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2020 -

Online

Webinar "Quo vadis, Europa? - EU-Entwicklungspolitik nach Covid-19"

Die globale COVID-19 Krise hat für die Länder des Globalen Südens gravierende gesundheitliche, aber auch ökonomische Folgen, auf welche die internationale Staatengemeinschaft, aber vor allem auch die Europäische Union rasche und effektive Antworten finden muss. Dies betrifft einige Politikfelder.

Der nationalstaatliche Fokus der politischen Reaktionen auf COVID-19 hat zu einer weiteren Schwächung internationaler Zusammenarbeit geführt. Daher müssen sich die PolitikerInnen in Europa die Frage stellen, ob die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) im globalen Süden überhaupt noch erreicht werden können. Welche Formen internationaler Kooperation braucht es und welche realistischen Initiativen gibt es derzeit dafür?

COVID-19 und seine Auswirkungen haben auch die Herausforderungen der Klimakrise auf der politischen Tagesordnung nach hinten gereiht. Wie kann unter diesen Rahmenbedingungen das Ziel, die globalen Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Null zu reduzieren, weiter vorangetrieben werden? Der Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber forderte jüngst in einem Interview im Standard einen Vertrag zwischen Jung und Alt: Die Jungen sollen Ältere vor Corona schützen, dafür setzen sich diese für Klimaschutz ein. Das verdeutlicht die Frage nach potentiellen Synergien zwischen der COVID-19 Krise und der europäischen bzw. globalen Klimapolitik.

Angesichts von COVID-19 droht für die afrikanischen Länder neben den gesundheitspolitischen Herausforderungen vor allem eine massive Wirtschaftskrise und ein Anstieg von Armut. Welche Änderungen braucht es angesichts der großen Bedeutung des afrikanischen Kontinents für die EU bei der EU-Afrikastrategie? Diese Fragen wollen wir auch im Hinblick auf den EU-Afrika-Summit Ende Oktober in Brüssel gemeinsam mit unseren Gästen diskutieren. Klar ist, die globalen Probleme brauchen rasche und effektive politische Antworten.

> Technik & Standards: Das Webinar findet über Zoom statt und wird aufgezeichnet.
> Anmeldungen: bis 05. Oktober 2020 (12 Uhr) per E-Mail

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten anschließend den Online-Link für Zoom.  


ReferentInnen

Prof. Dr. Robert Kappel, Institut für Afrikastudien der Universität Leipzig, war von 2004 bis 2011 Präsident des German Institute of Global and Area Studies (GIGA) und dort bis Ende des Jahres 2018 Senior Research Fellow. Er forscht und publiziert zu Fragen von Macht, Normen und Governance in den internationalen Beziehungen sowie zu sozioökonomischer Entwicklung in der Globalisierung und Politik und Wirtschaft in Afrika. 

Dr. Michael Obrovsky ist stellvertretender Leiter der ÖFSE. Schwerpunkte seiner Arbeit sind vor allem Fragen der österreichischen und internationalen Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungsfinanzierung.

Prof. Dr. Imme Scholz ist Soziologin und Stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE). Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Agenda 2030 for Sustainable Development (SDGs), Globale Umweltpolitik, Klimapolitik und Klimawandel sowie die Waldpolitik mit einem Fokus auf Amazonien.

Johannes Trimmel ist Präsident von CONCORD, dem Verband der europäischen humanitären Hilfs- und Entwicklungseinrichtungen in Brüssel. CONCORD repräsentiert in etwa 2.600 NGOs. Er ist seit mehr als 20 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit tätig und verfügt über zahlreiche Erfahrungen auf entwicklungspolitischer Ebene im Globalen Süden, insbesondere in Afrika und Asien.
 

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