Stakeholderbeteiligung in Forschungsprojekten

Die Agenda 2030 betont die Bedeutung der Einbindung von Stakeholdern in Entscheidungsprozesse im Bereich der nachhaltigen Entwicklung und der Stärkung des Science-Policy Interface. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich die ÖFSE mit dem Themenbereich partizipative Forschung und Stakeholderbeteiligung.

Stakeholderworkshop Pune, Februar 2019
Stakeholderworkshop Pune, Februar 2019

Partizipative Forschung zielt auf eine gemeinsame Wissensproduktion von ForscherInnen und lokalen Stakeholdern und die Gewinnung neuer Einsichten auf beiden Seiten ab. In den letzten Jahren wurden – auch in der Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung - eine Vielzahl von partizipativen Prozessen und Methoden entwickelt und umgesetzt. Die Einbindung von Stakeholdern kann je nach ihrem Zweck auf unterschiedliche Arten und in verschiedenen Phasen der Forschungsprojekte erfolgen – von der Definition der Forschungsfrage und der Hypothesen, der Erhebung und Analyse von Informationen bis hin zur Reflexion und Anwendung der Forschungsergebnisse. Durch co-kreative Prozesse zwischen Forschung und Gesellschaft können vielfältige Arten des Wissens (kognitives, emotionales, intuitives Wissen, Erfahrungs- und Kontextwissen) mobilisiert und genützt und Forschungsergebnisse gesellschaftlich relevanter gemacht werden. Um ein integraler und wertvoller Bestandteil von trans- und interdisziplinären Forschungsprojekten zu sein, müssen diese Beteiligungsprozesse sorgfältig konzipiert, durchgeführt und reflektiert werden, in enger Zusammenarbeit mit den PartnerInnen vor Ort sowie dem gesamten Forschungsteam.

Die ÖFSE beschäftigt sich mit verschiedenen Formen der partizipativen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsforschung und gestaltet selbst Stakeholderprozesse in Forschungsprojekten.