Veranstaltung

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2018

C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Foyer

Bühne frei für eure Stimmen!

Viele Sprachen – ein Mikro. Der Poetry Slam der Mehrsprachigkeit.

Die C3-Organisationen laden bereits zum fünften Mal zum Poetry Slam in die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik. Das Thema des diesjährigen Poetry Slams ist Mehrsprachigkeit.

Es geht darum, alle Geschichten über Mehrsprachigkeit und Spracherleben in einer normativen Mehrheitsgesellschaft zu erzählen. Setzen wir ein Zeichen gegen Ungleichheit, Ausgrenzung und Rassismus und für Toleranz, Rücksicht und Diversität!

Anmeldung zum Poetry Slam

Vorbereitungsworkshops: slammen und texten lernen!
Für alle Interessierten gibt es vor dem Poetry Slam zwei Vorbereitungsworkshops mit der erfahrenen Slammerin Yasmo. In den Workshops zeigt sie euch wie man textet und performt,  aber auch wie man zuhört und mitredet. Denn Poetry Slam ist von, für und mit dem Publikum und den PoetInnen. Die beiden Workshops bauen aufeinander auf und geben Einblick in die Welt des Slammens. Anhand von Impulsübungen und unter Yasmos Anleitung erarbeitet Ihr Texte, die dann beim C3-Poetry Slam  vorgetragen werden.

Termine:

Workshop 1: Freitag, 12.10.2018, 16.00 - 19.00
Workshop 2: Freitag, 19.10.2018, 16.00 – 18.00

Wo? C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Sensengasse 3, 1090 Wien.
Workshopleitung & Moderation: Yasmin Hafedh (Rapperin, Slampoetin und Autorin).

Anmeldung für die Workshops an: g.slezak@oefse.at
Anmeldefrist: 10. Oktober 2018.

Wenn Ihr Texte bereits verfasst habt, umso besser, nehmt sie mit. Diese können die ganze Bandbreite an Themen zu Mehrsprachigkeit abdecken. Der Workshop wird auf Deutsch und gegebenenfalls Englisch gehalten, Texte können aber in jeder Sprache bearbeitet und vorgetragen werden!

Wenn Du Mit-slammen möchtest, ohne an den Workshops teilzunehmen, dann gibt es auch eine offene Liste für PoetInnen!

Anmeldung offene Liste Poetry Slam: y.ha@gmx.at

Poetry Slam ist eine Form von Dichterwettstreit, „ist Begeisterung, ist Herz, ist Adrenalin pur, ist der 100 Meter Sprint der Literatur“ (Elwood Loud). Er dient aber nicht nur der Unterhaltung, sondern eröffnet den Raum, sich umstrittenen Themen und umkämpften Meinungen anzunähern. Die Art der Performance und Interaktion mit dem Publikum lässt es zu, Grenzen zu überschreiten, sich zu äußern, gemeinsam mit dem Publikum gesellschaftliche Normen zu erörtern und dazu Stellung zu beziehen. Wir können den Poetry Slam auch dazu nützen, unterschiedliche Möglichkeiten für Protest und Mitsprache auszuloten.

Weniger Ungleichheit durch Sprache.

Das Thema des diesjährigen Poetry Slams ist Mehrsprachigkeit. Wir leben in einer Zeit politischer Restriktionen, was den Sprachgebrauch betrifft, obwohl dies in großem Widerspruch zur Mehrsprachigkeit unserer Gesellschaft in einer globalisierten Welt steht. In der Schule, in der Bürokratie und am Arbeitsmarkt, überall wird Einsprachigkeit vor Mehrsprachigkeit propagiert. Die Realität zeigt aber: wir haben viele Stimmen und sprachliche Ressourcen, die wir für unser Zusammenleben nutzen.

Die Ungleichheit, die sich in und durch sprachliche Diskriminierung manifestiert, kann zu Ausgrenzung und Benachteiligung führen. Wir beobachten in zunehmendem Maße, dass Abweichung in der Sprache nicht geduldet wird; erleben, wie auf politischer Ebene Sanktionen eingeführt werden; stellen aber fest, dass das nicht für alle Sprachen gilt. Viele kennen die Erfahrung, dass manche Sprachen oder sprachliche Ausdrucksformen weniger wert zu sein scheinen. Wer bewertet? Wo begegnet uns sprachliche Diskriminierung, privat, in unseren Familien, oder öffentlich, an Schulen, Universitäten oder in der Arbeit? Wie können wir gegensteuern?

Der Poetry Slam bietet die Möglichkeit sich mit unterschiedlichen Sprachen und Ausdrucksformen auf kreative und ungezwungene Art und Weise mit dem Thema Mehrsprachigkeit auseinander zu setzen. Lassen wir die Debatten um „Integration durch Sprache“ hinter uns und betrachten das Phänomen Sprache aus einer anderen Perspektive!

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