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Die internationale EZA von Arab Aid: Entwicklungsdiskurs und Positionierung unter der Beachtung der „Neue-Geber-Debatte“ anhand des Beispiels der Islamic Development Bank

Rascha Ali-Ahmed Aboulghaith

Wien, Dezember 2015 | 978-3-902906-18-2

Die Rolle der arabischen Staaten als entwicklungspolitische Akteure ist sowohl im politischen als auch im wissenschaftlichen Diskurs nicht präsent. Dies mag einerseits auf sprachliche Barrieren und andererseits darauf zurückzuführen sein, dass der Diskurs über die neue Entwicklungsarchitektur nach wie vor westlichen Denk- und Analysemodellen folgt. Die Akteure der arabischen Geber, ihre Strategien und ihre Diskurse bleiben daher meist unsichtbar. Die Autorin Rascha Ali-Ahmed Aboulghaith schließt daher mit ihrer Diplomarbeit eine Lücke und zeigt mit Hilfe ihrer empirischen Analyse, dass die Entwicklungsziele, die Entwicklungskonzepte und Strategien Parallelen zu denen der westlichen Geber aufweisen. Obwohl die Basis für die arabischen Geber islamische Konzepte und Vorstellungen sind, finden sich auch Hinweise auf die Millennium Development Goals (MDGs) in Dokumenten der arabischen Geber. Der Autorin ist es zu verdanken, dass sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede und Überschneidungen der Islamic Development Bank mit dem westlichen Entwicklungsdiskurs herausgearbeitet werden.

Die Autorin führt die geringe Berücksichtigung der arabischen Akteure im internationalen Diskurs auf die westliche Dominanz und das Bestreben des Westens diese beizubehalten zurück. Mit dem Ende der MDGs und dem neuen Referenzrahmen der Sustainable Development Goals rückt jedoch die Süd-Süd-Zusammenarbeit stärker in den Fokus des internationalen Diskurses und es wird sich zeigen, ob die Dominanz des Westens beibehalten werden wird.

Die vorliegende Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion der Rolle der „neuen Akteure”.
Wir freuen uns deshalb, die Arbeit von Frau Rascha Ali-Ahmed Aboulghaith in unserer Reihe ÖFSE-Forum publizieren zu dürfen.

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