Detail

Back to overviewÖFSE-Forum 68

Ethnologische Museen im 21. Jahrhundert. Eine vergleichende Fallstudie des Berliner Ethnologischen Museums im Humboldt-Forum und des Weltmuseums Wien in der Neuen Burg

Elisa Frei

Wien, June 2019 | 978-3-902906-30-4

Die Masterarbeit von Elisa Frei behandelt ein Thema, das durch den im November 2018 an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron übergebenen Bericht der französischen Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy und des senegalesischen Ökonomen Felwine Sarr („The Restitution of African Cultural Heritage. Toward a New Relational Ethics“) wieder in die Seiten der aktuellen Berichterstattung gefunden hat. Diesmal mündeten die Forderungen der Wissenschaft aber in der Rückgabe von 26 Werken aus Frankreichs Museen an den Benin und der Bereitschaft Frankreichs, innerhalb der nächsten 5 Jahre die Bedingungen für die endgültige oder vorübergehende Rückgabe afrikanischen Kulturgutes an Afrika zu schaffen. Stehen wir vor einem Wendepunkt nicht nur im Diskurs über die Rückgabe des afrikanischen Kulturerbes, sondern vor allem in der konkreten Politik? Nach internationalen Schätzungen befinden sich 90-95 % des Kulturerbes von Subsahara Afrika in westlichen Museen.
Sowohl die Studie von Savoy and Sarr, als auch die Ankündigungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron haben daher die Diskussion über die Rückgabe von „Kolonialkunst“ neu in Gang gesetzt, zumal viele ethnologische Museen in Europa davon betroffen sind.

Die Masterarbeit von Elisa Frei, die sich zentral mit der Verflechtung von Kolonialismus, ethnologischen Museen und der Konstruktion der „Anderen“ am Beispiel zweier ethnologischer Museen (Berliner Ethnologisches Museum im Humboldt-Forum, Weltmuseum Wien) beschäftigt, bietet daher einen überaus aktuellen Beitrag zu dieser Diskussion.

Back to overview