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2007 erzielte Bhutan durch eine Verdoppelung der Exporte zwischen 2005-07 einen Handelsbilanzüberschuss. Bis 2009/2010 verdreifachte sich allerdings das Handelsbilanzdefizit, Grund dafür war das schwache Exportwachstum in Relation zu weiterhin hohem Import. Durch den steigenden Eigenbedarf an Strom konnte nicht so viel wie prognostiziert exportiert werden. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner ist nach wie vor Indien, mit dem Bhutan 95% seiner Exporte und 70% seiner Importe abwickelt. In einem Update zur Außenwirtschaft Bhutans der WKO (Stand 2017) wurde festgehalten, dass Bhutan eine negative Handelsbilanz aufweist. Den rund USD 1,1 Mrd. Importen stehen lediglich etwa USD 0,5 Mrd. Exporte gegenüber. Das Handelsbilanzdefizit beläuft sich demnach auf ca. USD 0,51 Mrd. Zwischen WJ 2014 und WJ 2016 vergrößerte sich das Handelsdefizit um über 50 %; dies liegt unter anderem an Bhutans großen Investitionen in Wasserkraftwerken. Während zu erwarten ist, dass dieser Investitionstrend aufrechterhalten bleibt, sollten steigende (Energie- )Exporte das Handelsdefizit in den kommenden Jahren zunehmend verringern.

Die Hauptexportländer neben Indien sind Deutschland Bangladesch, Nepal und Italien. Neben Eisen und Stahl, exportiert Bhutan vor allem Elektrizität anorganische chemische Erzeugnisse, Düngemittel und mineralische Rohstoffe. Im Import dominiert Indien mit über 75%, mit großem Abstand folgen Deutschland, Japan, Singapur und China.

Verschuldung
Bhutans Auslandsverschuldung betrug 2005 entsprechend der Angaben der WKO 0,7 Mrd. USD. In Folge hoher Investitionen im Energiesektor (Wasserkraft) kam es zu einem Anstieg der Schulden, 2010 betrugen die Auslandsschulden Bhutans 0,9 Mrd.USD. 2015 stieg die Verschuldung auf 2 Mrd. USD an. Der Schuldendienst betrug in diesem Jahr 0,1 Mrd. USD.

Literatur zur Wirtschaftspolitik in Bhutan