Mikrofinanzierung

Ein gut funktionierendes und inklusives Finanzsystem ist für die wirtschaftliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Die Hauptaufgabe eines Finanzsystems besteht darin, finanzielle Ressourcen effizient bereitzustellen und sie in die besten Investitionsmöglichkeiten zu lenken um dadurch Arbeitsplätze zu schaffen, das Steueraufkommen zu erhöhen und zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Die Mikrofinanzierung gilt seit vielen Jahren als eines der wichtigsten Instrumente um den Zugang zu Kapital von armen Bevölkerungsgruppen zu erhöhen und ihnen damit zu ermöglichen, einkommensschaffende Aktivitäten zu verfolgen und in weiterer Folge einen Weg aus der Armut zu finden.

Jedoch zeigen jüngere Erfahrungen, insbesondere die wachsende Anzahl an Mikrofinanz-Blasen – wie zum Beispiel in Indien und Bosnien Herzegowina – die Notwendigkeit einer kritischen Reflektion der Eigenschaften und Komponenten, die ein nachhaltiges Finanzsystem benötigt, sowie der potenziellen Rolle von Mikrofinanzierungen für die Förderung lokaler Entwicklung.

In diesem Zusammenhang analysiert die ÖFSE gemeinsam mit Partnereinrichtungen die bisherigen Erfahrungen mit Mikrofinanzierung und ihre Auswirkungen auf Entwicklungsprozesse. Dabei werden auch andere Instrumente und notwendige Rahmenbedingungen für ein inklusives Finanzsystem analysiert.

Ansprechperson zum Thema:

Karin Küblböck

Mag.a Karin Küblböck
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: +43 1 317 40 10 – 111  
E-Mail: k.kueblboeck@oefse.at 
 
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