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Im Gesundheitssektor konnten in der Vergangenheit so große Fortschritte erzielt werden, dass sich die Lebenserwartung von 37 Jahren im Jahre 1960 auf 69,8 Jahre im Jahr 2015 erhöht hat. Diese Erfolge werden vor allem dem systematischen Aufbau von Basisgesundheitsdiensten und Einrichtungen der primären Gesundheitsfürsorge zugeschrieben. Derzeit haben laut offizieller Angaben etwa 90% der Bevölkerung Zugang zu medizinischen Dienstleistungen, wobei Basisgesundheitsdienste kostenlos sind. Die Regierung fördert neben der modernen auch die traditionelle Medizin. Auch der Zugang zu sauberem Trinkwasser konnte innerhalb kurzer von 31% auf 100% der Bevölkerung im Jahr 2015 erhöht werden. Das Gesundheitswesen gliedert sich vor allem in Basisgesundheitseinheiten (BHU) in ländlichen Gebieten sowie Bezirks- und Zentralkrankenhäuser. Polikliniken ( Outreach clinics ) und Apotheken sowie mobile Gesundheitseinheiten unterstützen die BHUs. Neben der modernen Medizin wird auf allen Ebenen auch traditionelle Medizin angeboten. Für Forschung und Ausbildung des Fachpersonals im Bereich der traditionellen Medizin ist das Institut für Traditionelle Medizin in der Hauptstadt Thimphu zuständig. Im Bereich der modernen Medizin besteht ein großer Mangel an einheimischen ÄrztInnen und anderen Fachkräften, der durch den Einsatz von AusländerInnen (meist aus Indien) abgeschwächt wird, aber nicht beseitigt werden kann. Mittlerweile führt Indien zwei Krankenhäuser in Thimphu. Die Gesundheitsprobleme im Lande resultieren vor allem aus Mangelernährung und einseitige Ernährung, schlechten Hygienebedingungen und Ansteckungskrankheiten durch Parasiten (Magen-Darmerkrankungen, Malaria. Die Regierung hatte sich die Krankheitsprophylaxe zum Ziel gesetzt (z.B. Verbot des Handels mit Tabak und Tabakwaren sowie ein totales Rauchverbot in der Öffentlichkeit). 2014 wurden 2,6% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Gesundheitswesen ausgegeben.

Umwelt
Bhutans Ökosystem ist noch weitgehend intakt, der Staat gilt mit seiner Politik des Schutzes der natürlichen Ressourcen in der Region als beispielhaft. Seit dem fünften Fünfjahresplan (1981-85) wird besonders auf die ökologisch nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder geachtet. Zum Schutz der Wälder, deren Vielfalt von tropischen Regenwäldern im Süden bis zu Hochgebirgswäldern weiter nördlich reicht, wurden strenge Bestimmungen erlassen, die sicherstellen sollen, dass auch in Zukunft der Waldbestand nicht unter 60% der Landesfläche fällt, so ist etwa Brandrodung verboten. Weniger als die Hälfte des Waldbestandes dürfen kommerziell genutzt werden, 26% sind als Nationalparks und Tierreservate geschützte Gebiete. Der aus Mitteln der internationalen Entwicklungszusammenarbeit finanzierte Environment Trust Fund soll die Regierung Bhutans dabei unterstützen, die Wälder und geschützten Gebiete zu erhalten und deren Management zu verbessern. Die Wälder sind mehrheitlich Staatsforste, werden der Bevölkerung aber zur Nutzung überlassen.

Weiterführende Literatur zu Entwicklungsgrundlagen in Bhutan