 2010)

Alphabetisierungsrate: 2007: 44,4 % (33% der Frauen) (Munzinger 2010)

Einschulungsrate: 2010: Kombinierte Brutto Einschulungsrate: 54,8% (UNDP 2010)

Öffentliche Ausgaben für das Gesundheitswesen: 2007: 3,5 % des BIP (UNDP 2010)

Lebenserwartung: 2010: 48,4 Jahre: (48,7 Jahre /Frauen; 46,9 Jahre/Männer) (UNDP 2010)

Kindersterblichkeitsrate: 2010: 104 Kinder unter 5 Jahren pro 1.000 Lebendgeburten (Munzinger 2010) 2008: 130 Kinder unter 5 Jahren/1.000 Lebendgeburten (UNDP 2010)

Müttersterblichkeitsrate: 2008: 550 pro 1.000 Lebendgeburten (UNDP 2010)

Gesundheitsversorgung: 2004: 2,6 Ärzte pro 100.000 Einwohner (Munzinger 2010)

HIV/Aids Infektionsrate: 2008 (estim.): 12,5% der 15-49 Jährigen; entspr. rund 1,5 Mio Betroffenen (UNDP 2010)

Ernährung: 2003-05: 38% der Bevölkerung gelten als unterernährt (Munzinger 2010), 2000-2006: 24% der unter 5 Jährigen sind untergewichtig (UNDP 2009)

Zugang zu sauberem Wasser: 2006 hatten nur 42 % der Einwohner Zugang zu sauberem Trinkwasser und nur 32 % der Einwohner hatten Zugang zu sanitären Einrichtungen; (UNDP 2009)

Human Development Index (HDI): 2010: Rang 165 von 169, mit einem Index v. 0,284 (max. 1,0) (UNDP 2010)

Gender Inequality Index: 2008: Rang 111 von 137 mit einem Index v. 0,718 (max. 1) (UNDP 2010)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze-Multidimensionaler Armuts-Index:
2000-2008: Rang 127 von 135, mit einem Wert v. 0,481 % (UNDP 2009); 2000-08: 55,2% der Bevölkerung lebten unter der nationalen Armutsgrenze (UNDP 2010)

Gini-Index: 1992-2007: 47,1 (wobei der Wert 0 eine ausgewogene Einkommensverteilung anzeigt (UNDP 2009)

Beschäftigung: 2008: 77,9% der Bevölkerung zwischen 15-64 Jahren (UNDP 2010)

BIP: 2008: 9,8 Mrd. US$ (EIU 2010)

BIP/Kopf: 2008: 840 US$ (EIU 2010)

Reales Wachstum des BIP: 2010 (estim.): 7,2 % (EIU 2010)

Inflation (Consumer Price Inflation): 2010: 11,5 % (EIU 2010)

Währung: 1 Euro = 42 Meticais (November 2010)

Verschuldung: 2008: 3,4 Mrd. US$ (EIU 2010) – Prognosen für 2009: 4,1 Mrd. US$

Schuldendienst: 2008:  rund 43 Mio. US$ und entspricht 10,1% der Exporte von Gütern und Dienstleistungen (EIU 2010)
Quellen:
http://www.prsp-watch.de/
Report on the UN-Millenium Development Goals: Mozambique
UNDP, Human Development Report 2010, New York , 2010
Munzinger-Archiv/IH-Länder aktuell, 2010
Economic Intelligence Unit (EIU): Country Report Mozambique, September 2010



Überblick zu Entwicklungsgrundlagen und -perspektiven

Mosambik weist günstige natürliche Voraussetzungen für die Landwirtschaft, die Wasser- und Elektrizitätsversorgung, den Fischfang und den Tourismus, zum Teil auch für den Bergbau auf. Die Zukunftsaussichten des mehrheitlich agrarisch-ländlich geprägten Landes werden aber durch so unterschiedliche Faktoren wie Korruption, Wetterextreme (Dürre, Überschwemmungen), die Ausbreitung von Aids, Verschuldung und die starke Abhängigkeit vom Weltmarkt beeinträchtigt. Trotz eines erfolgreichen Übergangs zu Frieden und Demokratie in den 90er Jahren steht die mosambikanische Regierung auch im neuen Jahrhundert vor schwierigen Aufgaben: Oberstes Ziel in der nationalen Planungspolitik ist die Armutsbekämpfung, die Senkung der Sterblichkeitsrate, die Erhöhung des Mindesteinkommens sowie die Sicherstellung der politischen Stabilität, die jedoch auch an eine zufriedenstellende Lösung der Landfrage, der Agrarpolitik und ländlichen Entwicklung gekoppelt ist. Schließlich leben rund 80 % der Bevölkerung -zwei Drittel davon unter der Armutsgrenze- in ländlichen Gebieten.

Durch die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf IMF- und Weltbank-Konzeptionen erlangte Mosambik Zugang zu umfangreicher Entwicklungshilfe und der Entschuldungsinitiative für hoch verschuldete arme Länder (HIPC). Die Strukturanpassungsprogramme konnten im Zeitraum von 1987 bis 1998 ein relativ schnelles Wirtschaftswachstums bewirken, von dem allerdings große Teile der Bevölkerung nach wie vor nicht profitieren. Denn durch die Auflagen der internationalen Finanzinstitutionen sind der Regierung bei Investitionen in die soziale Infrastruktur die Hände gebunden. Angesichts des Finanzbedarfs für den Wiederaufbau und der gleichzeitig trotz mehrerer Entschuldungsinitiativen hohen Auslandsverschuldung ist Mosambik auf lange Sicht auf Entwicklungshilfeleistungen - im Jahr 2009 waren es knapp 50% des Regierungsbudgets – angewiesen (EIU 2010).

Trotz überwiegend positiver Entwicklungsdaten gehört Mosambik noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Es gilt zwar als eine der Erfolgsgeschichten in Afrika südlich der Sahara, da das Wirtschaftswachstum bis 2008 bei durchschnittlich 9% jährlich lag (2009 unter 7% für 2010 prognostiziert EIU einen leichten Anstieg auf 7,2%). Von den internationalen Partnern wird die Wirtschaftspolitik der Regierung als fortschrittlich betrachtet und auch die Ausrichtung des Aktionsplans zur Reduzierung der absoluteninternational festgelegten Milleniumsentwicklungszielen (MDGs) Armut (PARPA) wird von den Gebern positiv gesehen. Dessen Schwerpunkte orientieren sich an den . Aus einem Bericht der Regierung und UNDP zu den Millenniumszielen in Mosambik geht hervor, dass die mosambikanische Regierung von den acht Oberzielen vier wahrscheinlich (zumindest teilweise) bis 2015 erreichen wird können und die übrigen nur potenziell erreichbar sind. Dazu zählen die Reduktion extremer Armut und Hunger (Goal 1), Grundschulbildung für alle (Goal 2), Reduktion der Müttersterblichkeit (Goal 5) und nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz (Goal 7). Allerdings wurden für den Bericht nur die Daten bis 2008/09 miteingerechnet - welche Auswirkungen die globale Wirtschaftskrise auf die Entwicklung von Schlüsselindikatoren wie Landwirtschaftliche Produktion, Staatseinnahmen, medizinische Versorgung und Bildung hat, konnte dabei noch nicht berücksichtigt werden. Besondere Herausforderungen für das Regierungsprogramm sind zum einen die teilweise sehr großen regionalen Disparitäten, die Verbreitung von HIV/Aids, Umweltkatastrophen wie z.B. 2005 und 2008 sowie die nach wie vor einen großen Teil der  Bevölkerung betreffende chronische Unterernährung. Die Indikatoren zeigen zwar mehrheitlich eine positive Entwicklung.

Der Fortschrittsbericht der mosambikanischen Regierung zeigt ein differenziertes Bild der Entwicklungen und Perspektiven. Mosambik wird reicher, vor allem aber die Reichen. Menschen die in absoluter Armut leben sind in Mosambik jene die mit weniger als 0,40 Dollar pro Tag überleben müssen. Annähernd 50% der Bevölkerung Mosambiks leben nach offiziellen Maßstäben in Armut. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Trotzdem es einige Fortschritte bei der Armutsbekämpfung gegeben hat, ist die Ernährungssituation für den Großteil der Bevölkerung schlecht. Es gibt wenig Anhaltspunkte, dass sich die positiven Wachstumszahlen auch positiv auf die Lebensverhältnisse jener Menschen, die unter der Armutsgrenze leben müssen, auswirken.

Obwohl das Gesundheitsversorgungssystem nach dem Krieg großteils wieder aufgebaut und ausgebaut werden konnte, sind Gesundheitszustand und medizinische Versorgung der Bevölkerung unzureichend. Es besteht ein Gefälle von Süd nach Nord und zwischen Stadt und Land. Häufig hängt die medizinische Versorgung von nichtstaatlichen Einrichtungen (NGOs, Kirchen etc.) ab. In den letzten Jahren gab es im Gesundheitsbereich einige Fortschritte bei der Verringerung der Mütter- und Kindersterblichkeit (MDGs 4 und 5). Mit internationaler Unterstützung ist der Staat um die Verbesserung der medizinischen Versorgung, den Ausbau des Impfschutzes bei Kindern (Polio, Masern) sowie die Bekämpfung von Aids (Aufklärung, wirksamere und erschwingliche Behandlung) bemüht.

Die weitaus größte medizinische Herausforderung, zugleich eine erhebliche Belastung der Wirtschaft, stellt Aids dar. Durch dessen schnelle Ausbreitung steigerte sich zudem auch die Infektionsrate anderer Krankheiten, darunter insbesondere Malaria, Tuberkulose, Hepatitis und schwere Darminfektionen. Rezente Daten zeigen auf, dass 12,5 % aller Menschen in Mosambik zwischen 15 und 49 Jahren mit HIV/AIDS leben. Allerdings ist die Ausbreitung nicht überall gleich, in Maputo und Sofala sind die Infektionsraten mit 20,7% und 26,5% am höchsten, Nampula und Cabo Delgado (9,2% und 8,6%) sind am wenigsten davon betroffen. HIV/Aids zerstört das soziale Gefüge, bedroht die Existenz der Familien sowie die Überlebensstrategien der ländlichen Bevölkerung insgesamt. Die Auswirkungen der Epidemie auf die Lebensumstände von Kindern sind aber besonders gravierend, 2005 lebte nach UNICEF-Schätzungen etwa eine Million Kinder in Mosambik, die entweder selbst HIV positiv waren, die sich um an AIDS erkrankte Familienmitglieder kümmern mussten oder die bereits einen oder beide Elternteile durch die Krankheit verloren hatten. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen sieht der Plano Estratégico Nacional de Resposta ao HIV e SIDA 2010 – 2014 (PEN III) der Regierung eine stärkere Einbeziehung der Zivilgesellschaft vor. Im Bereich der Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten setzt die Regierung auf ausreichende Geberunterstützung, um die Millenniumsziele zu erreichen.

Die Kindersterblichkeit steht in engem Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Verhältnissen in den Haushalten. In armen Familien ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch wie in besser gestellten Haushalten, dass ein Kind vor seinem fünften Geburtstag stirbt. Ein Hauptgrund dafür ist der Zustand der Gesundheitsversorgung in vielen Regionen. Nur die Hälfte der EinwohnerInnen Mosambiks hat Zugang zu Gesundheitseinrichtungen, in den ländlichen Einrichtungen fehlt es zudem häufig an ausgebildetem Personal. Impfkampagnen für Kinder haben bereits zu einer deutlichen Senkung der Kindersterblichkeitsrate beigetragen.

Bei der Unabhängigkeit 1975 betrug die AnalphabetInnenquote 95 %, die höchste Afrikas und zugleich verließen fast alle LehrerInnen das Land. Mit hohem Aufwand versuchte die Regierung nach 1975 ein flächendeckendes Grundschulsystem aufzubauen, was durch den Krieg verhindert wurde. Der Staat versucht durch eine aktive Bildungspolitik, diesen extremen Herausforderungen zu entsprechen. Davon ausgehend, dass das hohe Bildungsdefizit der Bevölkerung eines der hauptsächlichen Entwicklungshemmnisse Mosambiks darstellt, wurden drei wesentliche Problembereiche im Bildungswesen definiert: Eingeschränkter Zugang zu Bildung für viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Niedrige Qualität der angebotenen Bildung und geringe Effizienz des Bildungssystems, was sich in hohen Wiederholungs- und Abbrecherraten niederschlägt und Starke Mängel in der Bildungsverwaltung. Obwohl der Anteil der Schüler, die die fünfte Klasse abschließen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen ist, ist es höchst unwahrscheinlich, dass bis 2015 der Standard erreicht werden kann, dass alle Kinder die ersten fünf Schuljahre durchlaufen. Die Indikatoren, die über die Effizienz und Qualität des Schulsystems Auskunft geben, haben sich nur marginal verbessert. Mehr als 60% der Schülerinnen und Schüler verlassen das Schulsystem, ohne wirklich Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt zu haben. Hinzukommt, dass der Lehrermangel extrem durch das Problem der AIDS Pandemie verstärkt wird. Auch der schnelle Anstieg der SchülerInnenzahlen stellt ein Problem im Bildungsbereich dar. Die Zahl im Primarbereich (Klassen 1 bis 5) stieg von 2,3 Millionen in 1999 auf 3 Millionen im Jahr 2004 an. Probleme liegen u.a. im Mangel an qualifiziertem Lehrpersonal und adäquater Ausstattung (vgl. http://www.kkmosambik.de/pdf_kkm_2010/RB_75/Schwerpunkt.pdf).

Deshalb wurde von der Regierung der strategische Bildungsplan (PEE) entworfen und ihn in die nationale Armutsstrategie (PARPA) eingebunden. Der PEE definiert für jeden der drei Kernbereiche Ziele und Indikatoren, die erreicht werden sollen und die eine bindende Orientierung sowohl für das Bildungsministerium MINED als auch für die internationalen Geberorganisationen darstellen. Letzteres bedeutet, dass alle staatlichen Kooperationen im Bildungsbereich in die nationale Sektorstrategie eingebunden werden und die nationalen Prioritäten maßgebend sind. Eine Evaluierung des ersten strategischen Bildungsplans (PEE I) 2003 ergab, dass große Fortschritte gerade im Bereich des Zugangs zur Schule gemacht wurden. Ein beträchtlicher Anteil des Bildungsbudgets wurde für Schulbau und -erweiterung und für die Einstellung von neuen LehrerInnen ausgegeben und die Einschulungsraten stiegen um 36%. Davon profitierten insbesondere Mädchen, deren Anteil in der Grundschule bei fast 50% liegt. Die schnelle Bildungsexpansion führte jedoch nicht zu einer gleichzeitigen Verbesserung der Qualität des Unterrichts, durch die Einstellung von nicht ausgebildeten Lehrkräften, reduzierte Unterrichtsstunden und große Klassen verschlechterte sich die Unterrichtsqualität eher. Durch eine Neuorientierung im PEE II liegt der Schwerpunkt jetzt auf Qualitätsverbesserung. Zu konkreten Initiativen zur Verbesserung der schulischen Qualität zählen die Reform des Grundschulcurriculums, die neue Strategie der Lehreraus- und -fortbildung und die Einführung von Schulbeiräten. Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern gehört zu den Prioritäten der Regierung. Diese erhofft sich, eine Ausweitung der ausländischen Hilfe für diesen Bereich um das im Jahr 2000 auf dem Weltbildungsgipfel in Dakar beschlossene Ziel der Grundbildung für Alle (EFA) in Mosambik erreichen zu können. Im Rahmen des EFA-Prozesses nimmt Mosambik an der "Education for All Fast Track Initiative" (FTI) der Weltbank teil, die als wichtiges Instrument zur Bildungsförderung in der Grundbildung konkret die Erreichung des EFA Ziels 2, der universellen Primarschulbildung, durch die Bereitstellung von technischer Hilfe und zusätzlichen finanziellen Mitteln unterstützt.

Seit 1990 ist der Umweltschutz in der Verfassung verankert, die Waldvernichtung durch illegale Holzkohleproduktion und Holzeinschlag, insbesondere im Umfeld von Städten, hat in den letzten Jahren stark zugenommen, zudem deckt der Bedarf an Feuerholz alleine 91 % des Energiebedarfs ab. Weiters produziert Mosambik geschnittenes Holz, das bei den Exportprodukten des mosambikanischen Außenhandels an fünfter Stelle steht. Die CO2-Emission ist gering und für die Umweltverschmutzung unbedeutend. Eine wesentlich wichtigere Rolle spielt die Giftmüll- und Sondermüllentsorgung, z.B. stellt die Entsorgung von hochgiftigen Pestizidrückständen die Regierung vor unlösbare finanzielle Probleme. Ein gravierendes Umwelt- und Gesundheitsproblem stellt auch die derzeitige Abfallentsorgung im Großraum Maputo dar.
Naturkatastrophen stellen neben AIDS das größte Entwicklungshemmnis für Mosambik dar. Die globale Klimaveränderung bewirkt ein Ansteigen des Meeresspiegels um 2-3mm/Jahr, was negative Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion sowie die Bevölkerung hat. Dies zeigten die Überschwemmungen in den Jahren 2000, 2001, 2007 und 2008 einerseits, die durch heftige Regenfälle und Wirbelstürme verursachten wurden sowie langanhaltende Dürreperioden andererseits. In den vergangenen Jahren wurde in Untersuchungen besonderes Augenmerk darauf gelegt, welche Rolle lokalen Institutionen bei der Katastrophenbewältigung zukommt und wie Vorsorge mit nachhaltiger Gemeinwesenentwicklung verbunden und in Entwicklungsprogrammen verankert werden kann.

In der ersten Hälfte der 80er Jahre erfuhr Mosambik – vor allem ausgelöst durch den Bürgerkrieg – eine kritische wirtschaftliche Situation, die durch einen starken Produktionsrückgang, die Verschärfung der strukturellen Probleme und der makroökonomischen Ungleichgewichte gekennzeichnet war. Die Strukturanpassungsprogramme SAP (Programa de Rehabilitação Económica/PRE) ab 1987 und PRES (Programa de Rehabilitação Económica e Social) ab 1991, die vor allem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank konzipiert und unterstützt wurden, führten zu einem relativ schnellen Wirtschaftswachstum. Makro-ökonomisch gehört Mosambiks Wirtschaft zu einer der am schnellsten wachsenden am afrikanischen Kontinent. Die Landwirtschaft bildet bereits seit den 80er Jahren den Schlüsselsektor, (rund 80 % der Erwerbsbevölkerung - zumeist in der Subsistenzwirtschaft) sie macht aber nur 22,3% des BIP aus. Die Agrarexportprodukte Zucker, Tee, Sisal, Baumwolle, Kopra und Cashew liegen auf Grund der schlechten Infrastruktur und der starken Abhängigkeit vom Weltmarkt unter den möglichen Werten. Mit ausländischem Kapital wurde die Plantagenökonomie in den letzten Jahren wieder stark gefördert. Die Forstwirtschaft liefert neben Brennholz auch Schnitt- und Konstruktionshölzer v.a. für Südafrika. Die Fischerei erbringt über 10 % des BIP und 25 % der Exporterlöse. Mosambik besitzt große Lagerstätten an teils seltenen Rohstoffen (Gold, Bauxit, Bentonit, Eisenerz, Kupfer, Nickel, Platin, Tantalit, Titanerz, Diamanten, Graphit, Marmor, Kaolin, Salz, Steinkohle, Erdgas und Erdöl), in deren Nutzbarmachung für die kommenden Jahre ein großes Investitionspotential gesehen wird. Durch den Cahora-Bassa-Damm wird das bedeutende Wasserkraftpotenzial genutzt und elektrische Energie als Exportprodukt gewonnen. Den größten Anteil am BIP hält immer noch der Dienstleistungssektor mit 47.9%. Der Industriesektor (Stahl- und Maschinenbau, Nahrungsmittelverarbeitung und Textilbranche) erlebt durch neue Investitionen einen Aufschwung und erwirtschaftet etwa 29,8% des BIP. Die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur macht Mosambik als Transitland für die Nachbarstaaten interessant. Durch die Förderung u. a. des Privatsektors gelang es, ausländische Investoren zu gewinnen, die sich bevorzugt im Industriebereich engagieren, darunter der MOZAL-Aluminium-Komplex, eine Erdgaspipeline nach Südafrika und weitere Anlagen im „Maputo-Korridor“. Seit Aluminium zum Hauptdevisenbringer aufgestiegen ist, machen Industrieprodukte einen beträchtlichen Teil der Exporterlöse aus.

Die Auslandsinvestitionen tragen zwar zur Wachstumsrate und über den Export zur Verbesserung der Handelsbilanz bei, da sie jedoch stark auf Enklavenbereiche (nahe der südafrikanischen Grenze wurde eine Sonderwirtschaftszone, der Maputo-Korridor, geschaffen, in der u.a. auch die Aluminium-Schmelze MOZAL steht, und die stark mit der Wirtschaft des Großraumes Johannesburg verbunden ist) konzentriert sind, weisen sie nur eine geringe Verzahnung mit den anderen Wirtschaftsbereichen auf und bringen kaum Effekte für das Programm zur Armutsbekämpfung. Im Oktober 2001 veröffentlichte die Regierung das „Poverty Reduction Strategy Paper“ (PRSP/PARPA) 2001-2005. Im November 2005 legte die Regierung das Nachfolgeprodukt PARPA II zur Armutsbekämpfung vor. Dieses zielt auf die Bekämpfung der Armut, die Verbesserung von Bildungs- und Gesundheitswesen, den Ausbau der Infrastruktur sowie die Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Wachstums. Für die Ausarbeitung des neuen Armutsbekämpfungsprogramm PARPA III (TOR Plano Accao Reducao Pobreza PARP_280410 Versao Final.doc)  hat die Regierung 95 Mio. Euro von der EU zugesagt bekommen. Da beim Entstehungsprozess zunächst zivilgesellschaftliche Akteure nur eine marginale Rolle spielten, wurde versucht die Zivilgesellschaft stärker in den Prozess der Planung und Durchführung einzubinden. Die Grupo 20 ist ein Netzwerk nichtsstaatlicher Organisationen, das den PRSP-Prozess begleitet und jährlich einen alternativen Armutsbericht (Relatório Anual da Pobreza - RAP) herausgibt. Die Ergebnisse zeigen große Unterschiede zu den offiziellen Armutsstatistiken auf und liefern einen wesentlichen Input für die nationale Armutsbekämpfungspolitik. Seit 2003 ist die Zusammenarbeit zwischen Regierung, Gebern und der G-20 im Observatório da Pobreza institutionalisiert. Eine Studie der Weltbank 2008 zeigte jedoch die begrenzte Wirkung dieses Instruments

Nach Transparency International (TI) nimmt Mosambik im Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) von 2009 den 130. Rang von 180 ausgewerteten Ländern ein. Auf einer Skala von Null (hohe Korruption) bis Zehn (wenig Korruption) wird Mosambik mit 2,5 eingeordnet. Der Index zeigt eine hohe Korrelation zwischen Korruption und Armut. Aus einer Studie zu Regierungsführung und Korruption geht hervor, dass sich nach Ansicht der meisten Menschen die Korruption seit 1999 eher verschlimmert hat. 2005 wurde das Antikorruptionsreferat, das bei der Untersuchung und strafrechtlichen Verfolgung einer Reihe publizitätsträchtiger Korruptionsfälle seine Effizienz mehrfach unter Beweis stellen konnte, zu einer Zentralstelle für die Bekämpfung der Korruption (Gabinete Central de Combate aCorrupção) aufgewertet und mit größeren personellen und materiellen Ressourcen ausgestattet. Da für die Gebergemeinschaft, die einen erheblichen Anteil des Staatshaushaltes finanziert, die Korruptionsbekämpfung oberste Priorität hat, verfasste die Regierung 2006 eine eigene Anti-Korruptions-Strategie um eine verantwortliche Staatsführung sicherzustellen, die Entscheidungsprozesse der oberen Verwaltungshierarchien transparent zu gestalten und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Im März 2007 richtete Präsident Guebuza das Anti-Korruptions-Forum FNAC ("Fórum Nacional Anti-Corrupção") ein, das aber nach nicht mal einem Jahr wieder abgeschafft wurde, weil seine Einrichtung als verfassungswidrig eingestuft wurde. Die Befugnisse gingen an die Interministerielle Kommission für die Reform des Öffentlichen Sektors (CIRESP) über. Die Gebergemeinschaft forderte 2008 gemeinsam eine Beschleunigung der Korruptionsbekämpfungsmaßnahmen (Länder Informationsportal von Inwent).


Mosambik wurde 2001 als einem der ersten Länder ein Schuldenerlass im Rahmen der HIPC-Initiative zugestanden und insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar Auslandsschulden erlassen. Im September 2001, nach der 2. Phase der HIPC-Initiative, war der größte Teil davon abgeschrieben. Die Restschuld betrug 1,3 Milliarden Dollar nominal oder 761 Mio $ in realem Nettowert. Der Anteil des Schuldendienstes am Staatseinkommen reduzierte sich dadurch vorübergehend von ursprünglich 23% der Exporteinnahmen auf unter 10%. Die Wirkung der Entschuldung wurde jedoch durch die Neuaufnahme von multilateralen Krediten vermindert. In den zwei Jahrzehnten seit 1984 mußte Mosambik wieder Anleihen aufnehmen, so verdoppelte sich der Schuldendienst zwischen 2001 und 2004. Im Januar 2006 gewährte der Internationale Währungsfonds Mosambik im Rahmen einer multilateralen Entschuldungsinitiative der G-8 einen vollständigen Erlass seiner Schulden in Höhe von 119 Millionen US-Dollar beim Internationalen Währungsfonds, bei der Weltbanktochter IDA und dem Afrikanischen Entwicklungsfonds (AfDF). Schulden Mosambiks. Dadurch konnten die externen Verbindlichkeiten zwischenzeitlich auf einen Betrag unter 3 Mrd.US$ senken, die Neuverschuldung durch zusätzliche Kredite verursachte aber einen neuerlichen Anstieg, der für 2009 bis zu rund 4,1 Mrd.US$ betragen soll (Prognosen: EIU 2010). Damit werden die Schulden mehr als 30% des BIP Mosambiks betragen und dementsprechend hohe Schuldendienstzahlungen das Budget der Regierung erheblich belasten (10,1% der Güter und Dienstleistungen).

 

Internationale Entwicklungszusammenarbeit    

BASISDATEN

ODA – Official Development Assistance: 2008
: 1.993,8 Mio. US$; 91,5 US $ /Kopf (OECD 2010)

ODA-Anteil am BIP: 2008: 23 % (OECD 2010)

Hauptgeber 2008:
USA, Großbritannien, Schweden, Niederlande, Norwegen, Dänemark, Spanien, Kanada, Deutschland, Irland; IDA, EC, AfDF (OECD 2010)

Anteil Österreichs 2008: 12,7 Mio. US $; das sind 0,6% der gesamt ODA an Mosambik (OECD 2010)
 

Mosambik stellt für die internationale Gebergemeinschaft ein erfolgreiches Beispiel für eine friedliche Konfliktlösung mit internationaler Unterstützung und für eine erfolgreiche international gelenkte Wirtschaftsentwicklung dar – zumindest den makroökonomischen Indikatoren zufolge. Ungeachtet der Tatsache, dass nach wie vor rund die Hälfte der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt und dass die Chancen, dies in den kommenden Jahren zu verändern, nicht groß sind, zitierten IWF und Weltbank weiterhin Mosambik in den Erfolgsberichten. Dies nicht zuletzt deswegen, weil die beiden Institutionen die begleitenden Sozialmaßnahmen als Aufgabe der Regierung sahen. Veränderungen im sozialen Bereich sind jedoch unter den restriktiven Maßnahmen nur schwer möglich. Während des Bürgerkriegs waren internationale Organisationen vorwiegend in der humanitären Hilfe tätig. Dies änderte sich mit dem Friedensabkommen deutlich, mittlerweile sind unzählige internationale Geberorganisationen in Mosambik tätig. In der Kooperation mit bilateralen und internationalen Gebern galt die Frelimo-Regierung als beispielgebend, die zum einen die zur makroökonomischen Zielerreichung auferlegten Konditionen unverzüglich umsetzte und zum anderen sehr diplomatisch ein Netzwerk an Geberorganisationen mobilisierte und deren Unterstützung auch über längere Zeiträume hinweg aufrechterhält.

Mosambik zählt seit dem Ende des Bürgerkriegs zu den größten Empfängerländern von internationalen ODA-Leistungen. Die Unterstützung spielen mit mit rund 2 Mrd. US$ in 2008 für die mosambikanische Wirtschaft eine bedeutende Rolle, ca. die Häfte des staatlichen Budgets wird damit finanziert. 2008 betrugen sie 23 % des BIP, dies bedeutete umgerechnet eine Pro-Kopf ODA-Leistung von 91 US$.
Mitte 2010 änderten sich jedoch die Bedingungen für die Hilfszahlungen deutlich: Die Geberländer gaben ihrem Unmut darüber Ausdruck, dass ihre Bedenken bezüglich der politischen und wirtschaftlichen Dominanz der Regierungspartei keine Berücksichtigung fanden, indem sie das Budget für 2011 einfroren und forderten sichtbare Reformen in puncto Regierungsführung (EIU 2010). Trotz dieser rezenten Entwicklung wird aber Mosambik auch 2011 rund die Hälfte der Staatseinnahmen aus Hilfsgeldern beziehen. Die mosambikanische Regierung reagierte auf den Druck der Gebergemeinschaft mit Zugeständnissen.

Insgesamt sind 25 Staaten, acht multilaterale Organisationen sowie elf UN-Organisationen in Mosambik als Geber aktiv, von diesen gehören mittlerweile 19 zur Programme Aid Partnership (PAP). Diese als „G-19“ bekannte Gruppe von Geberinstitutionen leistet direkte Haushalts- und Zahlungsbilanzunterstützung für die Regierung. Die gebündelten finanziellen Leistungen haben zum Ziel, der Regierung die landesweite Umsetzung der nationalen Armutsbekämpfungsstrategie zu ermöglichen. Von den knapp 2 Mrd. US$ (2008) der ODA-Leistungen sind etwa ein Drittel direkte Budgethilfe. Diese hat zentrale Bedeutung für die Implementierung der mosambikanischen Armutsstrategie (PARPA), da sie das Ziel verfolgt, der Regierung die nötigen Mittel für die Umsetzung der Strategie direkt zur Verfügung zu stellen. Das Volumen der Budgethilfe wurde 2010 mit rund 472 Mio. US$ budgetiert (G-19) und entspricht ca. 5% des BIP und mehr als ein Drittel der Staatsausgaben.

Für die Unterstützung der PRS in Mosambik hat ein koordiniertes Gebervorgehen große Bedeutung. Es ermöglicht der Regierung und den internationalen Partner die organisatorischen Abläufe zu vereinfachen, die unterschiedlichen Rollen zu klären und damit die Effektivität der Hilfe zu steigern. Koordiniert werden die Geberaktivitäten in Mosambik von der „Consultative Group“ (CG) unter dem Vorsitz der mosambikanischen Regierung und der Weltbank. Zusätzlich wurden geberfinanzierte ExpertInnen in die mosambikanische Verwaltung integriert, um die Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit durch strukturelle Maßnahmen zu gewährleisten. Im Zuge der Harmonisierungs- und Anpassungsstrategien der Geberländer startete die EU auch in Mosambik Pilotprojekte zur Koordinierung der Hilfe. Bessere Informationsaufbereitung über die einzelnen Arbeitsbereiche der EU-Geberländer soll die Koordination im Sinne der Komplementarität steigern. Dafür wurde ein eigener Geberatlas der EU ausgearbeitet. Mit dem Performance Assessment Framework/PAF wurde von Regierungsseite ein innovatives Instrument geschaffen, das erlaubt, den Grad der Zielerreichung zu messen. Im Sinne der Paris- Deklaration steht die wirksame Hilfe im Vordergrund und die Geber verpflichten sich, den Anteil an Budgethilfe zu erhöhen, die andern Instrumente (Sektorprogramme und Projekte) stärker mit den nationalen Prozessen zu koordinieren und die Beiträge über das ordentliche Budget zu kanalisieren. Die Risiken und Schwachpunkte dieses Reformprozesses liegen im Bereich Rechtsunsicherheit, Korruption und Bürokratie. Hinsichtlich einer höheren Transparenz über ODA-Flüsse an Mosambik konnten Fortschritte erzielt werden einschließlich einer online verfügbaren Datenbank zu Projekten (www.odamoz.org.mz).  

Die USA zählen in den vergangenen 5 Jahren zu den wichtigsten Gebern in Mosambik, im Jahr 2007/8 lagen sie mit 190 Mio. US$ (14 % der bilateralen ODA) auf dem 1. Rang der bilateralen Geberliste. Für die Wirtschaft der USA stellt Mosambik einen wachsenden Absatzmarkt für Exportprodukte sowie Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Bergbau und Erdgasförderung dar. Die Entwicklungszusammenarbeit der USA mit Mosambik bis 2009 konzentrierte sich regional auf die nördlichen Provinzen und inhaltlich auf Demokratieförderung und Dezentralisierung (Kommunalverwaltung), Förderung des privaten Sektors im ländlichen Umfeld, Exportförderung, ausländische Investitionen, Gesundheitsversorgung mit Schwerpunkt auf Mütter und Kinder sowie gemeinsame Geberaktivitäten im Rahmen von Budgethilfe. Die neue Country Assistance Strategy 2009-2014 konzentriert sich auf die fünf Bereiche Demokratische Regierungsführung (Gemeindeverwaltung, Korruptionsbekämpfung, demokratische Wahlen), Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft, Wirtschaftswachstum und Unternehmensförderung Gesundheitsversorgung (HIV/Aids-Prävention und Behandlung, Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern , Stärkung des Gesundheitsversorgungssystems, Qualität im Bildungssystem (Tertiäre Bildung) Kapazitätenaufbau im Sicherheitsapparat.

Die nordischen Länder Dänemark, Norwegen und Schweden gewähren Mosambik jährlich jeweils zwischen 80 und 100 Mio. US$, insgesamt macht ihr Beitrag über 20% der bilateralen ODA-Zahlungen aus. Für Dänemark ist Mosambik eines der 15 Programmländer, die jährliche Unterstützung beträgt rund 70 Mio. US$ pro Jahr und konzentriert sich auf die Bereiche  Reform des öffentlichen Sektors, Bildungssystem,  Energie, Gesundheit, Landwirtschaft, Umwelt und Privatsektorentwicklung. Diese wird durch eine Kombination von Budgethilfe, Finanzierungsmodelle und Projekthilfe geleistet. Auch Dänemark beteiligt sich an Budgethilfe in den Sektoren Demokratisierung und Menschenrechte sowie Umwelt. Zudem fördert die direkte Kooperation zwischen privaten dänischen und mosambikanischen Unternehmen.

Der Schwerpunkt der schwedischen Zusammenarbeit liegt in den Bereichen Menschenrechte und Demokratisierung Förderung des öffentlichen Verwaltungsapparates auf nationaler und regionaler Ebene (Budgethilfe), Forschung (Unterstützung der Universität Eduardo Mondlane, Institutionalisierung von Forschungskooperationen), Landwirtschaft (ProAgri), Aufbau von Infrastruktur zur Verbesserung der Elektrizitätsversorgung.

Großbritannien rückte 2008 mit 180 Mio. US$ (13 % der bilateralen ODA) auf den 2. Rang der bilateralen Geberliste. Das laufende Kooperationsprogramm der britischen und mosambikanischen Regierung sieht Einkommensförderung durch ein Zollreformprogramm, Reformprogramme im öffentlichen Dienst, ein integriertes Entwicklungsprogramm zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung in der Provinz Zambezia und die Förderung des Englischunterrichts im Sekundarschulbereich vor. Die Bekämpfung von HIV/Aids, Aufbau von Infrastruktur, Unterstützung der Zivilbevölkerung und Gesundheitsprogramme sind weitere Kernbereiche der Kooperation. Das UK Department for International Development ( DFID) gibt als finanziellen Rahmen der ODA-Leistungen für 2006-2009 rund 55 Millionen Pfund an. £35 Millionen Pfund - rund 64% der ODA- waren als Direktleistung im Rahmen des PAP für das Regierungsbudget vorgesehen.

Die Kooperation zwischen Norwegen und Mosambik konzentriert sich auf sieben Schlüsselbereiche: Budgethilfe und wirtschaftliche Entwicklung, Energieversorgung und Förderung der nationalen Erdölindustrie, Menschrechte und Regierungsführung, Fischerei (Management, Unterstützung der nationalen Behörde), Gesundheitsprogramm mit Fokus auf HIV/Aids-Prävention und -Therapie, Förderung von Frauen im Zusammenhang von HIV/Aids und Gender und Kultur (Infrastruktur und Austausch). Norwegen trägt im Rahmen des Budgethilfeprogramms zur Unterstützung der Regierung bei der Umsetzung der Armutsbekämpfungsstrategie und der Reform des öffentlichen Dienstes sowie des Finanzmanagements bei, zudem wird dabei Mosambiks Anti-Korruptions-Strategie unterstützt.

Die Niederlande begannen ihre Entwicklungszusammenarbeit mit Mosambik kurz nach der Unabhängigkeit auszubauen. Mosambik gehört zu den 17 Schwerpunktländern, die strukturelle Hilfe bekommen. Diese konzentriert sich auf die sozialen Sektoren (Formale Bildung und Gesundheitsversorgung im Hinblick auf HIV/Aids und Malaria), ländliche und städtische Wasserver- und -entsorgung. Regionaler Schwerpunkt der niederländischen EZA ist die Provinz Nampula.

Deutschland ist nach wie vor einer der wichtigsten bilateralen Geber (2008 an 9.Stelle), wenn auch die Leistungen insgesamt seit 2000 abnahmen. Mosambik gehört zu den vier Pilotländern des Aktionsprogramms 2015 der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Im Rahmen der G19 unterstützt auch Deutschland Mosambik durch direkte Budgethilfen zum Staatshaushalt. Die deutsche Technische Zusammenarbeit ist über die Hauptstadt Maputo und die Provinz Manica hinaus in den Provinzen Sofala, Inhambane und Nampula präsent. Im Zuge einer mit der mosambikanischen Regierung vereinbarten Schwerpunktsetzung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich diese auf die Bereiche Grund- und Berufsbildung, Dezentralisierung für ländliche Entwicklung sowie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (Wirtschaftsreform und Aufbau der Marktwirtschaft). Das deutsch-mosambikanische Bildungsprogramm unterstützt die Umsetzung des nationalen strategischen Plans für Bildung und trägt dazu bei, das Angebot von Grund- und Berufsbildung zu verbessern. Da sich das Wirtschaftswachstum bis jetzt vorwiegend auf die Hauptstadt und ihr Umfeld im Süden des Landes konzentriert führt die GTZ ein Programm für ländliche Entwicklung durch. Zur Unterstützung der Wirtschaftsreform und des Aufbaus der Marktwirtschaft wird makroökonomische Beratung der Zentralbank im regulativen Bereich der Mikrofinanzierung, finanzielle Stärkung und institutionelle Förderung des Finanzsystem zur Verbesserung des Zugangs von Kleinst-, Klein - und Mittelunternehmern zu Dienstleistungen des Bankensektors und die Förderung des Aufbaus und Entwicklung sektorspezifischer Regionalverbände des privaten Unternehmertums in den Provinzen Manica, Sofala und Inhambane durch die GTZ durchgeführt.

Die multilaterale ODA an Mosambik betrug im letzten Jahrzehnt zwischen 22 % (2001) und 40% (2004) der Gesamt-ODA. Der größte multilaterale Geber ist die Weltbank (bzw. IDA) aufgrund diverser Strukturanpassungsprogramme und weiterführender sozio-ökonomischer Programme, die Mosambik angenommen hatte und durch zwei HIPC-Entschuldungsmassnahmen (1999 und 2001). Die IDA unterstützte im Rahmen ihrer Country Partnership Strategy 2008-2011 Mitte 2010 rund 22 Projekte  in den Bereichen Bildung und Gesundheit, Privatsektor Entwicklung, Wasserver- und –entsorgung, Transportinfrastruktur, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dezentralisierung und Stadtentwicklung sowie Budgethilfe. Das Gesamtvolumen an Zusagen entspricht einem Volumen von 923,8 Mio. US$.

Im Jahr 2004 feierte die EU in Mosambik das 20 jährige Jubiläum der Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund finanziert sie im Rahmen des 10. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) ein umfangreiches Entwicklungsprogramm, das sich auf Verkehrsinfrastruktur, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, makroökonomische Unterstützung sowie Maßnahmen im Gesundheitsbereich konzentriert. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen der EU und der mosambikanischen Regierung liegt im Bereich des integrierten „community-based development“, mit den Zielen die Lebensbedingungen zu verbessern und die Partizipation zu fördern. Die Country Assistance Strategy Paper und das National Indicative Programme (NIP) für den Zeitraum 2008-2013 verfolgt als Hauptanliegen die Konsolidierung der Demokratie und die Verbesserung der Menschenrechtssituation sowie die Unterstützung der Armutsbekämpfungsstrategie der Regierung. In diesem Sinn wird in den Ausbau des ländlichen Straßennetzes, die Wasserversorgung, den Ausbau des Schulsystems und der Gesundheitsversorgung investiert sowie auf Lebensmittelversorgung, Viehzucht und ländliche Entwicklung geachtet. Als begleitende Sektoren werden Demokratisierung und Friedenskonsolidierung, die Förderung des privaten Sektors in der Wirtschaft sowie des Transportwesens angeführt.

Aktuelle Projekte der EU sind ein „Private Sector Development Programme“, Private Enterprise Development Programme (PoDE), der Ausbau der Straße von Nampula nach Nacala (Nacala-Korridor), ein „Mozambique Rural Development Programme“ (RDP) in den Bereichen Gesundheitsversorgung, Bildungssystem, Ausbau von Verkehrswegen sowie die Erstellung einer Feasibility Studie für die Rehabilitierung der Namacurra-Rio Ligonha Straße. Der politische Dialog beschäftigt sich vorwiegend mit demokratiepolitischen Fragen. In diesem Zusammenhang unterstützte die EU seit den frühen 90er Jahren die mosambikanischen Wahlen. Weiters ist eine Finanzierung technischer Hilfe zur Realisierung von Erleichterungen für den Handel, um Mosambik bei der Integration in den Weltmarkt, der Stärkung des Wirtschaftswachstums und der Bekämpfung von Armut unterstützen. Im Bereich des Handels wurden im Rahmen der Economic Partnership Agreements (EPA) die Beziehungen neu definiert.

Die UN-Organisationen unterstützen in Mosambik den Aktionsplan der Regierung zur Armutsbekämpfung (PARPA). Alle MosambikanerInnen sollen befähigt werden, am Entwicklungsprozess teilzuhaben und davon zu profitieren. Hauptaufgabe des Entwicklungsprogramms der UNO (UNDP) ist, gemeinsam mit der Weltbank koordinierende Funktionen auszuüben. UNHCR und UNICEF engagieren sich seit Anfang der 90er Jahre im Rahmen der Demilitarisierung und Flüchtlingsrückführung.

Ein regelmäßiger Geber, der auf Rang 3 der multilateralen Geber liegt, ist die Afrikanische Entwicklungsbank (AFDF). Die Projekte reichen von Straßenbau über Wasserversorgung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Capacity Building für PRSP bis zu wirtschaftlicher Rehabilitation. Das laufende Programm ist in der Country Assistance Strategy festgeschrieben.


Tabelle 1:

Gesamte empfangene Official Development Assistance (ODA)

  1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
erh. ODA ges.
(in Mio. US $ netto)
805 877 931 2.201 1.037 1.246 1.286 1.601 1.778 1.993
pro Kopf in US $ ca. 40 31 26 35 33 24 38 63 83 91,5
in % des BSP 12 10 10 14 14 11 16 26 26 23
davon ODA Ö.
(in Mio. US $)
11,1 12,8 4,6 4,5 1,8 5,4 5,4 7 3,8 12,7
in % der ges. ODA 3,0 2,0 0,8 0,5 0,2 0,9 0,6 0,4 0,2 0,6
Quelle: OECD, Geographical Distribution of Financial Flows to Aid Recipients, div. Jahrgänge; eigene Berechnungen



Tabelle 2:
Mosambik: Gesamte empfangene ODA
Anteil Bilateral/Multilateral und Zuschüsse/Kredite (in Mio. US$)


  2003 2004 2005 2006 2007 2008
gesamt ODA 1.037 1.246 1.286 1.601 1.778 1.993,8
Bilaterale ODA in % 67 60 58 58,6 60 67,2
Multilaterale ODA in % 33 40 42 41,4 40 32,8

Quelle: OECD, Geographical Distribution of Financial Flows to Aid Recipients, div. Jahrgänge; eigene Berechnungen



Grafik:
Mosambik: Hauptgeberländer in % der bilateralen ODA
Summe in Mio US$
2006 938
2007 1.073
2008 1.340
 

Quelle: OECD, Geographical Distribution of Financial Flows to Aid Recipients, div. Jahrgänge; eigene Berechnungen

 

Grafik:
Mosambik: Hauptgeberintitutionen in % der multilateralen ODA


Summe in Mio. US $
2006 659,5
2007 682,4
2008 649,6
Quelle: OECD, Geographical Distribution of Financial Flows to Aid Recipients, div. Jahrgänge; eigene Berechnungen


Sektorielle Verteilung der internationalen ODA

Die sektorielle Verteilung der ODA läßt sich über die Zusagen an bilateraler Hilfe anhand untenstehender Grafik für das Jahr 2003 teilweise nachvollziehen, rund die Hälfte wird durch den Anteil an Schuldenerleichterung abgedeckt, weiters dominiert mit einem Viertel der Commitments der Sozialbereich, gefolgt von den multisektoriell angelegten Projekten und der Programmassistenz mit 8-9%.


Grafik:
Bilateral ODA-Commitments 2008 (by purpose in %)

Total in Mio. US$

740


Quelle: OECD, Geographical Distribution of Financial Flows to Aid Recipients, div. Jahrgänge; eigene Berechnungen




BILATERALE BEZIEHUNGEN ÖSTERREICH-Mosambik

Überblick

Die bilateralen Beziehungen zu Österreich im außenpolitischen Bereich, in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA), im Handel und kulturellen Bereich bestehen seit 1976. Auf diplomatischer Ebene aber gab es nach der Unabhängigkeit Mosambiks lange Zeit keine offiziellen Kontakte und während der Bürgerkriegszeit leistete Österreich keine politisch-diplomatische Unterstützung. In weiterer Folge kam es auch nicht zu einem Austausch von BotschafterInnen, Österreich ist seit 1987 lediglich mit einem Honorarkonsulat in Mosambik vertreten. In wirtschaftlichen Belangen gab es bereits vor der Unabhängigkeit Mosambiks mehrere österreichische Firmen (z.B. Bauer Bewässerungstechnik und Steyr), die langjährige Erfahrung in der Kooperation mit Mosambik aufwiesen. Nach der Unabhängigkeit zogen sich diese jedoch zurück und wurden erst 10 Jahre später im Rahmen von EZA-Projekten bei der Instandsetzung einer Bewässerungsanlage wieder aktiv. Auch bei der Instandhaltung der Bahnlinie im Beira-Korridor arbeiteten Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit eng zusammen.

Seit Beendigung des Bürgerkrieges 1992 beteiligt sich Österreich am Wiederaufbau des Landes, zunächst durch eine Teilnahme an der UN-Operation ONUMOZ in Mosambik 1994 (Einsatz von Polizisten). Österreich begann damals allgemein sein sicherheitspolitisches Engagement in Krisengebieten der Dritten Welt zu verstärken. Begleitet wurde dieser Einsatz mit flankierenden, Demokratie fördernden Maßnahmen in Vorbereitung der ersten Wahlen seit dem Friedensabkommen. Bald darauf wurde Mosambik auch als Schwerpunktland der damaligen Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ausgewählt und ein OEZA-Koordinationsbüro eingerichtet. In den darauf folgenden Jahren kam es zur Ausarbeitung eines Länderprogramms. 1998 besuchte dann die damalige Staatssekretärin Benita Ferrero-Waldner Mosambik, anlässlich einer Reise ins südliche Afrika zur Vorbereitung der österreichischen EU-Präsidentschaft sowie anlässlich der EU-SADC Transportkonferenz. 1999 stattete der damalige Bundeskanzler Viktor Klima in Begleitung von Finanzminister Edlinger und einer Wirtschaftsdelegation dem Schwerpunktland einen Besuch ab. Im Juni 2001 war Außenminister Leonardo Santos Simão in Österreich, führte Gespräche mit Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, dem Parlament und der Wirtschaftskammer und betonte, dass Mosambik gute Beziehungen zu Österreich auf der Ebene der EZA, der Wirtschaft und der SADC (Österreich ist für Transport und Kommunikation zuständig) aufbauen wolle. Anlässlich des World Summit 2002 in Johannesburg trafen Aussenministerin Benita Ferrero-Waldner und Außenminister Leonardo Simão zu einem Arbeitsgespräch zusammen. 2004 kam es zu einer Teilnahme einer österreichischen Delegation unter Leitung von Botschafter Georg Lennkh an der 5. EU –SADC Ministerkonferenz in Maputo. 2004 war Gesundheitsminister Fernando Songane auf Einladung des Hilfswerks Austria in Österreich, dabei kam es auch zu Gesprächen mit Sektionsleiter Georg Lennkh und ADA Geschäftsführer Michael Linhart. Die diplomatischen Agenden werden nach wie vor von den Botschaften in Bonn und Harare stellvertretend wahrgenommen. Im Jahr 2005 kam der Geschäftsführer der ADA Michael Linhart zu einem Arbeitsbesuch in die Provinz Sofala. Zwischen 2006 und 2009 kam es zu drei offiziellen Besuchen österreichischer Delegationen in Mosambik, die auch Möglichkeit gaben, OEZA-Projekte zu besichtigen.

Auf kulturellem Gebiet gab es ab Mitte der 80er Jahre mehrere gemeinsame Aktivitäten. Im Bereich Kunst überwiegen bis heute der Austausch und die Zusammenarbeit von KünstlerInnen. Zum einen stellte der Anfang 2011 verstorbene Maler Malangatana Ngwenya 1987 in Österreich Bilder aus und leitete einige Workshops und anlässlich der UN-Menschenrechtskonferenz in Wien entstand im Juni 1993 ein Wandbild in Zusammenarbeit von Berry Bickle aus Zimbabwe, Malangatana Ngwenya aus Mosambik und Minna Antova aus Österreich.

Im Bereich der darstellenden Kunst wurde 1988 die mosambikanisch-österreichische Koproduktion ”Safari” von Wilhelm Pevny in Maputo uraufgeführt und auf Einladung des Wiener Instituts für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (VIDC) wurden 1993 acht Jugendliche nach Österreich eingeladen, um im Rahmen der Produktion ”Crianças do Mundo” Tanzvorführungen zu geben und Schulpartnerschaften zu besuchen. Als musikalische Kooperationen fand diverse Tourneen statt, so unternahm das Timbila-Orchester von Venancio Mbande Ende der 80er Jahre eine Österreich-Tournee und 1986 partizipierten das Vienna Art Orchestra, Patt Brothers und andere Gruppen am einwöchigen Jazzfestival „Maputo Jazz 86“. Im Juni 1990 konnte ein Dokumentarfilm von Margareta Heinrich und Margit Niederhuber in Gegenwart des mosambikanischen Präsidenten und mehrerer Regierungsmitglieder in Maputo uraufgeführt werden.
1984 entstand das Solidaritätskomitee Mosambik, das sich als Forum von Menschen und Institutionen verstand, die an politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Prozessen in Mosambik interessiert sind. Über viel Jahre hindurch wurde in der eigenen Zeitschrift ”A Luta Continua” über aktuelle Ereignisse in Mosambik informiert. Nach der Einstellung dieser Reihe kam es vorübergehend zu einer Kooperation mit dem deutschen Koordinierungskreis Mosambik (KKM) bei der Herausgabe des Mosambik-Rundbriefs. Mittlerweile wurde aber auch das Solidaritätskomitee Mosambik ganz aufgelöst.

Einen verstärkenden Impuls erlebten die kulturellen Beziehungen 1996 durch Projekte des VIDC im Rahmen des Festivals ”Sura za Afrika” – Gesichter des Südens – und diverse Veranstaltungen und kulturelle Austauschprogramme: so trat zum Beispiel die mosambikanische Gruppe Ghorwane in Österreich und die Wiener Tschuschenkapelle in Mosambik auf und auch Venancio Mbande trat im Rahmen des Kulturprogramms ”Sura za Afrika” wieder mit seinem Timbila-Orchester auf. Zudem wurden Kreativworkshops bzw. ein interaktives Kulturprogramm in den Bereichen der Bildenden und Darstellenden Kunst gemeinsam organisiert. Die SchriftstellerInnen Pauline Chiziane (”Wind der Apokalypse”) und Mia Couto unternahmen Literaturtourneen durch Österreich. Zur Präsentation mosambikanischer Kunst nahmen Francisco Maria Conde und Silverio Sitoe an dem Symposium 1998 teil, das in Kooperation mit dem VIDC in der Kunsthalle Krems veranstaltete wurde.

Einen weiteren Höhepunkt in der kulturellen Zusammenarbeit gab es im Rahmen der humanitären Katastrophenhilfe, die Österreich bei den Überschwemmungen von 2000 und 2001 leistete. Angesichts der Flutkatastrophe fanden sich österreichische MusikerInnen und Kulturschaffende zusammen, um mit einem ”Konzert für Moçambique” die öffentliche Aufmerksamkeit und Anteilnahme wach zu halten und den Wiederaufbau in Mosambik zu unterstützen. Mit dem Reinerlös der Benefizveranstaltung (über 13.000 Euro) wurde ein Beitrag zu Projekten in Búzi in der Provinz Sofala zur Instandsetzung von zerstörten Brunnen für Trinkwasser und Bewässerung, sowie Unterkünften und Transportwegen geleistet. Unterstützung fand auch das Netzwerk „KünstlerInnen gegen Armut“ in Mosambik und die Initiative der afrikanischen Länder, eine Aufstockung der Mittel für internationale Entwicklungszusammenarbeit, u.a. durch einen vollständigen Schuldenerlass, zu fordern.

Im Herbst 2000 fand ein weiteres Benefizkonzert für Mosambik, diesmal mit KünstlerInnen aus Mosambik, statt. Im Gegenzug wurde im August 2002 in Matola, einem Vorort Maputos unter dem Motto „bridge over troubled water“ ein Solidaritätskonzert für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe in Europa gegeben – als Dank für die (künstlerische) Unterstützung und Hilfe im Jahr 2000. Das interdisziplinäre Kulturaustauschprojekt mit mosambikanischen KünstlerInnen aus dem Umfeld der Initiative „artists against poverty“ und dem österreichischen Posaunisten Werner Puntigam MO'SOME BIG NOISE läuft seit 2003, im Sommer 2005 kamen mosambikanische MusikerInnen auch nach Österreich. 2009 gastierte der mosambikanische Sänger Stewart Sukuma mit seiner Band in Österreich, mit im Team war auch der Linzer Musiker und Fotograf Werner Puntigam.änner 2003 gastiert das teatro avenida Maputo im Schauspielhaus Graz mit „ butterfly blues“ von H. Mankell. In Maputo kam es 2005 zur Aufführung von Schillers „Räuber“ unter österreichischer Mitwirkung im Teatro Avenida. Ferner wurde ein finanzieller Beitrag an die mosambikanische Theatergruppe NICE geleistet, anlässlich der Aufführung einer in Hinblick auf die AIDS-Problematik überarbeiteten Version von Schnitzler’s „Der Reigen“. 2009 wurde ein österreichisches, zeitgenössisches Tanztheaterstück im Rahmen des KINANI Tanzfestivals in Maputo aufgeführt.

 


Entwicklungszusammenarbeit


Basisdaten


Schwerpunktland der OEZA seit 1993

Gesamt-ODA Österreichs an Mosambik 2009 6,4 Mio. €; 1,8% der bilateralen ODA Österreichs

Koordinationsbüro der OEZA in Beira 1995-2005, Liaisonsbüro in Maputo 1997-2005. Seit 2005 befindet sich das Koordinationsbüro in Maputo.




Geschichtlicher Überblick und Aktueller Stand   

Die Entwicklungszusammenarbeit hatte schon bald nach der Unabhängigkeitserklärung im Bildungsbereich und in der Stadtplanung mit kleineren Projekten des damaligen Instituts für Internationale Zusammenarbeit (IIZ) eingesetzt. Davon abgesehen begannen ab den 80er Jahren jährliche Nahrungsmittelhilfen im Umfang von mehreren tausend Tonnen, das Gesamtvolumen der österreichischen EZA-Leistungen an Mosambik lag im Schnitt bei mehr als 3,63 Mio. Euro (50 Mio. ATS) jährlich. Weiters kam es Mitte der 80er Jahre zu einem verstärkten Engagement in Bewässerungs- und Viehzuchtprojekten und Projekten zur Errichtung von Schlachthöfen. Aufgrund von Überschwemmungskatastrophen stiegen die Zahlungen in Form von Exportkrediten weiter an. In dieser Phase wurde auch der Grundstein zu dem Großprojekt ”Hochwasserschutz am Rio Umbeluzi” an der Grenze zu Swaziland gelegt, das in Form von unterschiedlichen Projektvorhaben über Jahre ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Programm- und Projekthilfe an Mosambik war.

Einen verstärkenden Impuls erfuhr die Entwicklungszusammenarbeit durch den Abschluss eines Abkommens über technische und finanzielle Zusammenarbeit im Jahr 1985. Die damalige Schwerpunktsetzung lag in den Bereichen Viehzucht, Fleischverarbeitung, Eisenbahnbau und Wasserwirtschaft und es wurden vor allem Projekte zum Wiederaufbau des durch Krieg zerstörten Landes. In diesem Zusammenhang wurden projektbegleitend zwei EZA-Kredite für die ”Rehabilitierung v. Bewässerungsanlagen und einer Fabrik zur Erzeugung von Bewässerungssystemen” und zur ”Rehabilitierung der Machipanda-Beira Eisenbahnstrecke” an Mosambik vergeben. Auf Initiative des früheren Bundeskanzlers Vranitzky fand 1998/99 im Rahmen der HIPC-Initiative Mosambik eine Entschuldung dieser beiden Kredite über insgesamt 9,5 Mio.€ (130,7 Mio. ATS) statt.

Über 10 Jahre standen Hochwasserschutz, Schlachthofplanungen und die Eisenbahnrehabilitierung im Vordergrund, anlässlich der innenpolitischen Entwicklungen in Mosambik kam Anfang der 90er Jahre der Bereich „Hilfestellung und Ausbildung zur Wahlvorbereitung und Durchführung der Wahlen sowie Entsendung von WahlbeobachterInnen“ dazu. Entsprechende Projekte wurden vom damaligen Österreichischen Nord-Süd-Institut für Entwicklungszusammenarbeit (ÖNSI) durchgeführt z.T. mit groß angelegten Wahlinformationsprogrammen über Radio Moçambique. In dieser Zeit wurde die Forderung nach einer neuen inhaltlichen Programmierung und einem Länderprogramm für die Zusammenarbeit mit Mosambik laut. Seit 1993 ist Mosambik das einzige Schwerpunktland in der Schlüsselregion Südliches Afrika im Dreijahresprogramm der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. (als Schwerpunktland der OEZA wurde es bereits 1992 ausgewählt). Auf Basis von Erhebungen einer österreichischen Kommission wurde für die zukünftige Zusammenarbeit die sektorielle Schwerpunktsetzung in den Bereichen ”Demokratie, Zivilbevölkerung, Landwirtschaft, Kleinbetriebsförderung sowie Wasserwirtschaft” festgelegt. Bei den ersten Wahlen nach dem Friedensabkommen 1994 nahmen 15 österreichische WahlbeobachterInnen teil. Eine regionale Konzentration im Partnerland wurde für die Provinzen Sofala und Manica definiert. Seit 1994 ist die Provinz Sofala Schwerpunktregion, wobei sich die Projektaktivitäten auf folgende Distrikte konzentrierten: Buzi, Marromeu, Dondo (Stadt), Cheringoma und Chibabava. Die Schwerpunktregion der OEZA ist eine der ärmsten Provinzen Mosambiks. Etwa 90% der ländlichen Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Der Großteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird meist nur für den Eigenbedarf bewirtschaftet. Zu den Aktivitäten dieser Zeit zählte u.a. die langfristige Unterstützung des Projekts ”Capacity Building in der mosambikanischen Frauenorganisation Amai a pa Banda” dar, das 15 nach dem Bürgerkrieg zurückgekehrte Gruppen in den Distrikten Mwanza und Cheringoma unterstützte, um dort den sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau vorzubereiten.

Mit Errichtung des österreichischen Koordinationsbüros in der Provinzhauptstadt Beira 1995 kam es zur Erstellung des 1. Landesprogramms für den Zeitraum 1996-1998. Zur besseren Abstimmung mit anderen Geberländern bzw. der EU wurde zwei Jahre später ein Liaison-Büro in der Hauptstadt Maputo eingerichtet. Seit 2005 befindet sich nun das Koordinationsbüro der OEZA in Maputo. Das 2. Landesprogramm 1999-2001 konzentrierte sich auf die Zentrumsprovinz Sofala, welche den höchsten Armutsindex Mosambiks aufwies. In enger Abstimmung mit regionalen Regierungspartnern und durch Geberkoordinierung auf nationaler Ebene wurden im Rahmen des Landesprogramms vier Sektorprogramme in den Bereichen Demokratie & Dezentralisierung, Ländliche Wasserversorgung & Siedlungshygiene, Landwirtschaft und Kleingewerbe entwickelt und durch konkrete Projekte in ländlichen Distrikten der Provinz Sofala umgesetzt. Aber auch im Bereich der Entminung und der Konfliktbewältigung wurden Beiträge geleistet. Im November 2001 fand das zweite, vom Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (Stadtschlaining) in Mosambik durchgeführte interafrikanische Seminar zur Konzept- und Strategieentwicklung für Friedensbildung im südlichen Afrika mit internationaler Teilnahme aus 17 afrikanischen Staaten statt.

Die durch öffentliche Mittel finanzierte bilaterale Projektarbeit wurde zudem durch österreichische Trägerorganisationen mit Eigenmitteln ergänzt. Zu den durchführenden Organisationen der OEZA zählten das ÖNSI, CARE-Österreich, das IIZ (jetzt HORIZONT 3000), der ÖED (jetzt HORIZONT 3000) und die Firmen Ecotec, ADC – Development Corporation Projektmanagement GmbH. und TB-Weidel. Innerhalb Österreichs fanden sich VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), staatlicher Verwaltung, Firmen sowie interessierte Einzelpersonen zu einer Gruppe „Südliches Afrika“ zusammen und begleiteten die Ausarbeitung und Umsetzung des jeweiligen OEZA-Drei-Jahres-Programms für Mosambik.

Die Hochwasserkatastrophe im Jahr 2000 hatte auch die Provinz Sofala stark betroffen. Aufgrund der lokalen Infrastruktur des Koordinationsbüros der OEZA konnte ein wesentlicher Beitrag zu effektiver und effizienter Koordinierung des Hilfseinsatzes vor Ort geleistet werden und die Rehabilitierung zügig durchgeführt werden. Kurzfristig wurden als erste Maßnahme Ende Februar 2000 4 Mio. ATS umgewidmet. Für weitere Rehabilitierungs- und Verteilungsmaßnahmen (Trinkwasserversorgung in den Bezirken Búzi und Chibabava, landwirtschaftliche Anbauberatung und -unterstützung sowie Wiederaufbau von 435 Wohnhäusern in hochwassersichereren Gebieten im Bezirk Buzi) wurden von der Bundesregierung weitere 9,8 Mio. ATS genehmigt. Die österreichische Regierung entsandte 80 Bundesheersoldaten mit 4 Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen nach Mosambik. Die Gesamtkosten für den vierwöchigen Hilfseinsatz im Distrikt Chibutu betrugen rund 17 Mio. ATS. Mit Hilfe von Spendengeldern waren auch Caritas, Unicef Österreich, Diakonie Österreich, Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen, Care Österreich, Hilfswerk Austria und World Vision vor Ort tätig. Im Zuge der international angelaufenen humanitären Hilfe für die Naturkatastrophen in den Jahren 2007 und 2008 steuerte auch die OEZA zusätzliche Geldmittel für die betroffene Bevölkerung bei (vgl. ADA-Länderinformation Mosambik ).

Tabelle 3:
Die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit Österreichs mit Mosambik in Mio.€

  2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
ODA gesamt 5,5 2,3 22,7 3 4,2 3,5 5,6 2,8 8,8 6,4
Zuschüsse 5,5 2,3 22,7 3 4,2 3,5 5,6 2,8 8,8 6,4
Kredite - - - - - - - - - -
% der bilat. ODA 1,9% 0,5% 5,9% 1,5% 1,5% 0,4% 0,6% 0,3% 1,1% 1,8%
Quelle: OEZA-Statistik/ÖFSE/TBK; DAC-Statistik



Sektoren der Entwicklungszusammenarbeit und aktuelles Programm

Das aktuelle österreichische Programm, das über ländliche Entwicklung an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bevölkerung in den Distrikten entsprechende Strukturen und Mechanismen schaffen will, entspricht der nationalen Orientierung auf die Armutsreduzierung. Standen im ersten Landesprogramm mit Mosambik (1996-1998) noch Wiederaufbau und Friedenssicherung im Vordergrund, erlaubten in weiterer Folge die politische und wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes die Konzentration auf die Sektoren: Demokratieentwicklung und Dezentralisierung sowie Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, die auch das Trink- und Nutzwassermanagement umfasst.

Das jährliche Volumen der Hilfe lag in den letzten Jahren zwischen 2,27 und 8,8 Mio. EURO, das sind 0,8 bis 2,0 % der bilateralen österreichischen EZA. Das Landesprogramm Mosambik 2002 – 2005 hatte bereits „die Reduktion der absoluten Armut und Verbesserung der Lebensbedingungen der Familien in ländlichen Gebieten der Provinz Sofala unter Einbeziehung aller Beteiligten in den Prozess einer nachhaltigen demokratiepolitischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Entwicklung“ als Oberziel. Damit folgte es in Übereinstimmung mit der internationalen Gebergemeinschaft der nationalen Strategie zur Armutsreduktion. Eine lokale wie inhaltliche Konzentration vereinte die bislang relevanten Sektoren Demokratie und Dezentralisierung (D&D), Landwirtschaft (LW), Mikro-, Klein- und Mittelbetriebsförderung (MKMB), Wasserversorgung und Siedlungshygiene (WA) auf die beiden Sektoren Ländliche Entwicklung und Dezentralisierung in der Provinz Sofala. Diese beiden Sektoren beinhalteten insgesamt sieben verschiedene Interventionsbereiche, wobei sich entsprechend den mehrjährigen Erfahrungen Ländliche Entwicklung aus den Komponenten Landwirtschaft, Wasser, und Klein- und Mittelbetriebsförderung zusammensetzt und der Sektor Dezentralisierung aus den Komponenten Distrikt- und Gemeindeentwicklung, Geographische Informationssysteme, Entminung und Medienentwicklung bestand. Das darauffolgende Programm (2006-2009) führte die Fokussierung fort: die Stärkung des Dezentralisierungsprozesses durch Kapazitätenentwicklung in der Provinz Sofala wurde als Schwerpunkt der Zusammenarbeit definiert, wobei sich die Maßnahmen auf die Bereiche Kleinbäuerliche Landwirtschaft, Ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene und Infrastruktur (vgl. ADA-Länderinformation). Ergänzend setzten jährliche Zahlungen im Rahmen der Sektorbudgethilfe an das mosambikanische Landwirtschaftsministerium für die nationale landwirtschaftliche Entwicklungsstrategie (ProAgri) sowie für die allgemeine Budgethilfe gemeinsam mit der Gebergruppe (G19) ein.

Mit ihrer aktuellen Länderstrategie für Mosambik 2010-2013 setzt die OEZA in Abstimmung mit den anderen Gebern innerhalb der G19 den bisherigen Prozess der Fokussierung auf den Dezentralisierungsprozess bzw. die lokale Entwicklung (Schwerpunktsektor Regierungsführung) fort. Prioritär behandelt werden dabei die beiden Sektoren Nachhaltige Wasserversorgung/Siedlungshygiene (Aufbau und Erhalt der Infrastruktur, Stärkung von Organisationen in der Verwaltung für ausgewogenen Zugang zu Trinkwasser und Abwasserentsorgung) und Nachhaltige Förderung für die Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen im Bereich Landwirtschaft/Ländliche Entwicklung (Förderung von lokaler wirtschaftlicher Entwicklung, Ernährungssicherung, gleichem Zugang zu natürlichen Ressourcen, Märkten, Dienstleistungen, lokal relevanter Forschung, nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen, Schutz von Biodiversität, Anpassung an die Klimaveränderungen, Risikomanagement und sozialer Netze), wobei die Querschnittsthemen Regierungsführung, Menschenrechte, Friedensförderung und Konfliktprävention, Gender und Förderung von Frauen, Umwelt und natürliche Ressourcen generelle Berücksichtigung finden.

Weitere Finanzierungsinstrumente sind die Unterstützung österreichischer NGOs in ihrem Beitrag zu Kapazitätenaufbau, Technischer Hilfe und Know-how Transfer, Humanitäre Hilfe (Katastrophenmanagement, Nahrungsmittelhilfe für lokale Gemeinden), Antiminenprogramme, Privatsektorentwicklung (Unternehmenspartnerschaften), Forschung und höhere Bildung (Stipendienprogramme, institutionelle Kooperationen zwischen Universitäten und Forschungseinrichtungen) sowie multilaterale Projekte. Zudem ist die Kooperationsstrategie eingebettet in das regionale OEZA-Engagement in der SADC-Region (ParlamentarierInnenaustausch, Landfrage im Zusammenhang mit Armutsreduktion und Ressourcenmanagement, regionales Energieversorgungsprogramm, HIV/Aids-Regionalprogramm).

Das Koordinationsbüro beteiligt sich auf Landesebene am Koordinierungsprozess zwischen Regierung und Gebergemeinschaft und auf Provinzebene an der Durchgängigkeit des Regierungsprogramms zur Armutsbekämpfung und seiner Verknüpfung mit den PDDP (Participatory District Development Plans). Seit 2007 ist die OEZA  auch auf allen Ebenen der Programme Aid Partnership (PAP) sowie in den Dialoggruppen zur Budgethilfe im Sektor Landwirtschaft (ProAgri) und in der öffentlichen Finanzverwaltung vertreten. Der Interventionsbereich Dezentralisierung soll im Sinne einer erfolgreichen Armutsreduktion in ländlichen Gebieten (Distriktsentwicklungspläne) ein dezentrales Zusammenspiel von staatlicher Verwaltung, Zivilgesellschaft (inklusive traditioneller Strukturen) und Privatsektor fördern. Das Koordinationsbüro der OEZA ist dabei für Programm- und Monitoringprozess verantwortlich, wobei die jeweiligen Maßnahmen und Ergebnisse auf Projektebene mit allen Beteiligten (Regierung, Provinz- und Distriktverwaltung, NGOs, anderen Gebern und Interessierten) diskutiert und neue Initiativen im Vorfeld besprochen werden.


Grafik:
Die österreichische EZA an Mosambik nach Sektoren 2009 (in % der ODA)

SUMME (in Mio.€)

6,4


Quelle: OEZA-Statistik


Durch Ernährungssicherung, Steigerung der Haushaltseinkommen durch Überschussproduktion sowie Zugang zu Trinkwasser und Siedlungshygiene soll ein Beitrag zur Armutsreduktion bei Familien in ländlichen Gebieten geleitet werden. Gegenwärtig ist die Ländliche Entwicklung geprägt durch die fortschreitende Implementierung des sektorweiten Programms (SWAP) PROAGRI, dem Nationalen Programm für Landwirtschaftliche Entwicklung. Im Zuge dessen werden zahlreiche Programme und Projekte in ländlichen, zumeist abgelegenen und benachteiligten Regionen des Landes durchgeführt. Das Programm wird von der Gebergemeinschaft in großem Umfang unterstützt und beinhaltet auch die Reform des Landwirtschaftsministeriums. In Abstimmung mit der Provinzdirektion finanziert die OEZA Projekte auf drei Interventionsebenen: APROS steuert lokal die staatliche landwirtschaftliche Organisationsreform auf Provinz- und Distriktebene. So wird die Direktion für ländliche Entwicklung der Provinz Sofala im Rahmen des Programms DPADR Sofala - Assistance for implementation of PROAGRI - (APROS) in technischen Belangen und in der Ausstattung unterstützt. In den Distrikten Búzi und Dondo wurden die Voraussetzungen für die Planung und das Monitoring des landwirtschaftlichen Beratungsdienstes für 8.000 Familien geschaffen. Auf Seite der ländlichen Bevölkerung vergrößert PACDIB die Reichweite des landwirtschaftlichen Beratungsdienstes im Distrikt Búzi und dokumentiert ertragreiche Produktionsformen zur Einkommensverbesserung in ländlichen Haushalten, u.a. durch die Markt-Orientiertheit der Produktion, des Zugangs zu Produktionsmitteln und verbesserten Vermarktungsstrukturen durch Selbstorganisation der Interessens- und Produzentengruppen. Besondere Schwerpunkte liegen in der Viehzucht, der Fischerei und dem alternativen Feldbau. Die Regierung startete ein HIV/Aids Aufklärungsprogramm für diese Fachkräfte. Sie werden über präventive Maßnahmen informiert und bei Verdacht auf Infektion medizinisch beraten und behandelt. Als Verbindungsleute zu den ländlichen Gemeinden haben die ländlichen BeraterInnen nun auch die Aufgabe, die Bevölkerung über HIV/Aids und die Ansteckungsgefahren aufzuklären. PROMEC - Economic Promotion of Smallholder Farming Units - initiiert Partnerschaften zwischen ProduzentInnen, LieferantInnen und AbnehmerInnen im Umkreis von Erzeugergemeinschaften, basierend auf den Ergebnissen der mehrjährigen Zusammenarbeit des abgeschlossenen Projektes PIRAC (ÖNSI) mit Genossenschaften und deren Provinzverband in den Distrikten Búzi und Dondo. Die Provinz Sofala verfügt als Folge dieser Projektintervention über die höchste Anzahl an registrierten kleinbäuerlichen Genossenschaften.

Im Wassersektor wurden von österreichischer Seite über Jahrzehnte für den Hochwasserschutz (Projekt am Rio Umbeluzi in der Nähe der Hauptstadt Maputo zur Einrichtung eines Hochwasservorwarnsystems mit der Donaukraft-Engineering/DKE als Projektträger und der Firma Fleck als Lieferant der Telemetrieausrüstung) große Beiträge geleistet. Mittlerweile werden im Rahmen eines sektorweiten Ansatzes auf nationaler Ebene dezentrale Lösungsansätze zur Steigerung der quantitativen und qualitativen Trinkwasserversorgung und Siedlungshygiene unterstützt. Das Projekt PAARSS (adc Austria) trägt seit 1999 erfolgreich zur Bewusstseinsbildung einer nachfrageorientierten Wasserversorgung bei der ländlichen Bevölkerung in fünf Distrikten und der zuständigen Provinzdirektion bei, was wiederum die Grundlage für die nachhaltige Bereitstellung von kollektiven Wasserversorgungssystemen schaffen soll. Ziel dabei ist einerseits die Schaffung von Wartungs- und Instandhaltungseinrichtungen durch die Bevölkerung, um lokale Wassermanagement-Komitees unter Beteiligung von sowohl lokalen NGOs und örtlichen Verwaltungseinrichtungen zu erreichen, sowie die Errichtung und Rehabilitierung von bestehenden technischen Einrichtungen (Handpumpen, Bohrlochreinigungen etc.).

2004 wurde eine umfassende Evaluierung des Landesprogramms Mosambik der OEZA durchgeführt, deren Ergebnisse zeigen, dass österreichische Interventionen in Mosambik durchgehend als relevant angesehen werden, da sie den Grundprinzipien der nationalen Politik zur Armutsreduzierung entsprechen und mit sektorrelevanten Politiken übereinstimmen. Lokale Regierungsvertreter sind mit der Koordination und Zusammenarbeit mit den österreichisch finanzierten Projekten weitgehend zufrieden, jedoch wird auch auf mangelnde Abstimmung österreichischer Aktivitäten mit Provinzentwicklungsplänen und –programmen hingewiesen. Eine Reihe von Projekten, die nicht ins Landesprogramm integriert oder vom Landesprogramm erfasst werden, haben keine Kooperation oft nicht einmal Kommunikation mit den Projekten des Landesprogramms. Alle beteiligten Akteure, inklusive Zielgruppen, stimmen darin überein, dass die Aktivitäten der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit einen hohen Impakt hatten und beträchtlich zur Armutslinderung in der Provinz Sofala beitrugen. Auf nationaler Ebene wurde die Sichtbarkeit aber als relativ gering eingeschätzt, was primär auf das geringe Budgetvolumen und auf die mangelnde Präsenz Österreichs in Maputo zurückzuführen ist. Die Ergebnisse dienen auch als Grundlage für die Konzeption des neuen Kooperationsprogramms.
Eine Übersicht zu den laufenden Projekten der OEZA in Mosambik bietet die geberfinanzierte Datenbank zu Projekten und Programmen im Rahmen der ODA an Mosambik.

 

Tabelle 4:
Die bilateralen Zuschüsse Österreichs an Mosambik 2009 in €

Projektträger Gegenstand ausbezahlt
1. ADA Budget (Austrian Development Agency)
Bildung
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Trainingszentr m für unterprivilegi rte Jugendliche, Beira  41.478
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Einführung eines Unive
sity Information Systems (UIS) für die Katholische Universität Mosambiks
41.478
ÖAD GmbH Nord-Süd-Dialog Stipendienprogramm: Länderanteil auf Basis von Personen-Stipendienmonaten 28.674
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Enterprise Resource Planning im Universitätsinformationssystem (UIS) der UCM Beira 10.369
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Softwareentwickler an der UCM - Universidade Católica de Moçambique 41.478
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Aufbau, Training und Verwaltung der Studentendatenbank der Universidade Católica de Moçambique (UCM) 34.565
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Aufbau einer PR & Marketing Abteilung sowie Aus- & Weiterbildung von Mitarbeitern an der Universidade Católica de Moçambique (UCM) 34.565
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Accountant für Universitätsinformationssystem (UIS) an der UCM Beira 27.652
Gesundheit und Programme für Bevölkerung und reproduktive Gesundheit
Licht für die Welt Beitrag zum Jahresprogramm 2006-08: Nationales Blindenverhütungsprogramm - Ausbau von Augenabteilungen in Zentral- & Nordmozambique 32.780
ÖRK NRO-Kofinanzierungsprojekt: Gesundheitsförderung durch Kapazitätsaufbau in Sofala - Öst. Rotes Kreuz 30.000
World  Vision NRO-Kofinanzierungsprojekt: Projekt Chiwetero im Distrikt Machanga 3.885
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Organisationsberatung Rudo-Kubatana, NPO im Bereich HIV/Aids in der Provinz Manica 6.913
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: AIDS-Prävention Mangunde, Mosambik 82.955
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: AIDS-Prävention - Entwicklung eines leicht verständlichen Sensibilisierungsprogramms (TIOS) 17.282
Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
DPOPHS Abschlussphase PAARSS II, Ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene Sofala -403
ECOTEC GmbH Ländliche Wasserversorgung und Siedlungshygiene in Sofala, Paarss, Phase III 1.050.000
AMURT Österreich NRO-Kofinanzierungsprojekt: Wasser- und Sanitätsversorgung in den Distrikten Chibuto und Xai-xai, Trainings- und Bildungsmaßnahmen 25.000
Regierung/Zivilgesellschaft
ECOTEC GmbH Beitrag zur Förderung der Distrikt- und Munizipienentwicklung in Caia (PAC - Vorwärts Caia) 164.912
Danish Embassy Maputo Mitfinanzierung der Statuserhebung der Gemeindeverwaltungen in Mosambik 0
ECOTEC GmbH Errichtung eines Dienstleistungszentrums, Casa Algarve, der Distriktadministration Buzi -1.782
Dänische Botschaft Maputo Joint Austrian-Danish-Swiss support to municipalities in Mozambique 1.000.000
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Berater für NRO Kwaedza Simukai Manica 24.195
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Beraterin Finanzen ANDA / KSM / Radio Manica 24.195
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Rádio Comunitária Gesom: Aufbau eines Reparaturzentrums für Gemeinderadios 27.652
Panos Institute Global Issues Journalism Fellowships - Anteil Mozambique 125.000
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Berater für soziale Kommunikation am ICS - Instituto de Comunicação Social 6.913
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Organisationsentwicklung bei MULEIDE - Beraterin für Fraueninitiative, Sofala 17.282
FSD Institutional Support to the National Demining Institute in Mozambique 15.213
Handicap International Mine Action Project, Sofala Province, Mozambique 120.000
Sonstige soziale Infrastruktur
World  Vision NRO-Kofinanzierungsprojekt: Anwaltschaft für Waisen und verletzliche Kinder - Bekämpfung der Armut und Stärkung von Kinderrechten 22.700
Licht für die Welt Kofinanzierung LFDW-Rahmen 2009-2011: Gemeindenahe Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen in Sofala 49.704
HORIZONT 3000 Personaleinsatz:  Verbesserung des Fundraising zur Aufrechterhaltung sozialer Basisdienste, Sofala 17.282
Land- und Fortwirtschaft
MINAG MOZ PROAGRI II - Beitrag OEZA zur sektoriellen Budgethilfe Landwirtschaft für Sofala 1.000.000
Horizont3000 Consult PROMEC II -  Wirtschaftsförderung für Kleinbauern in Sofala 74.351
Hilfswerk Austria NRO/EU-Kofinanzierung: Sicherung von Landtiteln in Sofala 109.200
Elaion AG IZW-Projekt: Kultivierung der Energiepflanze Jatropha in Polykultur 83.000
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und Stärkung der bäuerlichen Wirtschaft  (MILHA 8) 17.282
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Beratung lokaler Bauern-Organisationen in der Provinz Manica (AKSM) 6.913
Allgemeine Budgethilfe
Min. Planning & Development Beitrag OEZA zur generellen Budgethilfe Mosambik 1.600.000
Tourismus
ARGE Tourismus Salzburg Lehrgang Tourismus- und Hotelmanagement: Länderanteil auf Basis von Personen-Stipendienmonaten 16.621
 
multisektorielle Programme / Ländliche Entwicklung
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Strategieentwicklung Diözese Pemba zur Verbesserung lokaler administrativer Strukturen bei Entwicklungsprojekten 17.282
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Beraterin für Fundraising in der Diözese Pemba zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten 17.282
HORIZONT 3000 Personaleinsatz: Entwicklung eines effizienten Prozessmanagements für Entwicklungsprojekte der Diözese Pemba 17.282
Katastrophenhilfe
ECOTEC GmbH Rehabilitierung von Basisinfrastruktur (PADM) auf Grund der Überschwemmung 2007 36.292
Zwischensumme ADA-Budget 6.117.442
2. Andere Ministerien
AAF Austrian Medical Seminars - Weiterbildungsseminare für Mediziner (1 Teilnehmer) 905
CGIAR (IARC) Earmarked contribution to CGIAR: research project - improving farmers livelihoods 204.916
Zwischensumme Andere Ministerien 205.821  
3. Bundesländer und andere öffentliche Stellen
CARITAS Feldkirch Ausstattung für das Mädcheninternat in Barada 15.000
Privatperson(en) Schulprojekt Crianca para Crianca - Dachausbau in Quelimane 8.000
Schwestern vom Kostbaren Blut Unterstützung eines Projekts zur Pflege von Aids-Waisen, Maputo 200
Diakonie Auslandshilfe Unterstützung eines Projektes zur Förderung des Anbaus von Lebensmitteln zur Unterstützung sozialer Einrichtungen 1.400
HORIZONT 3000 Beihilfe zu Einsatzkosten oö. Entwicklungshelfer 12.500
Zwischensumme Bundesländer und andere öffentliche Stellen 37.100
ODA-ZUSCHÜSSE Gesamt 2009 6.360.363

Quelle: ADA/ OEZA-Statistik;

 

Private Entwicklungszusammenarbeit

Die private Entwicklungszusammenarbeit mit Mosambik ist – mit Ausnahme der beiden Katastrophenjahre 2000 und 2001 –von geringerem Umfang als die Öffentliche, in den vergangenen Jahren machte sie zwischen 0,7-15 Mio. € aus. Ein Teil der privaten finanziellen Mittel entspricht dem Eigenmittelanteil bei kofinanzierten Projekten der in Mosambik tätigen Organisationen wie CARE Österreich, den Mitgliedsorganisationen der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO), Ärzte ohne Grenzen, World Vision, HORIZONT 3000, Licht für die Welt, Ärzte ohne Grenzen (MSF), Hilfswerk Austria, SOS-Kinderdorf und Österreichisches Rotes Kreuz.

In den Jahren 2000 und 2001 bestand die private EZA zu großen Teilen aus Katastrophenhilfe von Caritas, Unicef Österreich, Diakonie Österreich, Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen, Care Österreich, Hilfswerk Austria und World Vision. Die Caritas Feldkirch führte über viele Jahre in der Provinz Maputo zwei Dorfentwicklungsprogramme. Seit 1996 entstanden im Rahmen des Projekts Massaca 90 Wohnhäuser, eine Tischlerwerkstatt sowie ein Altersheim, in weiterer Folge wurde die Dorfschule renoviert, ein Projekt zur Wasserversorgung und der Ausbau einer Haushaltsschule gestartet. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Missionsschwestern vom „Kostbaren Blut“ als lokaler Projektpartner werden seit 2006 die Ausbildung bedürftiger junger Frauen finanziert und verschiedene Tagesbetreuungsstätten für Aids-Waisen betreut. Ziel ist die positive Veränderung der Lebensbedingungen von Kindern, welche durch HIV/Aids, Malaria und anderen Erkrankungen ihrer Eltern zu Halb- oder Vollwaisen wurden.  Licht für die Welt finanziert ein Augengesundheitsprogramm, im Norden und Zentrum des Landes unter anderem durch den Ausbau von Augenkliniken und ein Blindheitsverhütungsprogramm. Ergänzend dazu wird ein für Ausbildungsprogramm und Rehabilitierungsprogramme Kinder und Erwachsene mit Behinderungen finanziert. Der Entwicklungshilfe-Klub, SOS Kinderdorf International, World Vision führt seit mehreren Jahren ein Regionalentwicklungsprogramm zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Kinder und Familien in der Projektregion durch. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf die Bereiche Gesundheit, Wasserversorgung und Hygiene, Ernährung, Bildung, Landwirtschaft und Katastrophenvorsorge. CARE Österreich führt Projekte in den Bereichen Landwirtschaft und Wasserversorgung, HIV/AIDS, Bildung, Gesundheit sowie Kleinkreditprogramme durch. Im Rahmen spezieller Programme werden Kinder, die von HIV/AIDS und dessen Auswirkungen betroffen sind, betreut. Des Weiteren stellt die Aus- und Weiterbildung von Mädchen einen Schwerpunkt der Arbeit von CARE in Mosambik dar. Das Hilfswerk Austria ist in den Bereichen lokale Trinkwasserversorgung und Verbesserung des lokalen Gesundheitssystems durch Kapazitätenaufbau in der Provinz Sofala tätig. Zudem finanziert es ein Aids-Waisenprojekt. Ärzte ohne Grenzen ist seit 1984 in Mosambik tätig, seit 2001 führt Ärzte ohne Grenzen zwei Projekte zur medizinischen Betreuung von HIV/Aidskranken und dem Aufbau lokaler Kapazitäten in diesem Bereich. Das Solidaritätskomitee für Mosambik Österreich informierte viele Jahre über Mosambik und finanzierte Kleinprojekte in den Bereichen Landwirtschaft, Infrastruktur und Bildung.



Tabelle 5 :
Zuschüsse der NGOs an Mosambik 2009 (in  €) *

PROJEKTTRÄGER GEGENSTAND AUsBEZAHLT
AMURT Österreich NRO-Kofinanzierungsprojekt: Wasser- und Sanitätsversorgung in den Distrikten Chibuto und Xai-xai, Trainings- und B ildungsmaßnahmen - Eigenmittel 10.000
Diakonie Auslandshilfe Lebensmittelversorgung für Sozialzentrum 2.048
Hilfswerk Austria NRO/EU-Kofinanzierung: Sicherung von Landtiteln in Sofala - Eigenmittel 4.303
KOO-Mitgliedsorganisationen Multisektorielle Leistungen der KOO-Mitgliedsorganisationen privaten Mitteln 76.733
KOO-Mitgliedsorganisationen Leistungen der KOO-Mitgliedsorganisationen auf dem Sektor "Soziales/Wohlfahrt" aus privaten Mitteln 165.250
KOO-Mitgliedsorganisationen Leistungen der KOO-Mitgliedsorganisationen auf dem Sektor "Unterstützung der Zivilgesellschaft" aus privaten Mitteln 73.841
KOO-Mitgliedsorganisationen Leistungen der KOO-Mitgliedsorganisationen auf dem Sektor "Land- und Forstwirtschaft und Fischerei" aus privaten Mitteln 6.837
KOO-Mitgliedsorganisationen Leistungen der KOO-Mitgliedsorganisationen auf dem Sektor "Gesundheit" aus privaten Mitteln 9.197
KOO-Mitgliedsorganisationen Leistungen der KOO-Mitgliedsorganisationen auf dem Sektor "Bildung" aus privaten Mitteln 173.651
KOO-Mitgliedsorganisationen Leistungen der KOO-Mitgliedsorganisationen auf dem Sektor "Reproduktive Gesundheit" aus privaten Mitteln 32.818
Licht für die Welt Koordination der Arbeit von Licht für die Welt, Koordinationsbüro 31.374
Licht für die Welt Medizinische Güter für die Augenklinik Maputo 3.742
Licht für die Welt Unterstützung einer Blindenschule 20.878
Licht für die Welt Personaleinsätze von medizinischem und administrativem Personal in Mozambique 81.883
Licht für die Welt Blindheitsverhütungsprogramm in den Provinzen Sofala, Zambezia und Tete 176.315
Licht für die Welt Rehabilitations- und Sportprogramme für Menschen mit Behinderungen in Sofala, Niassa und Beira 40.053
Licht für die Welt Unterstützung von Augenabteilungen 23.087
MSF- Ärzte ohne Grenzen Programm zur Bekämpfung von HIV/Aids in Lichinga 200.000
ÖRK Gesundheitsförderung - Community Based Health Care (Ausbau der Strukturen) 90.508
SOS Kinderdorf Nachhaltige Betreuung, Ausbildung und gesellschafltiche Integration elternloser Kinder in SOS-Kinderdörfern 20.783
World  Vision Langfristiges Regionalentwicklungsprogramm 317.196
SUMME NGOs  

1.560.498

Quelle: ADA/ OEZA-Statistik; * erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da nur jene Projekte erfasst werden konnten, die an die OEZA-Statistik gemeldet wurden.

 

Wirtschaftsbeziehungen Österreich - Mosambik

Das durchschnittliche Außenhandelsvolumen pro Jahr erreichte in den 70er Jahren bei den Exporten um die 7,27 Mio. Euro (100 Mio. ATS) und bei den Importen um die 6,5 Mio. Euro (90 Mio. ATS) ein Maximum, das erst wieder 2000 und 2001 überboten wurde. Dabei wurden größtenteils Maschinen, Verkehrsmittel und bearbeitete Waren exportiert und Eisen, sowie Kupfer und Tabak importiert. In den 80er und 90er Jahren nahmen die Importe aus Mosambik aufgrund der instabilen Lage drastisch ab. Die Exporte blieben jedoch auch während der Zeit des Bürgerkrieges durch österreichische Projekte und Hilfsleistungen (Wasserbau und Transportsektor) auf demselben Niveau. Seit 1992 ist auch bei den Importen eine deutliche Intensivierung zu erkennen, hier spielen laut Berichten der Außenwirtschaft (AWO) der Wirtschaftskammer Österreichs die Entwicklungszusammenarbeit und internationale Finanzierungen Warenimportprogramme verbunden mit Entwicklungshilfeleistungen) eine wichtige Rolle. Als Hemmfaktoren für eine Intensivierung der Außenhandelsbeziehungen können mangelnde Landeskenntnisse und Information über Mosambik, geringe Erfahrungswerte der österreichischen Wirtschaft in Mosambik und die Sprachbarriere (portugiesisch als Landessprache) genannt werden. Eine 1998 durch die damalige Staatssekretärin Benita Ferrero-Waldner vorgestellte Initiative der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung von Wirtschaftspartnerschaften hat bislang bei österreichischen Wirtschaftstreibenden in Mosambik nur zu geringen konkreten Resultaten geführt. Seit 1998 nahmen die Importe Österreichs an mineralischen Rohstoffen zu und erreichten mit der Einfuhr von Aluminium im Wert von 8,5 Mio. Euro (117 Mio. ATS) im Jahr 2000 und im Jahr 2001 mit 49,8 Mio. Euro (685 Mio. ATS) einen Höhepunkt. Die zuständige österreichische Außenhandelsstelle für Mosambik war lange Jahre in Harare/Simbabwe und wurde ab Jänner 2002 nach Johannesburg in Südafrika verlegt. Der Außenhandel Mosambiks veränderte sich seit dem Jahr 2001 sehr stark, die Exporte des Landes stiegen bis 2005 auf das 8fache an und betrugen rd. 1.800 Mio. US$. Rund 85% der Exporte verdankt Mosambik seinen Großprojekten wie der Mozal-Aluminiumschmelze und der Erdgaspipeline. Weitere wichtige Devisenbringer sind Garnelen, Tabak und Zucker. Bei den Importen dürften die Großprojekte mit etwa 16% zu Buche schlagen. Mosambik führt vornehmlich Maschinen, Transportausrüstung, Treibstoff, Textilien und Metallprodukte ein.


Grafik:
Außenhandel Österreichs mit Mosambik (in Mio. €)

Quelle: Statistik Austria

Wichtigste Waren seit 1999

Einfuhren: Aluminium (mitunter bis zu 99 %), Tabak, mineralische Rohstoffe, Bekleidung

Ausfuhren: Holz, Papier, Maschinen (zur Behandlung von Mineralien und Erzen), Messgeräte, Teile von Hebe-, Belade- und Fördergeräten, Mobilkrane und Krankraftkarren




Überblick zu den wirtschaftlichen Beziehungen Österreichs zu Mosambik
Eine Auswahl von relevanten Internetadressen zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Mosambik finden sie auf eza.at.


Anhang

Wichtige Adressen


Österreichische Botschaft in Simbabwe
13, Duthie Road, Alexandra Park; Harare - Simbabwe
PO-Box: 4120 Harare - Simbabwe
Tel: (+263/4) 70 29 21, 70 29 22, 70 76 48,
Fax: (+263/4) 70 58 77
E-Mail: harare-ob@bmaa.gv.at
zuständig für Simbabwe, Mosambik, Angola, Malawi, Sambia


OEZA-Koordinationsbüro Maputo
Av. Tomás Nduda nº 1000, Polana, Maputo
Postfach C.P. 1107
Telefon: +258 21 49 73 06
Fax: +258 21 49 73 04
E-Mail: maputo@ada.gv.at


OEZA-Büro für Entwicklungszusammenarbeit
(Außenstelle des Koordinationsbüros in Beira)
Predio de SDV/AMI, 3º andar, Avendia Poder Popular nº 264, Bairro Chaimite, Beira
Tel: +258 23 32 58 02
Fax: +258 23 32 57 98
E-Mail: beira@ada.gv.at


Österreichisches Honorarkonsulat
(ohne Pass- und Sichtvermerksbefugnis)
Av. 24 de Julho - 4, Maputo - Mosambik
PO-Box: 487 Maputo - Mosambik
Tel: (+258/21) 32 32 44; 42 99 78
Fax: (+258/21) 32 53 87


Österreichische Außenhandelsstelle in Johannesburg
Cradock Heights , 2nd Floor, 21 Cradock Ave , Rosebank, Johannesburg 2196 - Südafrika
Tel:(+27/11) 442 71 00
Fax: (+27/11) 442 83 04
E-Mail: johannesburg@wko.at ;
URL: http://www.austriantrade.org/za

Zuständige Botschaft in Berlin
Botschaft der Republik Mosambik
Stromstraße 47, D-10551 Berlin
Tel.: (+49/30) 39 87 65 00
Fax: (+49/30) 39 87 65 03
e-mail: emoza@aol.com

NGO´s und Firmen sind auf eza.at abrufbar.

 

Wichtige Webadressen:

Deutschsprachige Länderinformationen zu Mosambik gibt es bei folgenden Organisationen:

Munzinger-Archiv
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Austrian Development Agency
Wirtschaftskammer Österreich
GIZ

Eine Zusammenstellung ausgewählter Links zu Mosambik ist über eza.at abrufbar.

 

VERWENDETE UND WEITERFÜHRENDE LITERATUR

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Slezak, Gabriele; Richard Langthaler
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Mozambique - Rising from the ashes
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Eine ausführliche Literaturliste befindet sich im Länderprofil „Mosambik“ der ÖFSE (2003).

Eine zusätzliche Literaturliste bietet der Dritte Teil „Handbuch Afrika“ von Walter Schicho.

Die Bibliothek des Dokumentations- und Kooperationszentrums Südliches Afrika (SADOCC) erschließt thematisch einschlägige Spezialliteratur zu Mosambik.

Abkommen

Liste der Bilateralen Staatsverträge - Vertragsübersicht zwischen Österreich und Mosambik.


Weiterführende Literatur kann in der ÖFSE-Bibliothek bzw. über WWW.EZA.AT eingesehen werden.


Grafische Gestaltung und technische Umsetzung: Alexandra Erös
Copyright © 2011 Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung