Entwicklungs-
grundlagen
  Bildung
  Gesundheit
und Umwelt
  Wirtschaft
Außenhandel
und Verschuldung
  Nationale Entwicklungspolitik
   
   
 
   
   
   
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Über die Bevölkerungszahl Bhutans gibt es sehr unterschiedliche Angaben, insbesondere zeigt sich eine Diskrepanz zwischen inländischen und internationalen Schätzungen. So lag das Ergebnis der Volkszählung vom 30./31. Mai 2005 bei einer EinwohnerInnenzahl von 634.972 (552.996 Bürger Bhutans).  The World Gazetteer  nennt für 2006 796.314 Einw.;  The World Factbook 2008  der CIA verzeichnet 682.321 EinwohnerInnen, erwähnt aber auch andere Schätzungen bis zu 810.000 Personen. Der  UN-Bevölkerungsfonds  (UNFPA) gab für 2004 eine Zahl von 2,4 Mio. an. Daten sprechen von gut 791.000 EinwohnerInnen. Blickt man zurück auf vorangegangene Volkszählungen so ergaben diese für 1969 931.514 EinwohnerInnen, diejenige von 1980 1.165.000 EinwohnerInnen. Demzufolge müsste die Bevölkerung bis zur Volkszählung von 2005 um knapp die Hälfte zurückgegangen sein. Begründet wird der laut offiziellen Zahlen starke Rückgang mit der Abwanderung von MigrantInnen. In den letzten Jahrzehnten verließen viele Nepalisprachige Bhutan, dies allein kann aber die differierenden Angaben nicht erklären. Bei Angaben zum Bevölkerungswachstum differieren wie bei der Gesamteinwohnerschaft die Zahlen. Für 1995-2004 nennt der  UN-Bevölkerungsfonds  (UNFPA) für 2000-2005 jährlich eine Zuwachsrate von 3,0%, die WKO beziffert für 2015 das Bevölkerungswachstum mit 1,3%. Bis 2019 soll die Bevölkerung auf 800.000 ansteigen. Bhutan ist dünn besiedelt, die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist in der Subsistenzlandwirtschaft tätig, lebt in Dörfern, Streusiedlungen und Einzelgehöften, oft weit entfernt von Schulen und Gesundheitsdiensten. 2015 lebten 38,6% der BhutanerInnen in Städten, als Folge einer zunehmenden Landflucht wuchs die Bevölkerung städtischer Gebiete um 4,9% pro Jahr zwischen 2005-2010.

Bhutan zählt laut Human Development Index, der dem Land den 132. Rang von 187 Ländern zuweist, zu den Medium Developed Countries. Es wurde von einem Armutsgefälle von West nach Ost berichtet. Ziel des 10. Fünfjahresplans war es, die Rate der von Armut betroffenen Bevölkerung auf 15% senken. Ein wichtiger Punkt in der Armutsreduktion war die Förderung der ländlichen Entwicklung, Transportwege mussten geschaffen und verbessert werden, um die Erreichbarkeit von Gesundheitsdiensten und die Trinkwasserversorgung zu garantieren. Auch die Förderung des privaten Sektors war Kernpunkt der Entwicklung, durch die Gründung von Klein- und Mittelbetrieben entstehen wichtige Arbeitsplätze und Einkommen. Gesamtziel des 11. Fünfjahresplans wurde Selbständigkeit bis 2020 sowie eine integrative grüne sozioökonomische Entwicklung, geleitet von der Entwicklungsphilosophie des Brutto-Nationalglücks angegeben.


Weiterführende Literatur zu Entwicklungsgrundlagen