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ÖFSE in den Medien

In den letzten Wochen war die ÖFSE in den österreichischen Medien sehr präsent. Insbesondere zum EU-Lieferkettengesetz gab es mehrere Beiträge, wie z.B. Gastkommentare von ÖFSE-Leiter Werner Raza in den Tageszeitungen „Die Presse“ und „Der Standard“. ÖFSE-Rohstoffexpertin Karin Küblböck sprach kürzlich im Ö1 Radiokolleg zum Thema „Rohstoffe für die Energiewende“ ebenfalls über das Lieferkettengesetz.

Auch die Österreichische Entwicklungspolitik und die Frage, wohin sie sich bewegt, ist gerade ein vielbesprochenes Thema. Passend zur ÖFSE-Veranstaltung „Quo vadis, Entwicklungspolitik?“ debattierte Lukas Schlögl, ÖFSE-Experte für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Humanitäre Hilfe (HuHi) gemeinsam mit Petra Navara (Horizont3000) über die österreichische Entwicklungshilfe, ihre Ansprüche und Widersprüche. Die überaus spannende Sendung können Sie hier nachhören.

Morgen, am 28.02. um 13.00 Uhr ist unser Direktor Werner Raza dann bei Ö1 zu Gast. In der Live-Sendung „Punkt Eins“ diskutiert er gemeinsam mit WIFO-Ökonom Franz Sinabell und den Ö1-Hörer*innen über die Zukunft des Welthandels und der Welthandelsorganisation WTO. Einschalten lohnt sich!

Die Österreichische Entwicklungspolitik 2023

Am 20. Februar 2024 präsentierte die ÖFSE ihre seit 1985 jährlich erscheinende Flagship-Publikation, die „Österreichische Entwicklungspolitik 2023“, der Öffentlichkeit. Die ÖFSE lud dafür unter dem Titel „Quo vadis, Entwicklungspolitik?“ zu einer festlichen Veranstaltung ins C3 Centrum für Internationale Entwicklung und zahlreiche Mitglieder der österreichischen EZA-Community sind der Einladung gefolgt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch ÖFSE Direktor Werner Raza, präsentierte EZA-Experte und Mitautor der Publikation, Lukas Schlögl, die statistischen Elemente der österreichischen Entwicklungspolitik vor. Der Schwerpunkt der Präsentation lag dabei auf der Analyse der österreichischen Finanzflüssen im Bereich Entwicklungszusammenarbeit.

Wohin bewegt sich die Entwicklungspolitik in Österreich? Wie wird sie durch geopolitische Verschiebungen und multiple Krisen geprägt? Um diese Fragen ging es bei der nachfolgenden Podiumsdiskussion. Shoura Zehetner-Hashemi (Amnesty International Österreich), Sybille Straubinger (VIDC), Raimund Magis (BMEIA) und Sebastian Haug (IDOS) lieferten eine spannende Diskussion und beantworteten auch viele Fragen aus dem Publikum.

Abgerundet wurde der Abend mit der Möglichkeit zu einem informellen Austausch bei einem Glas Wein. Für das zahlreiche Erscheinen und das große Interesse an der Publikation bedanken wir uns sehr herzlich! 

[Translate to Englisch:] Podium der Veranstaltung
[Translate to Englisch:] Blick ins Publikum der Veranstaltung

Innovative Lehr- und Lernmethoden zum Internationalen Tag der Bildung am 24. Jänner

Interaktiver Workshop am 11. März: Up to You! Ein Simulationsspiel zur Vermittlung der Sustainable Development Goals (SDGs)

[Translate to Englisch:] Multiplikator_innen testen FutureSIM
[Translate to Englisch:] Foto: © Kinderbüro der Universität Wien

"Lernen für Menschen, Planeten, Wohlstand und Frieden": Im Einklang mit der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung wird am 24. Jänner der jährliche Welttag der Bildung begangen, der die Schlüsselrolle von Bildung bei der Verwirklichung von nachhaltigen, inklusiven und  chancengerechten  Gesellschaften hervorhebt.

Um das Verständnis Nachhaltiger Entwicklung zu fördern, hat die ÖFSE im Projekt FutureSIM: Making Europe`s Future Sustainble! mit den Projektpartner*innen eine Social Simulation entwickelt, mit der Jugendliche und Erwachsene selbst politische, wirtschaftliche, soziale und ökologische Entscheidungsprozesse spielerisch umsetzen und so deren Folgen und Zusammenhänge erleben. Sie müssen Probleme priorisieren, können Nachhaltige Entwicklung gestalten und Konflikte durch Verhandlungen und Dialog gemeinsam lösen.

Die ÖFSE bietet dazu 3-stündige Workshops an, in denen die Teilnehmer*innen Up to You! spielen und reflektieren. Eine Einführung in das Moderationstool und in Selbstlernmaterialien ermöglicht den Teilnehmer*innen die offene Social Simulation (CC-Lizenz) im Anschluss in ihren eigenen Bildungsaktivitäten einzusetzen.

Zielgruppen: Lehrer*innen, Studierende und Lehrende, Mitarbeiter*innen in NGOs, Interessierte

  • Wann: 11. März, 14:00-17:00
  • Ort: Alois-Wagner-Saal, C3-Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien
  • Voraussetzungen: Jede*r Teilnehmer*in benötigt Laptop oder Tablet.

Informationen und Anmeldung: Mirabell Eckert, m.eckert@oefse.at

[Translate to Englisch:] Logos

The European Commission support for the production of this publication does not constitute an endorsement of the contents which reflects the views only of the authors, and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.

Education fur Sustainable Development (ESD)-Award 2023: “DEAL with it! Europen Youth engages for a Green Future” wins 2nd place in the category “Mobilize”

With the Education for Sustainable Development (ESD)-Award, the Federal Ministry for Climate Action Austria and Forum Umweltbildung honor educational initiatives for sustainable development as part of the UNESCO “Education 2030 Action Framework”. This year, 130 projects from schools, youth organizations, NGOs, cities and communities applied for the categories “Cooperate”, “Mobilize” and “Transform”. 9 projects made it to the final round, including the EU-funded project “DEAL with it! European Youth engages for a Green Future”, which ÖFSE carried out with the cooperation partners EPiZ (Germany), NaZemi (Czech Republic) and Artemisszió (Hungary) from 2021 to 2023.

Gruppenfoto ÖFSE-Team BNE-Preis 2023
© Sacha Gillen

On November 29th the nine nominated projects were brought onto the stage with live performances and evaluated by a jury. We are very pleased that the ÖFSE project team was able to win second place in the category “Mobilize” category and would like to thank everyone involved.

ÖFSE Performance bei BNE-Auszeichnung 2023
© Sacha Gillen

Herbst in der ÖFSE

Nicht nur bei uns im Haus wird viel gearbeitet. Neben dem Verfassen von Publikationen und dem Durchführen von Projekten sind unsere Wissenschafter*innen auch extern häufig unterwegs, halten Vorträge und Workshops, nehmen an Diskussionen teil und tragen so zu einer lebhaften öffentlichen Debatte bei.

ÖFSE-Rohstoffexpertin Karin Küblböck war letzte Woche bei den bildungspolitischen Hochschulwochen 2023 in Salzburg zu Gast, die von Südwind organisiert werden. Sie hielt dort einen spannenden Vortrag über die Auswirkungen der Energiewende auf die globale Rohstoffnachfrage, insbesondere im Globalen Süden. Denn eines ist klar, die Umstellung auf grüne Energie und die steigende Nachfrage nach E-Mobilität führen zu einem starken Anstieg beim Abbau von Rohstoffen, der wiederum mit vielen negativen Auswirkungen, wie z.B. Umweltzerstörung, einhergeht.

Karin Küblböck bei der Präsentation in Salzburg
Foto: Birgit Kastner/Südwind Salzburg

Ebenfalls zum Thema Rohstoffe diskutierte kürzlich ÖFSE-Wissenschafter Bernhard Tröster, bei einer Veranstaltung über das geplante EU-Lieferkettengesetz und seine Auswirkungen auf die Missstände in der globalen Kakaoindustrie. Gemeinsam mit Tina Rosenberger vom Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) und Anna Mago von Fairtrade wurde versucht der Frage nachzugehen, ob das Gesetz einen positiven Beitrag für den Kakaosektor bringen kann, der mit gravierenden Problemen wie Kinderarbeit, großflächigen Waldrodungen, massivem Einsatz von Pestiziden und mehr kämpft.

Podium bei der Veranstaltung im C3
Foto: Stefan Grasgruber-Kerl/Südwind

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Weltbodentag am 5. Dezember

Prämierte Diplomarbeit 2023: Julius Fink, Manuel Peter: Ökonomie und Ökologie der Renaturierung. Bekanntmachung und Auseinandersetzung mit der Wiederherstellung von Ökosystemen im Land Vorarlberg

Am 5. Dezember findet wieder der Weltbodentag statt! Mit dem internationalen Aktionstag soll ein jährliches Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gesetzt und für den Bodenschutz geworben werden.

Die Bezauer Schüler Julius Fink und Manuel Peter haben ihre Diplomarbeit zur Ökonomie und Ökologie von Renaturierungen in Vorarlberg geschrieben. Einen Teil ihrer Arbeit haben sie der Renaturierung von Mooren gewidmet. Anhand des Fallbeispiels „Fohramoos“ haben sie die Methoden, die Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft sowie Finanzierung und Marketing der Renaturierungsmaßnahmen dargestellt. Mit ihrer informativen, praxisorientierten und engagierten Diplomarbeit mit hohem Aktualitätsgrad waren Julius und Manuel auf der Shortlist des C3-Awards 2023 vertreten.

Übrigens wird jedes Jahr ein neuer Weltboden ausgerufen. 2023 war das der Ackerboden. Wir sind gespannt, welcher es 2024 sein wird.

Der C3-Award 2024 für hervorragende VWAs und Diplomarbeiten zu Themen globaler nachhaltiger Entwicklung wird Mitte Jänner 2024 ausgeschrieben! Kontakt: Hanna Reiner, award@centrum3.at

> Download der Diplomarbeit (pdf)

Leseempfehlungen aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

[Translate to Englisch:] Buchcover des Buches Frauenrechte und Frauenhass

Am 25. November findet jährlich der Internationale Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen statt. Darauf folgen die „16 Tage gegen Gewalt“ bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Der Gedenk-, Aktionstag und -zeitraum soll Bewusstsein für die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen, deren Folgen für die Betroffenen selbst und die gesamte Gesellschaft und für das Recht auf ein gewaltfreies Leben schaffen.

Anlässlich dazu empfehlen wir aus den C3-Beständen der Frauen*solidarität:

Autor*innenkollektiv Feministische Intervention (Fe.In) (2019): Frauen*rechte und Frauen*hass. Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt. Verbrecher Verlag, Berlin.

Segato, Rita Laura, Schmidt, Sandra (2022): Femizide: Frauenkörper als Territorium des Krieges. Münster, Unrast.

Ernst, Andrea; Lunacek, Ulrike et al (2022): Global Female Future: Wie feministische Kämpfe Arbeit, Ökologie und Politik verändern. Wien, Kremayr & Scheriau.

Ranzio-Platz, Christa (2021): Frauenrechte sind Menschenrechte – weltweit: alte Gefahren, neue Herausforderungen. Marburg, Schüren Verlag.

Auf der Lernplattform C3Bib+ für globale nachhaltige Entwicklung gibt es für Schüler*innen und Student*innen eine Themenliste mit multimedialen Ressourcen zu „Weltfrauenkonferenzen – Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung auf internationaler Ebene

Herzlich Willkommen in der ÖFSE!

Auch der Winter ist Praktikant*innen-Zeit in der ÖFSE. Wir freuen uns, Sasha Falk im Bereich Öffentlichkeitsarbeit begrüßen zu dürfen.

[Translate to Englisch:] C3-Award 2023
[Translate to Englisch:] Petra Bayr und Sasha Falk beim C3-Award 2023, Foto: Philine Zech Photography

Sasha war mit ihrer anspruchsvollen und engagierten VWA „Inklusive Feminismen. Eine kritische Analyse feministischer Strömungen (pdf)“ Teil der Shortlist für den C3-Award 2023. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Matura am GRG 13 Wenzgasse hat Sasha einen Monat in Pakistan verbracht und plant derzeit ihre nächste Reise in die Türkei. Das Praktikum in der ÖFSE möchte sie nutzen, um Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit kennenzulernen und um sich zu entwicklungspolitisch relevanten Themen und Herausforderungen weiterzubilden.

Im Rahmen ihres Praktikums unterstützt uns Sasha insbesondere bei der nächsten Living Library Veranstaltung „Zukunft nachhaltig und gerecht?!“ am 7.12. in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik und bei unseren Vorbereitungen auf die Auszeichnungsveranstaltung für die BNE (Bildung für Nachhaltige Entwicklung)-Nominierung des ÖFSE-Bildungsprojekts „DEAL with it! European Youth engages for a Green Future!“

Alle, die mehr zu Sashas VWA-Thema erfahren möchten, werden am 7.12.2023 die Möglichkeit haben, mit ihr persönlich darüber zu sprechen. Sie wird eines der 13 „Lebenden Bücher“ sein, die Jungen Menschen für Gespräche in der C3-Bibliothek zur Verfügung stehen werden.

Wir freuen uns sehr, Sasha im Team zu haben!

Newsmeldung: Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung

Heute ist der von der UNESCO 2001 ausgerufene Welttag der Wissenschaft für Frieden und Entwicklung. Er hat zum Ziel, das Bewusstsein zu schärfen, den Austausch von Ideen zu fördern und der Gesellschaft zu verdeutlichen, wie bedeutend Wissenschaft und Forschung für das individuelle Leben sind. Darüber hinaus soll er die globale Solidarität im Kontext von Open Science fördern, auf gegenwärtige Herausforderungen hinweisen und die Verpflichtung von Staaten für Wissenschaft und Forschung zur Förderung von nachhaltiger Entwicklung und Frieden unterstreichen.

[Translate to Englisch:] Zitat Werner Raza

Auch wir in der ÖFSE versuchen mit unserer wissenschaftlichen Arbeit ein Stück zu einer positiven Entwicklung auf der Welt beizutragen. Gerade das Spannungsfeld der Internationalen Entwicklung bietet viele Möglichkeiten, aktuelle Problem- und Konfliktfelder, wie z.B. die globale Rohstoffverteilung, so zu bearbeiten, dass sie zu einer fairen, friedvollen und nachhaltigen Zukunft beitragen, die auch die Interessen der weniger Mächtigen verteidigt. Unsere Forschung ist zudem im Sinne von Open Science frei für alle zugänglich.

Um auch die jüngere Generation für die Wichtigkeit der Wissenschaft für eine friedvolle Entwicklung zu sensibilisieren, betreibt die ÖFSE mit mehreren Partner*innen u.a. das Projekt FutureSIM. Damit verfolgen wir den Anspruch, junge Menschen in ihrem Engagement für eine bessere Welt zu unterstützen, hochwertige Bildung für nachhaltige Entwicklung zu fördern und damit zur Umsetzung des SDGs beizutragen.

Und ein paar Anregungen für Lesestoff zum Thema Wissenschaft und Frieden haben wir ebenfalls noch parat:

[Translate to Englisch:] Screenshot aus C3Search Plus
[Translate to Englisch:] Screenshot aus C3Search Plus
[Translate to Englisch:] Screenshot aus C3Search Plus

Das war der Lange Tag der Flucht in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik

[Translate to Englisch:] Führung in der C3-Bibliothek zum Langen Tag der Flucht
[Translate to Englisch:] Foto: Alev Korun

Zum Langen Tag der Flucht am 6. Oktober hat die C3-Bibliothek eine Sonderausstellung zu den Themen „Flucht und Ankommen“ veranstaltet. Ziel war es, diverse Stimmen und Perspektiven für die Besucher*innen hör- und lesbar zu machen.

Mit zwei Rundgängen durch die Bibliothek und der Präsentation ausgewählter wissenschaftlicher und pädagogisch-didaktischer Bestände hat die Bibliothek den 30 Besucher*innen, darunter einer Klasse der Georg-Wilhelm-Pabst-Gasse im 10. Bezirk, Fachbücher, Kinderliteratur, Bildungsmaterialien, Reportagen und Filme zu „Flucht und Ankommen“ vorgestellt. Anschließend konnten die Besucher*innen die Recherche in der Bibliothek gleich selbst ausprobieren und sich Bibliotheksausweise ausstellen lassen.

> C3-Literaturempfehlungen zu „Flucht und Ankommen“(pdf)


Die nächste Veranstaltung für Schüler*innen (14-19 Jahre) findet am 7.12. statt. In der Living Library zum Thema „Zukunft nachhaltig und gerecht?!“ diskutieren Expert*innen und Jugendliche in Kleingruppengesprächen Herausforderungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen und gerechten Zukunft. Alle Formats- und Anmeldeinformationen finden Sie hier.

Grüner Extraktivismus im Fokus

„Wollt ihr den Planeten retten oder die Autoindustrie?“ Diese hochaktuelle Frage stellte der bolivianische Rohstoffexperte Pablo Villegas (Centro de Documentación e Información Bolivia) in seinem Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Grüner Extraktivismus für die Energie- und Verkehrswende?“, die am 18.10.2023 im C3 stattgefunden hat. Unter der Moderation von Iris Frey (Attac Austria), nahmen an der Diskussion auch Karin Küblböck (Rohstoffexpertin, ÖFSE) und Laila Kriechbaum (Klimaaktivistin, Fridays for Future) teil.

[Translate to Englisch:] Podium:  Karin Küblböck (ÖFSE); Iris Frey (Attac Austria); Pablo Villegas, Rohstoffexperte aus Bolivien); Laila Kriechbaum (Fridays for Future)
[Translate to Englisch:] v.l.n.r.: Karin Küblböck (ÖFSE); Iris Frey (Attac Austria); Pablo Villegas, Rohstoffexperte aus Bolivien); Laila Kriechbaum (Fridays for Future), Foto: Herbert Wasserbauer (DKA)

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Internationalen Friedenstag am 21. September

[Translate to Englisch:] C3-Award Gewinner Abdulrahman Amin und Petra Bayr, Foto: Philine Zech Photography

Prämierte VWA 2023: Abdulrahman Amin: Die Rolle des Neujahrsfestes „Newroz“ und der Musik in der kurdischen Kultur.

Der Internationale Tag des Friedens ist der Stärkung weltweiter Friedensbestrebungen, globaler Solidarität und einer nachhaltigen Welt gewidmet. Der Gedenktag soll Anlass geben, Themen zur Herstellung und Bewahrung des Friedens zu diskutieren und insbesondere junge Menschen dafür zu sensibilisieren.

Abdulrahman Amin hat in seiner VWA „Die Rolle des Neujahrsfestes `Newroz` und der Musik in der kurdischen Kultur“ einen Blick auf kurdische Kulturtraditionen und deren Bedeutung im Kontext der Präsenz von Krieg und Konflikt beleuchtet und hervorgehoben. Mit seiner engagierten Arbeit hat es Abdulrahman unter die Top 10 des C3-Award 2023 geschafft.

 

AdJUST Workshops in Deva, Rumänien

Von 11. Bis 13. September fanden im rumänischen Deva in der Region Hunedoara mehrere Workshops mit verschiedenen Stakeholdern zum Thema „Just Transition“ statt. Im Zuge der Workshops trafen sich u.a. Vertreter*innen des Regionalrats (Konsul Județean Hunedoara) und aus dem Jiu-Tal, von Nichtregierungsorganisationen, Arbeitsagenturen, Universitäten, Gewerkschaften, und Unternehmen. Die Region ist von der laufenden Energiewende stark betroffen.

Ausgerichtet wurden die Workshops von der Organisation „Pur și Simplu Verde“ in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE). Das Zusammentreffen ist Teil des EU-Horizon Forschungsprojektes AdJUST, das sich mit der Entwicklung von Visionen für einen gerechten Übergang in europäischen Regionen befasst, die von der Energiewende stark betroffen sind.

[Translate to Englisch:] Workshopteilnehmer*innen , Foto: Karin Küblböck/ÖFSE

An den drei Tagen analysierten die Stakeholder die aktuelle Situation in Bezug auf die Energiewende, entwickelten eine Vision für 2050 und diskutierten Politikmaßnahmen zur Erreichung dieser Vision. Sie unterstrichen die Bedeutung der Einbeziehung von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in die Gestaltung einer Just Transition-Strategie und einer klaren Kommunikation deren Vorteile. Des weiters hielten sie fest, wie wichtig es ist, bereits bestehende wirtschaftliche und soziale Herausforderungen anzuerkennen.

[Translate to Englisch:] Workshopteilnehmer*innen , Foto: Karin Küblböck/ÖFSE

Die intensiven Diskussionen und die Ausarbeitung tragfähiger Ideen sind von grundlegender Bedeutung für die „Just Transition“ der rumänischen Bergbauregion. Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen und kann als Beitrag auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und gerechteren Zukunft für alle Bewohner*innen dieser Region gesehen werden. Die Ergebnisse der Workshops werden von PSV und ÖFSE analysiert und fließen in die verschiedenen Arbeitspakte des Projekts ein. In 1,5 Jahren werden die AdJUST-Forschungsergebnisse den Stakeholdern in Deva präsentiert und mit ihnen diskutiert.

Mehr Informationen zu AdJUST finden Sie hier.

[Translate to Englisch:] Workshopteilnehmer*innen , Foto: Karin Küblböck/ÖFSE

Wir begrüßen zwei Praktikant*innen

Herbstzeit ist Praktikant*innen-Zeit in der ÖFSE. Wir freuen uns zwei neue Praktikant*innen im Haus begrüßen zu dürfen, die uns in den nächsten Monaten tatkräftig unterstützen werden.

Yara Omar, die erst kürzlich maturiert hat, wird im September im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig sein. Wir kennen Yara bereits vom C3-Award, wo sie es mit ihrer tollen vorwissenschaftlichen Arbeit über „Alltagsrassismus im deutschsprachigen Raum“ auf die Shortlist geschafft hat.

“Ich freue mich mehr über verschiedene politische Thematiken zu lernen, mich mehr mit sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheit auseinanderzusetzen und dadurch meinen Horizont zu erweitern.“

Und wir freuen uns, Yara eine Möglichkeit zu bieten, erste Berufserfahrung in einem entwicklungspolitischen Kontext zu sammeln zu können.

[Translate to Englisch:] Johannes Litschauer

Etwas länger wird Johannes Litschauer bei uns sein. Johannes studiert gerade Internationale Entwicklung an der Uni Wien und beschäftigt sich dort v.a. mit Politischer Ökonomie und Themen rund um „Degrowth“.

Er wird uns in den nächsten Monaten im Bereich Wissenschaft & Forschung bei einem Statistik-Projekt unterstützen, bei dem wir - in Kooperation mit der Austrian Development Agency (ADA) - eine Erhebung der privaten österreichischen Entwicklungszusammenarbeit durchführen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und über die neuen, jungen Gesichter im Team!

ÖFSE-Betriebsausflug 2023 - Sonnentor

Wer viel arbeitet, braucht gelegentlich auch ein bisschen Zerstreuung. Dafür bietet sich ein Betriebsausflug an. Der heurige Ausflug führte uns ins Waldviertel, wo wir uns den Firmensitz des Biounternehmens Sonnentor angeschaut haben.

In Sprögnitz angekommen, wurden uns zuerst die Eckdaten des Unternehmens präsentiert. Danach konnten wir verschiedene Gewürze und Tees kosten, während wir einen kurzen Film über das Unternehmen zu sehen bekommen haben. Als Höhepunkt der Führung durften wir durch die riesigen Lagerhallen schlendern, in denen bis zur Decke große Säcke mit verschiedensten Gewürzen gelagert und zur Weiterverarbeitung bereitgehalten werden. Begleitet wurden wir dabei von einem Mix aus unterschiedlichsten Gerüchen, die die getrockneten Kräuter dort verströmen.

Abgerundet wurde der gelungene Ausflug mit einem Spaziergang durch den Permakultur-Garten und ein köstliches Mittagessen im nahegelegenen Gasthof.

C3-Award Preisträgerin Leonita Humaj im Interview mit dem Südwind-Magazin

Leonita Humaj, die für Ihre vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) zum Thema Landgrabbing in Äthiopien als moderne Form des Kolonialismus mit dem C3-Award ausgezeichnet wurde vom Südwind Magazin interviewt.

> zum Interview

[Translate to Englisch:] screenshot suedwind magazin

Die C3-Bibliothek ist mit ihren Living Libraries in der neuen Ausgabe der Büchereiperspektiven

Die neue Ausgabe der Büchereiperspektiven greift das Motto „Arbeitswelten – Realitäten und Visionen“ des 1. Österreichischen Bibliothekskongresses auf und vereint darin Beiträge zu Informationskompetenz, Nachhaltigkeit und Öffentlichkeitsarbeit in Bibliotheken.

Seit 2016 entwickelt die ÖFSE mit der C3-Bibliothek partizipative Veranstaltungs-, Projekt- und Vermittlungsangebote für Jugendliche, um kritische Informationskompetenz sowie Kompetenzen und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 zu fördern. Der Beitrag der C3-Bibliothek „Die SDDs im Bibliotheksangebot: Wie die C3-Bibliothek Wissen und Kompetenzen zu nachhaltiger Entwicklung vermittelt und Global Citizenship fördert“ zeigt anwendungsorientiert, wie Bibliotheken im Rahmen von Living Libraries zu einer niederschwelligen,  inklusiven und nachhaltigen Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) beitragen können.

Die C3-Bibliothek freut sich, mit ihrem vielfältigen Angebot für nachhaltige Entwicklung und kritische Informationskompetenz in den Büchereiperspektiven vertreten zu sein!

> Büchereiperspektiven 01/2023 „Arbeitswelten - Realitäten und Visionen“

> Rückblick Living Library „(K)Ein gutes Leben für Alle? Globale Ungerechtigkeiten und Wege in eine solidarische Lebensweise“

> VWA & Junges Forschen im C3

[Translate to Englisch:] Screenshot Büchereiperspektiven 1/23

DEAL with it! ist unter den Top 3 in der Kategorie „Mobilisieren“ für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)-Auszeichnung 2023

Die Jugend ist der Schlüssel, um zukünftige Probleme der Welt zu lösen. Im Projekt „DEAL with it!“ haben Jugendliche aus Österreich, Ungarn, Tschechien und Deutschland ein Jahr lang ihre Forderungen für eine nachhaltige und inklusive Zukunft erarbeitet und als „Change Agents“ sichtbar gemacht. In Living Libraries, Workshops, einer Jugendkonferenz und einem öffentlichen Gipfeltreffen im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft in Tschechien haben sie gemeinsam mit internationalen Expert*innen und Politiker*innen eine Jugenddeklaration für ein nachhaltiges und inklusives Europa erarbeitet und in einer Online Ausstellung präsentiert.

[Translate to Englisch:] Deal with it! - Gruppenfoto; Foto: (c) Philine Zech Photography

DEAL with it! wurde von der Jury der BNE-Auszeichnung 2023 unter die Top 3 in der Kategorie „Mobilisieren“ gewählt und ist damit in der nächsten Runde! Wir freuen uns sehr und sind gespannt auf das anstehende Online Voting im Herbst 2023. Neuigkeiten könnt ihr hier und auf unseren Social Media Kanälen verfolgen – we`ll keep you updated!

> DEAL with it! European Youth engages for a Green Future

> Online Exhibition DEAL with it! The Voice of Youth for a Sustainable Future

> Forum Umweltbildung: BNE-Auszeichnung 2023

VWA & Junges Forschen im C3: Empfehlung der C3Bib+ Themenliste „Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen“ zum Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni

[Translate to Englisch:] Flyer C3-Bib-Plus

Nach Schätzungen der ILO sind 160 Millionen Kinder weltweit von Kinderarbeit betroffen. Sie sind physischen und psychischen Schäden ausgesetzt, haben keinen oder eingeschränkten Zugang zu Bildung, zu ihren Rechten und Zukunftschancen. Die meisten arbeiten in der Landwirtschaft, in der Industrie und im Dienstleistungsbereich. Besonders betroffen sind Kinder in Konflikt- und Krisenregionen. Dem entgegenstehend verbrieft die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen als internationales Regelwerk seit 1989 grundlegende Rechte von Kindern, so auch den „Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung“.

Zur Kinderrechtskonvention, zu Aufklärung und Bewusstseinsbildung, zu Länderbeispielen und dem Zusammenhang zu den Sustainable Development Goals (SDGs) stellt die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik auf C3Bib+ eine Themenliste mit multimedialen Lernressourcen bereit, die sich hervorragend für Schüler*innen und Studierende zum Einlesen und Vertiefen in das Thema eignet.

> Zur Themenliste: „Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen?“

> Informationen zur Nutzung von C3Bib+ Lernressourcen zu globaler nachhaltiger Entwicklung

> Konvention über die Rechte des Kindes (pdf)

Das war der C3-Award 2023

Am Mittwochabend, den 31.5.2023 war es wieder so weit: im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung wurden die Top 10 (pdf) der diesjährigen Einreichungen ausgezeichnet, drei davon mit dem C3-Award 2023. Folgende Schülerinnen konnten den wissenschaftlichen Beirat mit ihren Vorwissenschaftlichen Arbeiten überzeugen:

  • Yara Omar: Der Alltagsrassismus im deutschsprachigen Raum und wie er sich auf unsere Denk- und Verhaltensweise auswirkt. (BG und WikuRG 6, Wien)
  • Leonita Humaj: Landgrabbing in Äthiopien als neue Form des Kolonialismus. (BG, BRG, WikuRG 21, Wien)
  • Zoe Gabbe: Goldabbau und seine Auswirkungen in der Region Madre de Dios in Peru (BG/BRG Sillgasse, Innsbruck)

Wir gratulieren herzlich!

Souverän und einladend durch den Abend geführt haben Anastasia Lopez und Layla Ahmed. Vorgestellt und prämiert wurden die Arbeiten durch Botschafter Friedrich Stift (BMEIA), Astrid Rössler (Abg.z.NR), Yannick Shetty (Abg.z.NR) und Petra Bayr (Abg.z.NR). Glückliche Preisträger*innen, stolze Lehrer*innen, Familienmitglieder und Freund*innen sowie inspirierende Worte prägten den Abend. Egal ob Top 10 oder Hauptpreis: alle Schüler*innen brachten die 80 Gäste vor Ort und die 159 Zuseher*innen via Livestream mit ihrem Engagement zum Staunen und Nachdenken.

In diesem Video stellen die Preisträger*innen ihre Forschungsthemen und deren Bezug zu den Sustainable Development Goals (SDGs) der UN Agenda 2030 vor:

> Download der VWA (pdf)

> C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zum Thema „Internationale Klimapolitik: Das Zwei Grad-Ziel“ finden Sie hier.

Karin Küblböck zu Gast im Podcast „Blickwechsel“

Für die Umsetzung der ambitionierten Klimaziele braucht die EU eine große Menge an sogenannten „kritischen Rohstoffen“. Lithium, Kobalt und andere seltene Ressourcen werden für Windräder, E-Autos und andere Dinge benötigt, damit die ausgerufene Energiewende gelingt. Neben der EU sind auch andere Player wie China oder die USA hinter diesen Ressourcen her. Der Wettlauf um „grüne“ Rohstoffe hat längst begonnen und wirft viele Fragen auf.

Woher sollen die notwendigen Rohstoffe kommen? Wie kann es gelingen, diese Ressourcen zu sichern, ohne dass es zu einem neuen Kolonialismus - diesmal unter dem grünen Deckmäntelchen - kommt, der die rohstoffreichen Länder im globalen Süden ausbeutet? Diese Fragen und mehr beantworten ÖFSE-Rohstoffexpertin Karin Küblböck und VIDC-Direktorin Sybille Straubinger beantworten in der aktuellen Folge des Podcasts „Blickwechsel“, den Sie hier hören können. Passend zum Thema findet zudem am 1. Juni eine Veranstaltung am VIDC unter dem Titel „Grüner Kolonialismus? Wettlauf um kritische Rohstoffe aus Afrika“ statt.

IUFE-Fachtagung 2023: Karin Küblböck (ÖFSE) über Rohstoffe & Entwicklung

Am 10. Mai lud das Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE) zu einer Fachtagung in den Markhof in Wien ein. Thema der Veranstaltung: „Umwelt und Entwicklung: Nachhaltige Perspektiven für unsere Welt.“ Zu verschiedenen Themenkomplexen wie z.B. Klima- und Umweltschutz, Ernährung und Landwirtschaft oder Rohstoffe und Industrie fanden zuerst Expert*innen-Vorträge statt, bevor mit dem anwesenden Publikum diskutiert wurde.

In der ersten Themenrunde „Rohstoffe, Industrie und Entwicklung“ sprach ÖFSE-Rohstoffexpertin Karin Küblböck über das globale Wettrennen um kritische Rohstoffe, die für die Energiewende benötigt werden, über planetare Grenzen des Ressourcenverbrauchs sowie über aktuelle Entwicklungen der europäischen Rohstoffpolitik. Anhand von Beispielen skizzierte Karin Küblböck die Chancen und Risiken dieses Rohstoffbooms für afrikanische Länder.

Fotos der Fachtagung finden Sie hier, eine genaue Dokumentation der Veranstaltung hier.

[Translate to Englisch:] Screenshot Bericht IUFE-Fachtagung 2023

Mode: globale Trends zu Ausbeutung von Mensch und Umwelt?

Neue Themenliste auf C3Bib+ Lernressourcen zu globaler nachhaltiger Entwicklung

Der Preis am Etikett eines T-Shirts spiegelt meist nicht die tatsächlichen Kosten seiner Produktion wider: Prekäre Arbeitsbedingungen, fehlende Arbeitsrechte, Ausbeutung und Umweltverschmutzung sind in der Textilproduktion keine Seltenheit. Wie sieht die Produktionskette eines T-Shirts aus? Welche Bestrebungen gibt es auf globaler Ebene zur Einhaltung von Arbeitsrechten? Wie hängen Rassismus und Kolonialismus in der Modeindustrie zusammen? Welche Geschlechterrollen werden in der Vermarktung transportiert? Was ist Slow Fashion und wie gestaltet sich ein Arbeitskampf von Textilarbeiterinnen im Globalen Süden?

Dazu gibt es jetzt eine neue Themenliste auf der Plattform C3Bib+ Lernressourcen zu globaler nachhaltiger Entwicklung. C3Bib+ bietet einen übersichtlichen Einstieg in multimediale Lernressourcen zu globaler nachhaltiger Entwicklung, Informationskompetenz & (vor)wissenschaftlichem Arbeiten. Ausgewählte und nach Themen aufbereitete Medien unterstützen bei VWA und Projekten, darunter Bücher, E-Books, Podcasts, Videos und Websites. Alle Medien werden von Bibliothekar*innen qualitätsgesichert ausgewählt.

> Zur Liste: „Mode: globale Trends zu Ausbeutung von Mensch und Umwelt?“

> Informationen zur Nutzung von C3Bib+

Ines Omann im Klimabeirat Graz

Um das Ziel bis 2040 klimaneutral zu sein zu erreichen, hat sich die Stadt Graz mit einem neu ausgerichteten Klimabeirat ein Expert*innengremium zur Seite gestellt. Teil dieses Gremiums ist mit Ines Omann auch eine ÖFSE-Wissenschafterin, die als Expertin für Partizipation fungieren soll.

Beim Zusammentreffen des neuen Klimabeirats am 17. April kam es zu einem ersten fachlichen Austausch. Weitere Treffen sind nun mindestens alle drei Monate geplant.

Der Klimabeirat unterstützt den Klimaschutz sowie die Anpassung an den Klimawandel der Stadt Graz in beratender Funktion und wird in drei Bereichen aktiv: Als Impulsgeber, zur Einschätzung der Hebelwirkung geplanter Maßnahmen und zur stärkeren Einbindung der Grazer Bevölkerung.

[Translate to Englisch:] Gruppenfoto, Foto (c): Stadt Graz/Foto Fischer
[Translate to Englisch:] Foto (c): Stadt Graz/Foto Fischer

VWA & Junges Forschen im C3 zum Welttag des Buches am 23. April: Leseempfehlung von der C3-Award Preisträgerin und C3-Praktikantin Christina Geschwinde

[Translate to Englisch:] SDG 4 - Hochwertige Bildung

Am 23. April werden Bücher, Autor*innen und Lesende gefeiert. Der Zugang zu Büchern prägt die Möglichkeit zu hochwertiger Bildung und damit zu Selbstbestimmung und kritischem Denken, zu Gleichberechtigung und nachhaltigen Gemeinschaften. Bibliotheken als öffentliche Institutionen spielen dabei eine zentrale Rolle. Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik stellt ihren Nutzer*innen über eine Million (E-)Medien zur Verfügung, Räume zum Arbeiten, Schreiben und Lesen sowie Beratungen und Workshops zu Themenfindung, Literaturrecherche und Quellenkritik. Für einen niederschwelligen, orts- und zeitunabhängigen Zugang bietet die C3-Bibliothek einen österreichweiten Fernzugriff und die digitale Lernressourcenplattform für Schüler*innen C3Bib+.

[Translate to Englisch:] Christina Geschwinde

Auch Christina Geschwinde hat für ihre Diplomarbeit Afrika im Wandel – Globalisierung als Chance und Herausforderung das Bestands- und Beratungsangebot der C3-Bibliothek genutzt und in Folge 2020 den C3-Award gewonnen. Derzeit studiert Christina VWL an der Universität Wien und absolviert ein Praktikum an der C3-Bibliothek. Zum Welttag des Buches stellt sie hier ihr aktuelles Lieblingsbuch aus dem Bestand vor: „Wirtschaftskriege: Geschichte und Gegenwart“ (2023) von Nils Ole Oermann und Hans-Jürgen Wolff. Die Autoren nehmen Wirtschaftskriege aus wirtschaftlicher, politischer, ethischer, rechtlicher und historischer Perspektive in den Blick und formulieren Empfehlungen für Entscheidungsträger*innen internationaler Handelsbeziehungen: https://go.exlibris.link/9nRbCF3H

> C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zu „Bildung: Chancengleichheit oder Startnachteil?“ finden Sie hier.

> Der C3-Award 2023 ist ausgeschrieben! Bis zum 30. April können Schüler*innen österreichischer AHS und BHS ihre Vorwissenschaftlichen Arbeiten und Diplomarbeiten zu (globalen und feministischen) klima- und gesellschaftspolitischen Themen einreichen. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Willkommen im Team!

Die ÖFSE freut sich, Klemens Lobnig als Referent für Wissenschaftskommunikation zu begrüßen. In dieser Funktion wird er die wissenschaftlichen Leistungen und die vielseitigen weiteren Aktivitäten der ÖFSE multimedial, in Form von Text- und Audiobeiträgen, Videos und Social Media Postings aufbereiten und nach außen kommunizieren. Weiters arbeitet er an verschiedenen ÖFSE-Veranstaltungen mit. Mit seiner Erfahrung unterstützt Klemens sowohl das Team des Wissenschaftsbereichs als auch die Öffentlichkeitsarbeit der Organisation.

Klemens hat Internationale Entwicklung und Geographie in Wien studiert. Zuletzt war er für die Austria Presse Agentur und als freier Journalist tätig. Zudem leitet er den Verein Inspektorin Grün, ein Recherchekollektiv, das sich gegen Greenwashing engagiert. Er freut sich, seine Expertise nun in die ÖFSE einbringen zu können.

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Weltgesundheitstag am 7. April

[Translate to Englisch:] SDG3

Prämierte VWA 2021: Joy Amaka Onyemaechi: Being Black and being beautiful. Der Einfluss von Haar und Frisur auf das Leben Schwarzer Frauen.

In ihrer mit dem C3-Award 2021 prämierten VWA setzt sich Joy Amaka Onyemaechi mit eurozentristischen und rassistischen Schönheitsidealen und deren kulturgeschichtlichen Kontexten auseinander. Sie zeigt auf, welche Formen der Diskriminierung Schwarze Frauen und Mädchen auf struktureller und interpersoneller Ebene mit welchen Auswirkungen erleben. Mikroaggressionen und offen rassistische Handlungen wirken sich u.a. stark negativ auf die psychische und physische Gesundheit der Betroffenen aus. Sie können Stress bis hin zu „Racial Trauma“ verursachen. Joy bezieht sich dabei auf das SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ und sagt: „Die UN kämpft nicht nur gegen Ungleichheiten, sondern auch für das Recht auf Gesundheit und Wohlergehen. Es wird zu oft nicht bedacht, dass rassistische Handlungen der Gesundheit eines Menschen auf Dauer schaden. Deshalb ist mir umso wichtiger zu betonen, wie essentiell es ist, auf jegliche Art von Diskriminierung und Rassismus hinzuweisen und dagegen aufzustehen.“

> Download der VWA (pdf)

> C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zu Kolonialismus und Rassismus finden Sie hier.

> Alle Infos zum interaktiven Online-Workshop für Schulklassen „Kolonialismus. Auswirkungen im Heute verstehen und Rassismus erkennen“ finden Sie hier.

Der C3-Award 2023 ist ausgeschrieben! Bis zum 30. April können Schüler*innen österreichischer AHS und BHS ihre Vorwissenschaftlichen Arbeiten und Diplomarbeiten zu klima- und gesellschaftspolitischen Themen einreichen. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Optionenpapier „Internationale Studierende als wesentlicher Internationalisierungsfaktor“

Eine Arbeitsgruppe des „Runden Tisches Hochschulbildung Global“ des OEAD erarbeitete kürzlich ein wichtiges Optionenpapier zum Thema „Internationale Studierende als wesentlicher Internationalisierungsfaktor“. Gezeichnet wurde es u.a. von ÖFSE-Senior Researcher Margarita Langthaler.

Studierende aus Nicht-EU-Ländern leben oft in finanziell prekären Situationen und leiden unter Diskriminierung, Marginalisierung und Ablehnung, was sich negativ auf den Studienerfolg auswirkt. Sie sollten jedoch als Potential für die Weiterentwicklung von Hochschulen betrachtet werden, weil ohne sie keine ausgewogene Diversifizierung der Studierenden und damit eine entsprechende Internationalisierung „at home“ möglich ist. Es braucht daher gezielte Unterstützungsmaßnahmen und eine proaktive Internationalisierungsstrategie der höheren Bildung.

Das Papier basiert auf den Daten mehrerer Studien zu den Potentialen internationaler Studierender, z.B. von Judith Kohlenberger oder Margarita Langthaler und den Mitgliedern des Runden Tisches Hochschulbildung Global, sowie anderen Akteuren in der höheren Bildung und dient dazu, Handlungsoptionen zur Verfügung stellen.

Das gesamte Optionenpapier können Sie hier nachlesen.

[Translate to Englisch:] Screenshot website OeAD/ Runder Tisch

15 Jahre Arbeitsgemeinschaft Globale Verantwortung

[Translate to Englisch:] Logo Globale Verantwortung

Wie die Zeit vergeht! Die AG Globale Verantwortung wird 15 Jahre alt. Als Dachorganisation vertritt die Arbeitsgemeinschaft national und international die Interessen von vielen österreichischen Nichtregierungsorganisationen, die in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe sowie globale wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung tätig sind.

„Die AG Globale Verantwortung ist die zentrale Stimme der entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen in Österreich. Als ÖFSE freuen wir uns über die langjährige gute Zusammenarbeit und gratulieren herzlich zum 15-Jahresjubiläum!“ – Werner Raza

Und weil so ein Jubiläum passend gefeiert werden will, lädt die AG Globale Verantwortung am 19. April 2023 (ab 18 Uhr) zu einem Fest am Badeschiff am Donaukanal in Wien. In diesem Rahmen wird auch die ehemalige Geschäftsführerin Annelie Vilim feierlich verabschiedet.

ÖFSE-Direktor Werner Raza wird ebenfalls vor Ort sein und an einer hochkarätigen Gesprächsrunde mit Teilnehmer*innen verschiedener Sektoren teilnehmen.

Die AG Globale Verantwortung bittet um vorherige Anmeldung zum Fest.

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Weltfrauentag am 8. März

[Translate to Englisch:] Petra Bayr mit Celina Gotsch, Jana Hackl und Daniel Kapetanovic; Foto: (c) Philine Zech Photography
[Translate to Englisch:] C3 Award 2022: Petra Bayr mit Celina Gotsch, Jana Hackl und Daniel Kapetanovic; Foto: (c) Philine Zech Photography

Celina, Jana und Daniel untersuchen in ihrer Diplomarbeit die dringendsten gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Probleme unserer Zeit, die sich aus dem kapitalistisch-marktwirtschaftlichen Wachstumsimperativ ergeben, und beleuchten Konzepte der Wachstumskritik. Ausgehend von der Hypothese, dass Frauen in einer profit- und wachstumsorientierten Gesellschaft aufgrund hegemonialer patriarchaler Strukturen benachteiligt sind, wird die feministische Perspektive in der Postwachstumsdiskussion hervorgehoben. Es werden gegenwärtige Geschlechterungleichheiten und deren historischen Ursprung herausgearbeitet, die feministische Kritik an Wachstumszwängen diskutiert und Lösungsansätze sowie Forderungen für eine geschlechtergerechte Wirtschaftsweise präsentiert.

> Download der Diplomarbeit (pdf)

> Eine große Auswahl feministischer Literatur finden Sie in unserer Suchmaschine C3Search+.

> C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zu Weltfrauenkonferenzen finden Sie hier.

Der C3-Award 2023 ist ausgeschrieben! Bis zum 30. April können Schüler*innen aus österreichischen AHS und BHS ihre VWA und Diplomarbeiten zu klima- und gesellschaftspolitischen Themen einreichen.Alle Infos dazu finden Sie hier.

ÖFSE ist nun Teil des UniNEtZ

[Translate to Englisch:] Logo UniNEtZ

Die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) ist seit Januar 2023 Teil des UniNEtZ, einem Zusammenschluss österreichischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ziel des Netzwerks ist es, die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele, der SDGs, voranzutreiben. Das Handeln von Hochschulen soll künftig an diesen Zielen ausgerichtet und Universitäten zu „Wegbegleiterinnen gesellschaftlicher Nachhaltigkeit“ werden. Darüber hinaus möchte das UniNEtZ einen ‚Science-Society-Policy-Dialog‘ initiieren, um Wissen zu Nachhaltigkeitsthemen in die Gesellschaft zu tragen und politisch wirksam zu werden. Dazu hat das UniNEtZ eine Grundsatzerklärung verfasst, die die wichtigsten Anliegen zusammenfasst.

Im Rahmen dessen werden Werner Raza (Rat) und Lukas Schlögl (Gremium) in den kommenden zwei Jahren (2023-24) ihre Expertise zu den Themen des SDG17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele) zum UniNEtZ beisteuern und Handlungsempfehlungen einbringen.

Wir freuen uns auf eine gute und produktive Zusammenarbeit!

[Translate to Englisch:] Austausch zwischen den SDG-Gruppen im UniNEtZ-Projekt Fotograf: Vincent Forstenlechner, 2020
[Translate to Englisch:] Austausch zwischen den SDG-Gruppen im UniNEtZ-Projekt; Fotograf: Vincent Forstenlechner, 2020

Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich und ein gelungener Abschied für Michael Obrovsky

38 Jahre war Michael Obrovsky an der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) tätig. Am 08. Februar 2023 überreichte ihm der Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Botschafter Mag. Peter Launsky-Tieffenthal, das große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. In seiner Laudatio im Alois-Mock-Saal des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) würdigte er Michael Obrovskys Beiträge zur österreichischen Entwicklungspolitik für ihre analytische Schärfe und die notwendige Kritik. Michael Obrovsky verwies in seiner Dankesrede auf die Bedeutung der ÖFSE und ihrer Mitarbeiter*innen für sein Wirken und brachte seine Wertschätzung für die handelnden Personen des BMEIA und der Austrian Development Agency (ADA) zum Ausdruck.

[Translate to Englisch:] Foto: (c) BMEIA/Baurecht
[Translate to Englisch:] Verleihung des großen Ehrenzeichnes der Republik Österreich an Michale Obrovsky durch Peter Launsky-Tieffenthal Foto: (c) BMEIA/Baurecht

Die ÖFSE würdigte Michael Obrovskys Beitrag zu den entwicklungspolitischen Debatten der letzten Jahrzehnte mit der Veranstaltung „Quo vadis, Österreichische Entwicklungspolitik?“. Am 26. Jänner 2023 präsentierte Michael Obrovsky – gemeinsam mit seinem Nachfolger Lukas Schlögl – ein letztes Mal den Finanzteil der aktuellen Ausgabe der ÖFSE-Flagship-Publikation „Österreichische Entwicklungspolitik“. Im Anschluss nahm er neben Henrike Brandstötter (NEOS), Erwin Künzi (ADA), und Johanna Mang (Aufsichtsratsmitglied ÖFSE, eh. Licht für die Welt) auf dem Podium Platz. Unter Moderation von ÖFSE-Direktor Werner Raza diskutierte er die Frage, wo die österreichische Entwicklungspolitik aktuell steht und wie sie in Zukunft aussehen könnte.

[Translate to Englisch:] Foto: (c) Philine Zech Photography
[Translate to Englisch:] Präsentationsveranstaltung und Abschiedsfeier für Michael Obrovsky, Foto: (c) Philine Zech Photography

Zahlreiche Wegbegleiter*innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft brachten durch den Besuch der Veranstaltung ihre hohe Wertschätzung für Michael Obrovsky zum Ausdruck. Die ÖFSE-Kolleg*innenschaft schließt sich dieser Wertschätzung an. Wir bedanken uns bei Michael für die vielen gemeinsamen Jahre, die nicht nur von fachlicher Expertise, sondern auch von einem herzlichen Miteinander geprägt waren.

[Translate to Englisch:] Foto: (c) Philine Zech Photography
[Translate to Englisch:] Präsentationsveranstaltung und Abschiedsfeier für Michael Obrovsky, Foto: (c) Philine Zech Photography

The World’s Future in the classroom

How economic, social and environmental decisions are interconnected and why it is important to look at them in a global dimension was tested by students of the Hertha Firnberg Schools for Business and Tourism in 1220 Vienna last Wednesday. They were able to take a look into the future up to 2050, put themselves in a fictitious world and experience the challenges of sustainable development from the perspective of different countries and roles.

[Translate to Englisch:] Schüler*innen der Hertha Firnberg Schule für Wirtschaft und Tourismus in 1220 Wien testen, Foto: Mirabell Eckert

The pilot version of the online simulation was developed as part of the Erasmus+ education project FutureSIM: Making Europe's Future Sustainable! For three hours, around 27 students took on the roles of environmental, social and economic ministers and tried to steer the fate of their country in the best possible sustainable way in a globally networked world.

[Translate to Englisch:]  Schüler*innen der Hertha Firnberg Schule für Wirtschaft und Tourismus in 1220 Wien testen, Foto: Mirabell Eckert

In 3 rounds of play, they experienced how different the effects of their decisions can be and how difficult it is to conduct negotiations against the backdrop of limited resources and urgent problems such as food sovereignty or increasing environmental pollution. They would have liked to see their ideas and development plans implemented in another round, but that will have to wait until the next test run in early summer 2023. First, the feedback from the two classes will be incorporated into the further development of the game.

[Translate to Englisch:]  Schüler*innen der Hertha Firnberg Schule für Wirtschaft und Tourismus in 1220 Wien testen, Foto: Mirabell Eckert

The ÖFSE team would like to thank all students, Prof. Josef Loibelsberger and Director Maria Ettl for the great commitment, the exciting morning and is looking forward to further cooperation in the Erasmus+ project FutureSIM: Making Europe's Future Sustainable!

[Translate to Englisch:]  Schüler*innen der Hertha Firnberg Schule für Wirtschaft und Tourismus in 1220 Wien testen, Foto: Mirabell Eckert

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Internationalen Tag der Bildung am 24. Jänner

[Translate to Englisch:] living library im C3, Foto (c) Philine Zech Photography

Prämierte VWA 2022: Shayan Shamkhani: Herausforderungen in der Schule für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Bildung ist ein Grundrecht und der Schlüssel für die Verwirklichung nachhaltiger, chancengerechter und inklusiver Gesellschaften. Viele Kinder und Jugendliche haben, insbesondere nach der Covid-19 Pandemie, keinen oder nur unzureichenden Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung. Shayan Shamkhani ist im Alter von sechzehn Jahren mit seiner Familie aus dem Iran nach Österreich geflüchtet. In seiner VWA hat er sich mit den Herausforderungen beschäftigt, mit denen Schüler*innen mit Migrationshintergrund im österreichischen Bildungssystem konfrontiert sind. Mit einer Umfrage hat er Auswirkungen auf betroffene Schüler*innen gesammelt und Maßnahmen zur Erhöhung der Chancengerechtigkeit ausgearbeitet. Mit seiner engagierten und anspruchsvollen VWA hat Shayan 2022 den C3-Award gewonnen.

> Download der VWA (pdf)

Im EU-Projekt DEAL with it! European Youth engages for a Green Future haben Jugendliche aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn eine Jugenddeklaration für ein nachhaltiges und inklusives Europa erarbeitet. Darin enthalten sind neben ihren Forderungen und Visionen zu den Themen soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Wirtschaft und Politikteilhabe auch jene zu Bildung. Fotos, Videos, Kunstwerke und Infografiken geben wieder, was sich die Projektteilnehmer*innen unter einem inklusiven und gerechten Bildungssystem für Lernende und Lehrende vorstellen, was Global Citizenship Education ist und was das Prinzip “Leave no one behind“ bedeutet. Zum Zusammenhang Bildung und nachhaltige Entwicklung gibt es ein Videostatement von ÖFSE-Expertin Margarita Langthaler: Sustainable Education

> C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zu Flucht & Migration finden Sie hier.

Ausgewählte Literatur zum Thema aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Castro, Verela; do Mar, María (2021): Bildung: ein postkoloniales Manifest. Münster: Unrast Verlag. C3-Signatur: 28054

Falkinger, Barbara et al (2022): Imperiale Lebensweise und Bildung. Innsbruck: Studien Verlag. C3-Signatur: 28283

Unterhalter, Elaine (2019): The Many Meanings of Quality Education: Politics of Targets and Indicators in SDG4. E-Book.

Hartmann, Jutta et al (2017): Queertheoretische Perspektiven auf Bildung. E-Book

Online Ausstellung DEAL with it! The Voice of Youth for a Sustainable Future

Klimawandel, Energieknappheit, Pandemie – Europas junge Generation wächst inmitten einer Vielfachkrise heran. Welche Vorstellungen haben junge Menschen von einer nachhaltigen und gerechten Zukunft? Wie möchten sie international zusammenarbeiten, um den vielen Herausforderungen zu begegnen? Und was fordern sie konkret von der Politik ein?

[Translate to Englisch:] Foto: Gipfeltreffen bei der Tschechischen EU-Ratspräsidentschaft (c) NaZemi

Ein Jahr haben 40 Jugendliche aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn im EU-Projekt DEAL with it! European Youth engages for a green future eine Jugenddeklaration für ein nachhaltiges und inklusives Europa erarbeitet. Dafür haben sich die Jugendlichen mit Fragen rund um die brennenden Themen unserer Zeit auseinandergesetzt: Was hat soziale Gerechtigkeit mit Eurozentrismus zu tun? Welche sozialen und ökologischen Dimensionen hat Mobilität? Wie können wir unsere Wirtschaft nachhaltig gestalten und welchen Fußabdruck hat eigentlich eine Banane? Und wie steht es um Inklusion und Diversität in der Bildung? In der Deklaration haben sie ihre gemeinsamen Forderungen und Visionen zu diesen Themen zusammengefasst. Dafür haben sie in Living Libraries und Online Workshops mit Expert*innen aus Politik, Wissenschaft und Aktivismus Wissen aufgebaut und Meinungen geschärft. Bei einer Jugendkonferenz und einem Gipfeltreffen Zukunftsvorstellungen kreativ in einem Graphic Recording ausgedrückt und (EU-)Politiker*innen vorgestellt.

[Translate to Englisch:] Foto: Gipfeltreffen bei der Tschechischen EU-Ratspräsidentschaft (c) NaZemi

Moderiert von Péter Klausz von Artemisszió präsentierten die Projektteilnehmer*innen schließlich den über 100 internationalen Besucher*innen der Online-Ausstellung DEAL with it! European Voices for a Sustainable Future ihre Ergebnisse und Eindrücke aus dem gemeinsamen Projektjahr. Fotos, Videos, Infografiken und Kunstwerke und das Herzstück des Projekts, die Jugenddeklaration für ein nachhaltiges und inklusives Europa, erzählen von dem Engagement der Jugendlichen und davon, was notwendig ist, um Europa`s Zukunft für alle nachhaltig und inklusiv zu transformieren.

Die Online Ausstellung kann hier besucht werden:

The exhibition

I. The graphic recording

II. What must be dealt with

III. Our vision for the future
 

The project

I. Inspire! Living library

II. Cooperate! Youth conference

III. Elaborate! Public summit

Für interessierte Schulklassen gibt es die Möglichkeit Workshops zur Ausstellung zu buchen. Bei Interesse ersuchen wir um Kontaktaufnahme unter g.slezak@oefse.at .

Das Ende der Armut: Wie absolute Armut überwunden wurde und was wir daraus lernen können

Am 13. Jänner 2023, 14 bis 18 Uhr  findet in Innsbruck Workshop der Veranstaltungsreihe „Armut aktuell“ von unicum:mensch statt. Michael Obrovsky (ÖFSE) ist als Referent geladen.

Absolute Armut gehört in manchen Teilen der Welt der Vergangenheit an. Ein Blick in die Geschichte lässt Elemente erkennen, die zu ihrer Überwindung beigetragen haben. Was können wir daraus für die Gegenwart – insbesondere für die Entwicklungszusammenarbeit – lernen? Dieser Frage gehen wir gemeinsam mit Expert:innen aus Theorie und Praxis nach.

> mehr Information

> Programm (pdf)

Zukunft gestalten! Jugendliche und Expert*innen diskutieren „(K)ein gutes Leben für Alle? Globale Ungerechtigkeiten und Wege in eine solidarische Lebensweise“

Am 7.12. war die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik wieder erfüllt vom Gemurmel vieler Stimmen. Förmlich spüren konnte man die Atmosphäre, die in der Luft lag vom Zuhören, Reflektieren und Utopien entwickeln. Nach Corona öffnete die Bibliothek zum ersten Mal wieder ihre Türen für eine Living Library.

Wie können wir unsere Lebensweise nachhaltig verändern, um globale Ungleichheit zu verringern? Welche Entwicklungsmöglichkeit gibt es für eine solidarische und ökologisch nachhaltige Gesellschaft? Mit diesen und vielen mehr Fragen haben sich 50 Schüler*innen einen Vormittag lang im dialogischen Format einer Living Library auseinandergesetzt. In drei Gesprächsrunden mit Politiker*innen, Expert*innen und (jungen) Aktivist*innen haben sie diskutiert, wie eine nachhaltige und solidarische Zukunft für alle aussehen kann und welche Möglichkeiten jede*r einzelne hat, sich aktiv an der Gestaltung zu beteiligen.

In einer abschließenden interaktiven Reflexion setzten sich die Schüler*innen in Kleingruppen mit drei Fragen auseinander: Wo erlebt ihr Ungleichheit und Ungerechtigkeit in eurem Alltag? Was sind die größten Probleme aufgrund von sozialer Ungleichheit? Was muss sich ändern, damit die Welt gerechter wird? Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Sexismus, Rassismus und das Bildungssystem bei den Jugendlichen Gefühle der Ungerechtigkeit und Ungleichheit hervorrufen, dass sie soziale Ungleichheit auch als Ungleichheit von Zukunftsperspektiven verstehen und eine Veränderung des Wirtschafts- und Bildungssystems, eine nachhaltigere Ressourcenpolitik und die Bekämpfung von Armut fordern.

> Liste der Buchtitel

> Fotos der Veranstaltung

> Informationen zum Living Library Format der ÖFSE

> C3Bib+ Lernressourcen  für Schüler*innen zu Globalen Ungerechtigkeiten und der solidarischen Lebensweise.

Willkommen im Team!

[Translate to Englisch:] Irene Vogel

Die ÖFSE freut sich, Irene Vogel in ihrem Team willkommen zu heißen!

Irene Vogel ist seit August 2022 als Bereichsleiterin des Bereichs „Finanzen/Gebäude/Infrastruktur“ Teil des Teams der ÖFSE. Mit 1.9.2022 hat sie zusätzlich im Vorstand die Funktion der Kaufmännischen Leiterin und Stellvertretenden Leiterin der ÖFSE übernommen.

Irene Vogel hat sich schon früh für Internationale Entwicklung interessiert und Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien mit Schwerpunkt Außenhandel studiert. Ihr beruflicher Weg hat sie jedoch in den Sozialbereich mit dem Schwerpunkt Menschen mit Behinderungen geführt. Sie war in mehreren NPO-Organisationen tätig, in denen sie einerseits für kaufmännische Themen, wie z. B. Finanzen und Personalwesen zuständig war und andererseits viel Aufbau- und Weiterentwicklungsarbeit geleistet hat. Zuletzt hat sie für mehr als 12 Jahre als Geschäftsführerin die Geschicke der Organisationen gelenkt.

Irene Vogel freut sich, dass sie ihre Management-Erfahrung nun in einer Organisation mit Schwerpunkt Internationale Entwicklung einbringen darf.

Die Klimakrise betrifft uns alle – Doch wie kann ein klimafreundliches Leben für alle erreicht werden?

[Translate to Englisch:] Cover des Berichtes

Unter dieser Fragestellung stand der jüngste Sachstandsbericht des Austrian Panel on Climate Change (APCC). Er wurde am 28. November 2022 im Rahmen eines Pressegespräches mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sowie Arbeitsminister Martin Kocher von Karl Steininger und Andreas Novy (für die Herausgeber*innen) vorgestellt. Der Bericht mit dem Titel „APCC Special Report: Strukturen für ein klimafreundliches Leben“ unterstreicht, dass es insbesondere ermöglichende Rahmenbedingungen braucht, um klimafreundlich zu leben. Die vorherrschenden Appelle an das verantwortungsbewusste individuelle Verhalten Einzelner und Aufrufe zu nachhaltigem Konsum werden in ihren Wirkungen überschätzt. Entsprechend ist die Kernbotschaft des Berichts, die gemeinsame Gestaltung von Strukturen für ein klimafreundliches Leben ins Zentrum der Klimapolitik zu stellen.

Die Ausarbeitung des Special Report wurde von einem ausführlichen Stakeholder-Prozess begleitet. Dabei sollten in einer breiten Beteiligung sowohl das Praxiswissen als auch die Werte und Interessen unterschiedlicher sozialer Gruppen mit Blick auf erforderliche Transformationen erfasst werden. Karin Küblböck von der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) war Teil des Teams, das diesen Stakeholder-Prozess konzipierte und durchführte. Die Ergebnisses des Prozesses wurden in einem eigenen Bericht dokumentiert, der nun online verfügbar ist. Er bietet einen Einblick in die Phasen des Stakeholder-Prozesses (Co-Design, Co-Production und Co-Evaluation Workshops) sowie eine Reflexion des Prozesses.

> Bericht zum Stakeholder-Prozess. APCC Special Report: Strukturen für ein klimafreundliches Leben

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

[Translate to Englisch:] SDG 10, SDG 16

Prämierte VWA 2020: Ella Stukenkemper: The Situation of Canada’s Indigenous People. Problem Areas and Conflicts throughout the Past Two Hundred Years.

Die indigene Bevölkerung in Kanada ist seit Generationen von Menschenrechtsverletzungen auf struktureller und individueller Ebene betroffen. Ella Stukenkemper`s Aufenthalt in Vancouver bildete die Grundlage für ihre VWA, in der sie sich mit der Aufarbeitung der Geschichte der indigenen Bevölkerung, mit der kolonialen Unterdrückung und mit den Auswirkungen auf die Gegenwart beschäftigt. Schwerpunkte der Arbeit sind die sogenannten “Residential Schools“, die die erzwungene Assimilation indigener Gruppen prägten, und die besondere Vulnerabilität und Gewaltbetroffenheit indigener Frauen.

Ella Stukenkemper hat es mit ihrer anspruchsvollen und kritischen VWA auf die Shortlist des C3-Awards 2020 geschafft.

> Download der VWA (pdf)

> C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zu Kolonialismus finden Sie hier.

Ausgewählte Literatur zum Thema aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:
Eichler, Jessika (2022): Die Rechte indigener Völker im Menschenrechtssystem: Normen, Institutionen und gesellschaftliche Auswirkungen. Baden-Baden: Nomos. C3-Signatur: 28111
Farca,   P. (2011): Identity in Place. Contemporary Indigenous Fiction by Women Writers in the United States, Canada, Australia, and New Zealand. New York: Peter Lang Publishing.
Hooker, J. (Hg.) (2020): Black and Indigenous Resistance in the Americas. From Multiculturalism to Racist Backlash. Lanham: Lexington Books. C3-Signatur: 27766
McKinley, A. et al. (Hg.) (2019): Handbook of Indigenous Education. Volume 1 & 2. Singapore: Springer.  C3-Signatur: 27725/1-2

Neuer Senior Researcher für Entwicklungspolitik: Dr. Lukas Schlögl

[Translate to Englisch:] Lukas Schlögl, Foto: (c) Uni Wien

Die ÖFSE freut sich, Dr. Lukas Schlögl als wissenschaftlichen Mitarbeiter zu begrüßen. Lukas Schlögl zeichnet sich seit August als Senior Researcher für die Arbeitsschwerpunkte Entwicklungspolitik und Entwicklungsfinanzierung in der ÖFSE verantwortlich. Er folgt in dieser Rolle auf Dr. Michael Obrovsky. Lukas Schlögl ist Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkten in Entwicklungspolitik, Entwicklungsökonomie und besonderem Interesse für Technologiethemen. Er promovierte am Department of International Development, King’s College London, und war als Postdoktorand in London und zuletzt am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien tätig. Mehr über seinen Werdegang und seine Forschungsbeiträge erfahren Sie hier. Auf Twitter können Sie ihm hier folgen.

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November

[Translate to Englisch:] SDG 5 Gender Equality

Prämierte VWA 2021: Lilas Almalaki: Gewalt an Frauen im migrantischen Milieu in Österreich. Eine Betrachtung unter Berücksichtigung intersektionaler Aspekte.

Jede fünfte Frau ist ab ihrem 15. Lebensjahr körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt. In den Jahren 2021 und 2022 wurden in Österreich 57 Frauen Opfer von Femiziden. Lilas Almalaki hat sich im Zuge ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeit mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auseinandergesetzt und dabei die Intersektionalität der Ursachen und Auswirkungen frauenspezifischer Gewalt in „migrantischen Milieus“ beleuchtet. Lilas konstatiert eine Tabuisierung der Problematik und kritisiert die oftmals rassistische und sexistische Darstellung des Themas in österreichischen Medien. Aufgrund ihres differenzierten Zugangs und ihrer formalen und inhaltlichen Qualität wurde die VWA 2021 mit dem C3-Award prämiert.

> Download der VWA (pdf)

C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zu den Sustainable Development Goals (SDGs) finden Sie hier und zu Migration und Flucht hier

Ausgewählte Literatur zum Thema aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Segato, Rita Laura, Schmidt, Sandra (2022): Femizide: Frauenkörper als Territorium des Krieges. Münster: Unrast. C3-Signatur: I F 1227

Ernst, Andrea; Lunacek, Ulrike et al (2022): Global Female Future: Wie feministische Kämpfe Arbeit, Ökologie und Politik verändern. Wien: Kremayr & Scheriau. C3-Signatur: I A 3088

Ranzio-Platz, Christa (2021): Frauenrechte sind Menschenrechte – weltweit: alte Gefahren, neue Herausforderungen. Marburg: Schüren Verlag. C3-Signatur: I A 3046

Margarita Langthaler (ÖFSE) als Expertin bei der "TAIEX Expert Mission on strengthening vocational training system in light of Oman’s Vision 2040"

TAIEX (Technical Assistance and Information Exchange instrument of the European Commission) Expert Mission on strengthening vocational training system in light of Oman’s Vision 2040

Gemeinsam mit Stefan Wolf (TU Berlin) war unsere Expertin Margarita Langthaler (ÖFSE) Mitte November im Oman, mit dem Ziel, das Ministry for Higher Education, Research and Innovation, in Hinblick auf die Förderung des omanischen Berufsbildungssystems zu stärken. Sie besuchten Berufsschulen und hielten einen Workshop, der mit 120 Teilnehmer*innen sehr erfolgreich war. Abschließend stand ein Gespräch mit dem Minister und zuständigen Undersecretary for Vocational Education auf dem Plan.

[Translate to Englisch:] Margarita Langthaler im Oman

Ausgewählte Neuzugänge der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik

Die C3-Bibliothek empfiehlt monatlich ausgewählte Neuzugänge aus ihrem Bestand. Die Neuzugänge November sind jetzt online.

> Zu den Neuzugängen

Um immer ganz aktuell über Neuzugänge, Schulungen, Services, Veranstaltungen und andere Aktivitäten der C3-Bibliothek informiert zu sein, abbonieren Sie den C3-Newsletter, der einmal im Monat ausgesandt wird: https://www.centrum3.at/bibliothek/unser-service/anmeldung-zum-newsletter

#DEAL with it! Was junge Menschen von der europäischen Politik erwarten...

...das konnten politische Entscheidungsträger*innen herausfinden, als die jungen Delegationen aus Ungarn, Österreich, Tschechien und Deutschland am 14.Oktober 2022 während des öffentlichen Gipfels des EU-Jugendprojekts DEAL with it! in Brünn ihre Erklärung vorstellten. Ihre Forderungen und Visionen zu Themen wie Nachhaltigkeit durch soziale Gerechtigkeit, Mobilität, Wirtschaft, Bildung sowie Transformation politischer Strukturen hinterließen einen starken Eindruck bei den anwesenden Politikern Oldrich Sklenar, David Oplatek, Ladislav Miko und Ernst Holzinger. In einem Austausch mit den jungen Projektteilnehmenden diskutierten sie Möglichkeiten und Strategien, um die Forderungen für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und damit für die Politik nutzbar zu machen. Die Erklärung selbst ist das Ergebnis eines partizipativen Prozesses der Delegationen aus vier Nationen, die während des Jahres an dem Projekt teilgenommen und in verschiedenen Arbeitsschritten ihre Forderungen erarbeitet haben.

Nach dem offiziellen Teil des Treffens in Brünn hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, an zwei Open Space Phasen teilzunehmen und über Themen wie soziale Ungleichheiten, nachhaltigen Konsum, Machtdynamiken, Bewusstseinsschaffung für Nachhaltigkeitsthemen und Energieversorgung zu diskutieren. Während des dreitägigen Aufenthalts lernten die vier Delegationen das Jugendzentrum Kapraluv Mlyn inmitten einer beeindruckenden Landschaft kennen, entdeckten gemeinsam Brünn und brachten mehr über die anderen Delegationen und ihre unterschiedlichen Perspektiven und Zugänge in Erfahrung.

Nächster Schritt von DEAL with it! wird die Online-Ausstellung am 15.Dezember sein, wenn die Erklärung der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird. Link zum Call: https://www.oefse.at/bildung-vermittlung/bildungsprojekte/deal-with-it-kreativ-wettbewerb/

> Weiterlesen

Jugendliche bei der Präsentation in Brünn

Die ÖFSE auf Twitter

Aktuelle Informationen rund um die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) finden sich jetzt auch auf Twitter. Um auf dem Laufenden zu bleiben, was in der bedeutendsten österreichischen Forschungs- und Informationseinrichtung zu Fragen des Globalen Südens, Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungspolitik passiert, einfach dem Account @oefse folgen.

Informationen und Einblicke finden sicher aber auch weiterhin auf der Website sowie dem Facebook-Auftritt der ÖFSE und dem Twitter-Account von ÖFSE Leiter Werner Raza.

> ÖFSE-Twitter-Account

[Translate to Englisch:] Symbolbild Twitter

DEAL with it! Kreativ-Wettbewerb für Jugendliche: Wie schaut eine nachhaltige Zukunft für dich aus?

Das Projekt DEAL with it! lädt junge Menschen zwischen 14-19 Jahren ein, ihre Ideen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit kreativ zu gestalten.

Du glaubst an die Möglichkeit einer nachhaltigen und inklusiven Zukunft für alle? Du wolltest schon immer mal deine Gedanken, Ideen und dein Engagement kreativ umsetzen? Dann schick uns deine künstlerische Interpretation zu Klimawandel und Nachhaltigkeit und werde Teil einer internationalen Online Ausstellung! Egal ob analog oder digital, Foto oder Skulptur, Gemälde oder Collage – Technik und Umsetzung sind dabei ganz dir überlassen!

> Infos zur Teilnahme

> Infos zum Projekt

[Translate to Englisch:] Flyer Deal with it! Kreativ-Wettbewerb

EZA-Tagung Stadt Wien: Nachhaltige Entwicklung findet STADT - Leaving no one behind

Karin Küblböck (Senior Researcher bei der ÖFSE) wird als eine von sechs Expert*innen zum Thema "SDG 11 - Nachhaltige Städte" am Freitag, 21.10.2022 im Wiener Rathaus bei der EZA-Tagung der Stadt Wien „Nachhaltige Entwicklung findet STADT - Leaving no one behind“ teilnehmen.

Im Rahmen der Konferenz sollen die großen Herausforderungen thematisiert werden, denen sich Städte aufgrund der raschen Urbanisierung stellen müssen. Es wächst die soziale Ungleichheit und es bleiben Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit vielerorts auf der Strecke. Besonders in den Slums, in denen weltweit rund 863 Millionen Menschen leben, fehlt es vor allem an leistbarem, angemessenem Wohnraum, an einer funktionierenden Wasser- und Energieversorgung, öffentlichem Verkehr, Schulen, sozialen und gesundheitlichen Dienstleistungen.

Die Fragen, Erkenntnisse und guten Beispiele der Konferenz sollen uns anregen, Lösungen für eine ökologische und soziale Urbanisierung zu finden – für ein gutes Leben für Alle!

Sechs internationale und nationale Expert*innen zum Thema "SDG 11 - Nachhaltige Städte"

> Mehr Informationen zur Tagung
> Mehr Informationen zu Karin Küblböck

[Translate to Englisch:] screenshot ankündigung EAZ-Tagung

2nd Africa-UniNet General Assembly, 17-19 October 2022 at Egerton University, Kenya 17-19 October 2022

Margarita Langthaler (Senior Researcher at ÖFSE) was one of the pannelists on Austrian-African cooperation and the experiences, impact and future, at Egerton University, Kenya.

Africa-UniNetErasmus+ and APPEAR share the objective to strengthen ties between higher education institutions and research institutions in Austria and in African countries. They are designed to foster new contacts, but also enhance existing partnerships in the field of higher education and research. The programmes aim at substantially contributing towards the Sustainable Development Goals (SDGs). They provide funding opportunities for student and staff mobility, for project cooperation, joint proposal writing, as well as for collaboration that strategically fosters science and research at the participating institutions. As such, Africa-UniNet, Erasmus+ and APPEAR offer a set of networking and funding possibilities that largely target the same audience: academics in Austria and in countries in Africa, who are interested in and committed to collaboration in higher education and research.

> more information
 

 

[Translate to Englisch:] Margarita Langthaler with Adama Oueda of the University of Ouahigouya Foto: (c) Gabi Slezak

37. Jahrestagung der Österreichischen Lateinamerikaforschung

Margarita Langthaler (Senior Researcher der ÖFSE) dikutierte beim Round-Table: „Wege für ein nachhaltiges Miteinander von Mensch und Natur in Lateinamerika“ am 14.10.2022 mit Martin Coy, Peter Hietz, Rainer Mostbauer, Johannes Waldmüller.

Die Jahrestagung der Lateinamerikaforschung Austria (LAF Austria) fand im Jahr 2022 in Wien statt. Bei der Tagung präsentierten sowohl etablierte Wissenschaftler*innen als auch Nachwuchswissenschaftler*innen aktuelle Forschungen zu Lateinamerika und treten miteinander in interdisziplinären Dialog.

Rahmenthema der Tagung war: Kann die Welt sich erholen? Wege für ein nachhaltiges Miteinander von Mensch und Natur in Lateinamerika

> Mehr zur Tagung
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40 Jahre Frauen*solidarität: Die ÖFSE gratuliert

Die Frauen*solidarität feiert am Mittwoch, den 19.10.2022, ihr 40-jähriges Bestehen. Die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) gratuliert ihrer langjährigen Kooperationspartnerin im C3-Centrum für Internationale Entwicklung dazu sehr herzlich. Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit im Rahmen gemeinsamer Veranstaltungen und der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Frauen*Gender und globalem Lernen.

Die ÖFSE ist überzeugt, dass die feministischen Analysen der Frauen*solidarität zu globalen Entwicklungen vor 40 Jahren genauso bedeutend waren, wie sie es heute noch sind, und in Zukunft bleiben werden. Beispiele dafür liefert das Jubiläums-Buch „Global Female Future. Wie feministische Kämpfe Arbeit, Ökologie und Politik verändern.“ Es wird im Rahmen der Feierlichkeiten am Mittwoch unter Anwesenheit der Herausgeberinnen* und Autorinnen* präsentiert.

> Alle Informationen zur Veranstaltung am 19.10.2022

VWA & Junges Forschen im C3: Empfehlung zum Welternährungstag am 16.10. und zum Welttag für die Beseitigung der Armut am 17.10.

Prämierte VWA 2021 – Johanna Bergthaler: Die imperiale Lebensweise: mit Fokus auf Ernährung und Landwirtschaft

Prämierte Diplomarbeit 2022 – Celina Gotsch, Jana Hackl, Daniel Kapetanovic: Degrowth: Eine kritische Analyse von Wachstumszwängen und möglichen Lösungsansätzen aus ökologischer, sozioökonomischer und feministischer Perspektive

Globale Armut und Ernährung können nicht getrennt voneinander gedacht werden. Ebenso wenig der Begriff der „imperialen Lebensweise“, der die Ressourcenausbeutung im Globalen Kapitalismus beschreibt, und der Begriff des „Postwachstums“ (engl.: „Degrowth“), der eine sozial-ökologische Transformation desselbigen fordert. Johanna Bergthaler hat sich im Rahmen ihrer VWA mit der „imperialen Lebensweise“, insbesondere mit ihren Ernährungs- und Armutskrisen im Globalen Süden beschäftigt. Celina Gotsch, Jana Hackl und Daniel Kapetanovic haben in ihrer Diplomarbeit, dem Globalen Kapitalismus inhärente Wachstumszwänge sowie Lösungsansätze aus ökologischer, sozioökonomischer und feministischer Perspektive analysiert. Beide Arbeiten wurden aufgrund ihrer inhaltlichen und formalen Qualität und ihres kritischen Zugangs 2021 bzw. 2022 mit dem C3-Award prämiert. 

> Download der VWA (pdf)

> Download der Diplomarbeit (pdf)

C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zu den Sustainable Development Goals (SDGs) und zum Thema Rohstoffe finden Sie hier.

Ausgewählte E-Books zum Thema aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Brand, Ulrich; Wissen, Markus (2017): Imperiale Lebensweise: zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus. München: Oekom Verlag. E-Book

D`Alisa, Giacomo; Demaria, Federico; Kallis, Giorgios (2016): Degrowth: Handbuch für eine neue Ära. Das unverzichtbare Nachschlagwerk zur Postwachstumsdebatte. München: Oekom Verlag. E-Book

> Alle Informationen zum Fernzugriff auf die E-Ressourcen der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik und zur Online Einschreibung finden Sie hier.

ÖFSE-Studie „Konfliktminerale“: Dreikönigsaktion vermisst Sorgfalt

orf.at berichtet über den ÖFSE Research Report 14

Die Dreikönigsaktion (DKA), das entwicklungspolitische Hilfswerk der Katholischen Jungschar, fordert seit Jahren einen sorgfältigen Umgang mit Konfliktrohstoffen und die Beachtung von Menschenrechten bei Lieferketten.

„Es geht um die Verhinderung von menschlichem Leid! Menschen werden tagtäglich bedroht, versklavt und verletzt“, so DKA-Experte Herbert Wasserbauer anlässlich der Veröffentlichung einer Studie der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) über die Umsetzung der 2017 verabschiedeten Konfliktminerale-Verordnung der Europäischen Union durch österreichische Unternehmen.

> Weiterlesen

Screenshot orf.at
Screenshot orf.at

VWA & Junges Forschen im C3: Empfehlung zum „Langen Tag der Flucht“ am 30. September

Der „Lange Tag der Flucht“ wurde 2012 von UNHCR Österreich eingeführt und findet seither jedes Jahr im Herbst statt. In Workshops, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Filmvorführungen verschiedenster Organisationen, Institutionen und Projekte können sich die Besucher*innen einen Tag lang mit dem Thema Flucht und Asyl auseinandersetzen.

Paula König und Linnea Olsen; Foto: © Ania Mookentottham
Paula König und Linnea Olsen; Foto: © Ania Mookentottham

Der Verein Tralalobe arbeitet seit 2012 mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten, Frauen und Kindern und LGBTIQ Asylwerbenden und bietet Rechtsberatung, geschützten Wohnraum, psychologische Betreuung, die Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen und Deutschkurse. Die Absolvent*innen der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Paula König und Linnea Olsen haben dem Verein ihre Diplomarbeit gewidmet. Mit der Kurzvideodokumentation „REACHING: Eine Videodokumentation über den Verein Tralalobe“ haben sie ein beeindruckendes Portrait von den Menschen und dem Engagement des Vereins kreiert und es damit auf die Shortlist des C3-Award 2022 geschafft.

Weitere mit dem C3-Award prämierte Arbeiten zum Thema Migration & Flucht:

Gewalt an Frauen im migrantischen Milieu in Österreich. Eine Betrachtung unter Berücksichtigung intersektionaler Aspekte (pdf).Lilas Almalaki, Erich Fried Realgymnasium (Wien)

„REFUGEES WELCOME?“ Maßnahmen einer gelungenen Integration syrischer Flüchtlinge am Beispiel der Gemeinde Seckau (pdf). Lydia Pichler, Abteigymnasium der Benediktiner (Seckau)

VWA & Junges Forschen im C3: Leseempfehlung zum Internationalen Friedenstag am 21. September

Prämierte VWA 2022 – Preet Ghuman: Der Kaschmirkonflikt: über die Genese des Konflikts und mögliche Perspektiven des Friedensprozesses

In dieser vorwissenschaftlichen Arbeit wird der seit 1947 andauernde Territorial- und Identitätskonflikt zwischen Indien und Pakistan, der Kaschmirkonflikt, beleuchtet. Preet Ghuman erläutert dessen Genese, die bisherigen Friedensprozesse und mögliche Lösungsszenarien für die Zukunft. Mit ihren indischen Wurzeln war die Themenwahl für Preet eine sehr persönliche: Gespräche in der Familie und Medienberichte haben ihr Forschungsinteresse geweckt. Das VWA-Projekt ermöglichte ihr schließlich, sich ausführlich mit dem komplexen Thema zu beschäftigen und Antworten auf ihre Fragen zu finden. Mit ihrer Arbeit hat Preet es 2022 auf die Shortlist geschafft und aufgrund ihres differenzierten Zugangs, der die historische Dimension des Konflikts berücksichtigt, insbesondere die Auswirkungen der britischen Kolonialherrschaft, wurde die VWA 2022 mit dem C3-Award ausgezeichnet.

> Download der VWA (pdf)

C3Bib+ Lernressourcen für Schüler*innen zum Thema Kolonialismus finden Sie hier.

Literatur zum Thema aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Kazi, Seema (2010): In Kashmir: gender, militarization, and the modern nation-state. New York: South End Press. C3-Signatur: I E 990

Rothermund, Dietmar (2002): Krisenherd Kaschmir: der Konflikt der Atommächte Indien und Pakistan. München: Beck. C3-Signatur: 21438

Urvashi, Butalia (2002): Speaking peace: Women's voices from Kashmir. London: Zed Books. C3-Signatur: I E 591

Bernhard Tröster (ÖFSE) im Ö1 Radiokolleg - Lexikon der Chemie - am 25.8.2022 zum Thema „Lithium“

Gestaltung: Monika Halkort

Lithium
Das Leichtmetall Lithium hat aufgrund der weltweiten Anstrengung aus fossilen Brennstoffen auszusteigen immens an strategischer Bedeutung gewonnen. Lithium wird neben Kupfer und Cobalt vor allem für die Herstellung von elektrischen Fahrzeugbatterien und andere wiederaufladbare Geräte wie Laptops, Mobiltelefone und Akkuwerkzeuge verwendet. Die immense Nachfrage hat den Preis des Metalls in den vergangenen 4 Jahren verdoppelt. Energie Analysten gehen von einem Wachstum der Industrie um das 8-fache bis 2027 aus.

Die sozialen Kosten und Umweltschäden, die beim Abbau von Lithium entstehen, sind im Kalkül der Börsenspekulanten gemeinhin nicht mitberechnet. Zwar finden sich die weltweit größten Vorkommen in den Salzebenen in Bolivien, Argentinien und der Atacamawüste in Chile; die finanziellen Profiteure des Lithiumabbaus sind in der Regel jedoch amerikanische, australische oder chinesische Unternehmen, die nur bedingt an nachhaltigen Abbaumethoden und einer sozial gerechten Verteilung der Gewinne in der lokalen Bevölkerung interessiert sind.

> Zur Sendung

Die Sendung kann 7 Tage nachgehört werden.

Screenshot Ö1

Afrika: Wieder der große Verlierer?

Covid-Krise, Ukraine-Krieg und die Teuerung: Afrika droht eine Großkrise. Rasche humanitäre Aktivitäten sind notwendig

Kommentar von ÖFSE Aufsichtsratsmitglied Robert Kappel im Standard, 22.8.2022

Russland und die Ukraine spielen eine wichtige Rolle bei der Nahrungsmittelversorgung für Afrika. Afrikanische Länder importierten landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von rund sieben Milliarden US-Dollar aus beiden Ländern. Viele afrikanische Staaten sind sehr stark abhängig von russischen und ukrainischen Lieferungen. Besonders drastisch ist die Lage in Nord- und Ostafrika.

> Weiterlesen

screenshot der Standard

Youth Conference: Young voices shaping EU climate policy, 23.6.-25.6.2022

Within the EU project "Deal with it! European Youth engages for a green future" the Youth Conference “Young voices shaping EU climate policy“ has taken place from 23 to 25 June 2022 in the C3 – Centre for International Development in Vienna.

[Translate to Englisch:] Jugendliche kommen ins C3 - Centrum für Internationale Entwicklung, (c) Philine Zech Photography

40 students and 20 experts from Austria, Germany, Hungary and Czech Republic participated in the three day youth conference to work on a joint declaration for a sustainable and inclusive Europe. Supported by professional guidance, space for discussion and cooperation and facilitated by Graphic Recording they elaborated the “Youth Declaration for a sustainable and inclusive Europe“.

[Translate to Englisch:] Graphic Recording: Markus Engelberger,  Foto: Philine Zech Photography
[Translate to Englisch:] Graphic Recording: Markus Engelberger,  Foto: Philine Zech Photography

Within a public presentation at the end of the youth conference the students shared and discussed their illustrated Deal with it! Youth Declaration with the public and representatives of climate, education and sustainability politics Petra Völkl (Federal Ministry of Climate Action), Astrid Rössler (Green Party Austria) and Michaela Ehgartner-Smolka (Department of Education Vienna).

[Translate to Englisch:] Jugendliche präsentieren die Deklaration, Foto: Philine Zech Photography
[Translate to Englisch:] Petra Völkl, Astrid Rössler und Michaela Ehgartner-Smolka, Foto: Philine Zech Photography
[Translate to Englisch:] Logos Projekt DEAL
[Translate to Englisch:] Co-funded by the Europe for Citizens programme of the European Union

Riskante Rohstoffe unserer Zeit

Elektromobilität, Digitalisierung und Energiewende: kritische Rohstoffe als vielfältige Herausforderung.

Karin Küblböck ( Senior Researcher der ÖFSE) und der Geologe Thomas Angerer sprachen am Freitag, 8.7.2022 in Ö1 mit Natasa Konopitzky über die Transparenz von Lieferketten, den Abbau von kritischen Rohstoffen, Recyclingmöglichkeiten und über die Zukunft des Bergbaus in Österreich.

> zur Sendung

[Translate to Englisch:] Screenshot Ö1 website

Who to blame? The rough start for living income cocoa prices in Côte d’Ivoire and Ghana

EADI-Blog by Felix Maile, Bernhard Tröster, Cornelia Staritz and Jan Grumiller

Commodity price instability is a major challenge for commodity-dependent countries. This is also true for the major cocoa producer countries Côte d’Ivoire and Ghana, which account for two thirds of world’s cocoa production. As we argue in a recent article in the EJDR , the two West African countries can challenge the price-setting power of highly concentrated international buyers through their state-governed price-stabilization measures. However, export and producer price stabilization is limited to one season and entails great risks for the state due to intra-seasonal price volatility. Moreover, inter-seasonal price instability is not addressed and largely born by smallholder farmers, and export and producer prices remain linked to world prices set on futures markets in London and New York.

> Read more

Price-Setting Power in Global Value Chains: The Cases of Price Stabilisation in the Cocoa Sectors in Côte d’Ivoire and Ghana

Cornelia Staritz, Bernhard Tröster, Jan Grumiller, Felix Maile in The European Journal of Development Research (2022)

This paper calls for integrating price-setting power and related uneven exposure to price risks into the analysis of governance in global value chains (GVCs) as it adds to other power dimensions in producing unequal distributional outcomes. This is shown for the cocoa GVC, in which—unlike in today’s mostly liberalised market structures—the world’s top cocoa-producing countries, Côte d’Ivoire and Ghana, pursue price stabilisation measures. These measures address intra-seasonal producer price volatility, and recent collaboration has achieved a living-income differential on top of export prices, but such measures do not shield export and producer prices from inter-seasonal variations in world prices determined on commodity derivatives markets. Based on interviews with actors along the cocoa GVC, we argue that this is related to the price-setting power of ‘grinder-traders’ and the key role of financial hedging and trading on commodity derivatives markets in their business strategies. Financialisation processes have increased derivatives trading’s complexity and short-termism, accelerating consolidation among grinder-traders and making price stabilisation more challenging. Through their price stabilisation systems, Côte d’Ivoire and Ghana have maintained some price-setting power in the cocoa GVC, but largely remain ‘global price-takers’, with prices determined on derivatives markets and transmitted along the cocoa GVC through grinder-traders.

> Full Article

[Translate to Englisch:] Screenshot Artikel

Thema im Blick der C3-Bibliothek: Literatur und Sprache

Endlich kommt der Sommer und damit die ideale Zeit, um in neue Welten und Sprachen einzutauchen. Die C3-Bibliothek präsentiert Romane und mehrsprachige Kinderbücher aus aller Welt sowie machtkritische Bücher rund um das Thema Sprache, die über den Sommer für Unterhaltung sorgen und die Sommerpause der Bibliothek von 11. Juli bis 26. August verkürzen sollen!
> Zum Thema im Blick

[Translate to Englisch:] Screenshot der website

In guter Gesellschaft

Weltweit engagieren sich zivilgesellschaftliche Organisationen in den unterschiedlichsten Bereichen und Problemfeldern. Was motiviert sie zu ihrem Engagement? Was leisten sie, was die Politik nicht leistet oder nicht zu leisten vermag? Welche Rolle spielen sie im Globalen Süden? Welche im Globalen Norden? Und warum sind sie gerade auch in der Entwicklungszusammenarbeit unverzichtbare Player?

Ein Artikel von Michael Obrovsky (ÖFSE) in den Weltnachricht der Austrian Develoment Agency

> Weiterlesen

[Translate to Englisch:] Screenshot Artikel

Public Presentation of the Youth Declaration DEAL with it!: Young voices shaping EU climate policy

24.6.2022, 17:00-18:30 C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien

The Europe for Citizens project DEAL with it! organises a conference (23.6.-25.6.) to strengthen young people`s voices and engagement in climate and sustainability policy.
In the conference young people from Austria, Czech Republic, Germany and Hungary will elaborate a Youth Declaration for a a sustainable future for all. Their work will be facilitated by international experts and illustrated by Graphic Recording.
On Friday, June 24th 17:00-18:30 the students present their (illustrated) declaration to the public. After the presentation there will be room to discuss and reflect on further development opportunities.

Please register: h.reiner@oefse.at

Das war der C3-Award 2022

Am Dienstagabend, dem 31.5.2022, war es soweit: Im Rahmen eines Festakts im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung wurden die Top 10 der diesjährigen Einreichungen ausgezeichnet, drei davon mit dem C3-Award 2022. Folgende Schüler*innen konnten den wissenschaftlichen Beirat mit ihren Vorwissenschaftlichen (Diplom-)Arbeiten überzeugen:

  • Shayan Shamkhani: „Herausforderungen in der Schule für Jugendliche mit Migrationshintergrund“ (VWA, Evangelisches Gymnasium und Werkschulheim, Wien, Betreuerin: MMMag.a Barbara Schubert)
  • Preet Ghuman: „Der Kaschmirkonflikt: über die Genese des Konflikts und mögliche Perspektiven des Friedensprozesses“ (VWA, BG l BRG Franklinstraße 26, Wien, Betreuer: Mag. Daniel Harrasser)
  • Magdalena Prettenthaler: „Nachhaltiges Webdesign“ (DA, HTBLVA Ortweinschule, Graz, Betreuerin: DI (FH) Evelyn Schlagbauer)

Glückliche Preisträger*innen und inspirierende Worte prägten die Feierlichkeiten. Egal ob Top 10 oder Hauptpreis, alle Schüler*innen brachten das Publikum vor Ort und via Livestream mit ihrem Engagement zum Staunen und Nachdenken.

In diesem Video stellen die Preisträger*innen sich und ihre Forschungsthemen sowie deren Bezug zu den Sustainable Development Goals (SDGs) der UN Agenda 2030 vor:

Herzliche Gratulation an alle Preisträger*innen und ein ebenso herzliches Dankeschön an die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats, an die Laudator*innen, an die Moderator*innen Anastasia Lopez und Nada El-Azar-Chekh, und an das gesamte Team des C3-Award 2022!

Ausgewählte Neuzugänge Märze 2022 der C3-Bibliothek online!

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich ausgewählte Neuzugänge aus dem Bibliotheksbestand.

> Zu den Ausgewählten Neuzuzgängen März 2022

[Translate to Englisch:] screenshot Neuzugänge

C3-Award 2022: 139 Arbeiten von 216 Schüler*innen

216 Schüler*innen haben bei der diesjährigen Ausschreibung für den entwicklungspolitischen C3-Award mitgemacht. Es wurden 57 Diplomarbeiten und 82 Vorwissenschaftliche Arbeiten aus allen Bundesländern eingereicht, wobei sich der Anteil der Diplomarbeiten im Vergleich zum Vorjahr fast verdreifacht hat, was uns besonders freut. Der Großteil der Arbeiten kam aus Vorarlberg, Oberösterreich und Niederösterreich sowie aus der Steiermark und aus Wien.

Auch dieses Jahr war die Qualität der Einreichungen wieder sehr hoch, die Themensetzungen innovativ, kreativ und kritisch. Fair Fashion und globale Nachhaltigkeitsthematiken waren nur zwei der vielfältigen Schwerpunkte, die von den engagierten Schüler*innen gesetzt wurden. 78 Arbeiten haben es in die engere Auswahl, 10 davon auf die Shortlist 2022 (pdf) geschafft.

Die Preisverleihung des C3-Award 2022 findet am 31.5. ab 18:00 gemäß behördlicher Sicherheitsvorgaben im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung in Wien statt. Im Rahmen eines Festakts werden die finalen Preisträger*innen und ihre Arbeiten vorgestellt und prämiert.

Anmeldungen bitte an: Hanna Reiner, h.reiner@oefse.at

[Translate to Englisch:] Bild Einladung C3-Award 2022

Wieso Bildungsungleichheit zunimmt

[Translate to Englisch:] Screenshot Suedwind Artikel

Bildungsungleichhheit ist weltweit beobachtbar doch die Auswirkungen der COVID19-Pandemie sind im Globalen Süden um einiges stärker als im Norden. Die negativen Folgen von Schulschließungen für Kinder sind belegt.

Margarita Langthaler, Senior Researcher der ÖFSE, hat im aktuellen Südwind Magazin darüber geschrieben.

> Zum Artikel

ÖFSE bedauert das Ableben von Dr. Helmut Ornauer

[Translate to Englisch:] Helmut Ornauer

Mit dem Tod von Helmut Ornauer verliert die österreichischen Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit einen ihrer wichtigsten Vordenker und Pioniere. Neben zahlreichen Funktionen in der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, war Helmut Ornauer auch in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre tätig. Von 1981-1982 war er wissenschaftlicher Leiter der ÖFSE.

Eine Würdigung seines Lebenswerks, verfasst von Heinz Hödl, finden Sie HIER.

Women speak up – The impact of COVID-19 on women and girls in the Global South and its policy implications

On 23 March 2022, Global Responsibility hosted an online event on the social and economic consequences of the COVID-19 pandemic on women and girls and possible policy implications for Austrian development cooperation with Keynote by Âurea Mouzinho, co-founder and co-coordinator of Ondjango Feminista in Angola. Margarita Langthaler (senior researcher, ÖFSE) was one of the panellists at the second panel discussion.

> to the event report

VWA im C3: Leseempfehlung zum Internationalen Tag des Multilateralismus und der Diplomatie für Frieden

[Translate to Englisch:] SDG 16 und SDG 17

Der 24. April unterstreicht seit 2019 den Wert der internationalen Zusammenarbeit für das Gemeinwohl, für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt und die Menschenrechte. Multilateralismus und Diplomatie auf globaler Ebene sind Grundvoraussetzungen für die Erreichung der Sustainable Development Goals. Dass eine solche Kooperation nicht selbstverständlich ist, zeigen die andauernden globalen Konflikte und Kriege, unter anderem jener in der Ukraine.

Welche Auswirkungen Kriege auf eine Gesellschaft haben, darüber hat Divinia Ejidoh anhand des Biafra Krieges ihre VWA „The Biafran War and its Societal Ramifications / Der Biafra-Krieg und seine gesellschaftlichen Auswirkungen (pdf)“ geschrieben und es auf die Shortlist 2020 geschafft.

Alle seit 2016 mit dem C3-Award prämierten Arbeiten zum Nachlesen gibt es hier.

Die Einreichfrist für den C3-Award 2022 geht noch bis zum 30. April! Wir freuen uns auf Eure Einreichungen zu Themen der Internationalen Entwicklung, Globalen Nachhaltigkeit und zu Frauen*Gender an award@centrum3.at. Alle Infos zur Ausschreibung findet Ihr hier.

Neuer Service der C3-Bibliothek: Fernzugriff auf lizensierte Inhalte

Mit Ihrem C3-Bibliotheksausweis erhalten Sie nun auch außerhalb der Bibliothek Zugriff auf unsere lizensierten E-Books, E-Ressourcen und E-Journals! Damit können Sie die Inhalte zeit- und ortsunabhängig wie gewohnt über C3Search+ nutzen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Sie haben bisher noch keinen C3-Bibliotheksausweis? Schicken Sie uns das ausgefüllte Antragsformular und einen Scan/Foto Ihres Lichtbildausweises ganz einfach per Mail an bibliothek@centrum3.at. Alle Informationen zu Bibliothekausweisen, der Online-Einschreibung und Gebühren finden Sie hier.

[Translate to Englisch:] Screenshot E-Book Fairer Handel

VWA im C3: Leseempfehlung zum Gedenktag am 7. April an den Genozid in Ruanda 1994

[Translate to Englisch:] SDG 16

Mit dem Gedenktag der Vereinten Nationen am 7. April wird weltweit dem Genozid an der Tutsi-Minderheit in Ruanda im Jahr 1994 gedacht. Dem Gewaltausbruch zwischen April und Juni 1994 sind mehr als 800.000 Menschen zum Opfer gefallen. Die Ursachen sind unter anderem in den Auswirkungen der Kolonialisierung Ruandas durch Deutschland und Belgien und in der rassistisch begründeten Ungleichbehandlung der Bevölkerungsgruppen zu finden.

Valere Ubonabenshi hat sich 2016 in seiner VWA „Genozid in Ruanda: Ursache, Anteil des Westens sowie Aufarbeitung in der Bevölkerung seit 1994“ mit den historischen Hintergründen und Ursachen, den vorausgegangenen Ereignissen 1994 und den (internationalen) Akteur*innen des Genozids auseinandergesetzt, um abschließend dessen Auswirkungen auf die nachkommenden Generationen in Ruanda zu beleuchten.

Literaturtipp aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Hunt, Swanee; Carter, Jimmy (2017): Rwandan women rising. London: Duke University Press. Signatur: I C 1074

Die Einreichfrist für den C3 Award 2022 läuft noch bis 30. April!

Konnektivität bedeutet nicht gleich Kollektivität

Am 29.3 fand die virtuelle C3-Podiumsdiskussion „Digitalisierung und emanzipatorische Bildung – ein Widerspruch?“ mit Roció Rueda Ortiz, Dunia Khalil und Raphael Perret erfolgreich statt.

[Translate to Englisch:] Screenshot der Online Veranstaltung

Moderiert von Margarita Langthaler diskutierten die drei Expert*innen mit den zahlreichen Zuhörer*innen aus Deutschland und Österreich über die emanzipatorischen Möglichkeiten und Grenzen digitaler Bildung. Das Publikum bekam Einblick in das antirassistische Engagement der Juristin, Rechtsberaterin und Trainerin Dunia Khalil auf Instagram und in ihren virtuellen Workshops. Der Schweizer Medienkünstler Raphael Perret erzählte von seiner digitalen Bildungsarbeit für die Arbeitsrechte von „E-Waste“-Arbeiter*innen in Indien. Und die Bildungswissenschaftlerin Roció Rueda Ortiz brachte ihre Erfahrungen aus der digitalen Bildungsarbeit mit indigenen Student*innen in Kolumbien ein, die ihr gezeigt hat, dass digitale Bildung im Globalen Süden oft politischer, kreativer und solidarischer genutzt wird als im Globalen Norden. Dem Plenum gab sie damit die Erinnerung mit: (Digitale) Konnektivität bedeutet nicht gleich Kollektivität, kann es aber.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die spannende Veranstaltung!

DEAL with it! Living Libraries NaZemi Brno und Artemisszió Budapest

Am 24.3 und am 26.3 gingen die zwei Living Libraries der ÖFSE-Partnerorganisationen NaZemi und Artemisszió erfolgreich über die Bühne.

[Translate to Englisch:] Fotos © NaZemi Brno
[Translate to Englisch:] Fotos © NaZemi Brno

Fotos: Living Library NaZemi Brno © NaZemi Brno

Für beide Veranstaltungen kamen jeweils 70 Schüler*innen und 10-19 „lebende Bücher“ aus Politik, zivilgesellschaftlichem (Jugend-)Aktivismus und Wissenschaft für einen Vormittag live zusammen, um an einem gemeinsamen Verständnis für die Klimakrise mit ihren Zusammenhängen und Auswirkungen, und an Lösungen für eine Nachhaltige Zukunft für Alle zu arbeiten. In zwei Runden fanden in Kleingruppen 45-minütige lebhafte und produktive Gespräche statt, bevor die Ergebnisse visuell festgehalten und im Gesamtplenum diskutiert wurden.

[Translate to Englisch:] Fotos © Hanna Reiner

Fotos: Living Library Artemisszió Budapest: Das Artemisszió Team mit ÖFSE-Besucherin Hanna Reiner (l.) © Hanna Reiner

Eine Brückenbauerin zwischen Digitaler Transformation und Emanzipation

[Translate to Englisch:] Rocío Rueda Ortiz (c)  EPiZ Reutlingen


Am 29.3.22 ist die Bildungswissenschaftlerin Rocío Rueda Ortiz im virtuellen C3 zu Digitalisierung und transformativer Bildung zu hören.

Rocío Rueda Ortiz ist in Kolumbien geboren und aufgewachsen. In Bogotá hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Seit ihrer Promotion in Bildungswissenschaft in Spanien ist sie an der Universität in Bogotá in Forschung und Lehre tätig. In ihrer Sozialforschung hat sie sich stets für die indigene Bevölkerung und für armutsbetroffene Frauen und Jugendliche engagiert. Ein Interessensschwerpunkt von Rocío Rueda Ortiz war und ist dabei, wie digitale Transformationen und soziale Medien auf Identität und Bildung wirken - und vor allem emanzipatorisch wirken können. Unter anderem dazu hat sie regelmäßig auf Englisch und Spanisch publiziert. Ihr Wirken zeigt die Komplexität und die chancenreiche Interdisziplinarität der Globalität der Welt auf: Der Anspruch Globaler Gerechtigkeit, Globales Lernen und Digitale Medien sind für Individuen und Gesellschaften untrennbar miteinander verknüpft. 

Rocío Rueda Ortiz ist seit 2017 auch Referentin für Globales Lernen und Globale Gerechtigkeit im EPiZ Reutlingen („Bildung trifft Entwicklung“) und als Illustratorin im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung, u.a. für das Projekt KITA.weltbewusst.2030, tätig.

Wie Digitale Transformation, Bildung und Emanzipation zusammenwirken (können), darüber wird Rocío Rueda Ortiz am Dienstag, 29.3., 18:00 im im virtuellen C3 - Centrum für Internationale Entwicklung mit der Juristin Dunia Khalil und dem Medienkünstler Raphael Perret sprechen. >Zur Anmeldung

[Translate to Englisch:] Raphael Perret: Whole Waste Catalog – Undo It Yourself.

Raphael Perret hat am Hyperwerk in Basel Interaktive Medien und Szenographie studiert. Auch heute noch hat er seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz. Seine Arbeit als Medienkünstler geht aber weit über die Schweizer und über die Europäischen Grenzen hinaus. Er schaut hinter die Kulissen der globalen Zusammenhänge der Digitalisierung und zeigt die Löcher und die Diskrepanzen, die Zentren und die Peripherien in dieser Kulisse auf: „In my practice, I am interested in the waste, the outcast and what`s hidden in the dark corners of our life world.

Ein zentrales Interesse von Raphael stellt das informelle Elektroschrott-Recycling in Afrika und Asien dar: E-Waste. Seit 2012 schafft er eine interdisziplinäre Brücke zwischen sozial engagierter Forschung und Darstellender Kunst. Ethik und Kunst denkt er dabei nie getrennt voneinander. Er thematisiert ebenso die Ästhetik von E-Waste wie die Arbeitsbedingungen der E-Waste-Arbeiter_innen in Indien, und schafft damit zugleich soziale und ästhetische Interventionen: „Thus art is created in the contemporary and must oppose it defiantly.“

Raphael Perret hat seine Installationen, Photographien und Skulpturen weltweit ausgestellt. Er sieht aber auch die dringende Notwendigkeit jenseits von Kunst zu intervenieren und beschäftigt sich daher mit einer Smartphone-App, die Bottom-up-Bildung und Unterstützung für die informellen Arbeiter*innen im Sektor des Elektroschrott-Recyclings in Indien bietet.

Am Dienstag, den 29.3.2022, 18:00 wird er im virtuellen C3 - Centrum für Internationale Entwicklung mit Rociá Rueda Ortiz und Dunia Khalil das Verhältnis von Digitalisierung, Bildung und Emanzipation diskutieren.  > Zur Anmeldung

*https://taz.de/Kuenstler-ueber-Elektroschrott/!5011600/

Ausgewählte Neuzugänge Märze 2022 der C3-Bibliothek online!

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich ausgewählte Neuzugänge aus dem Bibliotheksbestand.

> Zu den Ausgewählten Neuzuzgängen März 2022

[Translate to Englisch:] screenshot Neuzugänge

VWA im C3 zum Internationalen Tag gegen Rassismus


Im Rahmen des heutigen Internationalen Tages gegen Rassismus möchten wir auf zwei Vorwissenschaftliche Arbeiten verweisen, die 2021 auf unserer C3-Award Shortlist vertreten waren: - „Warum gibt es Rassismus? Historische, psychologische, politische und soziologische Annäherungen an Erklärungsstrategien von rassistischem Denken“ von Noreen Mughal (HLW Rankweil, Vorarlberg) und „Being Black and being beautiful. Der Einfluss von Haar und Frisur auf das Leben Schwarzer Frauen“ von Joy Amaka Onyemaechi (GRK 10 Ettenreichgasse, Wien).

[Translate to Englisch:] Noreen Mughal bei der Preisverleihung des C3-Awards 2021
[Translate to Englisch:] Noreen Mughal bei der Preisverleihung des C3-Awards 2021

Die Einreichfrist 2022 läuft noch bis 30. April.
> Alle Informationen zur Ausschreibung

„Niemand darf Rassismus einfach hinnehmen…“

Am 29.3.22 ist die Juristin und Rechtsberaterin Dunia Khalil im virtuellen C3 zu Digitalisierung und transformativer Bildung zu hören.

[Translate to Englisch:] Foto (c) Alexandra Stanić

„Niemand darf Rassismus einfach hinnehmen. Mit meiner Stimme will ich uns Betroffenen Gehör verschaffen, denn unsere Erfahrung muss sichtbar gemacht werden.“  Dunia Khalil, Die Zeit - Campus   

Dunia Khalil ist angehende Juristin mit Fokus auf Grund- und Menschenrechte. Als langjährige Rechtsberaterin und ausgebildete Trainerin im Bereich Anti-Rassismus sowie Hass im Netz hält sie Workshops zu Anti-Diskriminierung. Sie wünscht sich eine klare Positionierung von der Politik, weil es einen nationalen Aktionsplan gegen Rassismus braucht. (Dunia Khalil im Podcast „Für die Ohren 9 - Anti-Diskriminierungsarbeit - Braucht's das überhaupt?“)

Darüber hinaus engagiert sie sich als Expertin in nationalen sowie internationalen Netzwerken, Arbeitsgruppen und Organisationen. Aktuell arbeitet sie als Juristin an der Universität Wien im Referat für Bildung, Politik, ausländische Studierende und Antirassismus sowie als Rechtsberaterin bei der Dokustelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus. Sie ist Mitbegründerin des BigSibling Kollektivs, welches auf rassistische Polizeigewalt in Österreich aufmerksam macht sowie Mitbegründerin der österreichischen Sektion von Womens International League for Peace and Freedom (WILPF). Seit April 2021 ist sie außerdem Mitglied des „Black Voices Volksbegehren“- Menschenrechtsbeirates.

Am Dienstag, 29.3.2022, 18.00  wird sie im virtuellen C3 - Centrum für Internationale Entwicklung über ihre "Know Your Rights" - Reihe und ihre Ansätze in der transformativen rassismuskritischen Bildungsarbeit und auf social media, insbesondere Instagram, sprechen.> Zur Anmeldung

In ihren Social Media Accounts nützt sie das große Potential Gegenstimmen und -bilder zum weißen mainstream zu erzeugen. Damit stärkt sie nicht nur die Sichtbarkeit von marginalisierten Perspektiven, sie bietet mit ihrer "Know Your Rights" - Reihe Weiterbildungsarbeit auf social media, insbesondere Instagram an, und leistet einen wichtigen rassismuskritischen und antidiskriminierenden Beitrag.

Gerade weil viele junge,16-18 jährige Leute Aktivist*innnen sind, die sich für Antirassismusarbeit interessieren, sich dafür engagieren wollen und immer besser darin werden, sich das Wissen von Internetplattformen und Social media Kanälen zu holen, sieht sie ihre besondere Aufgabe in der Weiterbildung und Aufklärungsarbeit.

„Es reicht nicht zu sagen, ich bin eh kein Rassist. Wir müssen alle Antirassisten sein. Es braucht eine klare Positionierung. Ein Anerkennen der Lebensrealität von Muslimen in Österreich. Wertschätzung.“  Dunia findet ihr auf Facebook und Instagram wo sie regelmäßig wichtige Ressourcen und Informationen teilt und auf LinkedIn.

Living Libraries NaZemi Brno und Artemisszió Budapest: DEAL with it!

[Translate to Englisch:] Logo: Deal with it!

Am 24.3. und am 26.3. werden im Rahmen des EU-Projekts DEAL with it! die beiden letzten Living Libraries bei NaZemi in Brno und bei Artemisszió in Budapest stattfinden. Wieder werden Jugendliche die Möglichkeit haben, einen Vormittag lang mit Expert_innen aus Politik, Wissenschaft und Aktivismus Fragen und Herausforderungen Globaler Nachhaltigkeit zu diskutieren. Die ÖFSE wird bei beiden Live Events dabei sein und berichten!

Unterdessen war die Online Living Library von EPiZ Reutlingen am 23.2. ein voller Erfolg!  130 Schüler_innen aus sechs Schulen und dem Projekt „Jugend trifft Politik“ hatten die Gelegenheit, einen Vormittag lang mit 13 Expert_innen aus der Praxis in Dialog zu treten. Während der Kleingruppengespräche hatten die Lehrer_innen und die Partnerorganisationen die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen.  Moderiert wurde die Veranstaltung von Jenny Mushegera, die auch durch den gemeinsamen DEAL with it! Online Workshop mit den vier Jugenddelegationen aus Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn am 6. Mai führen wird.

Thema im Blick März 2022 online

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik präsentiert in regelmäßigen Abständen ausgewählte Literatur und didaktische Materialien zu aktuellen entwicklungspolitischen Fragen.

Das zweite Thema im Blick 2022: Grenzen


In ihrer politischen und sozio-historischen Kontinuität sind Grenzen nicht nur geographische, sondern auch politische, ideologische und soziale Trennlinien. Sie sind Repräsentationsräume gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Von Menschen konstruiert machen sie Ungleichheit, Inklusion und Exklusion sicht- und vor allem erfahrbar. Symbolische und materielle Grenzen können ebenso Sicherheit wie Bedrohung bedeuten.

Wie relevant nationalstaatliche Grenzen, deren Symbolik und gewaltsamen Auswirkungen im 21. Jahrhundert sind, zeigt aktuell der Krieg in der Ukraine. Die erschreckende Brisanz des Themas war uns nicht bewusst, als wir das Thema im Blick festlegten und die traurige Aktualität macht uns mehr als betroffen. Wir stellen Bücher vor, die sich der Ambivalenz des Themas und der Frage nach einer Welt ohne Grenzen widmen.

> zum Thema im Blick: Grenzen

[Translate to Englisch:] Screenshot Tehma im Blick Grenzen

Polis Aktuell 01/22: De-/Kolonisierung des Wissens

Ein Gastbeitrag von Marcela Torres Heredia und Gabriele Slezak (ÖFSE) gibt Einblick in dekoloniale Praktiken. Das Schwerpunktheft bietet auch einen Überblick zu Unterrichtsbeispielen, Materialien und Workshops für die Schule.

[Translate to Englisch:] Screenshot Artikel in polis

Viele Ereignisse haben die Gesellschaft in den letzten Jahren dazu bewegt, genauer auf koloniale Kontinuitäten zu schauen. Während Rassismus schon seit der BürgerInnenrechtsbewegung in den USA auf der progressiven politischen Agenda steht, sind koloniale Inhalte von Lehrplänen in Schulen und Hochschulen als Ursache für Rassismen erst seit kurzem in den Blick von sozialen Bewegungen genommen worden.
Nicht nur die Black Lives Matter-Bewegung hat seit 2020 den Diskurs um Rassismus und Kolonialismus maßgeblich geprägt. Bereits fünf Jahre zuvor hat eine andere dekoloniale Bewegung auf sich aufmerksam gemacht: Rhodes Must Fall.
Diese kritisierte das Gedenken an Kolonialherrscher im öffentlichen Raum.

In den letzten Jahren hat sich ein lebendiger, aber noch nicht allzu bekannter Diskurs um die De-/Kolonisierung des Wissens entwickelt, der in dieser Ausgabe für die pädagogische Praxis aufbereitet wurde.  

Aus dem Inhalt:

  • Begriffliche Annäherung an das Thema
  • Walter Mignolo: Dekoloniales Denken
  • Dekoloniale Praktiken
  • Unterrichtsbeispiel
  • Materialien, Links, Tipps

>polis aktuell 1/2022: De-/Kolonisierung des Wissens [pdf,Web, 1,8 MB]

> polis aktuell 1/2022: De-/Kolonisierung des Wissens [pdf, Druck,  9,7 MB]

Dekoloniale Praktiken in Bibliotheken
Bibliotheken als Wissensspeicher bieten viele Möglichkeiten, um Methoden der Dekolonisierung umzusetzen. Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik setzt sich seit 2018 mit Strategien der Dekolonisierung und rassismuskritischer Bildung
auseinander.

Lesetipp:
Gabriele Slezak, Sarah Schmelzer, Andrea Ruscher, Jonas Paintner, Erem Celebi und Dani Baumgartner: Rassismen im Bücherregal? Ein Praxisbericht von der kolonialen Spurensuche in der Bibliothek bis hin zu einer rassismuskritischen Bildung, LIBREAS. Library Ideas # 40, 2021.

Zum Internationalen Frauen*kampftag im C3: Klima- und Geschlechtergerechtigkeit gemeinsam denken


Unsere Leseempfehlung zum Internationalen Frauen*kampftag kommt von Carmen Märki, die es mit ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeit “The neglected aspect of climate discussion: gender equality“(pdf) auf die Shortlist des #C3Award 2021 geschafft hat.

Weitere Literaturempfehlungen der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik zum Zusammenhang von Klima- und Geschlechtergerechtigkeit sind im VWA/DA-Themensheet „Ökofeminismus – feministische Sichtweisen auf ökologische Krisen (pdf)“ enthalten.

[Translate to Englisch:] Carmen Märki erhält Urkunde beim C3-Award 2021 Foto: (c) Michael Straub

Die Einreichfrist für den C3-Award läuft bis zum 30. April! Wir freuen uns über Einreichungen mit Genderschwerpunkt!
> Alle Informationen zur Ausschreibung

Umfassende Dokumentation der „Österreichischen Entwicklungspolitik 2021“ jetzt online


Am 15. Dezember 2021 wurde der ÖFSE Flagship Report 2021 „Österreichische Entwicklungspolitik 2021: COVID-19 and the Global South – Perspectives and Challenges“ präsentiert. Eine ausführliche Dokumentation ist jetzt online.

Die COVID-19-Pandemie hat Länder des Globalen Südens besonders hart getroffen, sowohl wirtschaftlich als auch sozial. Massive Einkommensverluste, Verarmung und zunehmende Ungleichheit, überlastete Gesundheitssysteme und eine rückläufige Bildungsbeteiligung sind nur die ersten unmittelbar spürbaren Auswirkungen. Mittel- bis langfristige Auswirkungen, wie eine Verschärfung der Finanz- und Schuldensituation oder veränderte globale Produktionsmuster, sind noch nicht im Detail abzuschätzen. Erste Einschätzungen sind jedoch besorgniserregend. Sowohl Entwicklungspolitik als auch -zusammenarbeit müssen sich diese Herausforderungen im Auge behalten und versuchen, ihnen entgegenzuwirken.

[Translate to Englisch:] Cover der Publikation

Der ÖFSE Flagship Report „Österreichische Entwicklungspolitik 2021“ widmet sich diesen Herausforderungen, wie auch den Perspektiven, die sich derzeitig ausmachen lassen. Am 15. Dezember 2021 wurde er im Rahmen einer Onlineveranstaltung unter Moderation von Margarita Langthaler (ÖFSE) präsentiert. ÖFSE-Experte Michael Obrovsky eröffnete die Präsentation mit einem Einblick in die Analyse der Finanzflüsse aus Österreich in Länder des Globalen Südens. Wie jedes Jahr findet sich eine ausführliche Darlegung im Report wieder. Zum zweiten Teil der Veranstaltung nahmen Richard Kozul-Wright (UNCTAD), Jan Grumiller (ÖFSE) und Pauline Veron (ECDPM) auf dem virtuellen Podium Platz. Sie präsentierten ihre Einschätzungen zum Thema des diesjährigen Reports: COVID-19 and the Global South: Perspectives and Challenges. Richard Kozul-Wright und Jan Grumiller teilten dazu Einsichten aus den Artikeln, die sie für den Report verfasst hatten, und widmeten sich den makroökonomischen und finanziellen Implikationen der Krise bzw. den Auswirkungen auf globale Wertschöpfungsketten. Pauline Veron ergänzte diese Inputs mit einer Darstellung über die Möglichkeiten einer aktiven EU-Entwicklungspolitik als Antwort auf die COVID-19-Pandemie. Den Diskussionsteil des Abends eröffnete im Anschluss Wolfgang Lapuh (BMEIA). Er legte in seinem Kommentar die Sicht der entwicklungspolitischen Praxis dar und leitete zur allgemeinen Diskussion über.

Die Diskussion so wie die ganze Veranstaltung ist jetzt im Rahmen einer umfangreichen Dokumentation der Veranstaltung online nachzusehen:

Der Report selbst, weiterführende Informationen und Veröffentlichungen sowie die Sendung des C3 Radios zur Präsentation finden sich hier.

VWA im C3 zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft: Die Preisträgerinnen des C3-Awards 2021

Am 11. Februar wird der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft begangen. An diesem Tag wird an die entscheidende Rolle von Mädchen und Frauen sowie die andauernden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten in Wissenschaft, Forschung und Technologie erinnert.

[Translate to Englisch:] C3-Award Gewinnerinnen Bianca Hansabut, Yvette Olivares-Alba, Sanja Rauscher - Foto (c) Michael Straub

Im Rahmen des C3-Awards 2021 wurden 110 VWAs und Diplomarbeiten eingereicht. Viele davon haben die kritische Auseinandersetzung mit ebenjenen strukturellen Ungleichheiten gesucht, an die der 11. Februar erinnert. Die Bekämpfung von Ungleichheiten und die Stärkung der Rolle von Mädchen und Frauen sind integraler Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung auf globaler Ebene im Sinne der Sustainable Development Goals. Der C3 Award würdigt jährlich die vorwissenschaftlichen Leistungen aller einreichenden Schüler_innen. Besonders freut uns, dass er im Speziellen die von jungen Frauen veranschaulicht: Acht der zehn mit dem C3 Award 2021 prämierten Arbeiten wurden von Schülerinnen geschrieben! Mit unseren Projekten und Services möchten wir weiter kontinuierlich die Position und Rolle von Frauen und Mädchen in der entwicklungspolitischen Wissenschaft und Forschung fördern.

Bianca Hansabut, Yvette Olivares-Alba, Sanja Rauscher, Hertha-Firnberg-Schulen für Wirtschaft und Tourismus (Wien) bei der Prämierung ihrer Arbeit  „Die Frau*, die es nicht gibt. Das weibliche*politische Subjekt im Mexiko der Gegenwart.“ beim C3-Award 2021.

> Zum C3-Award 2021 und allen prämierten Arbeiten

Schleichende Privatisierung der Schulen

Schulen werden in vielen Ländern privat finanziert und wollen Gewinne machen: Das verschärft die Ungleichheit, warnt die UNESCO in ihrem aktuellen Weltbildungsbericht. In Österreich ist der Großteil des Bildungssektors in staatlicher Hand – doch Privatisierung kann auch schleichend erfolgen.

Der aktuelle Weltbildungsbericht, der von der Österreichischen UNESCO-Kommission in Kooperation mit der ÖFSE präsentiert wurde, widmet sich den sogenannten „nicht-staatlichen Akteuren im Bildungswesen“. Die Palette dieser Akteure ist groß und reicht hierzulande von konfessionellen Anbietern, etwa der katholischen Kirche, über Schulen mit bestimmten pädagogischen Konzepten (Montessori, Waldorf) bis zu profitorientierten.

Ein Bericht zum UNESCO-Weltbildungsbericht 2021/22 auf ORF Science

> Weiterlesen

> Aktueller ÖFSE-Kommentar zum Thema "COVID-19 und Bildung: Alte Rezepte gegen neue globale Ungleichheit?"

[Translate to Englisch:] screenshot orf website

Engaging Stakeholders for a Sustainable Future – the FUSE project

New video explains the international and transdisciplinary FUSE project and ÖFSE’s contribution to it

Since 2018, ÖFSE – together with Stanford University (USA), the Helmholtz Centre for Environmental Research (UFZ, Germany) and the International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA, Austria) – has been part of the international and transdisciplinaryproject FUSE. FUSE stands for Food-Water-Energy in Urban Sustainable Environments and strives to contribute to secure long-term provision of these resources in Amman/Jordan and Pune/India. ÖFSE holds responsible for the project’s stakeholder engagement process. The ÖFSE-project team comprises Karin Küblböck, Ines Omann and Hannes Grohs. After successful workshops in spring 2019 in Amman and Pune, the FUSE team was able to return to Amman in autumn 2020 to present and discuss project results and plan further cooperation. Covid-19 permitting, the FUSE team will return to Pune in April/May 2022 to meet and exchange with stakeholders.

To create a better understanding of the project and the interlinkages of its different components, the ÖFSE team produced a short video. In 3.5 minutes, FUSE project leader Steven Gorelick (Stanford University) and ÖFSE’s Karin Küblböck explain the idea and the goals of the FUSE project and emphasize the central role of stakeholder engagement. Together, they shed a light on the two study areas in Jordan and India, explain the importance of stakeholder engagement for the project, and how the individual pieces of the project make up a picture that allows us “to see what has to be done now, in order to secure provision of food, water, and energy in the future.”

Thema im Blick Jänner 2022 online

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik präsentiert in regelmäßigen Abständen ausgewählte Literatur und didaktische Materialien zu aktuellen entwicklungspolitischen Fragen.

Das erste Thema im Blick 2022: Medien, Information, Fake News

In Demokratien erfüllen Medien eine wichtige Funktion hinsichtlich Information, Meinungsbildung und Partizipation. Durch die Pandemie hat die Diskussion rund um die Rolle von Medien an Brisanz gewonnen. Verschwörungsideologien kursieren im Netz und in sozialen Medien, Fake News und Desinformation verbreiten sich rasant und beeinflussen die öffentliche Meinung. Die C3-Bibliothek präsentiert Bücher, Filme und Unterrichtsmaterialien rund um das Thema Verschwörungsmythen und Desinformation, aber auch zu Medienbildung, dem Verhältnis von Medien und Geschlecht und der Dekolonisierung von Wissen.
> zum Thema im Blick

 

[Translate to Englisch:] Screenshot Thema im Blick

Zukunft gestalten! Jugendliche und Expert_innen diskutieren den Green Deal

Erstmals hat die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik ihr Living Library Format für Schüler_innen online durchgeführt.

Am 18. November war es soweit. Zum Thema Green Deal: der europäische Beitrag zur Umsetzung der SDGs  trafen  70 Schüler_innen zwischen 14 und 18 Jahren auf zwölf Expert_innen aus Politik, Wissenschaft und (Jugend-)Aktivismus. Mit „lebenden Büchern“ vertreten waren unter anderem die EU-Kommission, das BMK, die Allianz für Klimagerechtigkeit, Fridays for Future, die Bürger*inneninitiative Platz für Wien und Expert_innen und Wissenschaftler_innen von der Frauen*solidarität und der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE), die auch die C3-Bibliothek mittragen. In Dialog treten und voneinander lernen  war das Motto der zweistündigen Veranstaltung, die von der TV-, Radio- und Digitaljournalistin Anastasia Lopez moderiert wurde. In Kleingruppengesprächen und im interaktiven Plenum wurden Klimagerechtigkeit, die UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021, die Umsetzung der SDGs, nachhaltige Verkehrs- und Begrünungskonzepte für Wien, die Rohstoffproduktion im Globalen Süden und vieles mehr diskutiert. Für ein gutes Leben für alle kann sich jede_r engagieren – auch das haben die Schüler_innen von der C3-Living Library mitgenommen: „Es gibt definitiv Möglichkeiten sich zu engagieren.“ sagt Valerie, wozu ihre Kollegin Alev ergänzt: „Die kleinen Veränderungen und ein Umdenken im eigenen Leben sind wichtig!“ Die Expert_innen waren begeistert von den kritischen Fragenund vielfältigen Meinungen der Jugendlichen. Alle Anwesenden waren sich am Ende einig: „Für eine nachhaltige Zukunft für unsere Gesellschaft und Umwelt müssen wir uns weiter gemeinsam engagieren!“

[Translate to Englisch:] Screenshot Video living library online

Ort des Wissens und der Begegnung: Die öffentlich zugängliche C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik ist die größte wissenschaftliche und pädagogische Fachbibliothek zu internationaler Entwicklung, Frauen*Gender und Globalem Lernen in Österreich. Neben einem umfangreichen und multimedialen Bestand umfasst das Angebot zahlreiche Serviceleistungen wie Beratungen, Schulungen und Führungen. Helle Arbeitsplätze machen die Bibliothek zu einem angenehmen Lernort, für Gruppenarbeiten stehen zwei Arbeitsräume zur Verfügung. Unterschiedliche Veranstaltungsformate fördern den zivilgesellschaftlichen Dialog und machen die Bibliothek zu einem Ort der Begegnung und des Wissensaustausches rund um die Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung.

5 Dinge, die wir dieses Jahr von Schüler_innen über Rassismus gelernt haben

[Translate to Englisch:] Screenshot Video

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte (10. Dezember) lassen wir C3-Award-Preisträger_innen zu Wort kommen. Drei von ihnen haben sich mit dem Thema Rassismus auseinandergesetzt und formulieren zentrale Forderungen an die Öffentlichkeit.

Das Schuljahr 2020/21 wurde nicht nur von der Pandemie beeinflusst, sondern auch von der globalen Black Lives Matter-Bewegung. Die Sensibilisierung in Europa dafür, wie Rassismus und anhaltendes (post)koloniales Denken die aktuelle gesellschaftliche Landschaft prägen, schließt Schüler_innen zunehmend ein. Gleichzeitig prägen Jugendliche den antikolonialen Diskurs aktiv mit: Von den zehn vorwissenschaftlichen Arbeiten/Diplomarbeiten, die im Finale des C3-Awards 2021 waren, stechen drei hervor, die sich mit diesem wichtigen Thema beschäftigen. Obwohl sich jede dieser Arbeiten in ihrer thematischen und methodischen Herangehensweise unterscheidet, betrachten sie alle die Themen Rassismus und Stereotypisierung aus kritischer, struktureller Perspektive.

Noreen Mughal stellt die Frage, warum Rassismus existiert und gehegt wird. Joy Amaka Onyemaechi diskutiert die Diskriminierung, der schwarze Frauen ausgesetzt sind, und die Normativität der europäischen Schönheitsstandards anhand des Beispiels der Natural Hair-Bewegung. Und Lilas Almalaki untersucht das Problem der Gewalt gegen Frauen in Österreich, insbesondere in Bezug auf Migrant_innen.

Die Schülerinnen bearbeiten das Thema in seinen vielfältigen Aspekten. Die folgenden 5 Kernthesen wollen wir hervorheben und aus den Arbeiten mitnehmen:

1. Rassismus hat tiefe Wurzeln in Europa und wurde durch Kolonisierung zur normalisierten Denkweise:


„Die direkte Begegnung und Auseinandersetzung mit außereuropäischen Bevölkerungen führten zu einer gleichzeitigen Bestätigung und Verstärkung überlieferter Darstellungsformen. Als Europa, das entdeckte, was aus der Sicht des Eurozentrismus ‚die Neue Welt‘ genannt wurde (die für die dort lebende Bevölkerung nicht neu war), führten diese Darstellungsformen der Urbevölkerung immer mehr zu neu definierten Zielsetzungen der Kolonialist*innen. Der Entdeckung folgte die Besiedlung und dieser dann die Einführung von Systemen unfreier Arbeit, um die natürlichen Ressourcen zum Nutzen der herrschenden Klassen Europas auszubeuten. Von daher fanden Begegnungen und Auseinandersetzungen der Europäer*innen mit den Urbevölkerungen unter nicht neutralen oder denselben Bedingungen statt. Vielmehr vollzog sich die Kolonialisierung im Zeichen von unterschiedlichen Interessen und ungleichen militärischen Mitteln. Zudem wurde die Kolonialisierung weitgehend unter Anwendung verschiedener Formen von Gewalt durchgesetzt. Um diese meist gewaltsame Durchsetzung des Kolonialismus rechtfertigen zu können, wurden von den europäischen Kolonialist*innen die Differenzen der Afrikaner*innen zu ihnen selbst herangezogen und aufgrund diesen Differenzen hierarchisiert.”

-- Noreen Mughal, “Warum gibt es Rassismus? Annäherungen an Erklärungsstrategien von rassistischem Denken”

2. Europäische Schönheitsideale sind nicht objektiv oder neutral, sondern ein kulturelles Konstrukt, das rassistisch geprägt ist:


Diese Vorstellungen der Rasse sind nach wie vor präsent und bestimmen das Zusammenleben der Menschen. Eine Folge des Kolonialismus und der Globalisierung ist, dass Menschen mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft und unterschiedlichem Aussehen auf allen Kontinenten zusammenleben. Jedoch führt dieses Zusammenleben auch zur Ausgrenzung. Anders auszusehen, eine andere Hautfarbe oder eine andere Haarstruktur zu haben [als die europäische definierte Norm], ist oft ein Grund rassistisch diskriminiert zu werden.” 

-- Joy Amaka Onyemaechi, “Being Black and Being Beautiful: Der Einfluss von Haar und Frisur auf das Leben Schwarzer Frauen”

3. Soziale Ungleichheiten und Unterdrückung sind intersektional:


„‚Intersektionalität‘ bedeutet Kreuzung. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Amerikanischen (intersection) und bezeichnet die ‚Straßenkreuzung‘. Diskriminierung hat oft unterschiedliche Ursachen und wird einander auferlegt. In Deutschland wird die intersektionale Perspektive hauptsächlich in der Geschlechterforschung verwendet. Sie zeigt, dass Formen der Unterdrückung undBenachteiligung nicht einfach miteinander verbunden werden können, sondern dassihre Verflechtungen und Interaktionen Bedeutung haben.Kategorien wie Geschlecht,Rasse, Alter, Klasse oder sexuelle Aktivität funktionieren nicht allein, sondern vorallem im Zusammenspiel miteinander.“

-- Lilas Amalaki, “Gewalt an Frauen im migrantischen Milieu in Österreich Eine Betrachtung unter Berücksichtigung intersektioneller Aspekte”

4. Anti-Rassismus-Workshops unterstützen Weiterbildung in der breiten Bevölkerung:


„Das Diplomarbeitsprojekt wurde in Form eines Anti-Rassismus-Workshops, konzipiert für eine Schulklasse, realisiert. […] Denn grundsätzlich wollte ich eine Form von Weiterbildung über dieses Thema als Diplomarbeitsprojekt wählen. Da ich persönlich der Meinung bin, dass Bildung und Weiterbildung die Schlüssel zu dem Problem von strukturellem Rassismus in unserer Gesellschaft sind.”

-- Noreen Mughal, “Warum gibt es Rassismus? Annäherungen an Erklärungsstrategien von rassistischem Denken”

5. Soziale Bewegungen brechen rassistische Gesellschaftsstrukturen auf:


„Als Gegenbewegung dieser Unterdrückung bildete sich die Natural Hair Bewegung, die Schwarze Menschen dazu ermutigt, ihr Haar in seiner natürlichen Form zu tragen. Mit Stolz sollen afrikanische Frisuren wie Braids und Twists getragen werden. Vor allem berühmte Schwarze Persönlichkeiten wie Amandla Stenberg und Solange sind Idole und nutzen ihren Einfluss auch, um Bewusstsein unter weißen Mitmenschen zu schaffen. Um Schwarze Kinder in ihrer Identitätsfindung zu unterstützen, wurden Kinderbücher geschrieben, in welchen Schwarze Kinder nicht nur die Helden und Heldinnen sind, sondern in welchen sie lesen, wie schön ihr Schwarzes Haar ist.

[…] Schwarze Mädchen undFrauen sollen sich nicht ihrem weißen Umfeld anpassen müssen, um nicht diskriminiert zu werden, sondern die Gesellschaft muss sich ändern, damit Schwarze Menschen die gleichenRechte und Chancen haben wie Weiße Menschen.”

-- Joy Amaka Onyemaechi, “Being Black and Being Beautiful: Der Einfluss von Haar und Frisur auf das Leben Schwarzer Frauen”
 

Viele weitere Erkenntnisse können in den Arbeiten der drei Schülerinnen nachgelesen werden. Sie stehen zum Download auf der C3-Website zur Verfügung.
 

Literatur aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Foroutan, Naika et al. (2018): Das Phantom "Rasse". Zur Geschichte und Wirkungsmacht von Rassismus. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. C3-Signatur: 27344

Opratko, Benjamin (2019): Im Namen der Emanzipation. Antimuslimischer Rassismus in Österreich. Bielefeld: transcript. E-Book.

Oluo, Ijeoma et al. (2020): Schwarz sein in einer rassistischen Welt: Warum ich darüber immer noch mit Weißen spreche. Münster: Unrast. C3-Signatur: I G 1511.

Ausgewählte Neuzugänge November 2021 online

Ausgewählte Neuzugänge aus der C3-Bibliothek 

Die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik empfiehlt monatlich ausgewählte Neuzugänge aus dem Bibliotheksbestand.
> zu den ausgewählten Neuzugängen

[Translate to Englisch:] Screenshot der Seite Ausgewählte Neuzugänge der C3-Bibliothek

EU-Mercosur-Handelsabkommen: kaum ökonomische Vorteile, aber beträchtliche ökologische und soziale Risiken

Bernhard Tröster (ÖFSE-Researcher) und Werner Raza (Leiter der ÖFSE) im A&W Blog vom 9. November 2021

Ein nüchterner Blick auf die verfügbaren Folgenabschätzungen zeigt, dass die wirtschaftlichen Effekte des EU-Mercosur-Abkommens gering sind. Die Beschäftigungseffekte für die EU und Österreich können sogar negativ ausfallen. Die zu erwartenden Umwelteffekte, vor allem der Verlust von Waldflächen im Amazonasgebiet, werden unterschätzt. Angesichts der Herausforderungen der Klima- und Umweltkrise stellt sich die grundsätzliche Frage, ob es nicht eine gänzlich andere EU-Handelspolitik braucht, die gezielt nachhaltige Produktionsstrukturen fördert.

> Weiterlesen

[Translate to Englisch:] Grafik aus A und W Blog

Assess EU-Mercosur: Assessing the claimed benefits of the association agreement between the EU and Mercosur

Study presentation on 9.11.2021, online

Werner Raza, Director of Austrian Foundation for Development Research (ÖFSE) and Bernhard Tröster, Researcher at ÖFSE present as co-authors the key insights of the study of  Arbeiterkammer Wien and ÖGB.

> study online (pdf)

[Translate to Englisch:] Screenshot event site

Patente freigeben - Pandemie beenden: Für globale Impfgerechtigkeit!

Werner Raza (Leiter der ÖFSE) unterzeichnet den offenen Brief an die österreichische Bundesregierung, den TRIPS-Waiver in der WTO explizit zu unterstützen und dazu beizutragen, die kontraproduktive Blockadehaltung der EU zu beenden und alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die tödlichen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie zügig zu beenden.

> zum offenen Brief

Einen Überblick über die Arbeit der ÖFSE zur COVID-19 Pandemie finden sie hier: https://www.oefse.at/forschung/covid-19-pandemie/

[Translate to Englisch:] Screenshot website Patente freigeben

Covid-19 and Distance Education: Its impact on education and learning

The Comparative Education Society in Europe invited our expert Margarita Langthaler (Senior Researcher at ÖFSE) as a speaker at the Online Seminar for CESE members with Prof. Terri Kim, Prof. Lesley Gourla.

[Translate to Englisch:] Margarita Langthaler

Distance education - or rather, the transition of the educational process to digital environments - has provided an answer to the difficulty of face-to-face education during the Covid pandemic. The experiences of this form of education by learners have brought to the fore discussions about its benefits and costs, and the further digitalization of the education sector. This seminar, therefore, aims to discuss a series of themes related to this form of education and learning.  

As governments around the world had to introduce digital environments urgently in response to the pandemic, a series of problems were highlighted, especially poor public education funding and the absence of the preconditions to support distance education. These include: teachers’ and students’ poor levels of digital knowledge and skills and the shortage of the necessary educational materials for distance education.

However, digitalization was also seen by some as contributing to innovation and quality improvement, learners’ autonomy and creativity and even improved educational access and equity. In parallel, evidence from research has shown that the pandemic and the accelerated digitalization of education provision has exacerbated the longstanding problems of inequality and exclusion, while also acting as a catalyst for private investments seeking profit from extended crises of public education systems. With respect to higher education, in particular, concerns have also risen with regard to the unwillingness of many governments to create the preconditions for return of the academic community to the normal environment of the university campus, especially in view of international organizations’ (e.g. the EU) promoting blended learning and hybrid learning environments in higher education. These developments open up critical questions as to how this wave of distance education, promoted in a time of crisis, will affect the role of education as a public good, its impact on learning and who will ultimately benefit.

To facilitate a deeper engagement in this discourse, Prof. Terri Kim, Prof. Lesley Gourlay and Dr. Margarita Langthaler will offer their presentations, as invited speakers.

"Hilfe vor Ort" - neues Mantra auf wackeligen Beinen

Österreich zählt nicht zu den Ländern mit überproportionalen Hilfsleistungen in den Herkunftsländern von Flüchtlingen.

Ein Gastkommentar von Michael Obrovsky in der Wiener Zeitung

Mit dem US- und Nato-Abzug aus Afghanistan, der Machtübernahme der Taliban und den Versuchen vieler Afghanen, das Land zu verlassen, ist auch die Diskussion über die internationale Hilfsbereitschaft Österreichs neu aufgeflammt. Während die Grünen Menschen, deren Leben unmittelbar bedroht ist, aufnehmen wollen, lehnt die ÖVP dies kategorisch ab und argumentiert einerseits, dass Österreich seit 2015 weit mehr Menschen aus Afghanistan als viele andere europäische Länder aufgenommen hat, und andererseits, dass Österreich seinen Beitrag mit überproportional viel "Hilfe vor Ort" leiste.
> Weiterlesen

[Translate to Englisch:] Screenshot Wiener Zeitung

Stakeholder Engagement: Food-water-energy for Urban Sustainable Environments (FUSE)

[Translate to Englisch:] FUSE Logo

ÖFSE organized workshops in Amman to discuss results of the international FUSE project.

As part of the international research project FUSE, ÖFSE staff members Karin Küblböck, Ines Omann and Hannes Grohs organized and conducted stakeholder workshops in Amman, Jordan, from 6 to 9 September 2021. During these workshops, ÖFSE's research partners, Stanford University and Helmholtz Centre for Environmental Research (UFZ), presented their research results of the interdisciplinary project, which has been running since May 2018. In interactive formats, about 70 workshop participants gave feedback on those results, discussed further steps and exchanged ideas across their focus areas.

The workshops built on an initial series of stakeholder workshops in March 2019, where the FUSE team gathered challenges and coping strategies related to water, food and energy   as well as visions for a sustainable Amman in 2050. After two and a half years of intensive work on integrating these perspectives into the research, the FUSE team was pleased to be able to present and discuss the results and receive valuable feedback. The workshops were made possible by close cooperation with the Jordanian organization MIRRA.

https://fuse.stanford.edu/

Workshop Presentations 2021

> Project Intro by Steven Gorelick (pdf)
> Project Results by Steven Gorelick and Christian Klassert (pdf)

Group Pictures Workshops 2021

> Group Pictures Amman Workshops

Documentation 2019

> Documentation of Workshops in Amman, Jordan 2019 (pdf)

Video Workshops, September 2021, Amman

VWA im C3: Leseempfehlung zum Internationalen Friedenstag am 21. September

Prämierte VWA 2021 – Mathias Psilinakis: El conflicto mapuche en Chile. Una lucha que perdura.

In dieser vorwissenschaftlichen Arbeit wird der Konflikt zwischen den indigenen Mapuche und dem chilenischen Staat bis in die Kolonialzeit zurückverfolgt. Damit werden Kontinuitäten von Diskriminierung und Ausgrenzung über die Jahrhunderte sichtbar gemacht und es wird nachvollziehbar, warum die Mapuche heute zwar 10% der chilenischen Bevölkerung ausmachen, aber weder im Parlament vertreten sind, noch ihre Grundrechte geschützt werden. Im dritten Teil der Arbeit geht der Autor auf die indigene Protestbewegung, ihre Forderungen und mögliche Lösungsansätze für den Konflikt genauer ein. Der Perspektivwechsel gelingt ihm mithilfe eines ausführlichen Interviews mit dem Mapuche-Aktivisten Jorge Huichalaf Díaz.
Mathias Psilinakis schaffte es mit seiner Arbeit 2021 auf die Shortlist des C3-Awards.

> Download der VWA (pdf) 

Video der Preisträger_innen 2021: Mathias Psilinakis berichtet ab Minute 4:08 über seine Erkenntnisse.

Literatur aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:
Hooker, J. (Hg.) (2020): Black and Indigenous Resistance in the Americas. From Multiculturalism to Racist Backlash. Lanham: Lexington Books. C3-Signatur: 27766
Kaltmeier, O. (2004): Marichiweu! Zehnmal werden wir siegen! Eine Rekonstruktion der aktuellen Mapuche-Bewegung in Chile aus der Dialektik von Herrschaft und Widerstand seit der Conquista. Münster: Inst. für Theologie und Politik. C3-Signatur: 08-016
Keppler, T., Berardi, Y. (2016): Chile in Bewegung. Reportagen aus einem Land der Gegensätze. Zürich: Rotpunktverlag. C3-Signatur: 26339

Sommergespräch: Hat Kurz mit den Zahlen getrickst? Profil hat bei Michael Obrovsky (ÖFSE) nachgefragt

Vor einer Woche behauptete Sebastian Kurz, Österreich gibt „überproportional“ viel Geld für Entwicklungshilfe aus. Aber stimmt das auch?

Ein Artikel von Franziska Tschinderle (Profil)

Wie reagieren auf die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan? Darauf, dass Frauenrechtlerinnen oder ehemalige Helfer der westlichen Alliierten um ihr Leben fürchten müssen? Österreichs Position ist bekannt: Die Regierung wird keine Schutzbedürftigen aufnehmen, sondern „Hilfe vor Ort“ leisten. „Wir leisten unseren Beitrag vor Ort. Das tun wir in einer überproportionalen Art und Weise“, so Sebastian Kurz vergangene Woche im ORF-Sommergespräch. Aber stimmt das auch?

„Die Zahlen belegen das Gegenteil“, sagt Michael Obrovsky, der seit mehr als 30 Jahren  für die Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) arbeitet. „Österreich hat in den letzten 50 Jahren keinen überproportionalen, sondern einen bescheidenen Beitrag geleistet.“

> Weiterlesen

[Translate to Englisch:] Screenshot Profil Online

The EU Conflict Minerals Regulation – a trial run for responsible sourcing of raw materials?

Karin Küblböck in EADI-Blog „Debating Development Research

On 1 January 2021 the EU Conflict Minerals Regulation entered into force. From now on, companies importing certain minerals into the EU must ensure that their sourcing practices do not contribute to conflict and human rights abuses. The regulation therefore introduces for the first time mandatory human rights due diligence for companies in the EU. In its current version, the scope of the regulation is extremely limited. Nevertheless, its implementation can provide important lessons for the upcoming comprehensive EU due diligence legislation.

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Die Zukunft des Erdöls

Berhard Tröster (ÖFSE) zu Gast bei Punkt Eins, Ö1

Gestaltung: Xaver Forthuber

Die OPEC, der Zusammenschluss der erdölexportierenden Länder, bestimmt seit Jahrzehnten von Wien aus die weltweiten Öllieferungen und regelt damit den Weltmarktpreis. Derzeit herrscht aber wieder grobe Uneinigkeit über die künftige Förderstrategie. Dass unter anderem Saudi-Arabien sich für eine Fortsetzung der Förderbeschränkungen einsetzt, sorgt vor allem bei den Vereinigten Arabischen Emiraten für deutliche – und öffentlich kundgetane – Frustration.

Während manche Medienberichte das Ölkartell in der Krise sehen, gehen andere davon aus, dass es seine Macht sogar noch ausbauen wird. Dahinter steht die alles bestimmende Frage, wie es überhaupt weitergehen soll mit den fossilen Energieträgern. Die OPEC selbst erwartete zuletzt noch einen Anstieg der weltweiten Nachfrage über die 2030er Jahre hinaus.

Aber die Bedingungen ändern sich. Nicht nur die Coronakrise hat die Welt verändert, auch die Klimakrise ist Realität und lässt Forderungen, die Energieversorgung neu zu denken, lauter werden. Die OPEC versucht sich daher auch schon länger als modern, nachhaltig und verantwortungsbewusst zu positionieren und hebt ihr Innovationspotential hervor – wohl nicht zuletzt, um die hohen öffentlichen Subventionen zu rechtfertigen, die weltweit nach wie vor in die Ölindustrie fließen.

Wie entwickelt sich der Weltmarkt für fossile Energieträger? Von welchen Faktoren und Akteur*innen wird er bestimmt, und was bedeuten die Brüche, die jetzt zutage treten, für die Zukunft?

Der Volkswirtschaftler und ehemalige Analyst Bernhard Tröster, der für die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung unter anderem Rohstoffmärkte und internationale Handelsbeziehungen untersucht, ist zu Gast bei Xaver Forthuber.

> Nachhören bis 21.7.2021

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VWA im C3: Leseempfehlung zum National Indigenous Peoples Day in Kanada am 21.Juni

Prämierte VWA 2020 – Ella Stukenkemper: The Situation of Canada’s Indigenous People. Problem areas and conflicts throughout the past two hundred years.

Ein Aufenthalt in Vancouver, sowie Recherche vor Ort und eine Umfrage unter Mitschüler_innen in der kanadischen Highschool bilden die Grundlage für die vorwissenschaftliche Arbeit. Sie beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der Geschichte der indigenen Bevölkerung, der kolonialen Unterdrückung durch ankommende Europäer_innen und dessen Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Schwerpunktmäßig werden zwei Problemfelder analysiert: Einerseits sind das Residential Schools, die vom 19. bis ins 20. Jahrhundert die Assimilation indigener Gruppen prägten. Andrerseits wird die besondere Vulnerabilität von indigenen Frauen hervorgestrichen, indem die anhaltend hohen Zahlen verschwundener oder ermordeter indigener Frauen Erläuterung finden.

Ella Stukenkemper schaffte es 2020 auf die Shortlist des C3-Awards.

> Download der VWA (pdf)


Video der Preisträger_innen 2020

Ella Stukenkemper berichtet ab Minute 0:34 über ihre Erkenntnisse.

Literatur aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Farca, P. (2011): Identity in Place. Contemporary Indigenous Fiction by Women Writers in the United States, Canada, Australia, and New Zealand. New York: Peter Lang Publishing.

Hooker, J. (Hg.) (2020): Black and Indigenous Resistance in the Americas. From Multiculturalism to Racist Backlash. Lanham: Lexington Books. C3-Signatur: 27766

McKinley, A. et al. (Hg.) (2019): Handbook of Indigenous Education. Volume 1 & 2. Singapore: Springer.  C3-Signatur: 27725/1-2  

Globale Warenketten und ungleiche Entwicklung

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion, 17.06.2021, 17:00 - 18:30, Online

Im März 2021 lief das Containerschiff Ever Given auf dem Weg von China nach Rotterdam im Sueskanal auf Grund und blockierte fast eine Woche die Durchfahrt. Die Blockade des Kanals brachte einen der wichtigsten Handelswege zwischen Asien und Europa zum Stillstand und rückte globale Warenketten ins Licht der medialen Öffentlichkeit.

Diese Warenketten sind Gegenstand des aktuellen Sammelbandes Globale Warenketten und ungleiche Entwicklung (Mandelbaum, 2021), der die Organisation sowie die Machtstrukturen weltweit verstreuter Produktionsprozesse analysiert und nach den Folgen für Gesellschaft, Umwelt und Entwicklung fragt. Die Beiträge des Bandes geben Einblick in Konzernmacht, Finanzialisierung, die Rolle von Supermärkten, Transport und Umweltkosten, Arbeitsbedingungen und Konflikte sowie Ansätze zur Regulierung von globalen Warenketten.

Im Rahmen der Buchpräsentation stellen die HerausgeberInnen und AutorInnen die breitgefächerten Themen des Sammelbandes vor und laden zur Diskussion ein.

Podium: Karin Fischer (Johannes Kepler Universität Linz), Jörg Flecker (Universität Wien), Stefan Laser (Ruhr-Universität Bochum), Christian Reiner (Lauder Business School Wien), Cornelia Staritz (Universität Wien)

> Anmeldung und mehr Details (Anmeldeschluss: 16. Juni 2021, 12.00 Uhr)

C3-Award 2021: 110 Arbeiten von 144 Schüler*innen

[Translate to Englisch:] Gewinner_innen C3-Award 2019

144 Schüler_innen aus ganz Österreich haben bei der diesjährigen Ausschreibung für den entwicklungspolitischen Preis mitgemacht. Die meisten Arbeiten kamen aus Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol und Wien. Besonders erfreulich ist, dass sich die Zahl der Einreichungen aus einigen Bundesländern, wie z.B. Vorarlberg, sogar um ein Vielfaches gesteigert hat im Vergleich zu den Vorjahren.

In Summe kam es zu 110 Einreichungen, wovon 89 Vorwissenschaftliche Arbeiten (AHS) und 21 Diplomarbeiten (BHS) sind. Das entwicklungspolitische Engagement junger Forscher_innen findet in über 60% der Arbeiten Niederschlag. Sie betrachten Themen der Wirtschafts- und Ressourcenpolitik in globaler Perspektive, gehen auf Entwicklungen einzelner Länder und Weltregionen ein, oder behandeln die Agenda2030 und ausgewählte Nachhaltigkeitsziele. Besonders hervorzuheben ist, dass eine Vielzahl an Einreichungen die kritische Auseinandersetzung mit strukturellen Ungleichheiten sucht. Komplexe Felder wie Rassismus und Sexismus werden nicht nur für sich aufgegriffen, sondern auch verflochten. Die Bekämpfung von Ungleichheiten wird als integraler Bestandteil aller Aspekte nachhaltiger Entwicklung angesehen.

Damit sind es 67 Arbeiten, die es aufgrund ihres Bezugs zur Internationalen Entwicklung in die engere Auswahl schafften. Sie wurden vom wissenschaftlichen Beirat begutachtet, der sich aus dreizehn Mitgliedern zusammensetzt. In dem Beirat sind Wissenschafter_innen aus den Disziplinen Internationale Entwicklung, Umweltpolitik, Migrationsforschung, Rassismusforschung, Politikwissenschaften, Gender, Friedensforschung, Bildungswissenschaften, Religionspädagogik, Globales Lernen, Wirtschaftswissenschaften sowie jeweils ein_e Vertreter_in der Fördergeber ADA und DKA, Vertreter_innen der drei preisstiftenden Organisationen sowie ein_e Vertreter_in der Lehrkräfte (außer Konkurrenz des Wettbewerbs) vertreten.

Die Beurteilung der Arbeiten erfolgt anhand von sechs Beurteilungskriterien (inkl. Unterkriterien), die das Alleinstellungsmerkmal des entwicklungspolitischen Preises unterstreichen. So wird einerseits auf die entwicklungspolitische Relevanz des Themas und andererseits auf den kritischen Zugang, die kritische Verwendung von möglichst multiperspektivischer Literatur und eine kritische Reflexion der eigenen Lebensrealität geachtet.

Die Qualität der Einreichungen war dieses Jahr insgesamt sehr hoch, weshalb das Rennen um den C3-Award umso knapper ist. Nach eingehender Beurteilung haben sich 10 Arbeiten durchgesetzt und stehen nun auf der Shortlist für den C3-Award 2021.

Auf der Preisverleihung am 1.6.2021 wird sich entscheiden, wer einen der drei Hauptpreise mit nach Hause nehmen darf. Die Veranstaltung wird gemäß behördlicher Sicherheitsvorgaben in einem kleinen Rahmen im C3 stattfinden. Zusätzlich wird es einen Live-Stream geben, damit alle Angehörigen, Freund_innen, Lehrkräfte, Mitschüler_innen und Interessierte mitfiebern können.

Neues Angebot: Interaktiver Online-Workshop für Schulklassen zum Thema „Kolonialismus. Auswirkungen im Heute verstehen und Rassismus erkennen“

ÖFSE und Frauen*solidarität bieten seit Kurzem ihren neuen Online-Workshop an, empfohlen für 10. und 11. Schulstufe BHS/AHS. Die Teilnehmer_innen lernen dabei die Folgen von Kolonialismus für Geschichte und Gegenwart kennen. Sie erarbeiten sich interaktiv Methoden für rassismuskritische Informationskompetenz, können Rassismen in Medien erkennen und wissen über ihre Entstehungsgeschichte wie auch ihr gegenwärtiges Wirken in der Gesellschaft Bescheid.

Humanitäre Hilfe - Aufgestockt

[Translate to Englisch:] screenshot CorporAid

Die finanzielle Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds ist der „erste wichtige Schritt zur Behebung langjähriger Versäum­nisse bei der Dotierung der huma­nitären Hilfe“, so der stellvertretende ÖFSE-Leiter Michael Obrovsky. „Die neue Strategie für die humani­täre Hilfe gehört mit dem Dreijah­resprogramm der Entwicklungszu­sammenarbeit verzahnt. […]. Nur so gelan­gen wir zu einer Gesamtstrategie für die Umsetzung der Sustainable Development Goals, die mittlerweile die zentrale Referenzgröße der glo­balen Entwicklungsbemühungen sind.“

Christoph Schweifer, neuer Koordinator für humanitäre Hilfe im Außenministerium und ÖFSE-Aufsichtsratsmitglied, stimmt dem zu: „Wir müssen wegkommen von einer linearen Betrachtungsweise in der humanitären Hilfe […].“ Stattdessen plädiere er für einen systemischen Zugang und gegen ein Ausspie­len der humanitären Hilfe gegenüber der Entwicklungszusammenarbeit.

> Zum ganzen Artikel im CorporAID-Magazin von ICEP

Von Licht und Schatten der Digitalisierung

Ob unser privates Umfeld, die Arbeitswelt oder das öffentliche Leben – alles ist dem digitalen Wandel unterworfen. Der technologische Fortschritt bringt enorme Chancen. Nicht umsonst nimmt auch die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen mehrfach darauf Bezug. Er birgt aber auch viele Risiken. Speziell für Länder des Globalen Südens. Was heißt das für die Entwicklungszusammenarbeit? Und was braucht es, damit die Digitalisierung dem Wohl aller Menschen gleichermaßen zugutekommt?

Werner Raza und Margarita Langthaler (ÖFSE) im Leitartikel der Weltnachrichten 1/2021 der Austrian Development Agency

> Zum Artikel

Kritische Rohstoffe: Die dunkle Seite von Solar- und Windanlagen

Viele Umwelttechnologien sind Teil der Hoffnung, mit dem Klimawandel fertigzuwerden. Aber die Rohstoffe, die wir dafür brauchen, führen immer wieder zu Konflikten, sagt die Ökonomin Karin Küblböck (ÖFSE) im PodcastEditionZukunft von DerStandard.
> Zum Podcast

From COVID-19 to “neglected diseases”: Time to deliver on pharmaceutical innovation

The pharmaceutical innovation system’s disregard of “neglected diseases” primarily affecting countries in the Global South should no longer be tolerated - a substantial reform is necessary, argues ÖFSE director Werner Raza in his new contribution to OECD’s ‘development matters’ blog.

Triggered by SARS-COV-2, Covid-19 belongs to the group of new infectious diseases which until now had mainly occurred in emerging and developing countries. Since the first outbreak of a SARS epidemic in 2002, millions of people have been affected by the family of coronaviruses. But it took a global pandemic with serious impacts on OECD countries’ societies and economic systems, for such a disease to receive the health policy attention that the Global South has been sorely lacking.

The share of pharmaceutical research and development (R&D) funds for diseases primarily affecting the Global South is vanishingly small. This is true for the public sector, but even more so for the pharmaceutical industry. Accordingly, they have become referred to as “neglected diseases”.

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Lessons from COVID 19: Digitalization calls for strong public education systems

 Margarita Langthaler in NORRAG Blog, 16.3.2021

The COVID-19 pandemic has intensified discussions about the digitalization of the education sector far beyond responding to the requirements of physical distancing. Rather, digitalization appears to be the inevitable future development path of education systems at a global level. Digitalization is seen by some as key not only to quality improvement, innovation, creativity and learners’ autonomy, but also to educational access and equity. Yet, the pandemic has brought to light the pitfalls of accelerated digitalization in terms of rising inequality and exclusion. Central to the issue are the digital divide and the power asymmetries associated with it. These are especially evident along North-South, rural/urban, affluent/poor, powerful/marginalised and gender lines.

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[Translate to Englisch:] SDG 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion

VWA im C3: Leseempfehlung zum Weltverbrauchertag am 15. März 2021

Prämierte VWA 2020 – Joachim Klein: Produktionsbedingungen der modernen Textilindustrie und deren Auswirkungen auf die Umwelt am Beispiel Indien.

Inspiriert von Methoden der Grundlagenforschung untersucht Joachim Klein unterschiedliche Fasern, die Einsatz in der Textilproduktion finden, und prüft sie auf Umweltverträglichkeit und mögliche Alternativen. Er vergleicht die Faktoren Wasser-, Flächen- und Energiebedarf, sowie deren Toxizität und resultierende Treibhausgasemissionen. Seine Schlussfolgerung ist jedoch, dass allein die nachhaltige Auswahl von Textilfasern nicht ausreichend ist, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Es braucht einen allgemeinen Wandel im Konsumverhalten: Gewinnmaximierung und schnelllebige Modetrends müssen hintangestellt werden.

Klein schaffte es 2020 auf die Shortlist des C3-Awards.

> Download der VWA (pdf)

Video der Preisträger_innen 2020:
Joachim Klein berichtet ab Minute 2:33 über seine Erkenntnisse.

[Translate to Englisch:] Screenshot VWA-Video: Joachim Klein

Literatur aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:

Dana, T. (2020): Unfair Fashion. Der hohe Preis der billigen Mode. München: riva Verlag. Signatur: 27758

Ferenschild, S. (2016): Informell und ungeschützt. Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie im indischen Surat.

Lopez-Acevedo, G.; Robertson, R. (2016): Stitches to Riches? Apparel Employment, Trade, and Economic Development in South Asia. Washington: World Bank. E-Book.

Thema im Blick: Gesundheit

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern – so lautet das Ziel 3 der nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO. Trotz Fortschritten z.B. im Bereich der Kindersterblichkeit oder Lebenserwartung ist der Zugang zu guter Gesundheitsversorgung für viele Menschen nicht gegeben. Auch im Bereich der reproduktiven Gesundheit und der ungleichen Verteilung von Care-Arbeit besteht akuter Handlungsbedarf. Im Zuge von COVID-19 haben sich die Ungleichheiten, die hier global herrschen, nochmal deutlicher gezeigt. Die C3-Bibliothek präsentiert Bücher, Filme und Unterrichtsmaterialien, die sich mit dem Thema Gesundheit und Gesundheitssystemen nicht nur aber auch im Zusammenhang mit COVID-19 beschäftigen.
> Zum Thema im Blick: Gesundheit

[Translate to Englisch:] Screenshot C3-Website

Rohstoffe und Digitalisierung: Video des Vortrags von Karin Küblböck (ÖFSE) online!

Der Online-Vortrag von Karin Küblböck (ÖFSE) im Rahmen der Südwind-Vortragsreihe "Denk.Mal.Global - Digitale Weltentwicklung" vom 27.1.2021 kann jetzt nachgesehen werden.

Karin Küblböck erläutert die Zusammenhänge zwischen unseren Konsumprodukten und dem Abbau von Rohstoffen in den Herkunftsländern, skizziert Rohstoffstrategien im globalen Norden und im globalen Süden und diskutiert Vorschläge und Alternativen. Dieser Vortrag ist Teil der Vortragsreihe "Denk.Mal.Global - Digitale Weltentwicklung", bei der die Digitalisierung aus Südperspektive kritisch beleuchtet wird und ihr Nutzen, sowie ihr Risiko hinterfragt und diskutiert wird.
Moderation: Marie Edwige-Hartig

[Translate to Englisch:] SDG 5 Gleichheit der Geschlechter

ÖFSE vielfach zitiert: Berichterstattung zu Impfstoff-Patenten nach Mediengespräch


Am 17. Februar 2021 fand ein virtuelles Mediengespräch unter dem Titel „Impfstoffe und Medikamente: Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Zugänglichkeit. Daten und Fakten zum Hintergrund.“ statt. Organisiert vom Wissenschaftsnetz ‚Diskurs‘ referierten neben der Sozialmedizinerin Claudia Wild zwei ÖFSE-Wissenschaftler.

ÖFSE-Leiter Werner Raza sprach zur Frage welche Wege vom derzeitigen Impfnationalismus hin zu globaler Impfgerechtigkeit führen. Und ÖFSE-Researcher Jan Grumiller präsentierte aktuelle Studienergebnisse zur gefährdeten Versorgungssicherheit von medizinischen und pharmazeutischen Produkten. Eine Zusammenfassung der Inhalte des Mediengesprächs ist hier zugänglich.

Die mediale Resonanz war groß. Von der ÖFSE wurde zum einen Jan Grumiller im Standard-Artikel „EU-Kommission will Impfstoffe gegen Mutationen rasch verfügbar machen“ zitiert, der „eine Debatte um medizinische Versorgungssicherheit auf Europa zukommen [sieht]. Man müsse sich die Frage stellen, was man in Europa produzieren will und welche Ressourcen man dafür aufwenden will.“

Zum anderen wurde Werner Raza vielfach zitiert. Insbesondere seine folgende Warnung fand viel Widerhall: „Die Politik darf jetzt aber keine Zeit mehr verlieren, Patente aufzuheben, und Impfstoffproduzenten zu Technologietransfer zu bewegen, zumal die Entwicklung mit Milliardenbeträgen gefördert wurde […] Jeder Tag Verzögerung brächte mehr Tote und ein erhöhtes Risiko für Mutationen beim Virus.“

Hier eine Übersicht der breiten Berichterstattung im Nachgang des Mediengespräch:
17.02.2021, Der Standard (derstandrad.at), „EU-Kommission will Impfstoffe gegen Mutationen rasch verfügbar machen
17.02.21, Kurier (kurier.at), „Neue Impfstoffe: Staatliche Förderung nur noch gegen Auflagen?
18.02.21, Der Standard (derstandrad.at), „Bei uns gibt es zu wenig Impfstoff? Dann schauen Sie einmal nach Afrika
17.02.21, Die Presse (diepresse.com), „Soll man Patentschutz bei Covid-Impfstoffen lockern?
17.02.21, APA, „Experten: Patentschutz bei Covid-Impfstoffen lockern
17.02.21, Ö1 – Wissen Aktuell, „Impfstoffe: Öffentliches Risiko, privater Gewinn?
17.02.21, orf.at – Science, „Arzneimittelentwicklung - Pharmaindustrie profitiert von Grundlagenforschung
17.02.21, ORF-Oberösterreich (ooe.orf.at), „Coronavirus Experten für Lockerung des Patentschutzes
18.02.21, Oberösterreichische Nachrichten, „Diesmal will die Europäische Union schneller sein als das Coronavirus
17.02.21, oe24.at, „Corona - Experten: Patentschutz bei Covid-Impfstoffen lockern
17.02.21, theworldnews.net, „Soll man Patentschutz bei Covid-Impfstoffen lockern?
17.02.21, Sparkasse Newsroom, „Experten wollen Patentschutz bei Covid-Impfstoffen lockern
17.02.21, studium.at, „Experten wollen Patentschutz bei Covid-Impfstoffen lockern
17.02.21, oe24.at, „Corona - Oö. Lungenspezialist würde Patentschutz-Lockerung begrüßen

Wir freuen uns über Verstärkung

C3-Award Preisträgerin Ella Stukenkemper unterstützt uns ab Februar im Social Media- und Veranstaltungsbereich

[Translate to Englisch:] Foto: Ella Stukenkemper

Hallo! Ich bin die Ella, 19 Jahre alt und habe im Sommer 2020 am Musischen Gymnasium in Salzburg maturiert. Zurzeit mache ich ein Gap-Year und werde ab Oktober Kultur- und Sozialanthropologie an der Uni Wien studieren. Da mein eigentlicher Plan, in Nepal an der Partnerschule meines Gymnasiums zu unterrichten, von Corona durchkreuzt wurde, habe ich von Oktober bis Dezember auf einer Farm in Norwegen gearbeitet und bin Anfang Februar nach Wien gezogen.

Das C3 und die ÖFSE habe ich durch die Ausschreibung des C3-Awards kennengelernt, bei der ich meine VWA „The Situation of Canada‘s Indigenous People, Problem Areas and Conflicts Throughout the Past Two Hundred Years“ eingereicht habe. Das Thema und ich fanden uns, als ich im Zuge eines Auslandssemesters 2018 sechs Monate in Vancouver verbrachte. Während meines Aufenthalts wurde ich auf die fehlende Repräsentation der Indigenen Bevölkerung Kanadas in der Öffentlichkeit wie Medien, Politik, Kunst aufmerksam. Am deutlichsten kam mir das im Geschichtsunterricht in der Schule oder persönlichen Gesprächen zu Bewusstsein und ich begann stärker auf diskriminierende Praktiken zu achten.

Während der Arbeit an meiner VWA befasste ich mich dann intensiver mit der historischen Dimension sozialer Ungleichheiten und den gravierenden psychischen Folgen für über Jahrhunderte strukturell benachteiligte Gesellschaftsgruppen. Daraus entstand in mir das Bedürfnis, mich diesem Thema in Zukunft im globalen Zusammenhang zuzuwenden. Ich freue mich sehr, dass ich jetzt die Gelegenheit zu einem Praktikum bei der ÖFSE habe und bin schon sehr gespannt auf die nächsten Monate.

Ella wird uns bei der diesjährigen Preisausschreibung C3-Award 2021, die noch bis 30.4.2021 läuft und in der Veranstaltungsorganisation unterstützen.

Willkommen im Team, Ella!

Rückblick: Decolonize the Libarary. Online Austauschtreffen.

#DecolonizeTheLibrary – Unter diesem Hashtag sind in der bibliothekarischen Fachgemeinschaft zunehmend Debatten zu finden. Um den Austausch auch im deutschsprachigen Raum zu fördern, veranstaltete die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik am 27. Jänner ein Online-Austauschtreffen. Nicht zuletzt an der hohen Zahl an Teilnehmer_innen zeichnete sich klar ab, dass eine Beschäftigung mit Kolonialismus und Antirassismus in Bibliotheken hohe Priorität hat.

Durch vier Kurzvorträge wurden Einblicke in die verschiedenen Teilbereiche bibliothekarischer Arbeit und deren kolonialen Verstrickungen gegeben. Die Aufzeichnung dieser Inputs ist nun veröffentlicht.
Alle, die an einer weiteren Vernetzung und Zusammenarbeit zum Thema Dekolonisierung und Antirassismus in Bibliotheken interessiert sind, werden herzlich eingeladen einer eigens erstellten Gruppe beizutreten.

Impfgerechtigkeit nutzt allen

Auch der globale Süden muss Zugang zu Covid-19-Impfstoffen haben und mit ausreichend Impfdosen versorgt werden.

Die Presse, 18.2.2021, Gastkommentar von Jan Grumiller, Jonas Paintner und Werner Raza (ÖFSE)

Durch Covid-19 werden globale Ungleichheiten einmal mehr offengelegt. Laut Oxfam hat über ein Drittel der Weltbevölkerung bisher keine öffentlichen Gelder zur Bewältigung der Krise erhalten. Und im globalen Süden verschärft sich die Pandemie weiter, besonders in Afrika. Zwischen 29. Dezember und 25. Jänner stiegen die Infektionen um 50 Prozent im Vergleich zu den vier Wochen davor. Die gesamtafrikanische Covid-19-Todesrate liegt längst über dem globalen Durchschnitt. Und eine aktuelle Studie deutet auf eine massive Dunkelziffer wegen mangelnder Testkapazitäten.

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VWA im C3: Leseempfehlung zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit (20. Februar)


Prämierte Diplomarbeit 2020 – Kathrin Winkler, Christina Geschwinde, Michelle Raab: Afrika im Wandel. Globalisierung als Chance und Herausforderung.

Die drei Schülerinnen widmen sich dem afrikanischen Kontinent und seiner Position innerhalb der globalisierten Wirtschaft von drei verschiedenen Blickwinkeln. Sie betrachten Landraub und seinen Zusammenhang mit Ernährungssicherheit, analysieren das Konzept von fairem Handel kritisch und führen eine Fallstudie zur Umweltpolitik in Ruanda durch. All das passiert in Hinblick auf das Nachhaltigkeitsziel 10 „Ungleichheiten in und zwischen Ländern verringern“, denn die Autorinnen sehen ihre Arbeit im Kontext des globalen Kampfes gegen sozioökonomische Ungleichheiten.

Im Videobeitrag beschreiben Kathrin Winkler, Christina Geschwinde und Michelle Raab Erkenntnisse und Erfahrungen, die sie im Zuge ihres DA-Projekts gemacht haben, mit eigenen Worten.

> Download der DA (pdf)

Literatur aus der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik:
Kopp, Thomas (2017): Auf Kosten anderer? Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert. München: oekom Verlag. E-Book.
Piketty, Thomas et. al (2020): Kapital und Ideologie. München: C.H. Beck. Signatur: 27610

Impfstoffe und Medikamente: Versorgungssicherheit, Leistbarkeit und Zugänglichkeit. Daten und Fakten zum Hintergrund

Virtuelles Mediengespräch u.a. mit Werner Raza und Jan Grumiller (ÖFSE) am 17.2.2021 um 10 Uhr

Woran krankt die Herstellung und Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten? Sichert der Markt die notwendigen Innovationen oder behindert er die effektive Bekämpfung von vorrangigen Gefahren für die öffentliche Gesundheit? Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Notwendigkeit, die Pandemie als globales Phänomen zu bekämpfen?

Diesen Fragen widmet sich das Mediengespräch aus sozialmedizinischer und (entwicklungs-)ökonomischer Perspektive. Unterfüttert mit evidenzbasierten Argumenten, werden grundsätzliche Probleme der aktuellen Gesundheitsversorgung mit Medikamenten und Impfstoffen erörtert und Vorschläge zu ihrer Neuorganisation präsentiert. Diese basieren einerseits, im Fall von Claudia Wild, auf jahrelangen kontinuierlichen Arbeiten zum Thema. Andererseits werden aber auch Ergebnisse einer aktuellen Studie zu medizinischen/pharmazeutischen Wertschöpfungsketten vorgestellt und die globale Dimension der Impfstoffdebatte thematisiert. Das Gespräch liefert konkrete Zahlen zu den beträchtlichen finanziellen Mitteln, die von der öffentlichen Hand in die Entwicklung der Covid-19 Impfstoffe geflossen sind, aber auch Vorschläge für alternative Regelungsmodelle.

> mehr Informationen und Anmeldung

Academic Statement: Proposals on the EU-Mercosur Association Agreement and the Environment (8 February 2021)


The academic statement on the EU-Mercosur Association Agreement (EUMAA) and the environment was produced by an interdisciplinary group of academic experts:

James  Harrison (University  of  Warwick), Sophia  Paulini (Erasmus  University  Rotterdam), Laurens Ankersmit (University of Amsterdam), Harro van Asselt (University of Eastern Finland), Ana Flávia Barros-Platiau (University of Brasilia), Luis Eslava(University of Kent),Bård Harstad (University  of  Oslo), Karina  Marzano (Institute  for  Advanced  Sustainability  Studies (IASS Potsdam), Werner Raza (Austrian Foundation for Development Research), Carlos  Rittl (IASS Potsdam),Cathrin Zengerling (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg).

The statement makes practical proposals to address serious environmental issues raised by EUMAA, concentrating on five priority issues

  1. Addressing deforestation in the Amazon and in other biomes
  2. Combating broader issues of climate change and environmental degradation
  3. Recognising the asymmetry of the trading relationship between the EU and Mercosur and its impacts on the sustainable development of the Mercosur region
  4. Improving the evidence base and consultation arrangements in relation to the environmental impacts of the EUMAA and future agreements
  5.  Supporting the environmental efforts of civil society organisations (CSOs).

> Academic Statement: Proposals on the EU-Mercosur Association Agreement and the Environment (pdf)

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Versorgungssicherheit: aber für wen?

Die Corona-Krise hat die Anfälligkeit globaler Lieferketten für weltweite Krisen gezeigt und eine Debatte um die Versorgungssicherheit mit kritischen Gütern in der EU ausgelöst. Die Auswirkungen auf den Globalen Süden dürfen in dieser Diskussion allerdings nicht vergessen werden.

Jan Grumiller (ÖFSE) im Kindernothilfe-Blog vom 2. Februar 2021

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Impfnationalismus wäre bei Corona fahrlässig

Wohlstand und Sicherheit im globalen Norden hängen auch vom raschen Schutz des Südens ab.

Jan Grumiller, Jonas Paintner und Werner Raza in der Wiener Zeitung, 30.01.2021

Die Corona-Pandemie macht einmal mehr globale Ungleichheiten deutlich. Laut einer Oxfam-Studie haben mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung bisher keine öffentlichen Gelder zur Bewältigung der Pandemie erhalten. Und die Situation im globalen Süden verschärft sich weiter. In Teilen Afrikas steigen die Infektionszahlen um mehr als 25 Prozent, die Covid-19-Todesrate liegt bereits über dem globalen Durchschnitt, die vergleichsweise geringen Versorgungs- und Beatmungskapazitäten sind am Limit.

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[Translate to Englisch:] Screenshot Wiener Zeitung

Supplying critical goods: lessons from the pandemic


Jan Grumiller (ÖFSE) in Social Europe (SE) 

Security of supply for medical and pharmaceutical goods must become a high political priority—with industrial policies promoting reshoring.

The pandemic and accompanying restrictions on international trade have demonstrated the vulnerability of global supply chains. Particularly in the case of critical goods—medical and pharmaceutical products—global production networks (GPNs) have lacked resilience and security of supply was threatened.

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[Translate to Englisch:] Screenshot Social Europe