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Demokratie-Fitness trifft globale nachhaltige Entwicklung im C3: Open House

15. September, 14:00 – 15:00
C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Alois Wagner Saal

Globale nachhaltige Entwicklung und Demokratie gehören eng zusammen. Für beides brauchen wir die Fähigkeiten, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, miteinander in Dialog zu kommen, unsere Anliegen zu vertreten und gemeinsam Lösungen zu finden. Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur demokratisch lösen und Demokratie braucht eine gerechte, inklusive und nachhaltige globale Entwicklung.

Anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie und des zweiten Wiener Demokratietags am 15. September laden wir unsere Bibliotheksnutzer*innen und alle Interessierten ein, das Trainingskonzept Demokratie-Fitness kennenzulernen und in einer interaktiven Übung gemeinsam einen der zehn „Demokratie-Muskeln“ zu trainieren. 

Zielgruppen: Bibliotheksnutzer*innen, Interessierte 

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis 14. September erforderlich.

Kontakt: Hanna Reiner, h.reiner@oefse.at

Jugendliche beim Workshop Demokratie Fitness im C3

Fit für Wien – Deine Stadt, deine Demokratie

Wie können Jugendliche ihre Stadt mitgestalten? Das neue Bildungs- und Beteiligungsprojekt der ÖFSE Fit für Wien – Deine Stadt, deine Demokratie lädt Wiener Jugendliche (16-20 Jahre) ein, Demokratie praktisch zu erleben und eigene Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.

In fünf interaktiven Labs spielen die Jugendlichen die Social Simulation Up to You!, trainieren ihre Demokratie-Muskeln und erarbeiten gemeinsam mit Expert*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, wie sie ihre Stadt gerechter und nachhaltiger gestalten können.

Die Teilnahme ist kostenlos und richtet sich an Schulklassen, Jugendgruppen und Gruppen junger Menschen. Die Labs finden im Oktober und November 2026 im C3 in Wien statt.

Interesse? Kontakt und Anmeldung: Hanna Reiner, h.reiner@oefse.at

Das Projekt Fit für Wien wird durch die Stadt Wien – MA 20 gefördert.

Neue C3-Radio-Folge über Extraktivismus und die Rohstoffwende

Lithium, Kobalt, Erdöl oder Kupfer - ohne sie wäre unser Alltag kaum denkbar. Doch woher kommen diese Rohstoffe eigentlich? Und wer trägt die ökologischen und sozialen Kosten ihres Abbaus?

In dieser Folge des C3-Radio werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der globalen Rohstoffgewinnung. Gemeinsam mit der Politikwissenschafterin Thea Riofrancos, dem ugandischen Klimaaktivisten Nicholas Omonuk und der ÖFSE-Expertin Simela Papatheophilou sprechen wir über Extraktivismus, koloniale Kontinuitäten, die Energiewende und Europas Verantwortung. Warum braucht eine grüne Zukunft so viele Rohstoffe? Profitieren die Menschen in den Abbaugebieten davon? Und wie kann eine gerechte Energiewende gelingen?

Hier ist der Link zur Folge. 

Wien, August 2026

Evaluierung des Programms „Entwicklungspolitisches Wissen für alle“

Die ÖFSE sucht eine*n externe*n Evaluator*in bzw. ein Evaluierungsteam für die Evaluierung des Programms 2400-00/2022 „Entwicklungspolitisches Wissen für alle“.
Gegenstand der Evaluierung ist die Bewertung ausgewählter Aktivitäten im Bereich Bibliothek & Bildung der ÖFSE mit Fokus auf die C3-Bibliothek als Raum für transformative Bildung sowie Bildungsformate und Angebote für junge Menschen.

Die detaillierten Anforderungen, Evaluierungsfragen sowie Informationen zum Zeitplan und zur Angebotslegung finden Sie in den Terms of Reference

Frist für die Einreichung von Angeboten: 6. September 2026

Wien, Juli 2026

2 Personen schauen auf einen Bildschirm

Neue Publikation gibt Einblick in Workshop zum Global Europe Instrument der EU-Kommission

Cover der Studie: Tied Aid

Eine neue Publikation der Öfse präsentiert jetzt die zentralen Erkenntnisse des Workshops “Tied Aid and Strategic Procurement" von April 2026, an dem ÖFSE Wissenschafter Lukas Schlögl teilgenommen hat. Der Workshop des Entwicklungsausschusses (DEVE) des Europäischen Parlaments befasste sich mit dem Vorschlag der Europäischen Kommission für das neue Global Europe Instrument (GEI) im Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034. Im Mittelpunkt standen die geplanten Beschränkungen bei der Vergabe von EU-finanzierten Aufträgen sowie die stärkere Ausrichtung auf europäische Unternehmen und Exportkreditagenturen. Die Expertinnen und Experten beim Workshop warnten, dass diese Regelungen zu einer faktischen Wiedereinführung der sogenannten gebundenen Entwicklungshilfe ("tied aid") führen könnten. Dadurch würden Wettbewerb und lokale Wertschöpfung eingeschränkt, Projektkosten voraussichtlich um 15-30 Prozent steigen und die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit sinken.

Die Diskussion machte deutlich, dass die EU ihre strategischen und wirtschaftlichen Interessen zwar besser schützen möchte, dabei jedoch internationale Verpflichtungen zur wirksamen und ungebundenen Entwicklungszusammenarbeit beachten muss. Kritisch bewertet wurden insbesondere unklare Ausnahmeregelungen, die eine Bevorzugung europäischer Anbieter ermöglichen könnten, sowie der geplante stärkere Einsatz von Exportkreditagenturen. Gleichzeitig sahen die Forschenden auch Chancen, etwa durch schnellere Projektumsetzung und die Förderung strategisch wichtiger Sektoren.

Als zentrale Empfehlungen schlugen die Forschenden präzisere und eng begrenzte Ausnahmeregelungen, mehr Transparenz und parlamentarische Kontrolle, eine stärkere Einbindung lokaler Unternehmen sowie regelmäßige Wirkungsprüfungen vor. Insgesamt lautete das Fazit des Workshops, dass strategische Beschaffung nur mit klaren Schutzmechanismen erfolgen sollte, damit die Armutsbekämpfung weiterhin im Mittelpunkt der EU-Entwicklungspolitik steht.

Hier ist der Link zur Publikation.

Wien, Juli 2026

Ein Blick auf das wissenschaftliche Vermächtnis von Cornelia Staritz

Wie kann progressive Entwicklungsökonomie Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit geben - von geopolitischen Spannungen über die Klimakrise bis hin zu wachsender Ungleichheit?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des zweitägigen Workshops "Progressive development economics in an era of geopolitics, affordability crisis and climate change", den die ÖFSE gemeinsam mit Partnerinstitutionen Ende Juni in Wien veranstaltete. Die Tagung würdigte damit das wissenschaftliche Vermächtnis der Entwicklungsökonomin Cornelia Staritz, deren Forschung globale Machtverhältnisse, industrielle Entwicklung und Verteilungskonflikte nachhaltig geprägt hat, die es immer wieder schaffte, wichtige Zusammenhänge herzustellen und verschiedene Menschen zusammenzubringen.

In drei Panels diskutierten internationale Wissenschafter*innen aktuelle Perspektiven auf die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche unserer Zeit: Wie verändern Klimakrise und Extraktivismus unsere Konsum- und Versorgungssysteme? Welche Rolle spielen Industriepolitik, globale Wertschöpfungsketten und Arbeitskämpfe für eine gerechtere wirtschaftliche Entwicklung? Und wie verstärken Finanzialisierung und globale Finanzmärkte bestehende Ungleichheiten? Dabei wurde deutlich: Entwicklungsökonomie muss Machtverhältnisse, soziale Gerechtigkeit und ökologische Grenzen gemeinsam in den Blick nehmen, wenn sie tragfähige Antworten auf die Krisen des 21. Jahrhunderts entwickeln will.

Den Abschluss bildete die öffentliche ÖFSE Development Lecture von Isabella Weber, die sich mit Inflation in Zeiten sich überlagernder Krisen beschäftigte und damit einen weiteren wichtigen Impuls für die Debatte über eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Entwicklungspolitik setzte.

Wien, Juli 2026

Ein Panel mit fünf Personen sitzt vor einem runden weißen Tisch. Dahinter ist eine von einem Beamer projizierte Präsentation..
Ein Publikum sitzt in einem Saal und schaut auf ein Panel mit ein paar Personen.

Ehemalige C3-Award Preisträger*innen zu Besuch im C3

Am Donnerstag, 02.Juli waren ehemalige C3-Award Preisträger*innen bei uns zu Besuch im C3. Eingeladen haben wir die ehemaligen Preisträger*innen, um ihnen die verschiedenen Angebote der C3-Bibliothek und unsere Workshops vorzustellen. Dazu gehören unter anderem die Social Simulation It’s up to You, ein Workshop zu Informationskompetenz, Demokratiefitness sowie das Weltspiel. Begleitet wurde der Besuch von einer Fotografin – vielleicht entdeckt ihr deshalb schon bald neue Bilder auf unserer Website oder in unseren Broschüren.

Das Treffen wurde aber nicht nur für die Fotos und die Vorstellung unserer Angebote genutzt, sondern auch dafür, dass sich ehemalige Preisträger*innen aus verschiedenen Jahrgängen bei Burgern und Kaltgetränken austauschen konnten. Dabei sprachen sie darüber, welche Themen sie aktuell beschäftigen, worüber sie damals ihre beim C3-Award eingereichte Arbeit geschrieben haben und was sie mittlerweile machen.

Zum Abschluss hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, professionelle Bewerbungsfotos machen zu lassen.

Wir haben uns sehr gefreut, so viele ehemalige C3-Award-Preisträger*innen wiederzusehen. Die Begegnung mit dieser engagierten und motivierten Gruppe hat uns großen Spaß gemacht. Ein großes Danke an alle, die dabei waren!

Fotos: ÖFSE/Christine Miess

Wien, Juli 2026

C3-Award Preisträger*innen beim Worskshop
C3-Award Preisträger*innen beim Worskshop
C3-Award Preisträger*innen beim Worskshop
C3-Award Preisträger*innen beim Worskshop

Eine neue Folge des C3-Radio ist online und beleuchtet Österreichs neue Afrikastrategie

Nach langer Ankündigung hat die österreichische Bundesregierung jetzt die neue Afrikastrategie beschlossen. Darin wird Afrika als Chancenmarkt für Österreichs Wirtschaft präsentiert, man will auf Augenhöhe zusammenarbeiten und Krisen vor Ort bekämpfen. Gleichzeitig soll aber auch die Migration in einigen Bereichen begrenzt werden. Wie sehr kann die Afrikastrategie die Beziehungen Österreichs mit Afrika verändern?

Darüber sprechen wir in dieser Folge des C3-Radio. Stefan Scholz, Leiter der Abteilung für Sub-Sahara Afrika und die Afrikanische Union im österreichischen Außenministerium, erklärt die zentralen Ziele der Afrikastrategie und was afrikanische Staaten davon haben sollen. 

Werner Raza, Handelsexperte und wissenschaftlicher Leiter bei der ÖFSE, hinterfragt, welche Interessen österreichische Unternehmen tatsächlich in Afrika haben und ob und wie aus der Strategie eine echte Partnerschaft werden kann. 

Akhator Joel Odigie, Generalsekretär der African Regional Organisation of the International Trade Union Confederation (ITUC-Africa), sieht Österreichs Afrikastrategie grundsätzlich positiv. Sie müsse aber auf afrikanische Interessen eingehen, statt nur Österreichs Wirtschaft im Blick zu haben und dürfe historische Fehler nicht wiederholen. 

Michelle Amoakoh, Expertin für Diaspora-Ressourcen bei der Organisation AiDiA, erklärt, warum afrikanische Bevölkerungsgruppen in Europa „Brückenbauer“ zwischen Österreich und afrikanischen Staaten sein können und wie diese zu einer fairen Partnerschaft beitragen könnten. 

Wien, Juli 2026

ÖFSE Development Lecture 27: Kohei Saito in Wien

Vor vollem Haus im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste in Wien präsentierte der japanische Philosoph Kohei Saito am Freitag, den 12.6., sein neues Buch "Am Ende des Fortschritts. Überleben in den Ruinen des Kapitalismus" (dtv, ISBN 978-3-423-28534-6).

Saito argumentierte, dass die Klimakrise und ihre dramatischen Folgen den Fortschrittsbegriff der Aufklärung obsolet machten. Im Gegensatz zum Projekt einer Dunklen Aufklärung (dark enlightenment), wie sie von libertären Vordenkern wie Curtis Yarvin und Peter Thiel vertreten wird, plädierte er für einen Dunklen Sozialismus (Dark Socialism). Dieser verbindet die notwendige Anpassung unseres Wirtschaftssystem an die Folgen des Klimawandels durch demokratische Planung mit einem progressiven Gesellschaftsentwurf.

Die Veranstaltung führte die ÖFSE in Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste Wien, dem Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien und anderen Partner*innen durch.

Wien, Juni 2026

Menschen sitzen in einem großen Veranstaltungsraum
Kohei Saito signiert ein Buch für einen Besucher

Neues Thema im Blick: Sommerlektüre

Geschichten eröffnen neue Perspektiven auf unsere Welt. Ob Roman, Erzählung oder Kinder(sach)buch: Literatur macht globale Zusammenhänge erfahrbar, zeigt unterschiedliche Lebensrealitäten auf und regt zum Nachdenken über globale Gerechtigkeit, Vielfalt und Zusammenleben an.

Das aktuelle „Thema im Blick“ der C3-Bibliothek präsentiert Literaturempfehlungen für den Sommer: von Geschichten über postkoloniale Realitäten, gesellschaftliche Spannungen sowie intersektionale und feministische Perspektiven bis hin zu neuen Zukunftsentwürfen in einer vernetzten Welt sowie Kinderbücher zu globalen Themen.

Kurz gesagt: Es ist für alle etwas dabei. Die vorgestellten Medien laden dazu ein, neue Stimmen kennenzulernen, vertraute Sichtweisen zu hinterfragen und sich auf unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven einzulassen – inspirierend, kritisch und vielfältig.

> Thema im Blick: Sommerlektüre

Wien, Juni 2026

3 Bücher der ausgewählten Sommerlektüre im C3

„ForJu“ zu Gast in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik

Am 08.06. war der Verein der Forschenden Jugend „ForJu“ zu Gast in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik. Das Treffen bot Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und die jeweiligen Tätigkeitsbereiche vorzustellen.

ForJu ist ein ehrenamtlicher Verein, der Jugendliche mit Unternehmen, Hochschulen, Instituten und Schulen vernetzt und den Austausch zwischen Forschung, Bildung und jungen Menschen fördert.

Das Team der C3-Bibliothek freute sich besonders darüber, die Bildungs- und Beteiligungsangebote im Bereich globaler nachhaltiger Entwicklung für Jugendliche präsentieren zu können. Beide Seiten freuen sich auf einen weiteren Austausch und mögliche zukünftige Kooperationen.

> Verein Forschende Jugend „ForJu“

> Junges Forschen & Engagement im C3

Wien, Juni 2026

Person betritt das C3

„Spielend Zukunft gestalten“: Die ÖFSE bei der BiblioCon 2026 in Berlin

Ende Mai führte die ÖFSE auf der BiblioCon in Berlin den Workshop „Spielend Zukunft gestalten. Gamification zur Vermittlung der SDGs in der Bibliothek“ durch. Rund 25 Bibliothekar*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen teil.

Im Hands-on-Format lernten die Teilnehmer*innen die interaktive Social Simulation „Up to You!“ kennen. In Rollen von Ministerien dreier fiktiver Länder trafen sie Entscheidungen zu gesellschaftlicher Entwicklung, Ressourceneinsatz und Umweltfragen. So wurden die Zusammenhänge der Sustainable Development Goals (SDGs) praxisnah erfahrbar – ebenso wie die Herausforderungen von Kooperation und Kompromissen.

Der Workshop zeigte, wie Bibliotheken als Lern- und Dialogräume für globale Themen wirken können und wie Gamification komplexe Inhalte zugänglich macht. „Up to You!“ ist browserbasiert verfügbar und kann direkt in der Bildungsarbeit eingesetzt werden.

Wien, Juni 2026

Person mit Laptop

Das Weltspiel im Einsatz

Im Rahmen eines internen Brown Bag Lunchs lud die ÖFSE Team Kolleg*innen aus dem C3 dazu ein, das Weltspiel kennenzulernen und gemeinsam auszuprobieren.

In interaktiver Form setzte sich die Gruppe mit globalen Ungleichheiten und der Verteilung von Ressourcen auseinander. Durch das gemeinsame Spiel wurden komplexe Zusammenhänge anschaulich und boten eine gute Grundlage für Austausch und Reflexion.

Der Brown Bag Lunch zeigte einmal mehr, wie wirkungsvoll spielerische Methoden globale Themen greifbar machen können – auch im internen Wissensaustausch.

Wien, Juni 2026

Personen spielen das Weltspiel

ÖFSE diskutierte mit Thea Riofrancos im Bruno Kreisky Forum über Extraktivismus

Lithium für Batterien und E-Autos, seltene Erden für Windkraftanlagen, Silizium und Aluminium für PV-Anlagen: Für die Energiewende sind diese Rohstoffe unerlässlich. Doch welchen Preis zahlen Menschen und Umwelt in den Fördergebieten dafür?

Die Debatte über Klimaschutz und erneuerbare Energien konzentriert sich oft auf technologische Lösungen. Weniger Aufmerksamkeit erhält die Frage, woher die dafür benötigten Rohstoffe kommen und welche sozialen, ökologischen und geopolitischen Konflikte ihre Förderung auslöst.

Am 8. Juni diskutierte Simela Papatheophilou mit der renommierten Politikwissenschafterin und Autorin Thea Riofrancos dazu im Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog. In ihrem vielbeachteten Buch "Extraktion: Über die Grenzen des grünen Kapitalismus" beleuchtet Riofrancos die globalen Kämpfe um Lithium und andere kritische Rohstoffe - und stellt die Frage, ob und wie die grüne Transformation tatsächlich nachhaltig gestaltet werden kann.

Gemeinsam diskutierten sie die Spannungsfelder zwischen Klimaschutz, Ressourcenpolitik, globaler Gerechtigkeit und geopolitischen Interessen.

Die Diskussion könnt ihr hier nachschauen. 

Wien, Juni 2026

Neue Folge des C3-Radio zum Preis und Potenzial von Protesten im Fußball

Eine neue Folge des C3-Radio zeigt die spannende Audio-Dokumentation „Silent Pitch“ des ghanaischen Radiosenders „Africa Global Radio“. Diese ist Teil des Projekts GAME ON der fairplay Initiative am Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC).

Anlässlich der in Kürze startenden Fußball-WM der Männer in Nordamerika geht es darum, warum Fußball so selten als Plattform genutzt wird, um gesellschaftliche Missstände, politische Konflikte oder soziale und ökologische Ungerechtigkeiten aufzuzeigen. Dafür beleuchtet der Podcast die Situation in dem westafrikanischen Land Ghana, das neben Ländern wie Österreich, den USA und Kanada ebenfalls an der WM teilnimmt. 

Mit eindringlichen Geschichten und persönlichen Erfahrungen zeigt der Podcast die unsichtbaren Mechanismen aus Angst, Macht und Abhängigkeit, die Spieler*innen, Journalist*innen und Funktionär*innen in Ghana zum Schweigen bringen. Gleichzeitig erzählt der Podcast aber auch von mutigen Momenten des Widerstands - von Spieler*innen, die streiken, Fans, die Veränderungen fordern, und einer jungen Generation, die beginnt, Fußball als Werkzeug für gesellschaftlichen Wandel zu verstehen.

Die Folge könnt ihr euch hier anhören. 

C3-Award 2026: Junges Forschen und Engagement auf großer Bühne

Am 27. Mai war es wieder soweit: Vor rund 160 Gästen im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung und via Livestream fand die Preisverleihung des C3-Award 2026 statt. Im Mittelpunkt standen dieses Jahr 14 Jugendliche aus Vorarlberg, Tirol, Niederösterreich, Oberösterreich und Wien, die sich mit ihren Abschließenden Arbeiten, Diplomarbeiten und Projekten nach einer Begutachtung durch einen wissenschaftlichen Beirat aus insgesamt 154 Einreichungen für die Top-10-Shortlist qualifizieren konnten. Mit ihren Arbeiten zeigen sie eindrucksvoll, wie engagiert, kreativ und zukunftsorientiert junge Menschen entwicklungspolitische Herausforderungen reflektieren und bearbeiten.

Die drei Hauptpreise gingen an:

  • Elisa Herget: „Cancer Alley“ in Louisiana und dessen Verbindung zu Umweltrassismus in den USA, Forschende ABA, BG9 Wasagasse Wien, Betreuung: Mag. Günter Froneberg, Laudatio: Dana Wasserbacher

  • Sumira Salim: Bacha Posh – „als Junge gekleidet“: gesellschaftlich erzwungene Transidentitäten in Afghanistan. Entstehung und Auswirkung auf das Leben der Betroffenen in einer patriarchalen Gesellschaft, Forschende ABA, Gymnasium am Augarten Wien, Betreuung: Mag. Thomas Wenk, Laudatio: Dana Pour Ramazan, Msc.

  • Greta Raich, Marie Reich:Rechtspopulismus in den sozialen Medien – Wie der Algorithmus unsere politische Meinung beeinflusst, Diplomarbeit, Ferrarischule Innsbruck Tirol, Betreuung: MMag.a Elisabeth Eberharter, Mag.a Dr.in Christiane Dorner, Laudatio: Dr. Lukas Schlögl

Die Preisverleihung wurde eröffnet von Eva-Maria Holzleitner (Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung), Bernd Brünner (Geschäftsführer der ADA) sowie den Nationalratsabgeordneten Petra Bayr und Ines Holzegger. Gemeinsam würdigten sie die beeindruckenden Leistungen der jungen Forscher*innen und deren Engagement für globale nachhaltige Entwicklung.

Durch den Abend geführt haben Layla Ahmed und Shayan Shamkhani (Preisträger*innen C3-Award 2022).

> Preisverleihung zum Nachsehen 
> Fotogalerie

Wien, Juni 2026

Verleihung des C3-Awards
Eine Frau spricht auf einem Podium
Eine Gruppe an Personen von 4 Leuten steht auf der Bühne
Fotos: Christine Miess
Ein sitzendes Publikum

Neues Buch zu progressiver Industriepolitik in Europa als Open Access verfügbar

Buchcover, das eine blumige Hand und eine Roboterhand zeigt, die sich in der Mitte beinahe berühren.

Wie kann Europa seine Industriepolitik angesichts von Klimakrise, Digitalisierung und geopolitischen Krisen neu ausrichten? Ein neues spannendes Buch zu diesem Thema ist jetzt auch als Open Access verfügbar.

Ausgangspunkt von Progressive Industrial Policy in Europe ist die Beobachtung, dass Industriepolitik - also staatliche Eingriffe zur gezielten Förderung bestimmter Wirtschaftssektoren - nach Jahrzehnten neoliberaler Marktgläubigkeit wieder ins Zentrum europäischer Politik gerückt ist. 

Die Herausgeber*innen, darunter Werner Raza (ÖFSE-Leiter), Christa Schlager (AK Wien), Viktor Skyrman (Uppsala University) und Michael Soder (AK Wien), argumentieren jedoch, dass die derzeitige EU-Strategie zu stark auf Wettbewerbsfähigkeit, geopolitische Sicherheit und Aufrüstung fokussiert ist und dabei soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit vernachlässigt. 

Das Buch plädiert deshalb für eine "progressive Industriepolitik". Diese soll die sogenannte “Twin Transformation” - also den gleichzeitigen grünen und digitalen Umbau der Wirtschaft - nicht allein marktgetrieben organisieren, sondern demokratisch, sozial ausgewogen und langfristig planen. Denn der Markt allein könne große gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimawandel nicht lösen. Stattdessen brauche es einen aktiven Staat, der Investitionen lenkt, Innovationen fördert und klare gesellschaftliche Ziele vorgibt. 

In dem Buch gibt es auch einen Beitrag der ÖFSE-Wissenschafter*innen Bernhard TrösterSimela Papatheophilou und Karin Küblböck darüber, wie die EU ihre Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen reduzieren kann. Andere Beiträge widmen sich den sozialen Folgen des Wandels - etwa, wenn Arbeitsplätze in fossilen Industrien verlorengehen, während neue "grüne Jobs" erst aufgebaut werden müssen -, sowie den Schwächen der aktuellen europäischen Industriepolitik. 

Industriepolitik ist nicht bloß Wirtschaftsförderung, sondern ein politisches Projekt zur Gestaltung einer gerechteren Gesellschaft, so das Verständnis von Progressive Industrial Policy in Europe. Statt öffentliche Gelder primär in militärische Aufrüstung oder einen globalen Konkurrenzkampf zu lenken, sollte Europa eine demokratische, ökologische und sozial inklusive Wirtschaftsordnung schaffen, die Wohlstand, Klimaschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt miteinander verbindet, schreiben die Autor*innen.

Den Link zum Buch findet ihr hier.

Wien, Mai 2026

ÖFSE-Wissenschafterinnen präsentieren zentrale Ergebnisse aus dem Projekt „AdJUST – Achieving a just energy transition“ in Brüssel

Am Dienstag, den 13.5., präsentierten die ÖFSE-Wissenschafterinnen Ines Omann und Karin Küblböck im European Economic and Social Committee in Brüssel gemeinsam mit anderen Forscherinnen die wichtigsten Ergebnisse aus dem Horizon Europe Projekt "AdJUST - Achieving a just energy transition". 

Die zentrale Frage darin: Wie kann Europa klimaneutral werden und dabei alle Bevölkerungsgruppen mitnehmen? 

Dabei ging es etwa darum, wie die Energiewende den Arbeitsmarkt umkrempelt, wer von der CO2-Bepreisung besonders betroffen ist, welche politischen Interventionen und institutionellen Kapazitäten es im Zuge von Klimamaßnahmen bräuchte, um niemanden zurückzulassen, und wie sich mit einer aktiven Einbindung von unterschiedlichen Stakeholdern die Unterstützung für ambitionierte Klimamaßnahmen erhöhen lässt. 

Im Anschluss diskutierten die Wissenschafterinnen gemeinsam mit politischen Entscheidungsträger*innen, Gewerkschaften, Think Tanks und Vertreter*innen aus der Zivilgesellschaft über eine faire Energiewende, Energiearmut sowie über geeignete politische Maßnahmen im Rahmen der Energietransition. 

Den Link zum Projekt AdJUST findet ihr hier

In einem Video auf Youtube erklären Ines Omann und Karin Küblböck das Projekt noch genauer.

Wien, Mai 2026

European Economic and Social Committee in Brüssel

Jubiläumsrekord beim C3-Award 2026: 154 Einreichungen von 282 Jugendlichen

Zum 10-jährigen Bestehen hat der C3-Award so viele Jugendliche wie noch nie erreicht: 282 junge Menschen aus ganz Österreich haben 154 Abschlussarbeiten und Projekte eingereicht. Die hohe Beteiligung zeigt eindrucksvoll, wie groß das Interesse und Engagement von jungen Menschen in ganz Österreich für entwicklungspolitisch relevante Themen wie Umwelt, Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltige Wirtschaft, Bildung, Inklusion und Frieden ist. 

Danke an alle Teilnehmer*innen und ihre betreuenden Lehrpersonen.

Der wissenschaftliche Beirat sichtet nun die Einreichungen. Wer von den 10 Shortlist-Kandidat*innen die drei Hauptpreise gewinnt wird am 27. Mai bei einer feierlichen Preisverleihung im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung bekannt gegeben. Auf der Bühne stehen die Jugendlichen im Mittelpunkt. Prämiert werden sie von Eva-Maria Holzleitner (Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung), Bernd Brünner (Geschäftsführer der ADA), Petra Bayr (Abg.z.NR.) und Ines Holzegger (Abg.z.NR.). 

> Zur Veranstaltung & Anmeldung

Wien, Mai 2026

Flyer C3-Award 2026

Neue Folge C3-Radio: Wie die EU mit Global Gateway die Entwicklungspolitik neu denkt

Bis zu 400 Milliarden Euro will die EU mit der Global Gateway Initiative zwischen 2021 und 2027 in digitale Infrastruktur-, Energie-, Verkehr-, Gesundheits- und Bildungsprojekte überall auf der Welt investieren. Dabei soll es vor allem darum gehen, die wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen der EU zu stärken – und ein Gegenmodell zu Chinas „Neuer Seidenstraße“ zu entwerfen. 

Eine neue Folge des C3-Radio beleuchtet, was die Global Gateway Initiative der EU für die Entwicklungspolitik bedeutet. Dafür sprechen wir mit dem Politikwissenschafter Lukas Schlögl von der ÖFSE über die Verbindung der Initiative mit Rohstoffen und Lieferketten. Aaron Gruber, Referent für Außenwirtschaftspolitik der Arbeiterkammer Wien, erklärt, wie öffentliche und private Investitionen bei der Initiative zusammenspielen sollen. Und Margarita Langthaler, Bildungsexpertin bei der ÖFSE, spricht darüber, warum Bildung bei Global Gateway vor allem als Instrument für wirtschaftliche Entwicklung gedacht wird und welche Risiken das für Bildungssysteme im Globalen Süden mit sich bringt.

Die Folge könnt ihr hier hören. 

Neuer Research Report: Warum die EU-Regeln gegen unlautere Handelspraktiken bislang kaum Wirkung in globalen Lieferketten entfalten

Cover der Studie

Kakao und Bananen – viele Menschen in Österreich konsumieren diese Lebensmittel beinahe täglich, erzeugt werden sie aber fast gänzlich außerhalb Europas. Dabei kommt es innerhalb der Lieferkette immer wieder zu unlauteren Handelspraktiken, etwa wenn große Käufer – Händler, Verarbeiter oder Supermarktketten – ihre Marktmacht ausnutzen: Sie bezahlen verspätet, stornieren kurzfristig, ändern Verträge einseitig oder wälzen Kosten und Risiken auf Lieferanten ab. Gerade kleine Produzenten in Afrika, Lateinamerika oder Asien sind davon besonders betroffen.

Die EU hat deshalb 2019 eine Richtlinie beschlossen, die solche Praktiken in der Agrar- und Lebensmittelkette verbietet. Grundsätzlich gilt sie auch für Lieferanten außerhalb der EU, wenn sie an Unternehmen in Europa verkaufen. In einem neuen Research Report zeigen die ÖFSE-Wissenschafter*innen Simela Papatheophilou, Bernhard Tröster und Robert Blöschl gemeinsam mit Wissenschafter*innen der Justus-Liebig-Universität Gießen, dass diese Richtlinie für Lieferanten im Globalen Süden jedoch kaum greifen: Bislang wurden kaum oder gar keine Fälle aus globalen Lieferketten gemeldet oder verfolgt.

Die Gründe: Viele Lieferanten im Globalen Süden wissen nicht, dass es diese EU-Regeln gibt und dass sie Beschwerde einreichen können. Andere fürchten, dass sie bei einer Beschwerde zukünftige Aufträge verlieren. Auch unterschiedliche Zuständigkeiten, Sprachen und nationale Regeln in der EU erschweren den Zugang. Nicht zuletzt betrifft die Richtlinie vor allem bestimmte Vertragspraktiken, aber kaum das für Lieferanten zentrale Thema Preisdruck. 

Als Lösung schlagen die Wissenschafter*innen vor, Regeln stärker zu harmonisieren, Informationen für außereuropäische Lieferanten auszubauen, anonyme Beschwerdewege zu erleichtern und Preisfragen stärker einzubeziehen. Nur dann könne die EU ihre Marktmacht nutzen, um faire Bedingungen entlang globaler Lieferketten zu fördern.

Den Research Report findet ihr hier.

Rückblick Veranstaltung: Präsentation der „Österreichischen Entwicklungspolitik 2025“ und Diskussion zum Schwerpunktthema „Aid in Crisis“

Am 21. April präsentierte die ÖFSE ihre jährliche Flagship-Publikation „Österreichische Entwicklungspolitik 2025“. Die Zeiten sind aktuell ziemlich herausfordernd, wie ÖFSE-Wissenschafter Lukas Schlögl am Anfang darlegte: Finanzielle Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe wurden und werden vielerorts gekürzt, besonders in Ländern wie den USA, aber auch in Österreich. 

"Aid in Crisis" lautete daher das Schwerpunktthema der Veranstaltung. "Humanitäre Hilfe wird heute im öffentlichen Diskurs von vielen politischen und gesellschaftlichen Akteuren angegriffen und delegitimiert", sagte Sarah Knoll, Historikerin an der Universität Wien. Gemeinsam mit Christian Brunmayr von der Abteilung Humanitäre Hilfe und Nahrungsmittelhilfe im Außenministerium und Johannes Trimmel von der Hilfsorganisation Sightsaver und unter der Moderation von ÖFSE-Leiter Werner Raza diskutierte die Expert*innenrunde über die Herausforderung, humanitäre Hilfe in einer Zeit multipler Krisen und Mittelkürzungen zu leisten, über die Frage von Effizienz und Wirksamkeit solcher Hilfen und darüber, wie sehr die Stimmen und Interessen von Akteur*innen im Globalen Süden in die Gestaltung und Ausarbeitung der Programme einfließen.

Die Publikation „Österreichische Entwicklungspolitik 2025“ mit den aktuellen Zahlen und Beiträgen zur globalen Entwicklungszusammenarbeit findet ihr hier

Wien, April 2026

Präsentation der Publikation
Fotos: ÖFSE/Jakob Pallinger
Podium der Veranstaltung

Die ÖFSE erhält die Zertifizierung für Demokratie-Fitness-Trainings

Hanna Reiner mit dem Zertifikat

Eine Demokratie wird jeden Tag von den Menschen, die in ihr leben, gestaltet. Sie beteiligen sich, sorgen füreinander und gestalten die Gesellschaft aktiv mit. Doch demokratische Teilhabe erfordert Übung.

Das Büro für Mitwirkung der Stadt Wien hat deshalb das innovative Trainingskonzept Demokratie-Fitness zum zweiten Mal aus Dänemark nach Wien geholt. Im Training werden zehn Fähigkeiten und Kompetenzen vermittelt – die sogenannten Demokratie-Muskeln –, die für demokratische Teilhabe notwendig sind. Dazu gehören unter anderem aktives Zuhören, Mut und Empathie.

Am 16. und 17. April wurden im Impact Hub 35 zivilgesellschaftliche Akteur*innen von der Gründerin Kathrine Krone und der Trainerin Rose Steen Mikkelsen zu Demokratie-Fitness-Trainer*innen ausgebildet.

 

Wir freuen uns, dass Hanna Reiner im ÖFSE-Bibliotheksteam nun zertifizierte Demokratie-Fitness-Trainerin ist und das Trainingskonzept in den Bereich der Global Citizenship Education einbringt.

Wien, April 2026

Neue Themenliste zu Nachhaltiger Arbeit & Wirtschaft

Laut Europäischer Kommission verbringt eine durchschnittliche Person in Österreich rund 38,7 Jahre ihres Lebens mit Erwerbsarbeit – unbezahlte Tätigkeiten wie Pflege oder Ehrenamt nicht eingerechnet. Der enorme Stellenwert von Arbeit in unseren Leben wird dabei sehr deutlich.

Gleichzeitig leben weltweit mehr als 800 Millionen Menschen unter der absoluten Armutsgrenze von rund zwei Euro pro Tag und werden in gloabeln Handels- und Produktionsketten ausgebeutet, die zugleich oft umweltschädlich sind und den menschengemachten Klimawandel befeuern.

Das SDG 8 („Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“) betont daher die Bedeutung von fairen Arbeitsbedingungen, sozialer Sicherheit und nachhaltigem Wirtschaften zur Verringerung globaler Ungleichheiten.

In der Themenliste Nachhaltige Arbeit & Wirtschaft der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik findet ihr multimediale Ressourcen zum Thema.

Wien, April 2026

Büchertisch

Aktionstage politische Bildung 2026: Spielend Zukunft gestalten

Von 23. April bis 9. Mai finden heuer die Aktionstage Politische Bildung statt. Auch die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik beteiligt sich am Auftakt und bietet direkt am 23. April den Workshop „Spielend Zukunft gestalten – Social Simulation Workshop ‚Up to You!‘“ für Jugendliche (15–19 Jahre/Sek II) zu den Sustainable Development Goals (SDGs) an.

Im Workshop übernehmen die Teilnehmenden Führungsrollen und treffen gemeinsam Entscheidungen zu wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Herausforderungen. Dabei erleben sie, wie diese Entscheidungen zusammenhängen und nicht nur ihr eigenes Land, sondern auch andere Länder betreffen. Gleichzeitig lernen sie, Konflikte durch Dialog und Verhandlungen zu lösen.

Die Simulation macht sichtbar, wie komplex und miteinander vernetzt globale Herausforderungen sind. Zugleich eröffnet sie Jugendlichen Raum, Demokratie, globale Zusammenhänge und nachhaltige Entwicklung aktiv zu erleben und mitzugestalten.

> Mehr Informationen zum Workshop und zur Anmeldung 

Wien, April 2026

Rückblick Veranstaltung: Wirtschaft. Macht. Globaler Wandel.

Am 7. April veranstaltete die ÖFSE in Kooperation mit dem Netzwerk „Wir alle machen Wirtschaft“ und Baobab die kostenlose Weiterbildung „Wirtschaft. Macht. Globaler Wandel“ in der C3-Bibliothek.

Fotos der Veranstaltung

Über 50 Pädagog*innen, Lehramtsstudierende und Multiplikator_innen nahmen engagiert an der Veranstaltung teil und erprobten an vier interaktiven Stationen Methoden der kritischen Wirtschaftsbildung. Zum Einsatz kamen das Planspiel „Bling“ von Attac, das „Coco Lab“ des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums mit Spielen zu bewusstem Konsum und globalen Zusammenhängen sowie das digitale Simulationsspiel „Up to You“ der ÖFSE und das Brettspiel „Ein gutes Leben für alle“ von Südwind.

Im anschließenden Plenum wurden die Erfahrungen aus den Stationen gemeinsam reflektiert und diskutiert. Im Fokus stand dabei die Frage, wie sich die erprobten Methoden und Erfahrungen in die eigene Bildungsarbeit integrieren lassen.

Beim informellen Ausklang mit Snacks und Getränken nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg: Die hohe Beteiligung und das positive Feedback der Teilnehmenden zeigen das große Interesse an praxisnahen Zugängen einer kritischen Wirtschaftsbildung und deren Vermittlung im Bildungsbereich.

> Fotos der Veranstaltung

> Mehr Informationen zur Veranstaltung 

Wien, April 2026

Vortrag in Brüssel: Welche Auswirkungen Global Europe auf die Entwicklungszusammenarbeit hat

“Global Europe” nennt sich das Instrument, mit dem die EU auswärtiges Handeln in Drittstaaten finanziert. Damit sollen unter anderem Bildung, Wirtschaftsentwicklung, Digitalisierung und Klimaschutz im Globalen Süden vorangetrieben werden. 200 Milliarden Euro will die EU-Kommission zwischen 2028 und 2034 dafür aufwenden – allerdings mit einem zunehmenden Fokus auf sicherheits- und geopolitische Interessen. 

Am Dienstag, den 14.4., war Lukas Schlögl, Experte für Entwicklungspolitik bei der Austrian Foundation for Development Research (ÖFSE), in Brüssel, um zu dem Thema im Rahmen eines Workshops zu sprechen. Dabei ging es unter anderem um die Frage, ob Global Europe zunehmend zu “gebundener Entwicklungshilfe” führt, die an bestimmte Bedingungen - wie etwa an Migrationsmanagement - geknüpft ist, und wie effektiv solche Ansätze für die Entwicklungszusammenarbeit sind. Bei dem Workshop wurden auch die vorläufigen Erkenntnisse zweier neuer Studien zu dem Thema präsentiert.

Wien, April 2026

Neue Studie: Welche Folgen industrielle Überkapazitäten in China für Europa haben

In den Medien steht das Thema förmlich an der Tagesordnung: China überschwemmt Europas Markt mit günstigen Produkten, untergräbt damit die heimische Industrie und hängt die EU in immer mehr technologischen Bereichen ab, heißt es. Besonders häufig geht es dabei um Produkte, die für die Energiewende und Wirtschaftsentwicklung als besonders kritisch gelten: Halbleiter etwa, die für Computerchips, in der Automobilindustrie oder für PV-Anlagen gebraucht werden, E-Autos und deren Batterien, sowie (grüner) Wasserstoff und Industrieroboter. 

In einer neuen Studie im Auftrag der europäischen Kommission haben die ÖFSE Wissenschafter*innen Simela Papatheophilou, Werner Raza und Bernhard Tröster gemeinsam mit anderen diese Bereiche genauer unter die Lupe genommen. Sie haben analysiert, wo es in Chinas Industrie Überkapazitäten gibt – also in welchen Bereichen mehr Güter produziert werden, als in dem Land gebraucht werden – und welche Auswirkungen das auf die Industrie in der EU hat.

Das Ergebnis: Obwohl es in vielen Industriebereichen in China Überkapazitäten gibt, sind die Auswirkungen in Europa sehr unterschiedlich – je nach technologischem Stand, Nachfrage, Exportmengen und lokalen europäischen Fertigungskapazitäten. 

In Zukunft könnte der Wettbewerbsdruck auf einige europäische Industriebereiche durch China jedoch noch weiter zunehmen. Das wirft die Frage auf, wie die EU besser auf steigende Importe aus China reagieren kann, um die heimische Industrie in besonders wichtigen Sektoren zu schützen. Laut der Studie braucht es dafür künftig mehr als traditionelle Antidumpingzölle oder Schutzmaßnahmen und stattdessen unter anderem gezieltere Maßnahmen und eine anhaltende Kooperation mit China.

Die gesamte Studie kann man hier einsehen: https://www.europarl.europa.eu/thinktank/da/document/EXPO_STU(2026)783610 

Wien, April 2026

10 Jahre C3-Award: Interview mit Hanna Reiner im Südwind Magazin

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des C3-Awards gab Hanna Reiner (ÖFSE), zuständig für Vermittlung, Bildungsprojekte und Veranstaltungen, dem Südwind Magazin ein Interview über den Preis für junges Forschen und Engagement.

Darin spricht sie darüber, wie es zur Vergabe des Preises kam, welche inhaltlichen Trends sich in den Einreichungen zeigen und wie ehemalige C3-Award-Gewinner_innen weiterhin mit der C3-Bibliothek verbunden sind.

Auch in diesem Jahr findet am 27.05. wieder eine Preisverleihung im C3 statt. Einreichungen für den C3-Award 2026 sind noch bis zum 30. April möglich.

Das ganze Interview können Sie hier lesen.

Wien, April 2026

Screenshot des Beitrages im Südwind Magazinb

C3-Radio: Mehr Mitbestimmung wagen: Bürger*innenräte und demokratische Innovationen

Die Demokratien dieser Welt haben aktuell mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen: die Klimakrise verstärkt bestehende Ungleichheiten, rechte Parteien sägen vielerorts an den Säulen politischer Institutionen und soziale Medien begünstigen teils eine zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft. Können neue Formen der Beteiligung in Demokratien helfen, diese Probleme zu lösen?

In dieser Folge vom C3-Radio schauen wir uns dafür die Bürger*innenräte an. In diesen sollen zufällig ausgewählte Menschen über zentrale politische Fragen diskutieren, um gemeinsam verschiedene Perspektiven zusammenzubringen. Zu Gast sind Karin Küblböck von der Österreichischen Forschungsstiftung für internationale Entwicklung, die in den letzten Jahren zwei prominente Bürger*innenräte moderiert hat, und Hans Asenbaum, Associate Professor an der Universität Canberra und Direktor des „Centre for Deliberative Democracy“. 

Gemeinsam sprechen wir darüber, ob Bürger*innenräte die Demokratie demokratisieren können, was es dafür braucht und warum einzelne Modellprojekte nicht genug sind. 

Viel Spaß beim Anhören!

Wien, April 2026

Dekarbonisierung und Gerechtigkeit im Fokus: Diskussion in Buenos Aires

Am 11. März lud das Deutsch-Argentinische Netzwerk sozial-ökologische Transformation (TraSAs) zu einer Veranstaltung in die Räumlichkeiten der Heinrich-Böll-Stiftung in Buenos Aires ein. Im Zentrum stand die Präsentation des Buches „Postfossiler Extraktivismus? Sozial-ökologische Konsequenzen von Dekarbonisierungsstrategien“ von Anne Tittor, das aktuelle Fragen rund um die globale Energiewende und ihre Auswirkungen aufgreift.

Im Anschluss wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „Dekarbonisierung – auf wessen Kosten?“ über zentrale Herausforderungen der Energiewende, soziale Ungleichheiten sowie Perspektiven für eine gerechte sozial-ökologische Transformation debattiert. Für die ÖFSE nahm unsere Rohstoffexpertin Karin Küblböck, die auch Teil des wissenschaftlichen Beirats von TraSAs ist, am Podium teil und brachte ihre Expertise und Perspektive ein. 

Wien, März 2026

Neue Praktikantin im ÖFSE-Wissenschaftsteam

Senta Geh

Wir freuen uns, mit Senta Geh eine neue Praktikantin im Wissenschaftsteam der ÖFSE begrüßen zu dürfen, die uns in den Monaten März und April unterstützt. Sie ist im FWF-Projekt „CIRCEUS – A Circular Low Carbon Economy and the Global South“ tätig, das die Auswirkungen von EU-Dekarbonisierungs- und Circular-Economy-Politiken auf rohstoffexportierende Länder im Globalen Süden untersucht. Im Rahmen ihres Praktikums arbeitet sie insbesondere am Mapping und an der Analyse dieser Politiken.

Senta studiert an der WU Wien „Socio-Ecological Economics and Policy“ und beschäftigt sich insbesondere mit internationaler Rohstoffpolitik. Aktuell verfasst sie ihre Masterarbeit zur Ressourcendiplomatie der EU und zu grünem Extraktivismus in Chile.

Wien, März 2026

ÖFSE goes Brüssel

Diese Woche präsentierten die ÖFSE-Wissenschafter Lukas Schlögl und Bernhard Tröster ihre aktuellsten Studien im Europäischen Parlament in Brüssel. In zwei Ausschusssitzungen wurden zentrale Ergebnisse zu handelspolitischen und entwicklungspolitischen Fragen vorgestellt und mit den EU-Abgeordneten diskutiert. 

Den Anfang machte Lukas Schlögl am 17. März, der im Ausschuss für Entwicklung die Studie „The foundations of EU development and cooperation policies“ präsentierte. Sie beleuchtet Spannungsfelder zwischen entwicklungspolitischen Zielen und strategischen Interessen und formuliert Empfehlungen zur Stärkung von Kohärenz und Transparenz.

Nur einen Tag später, am 18. März, folgte im Ausschuss für internationalen Handel dann der EU-Auftritt von Bernhard Tröster, der gemeinsam mit Co-Autor Stefan Mayr die Studie „Industrial Overcapacities, with a Focus on China“ zu industriellen Überkapazitäten vorstellte. Analysiert werden darin die Überkapazitäten in chinesischen Industriesektoren und handelspolitische Möglichkeiten der EU. Die Publikation der Forschungsergebnisse erfolgt Anfang April.

Beide Studien sind im Auftrag der jeweiligen Ausschüsse der EU entstanden. 

Wien, März 2026

Berufsschüler*innen im Dialog mit Expert*innen in der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik

Im Rahmen eines Living-Library-Workshops besuchten am 26. Februar 25 Schüler*innen der Berufsschule für Handel und Tourismus Wien die C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik. Einen Vormittag lang hatten sie die Möglichkeit, sich in Kleingruppengesprächen mit Expert*innen zum Thema „Work in Progress: Nachhaltige Wirtschaft & Arbeit“ auszutauschen. In einer gemeinsamen Abschlussinteraktion reflektierten die angehenden Bibliotheks-, Archiv- und Informationsassistent*innen, welche Erkenntnisse sie aus den Gesprächen und aus dem Living-Library-Format für ihre zukünftige Berufspraxis mitnehmen.

Das Team der C3-Bibliothek freut sich auf zukünftige Kooperationsmöglichkeiten mit der Berufsschule für Handel und Tourismus.

> C3-Living Libraries

Wien, März 2026

Teilnehmer des Workshops

C3-Radio: EU-Handelspolitik am Wendepunkt

Zwischen geopolitischem Druck, wirtschaftlicher Abhängigkeit und Klimakrise steht die Handelspolitik der EU vor grundlegenden Entscheidungen. In der aktuellen Folge des C3-Radios gehen wir den Fragen nach, ob das bisherige exportorientierte Modell noch zeitgemäß ist und wie Alternativen aussehen könnten.

Zu Gast ist u.a. Werner Raza, wissenschaftlicher Leiter der ÖFSE, der für eine post-neoliberale Neuorientierung der EU-Handelspolitik plädiert. Ergänzt wird das Gespräch durch zwei Kurzinterviews mit Theresa Kofler (Attac) und Elisabeth Christen (WIFO). Sie ordnen die jüngsten EU-Handelsabkommen (MERCOSUR; Indien) aus unterschiedlichen Perspektiven ein. 
Handelspolitik ist längst mehr als eine Frage von Zöllen und Marktzugang: Sie entscheidet mit darüber, wie Europa wirtschaftliche Resilienz, soziale Gerechtigkeit und internationale Kooperation in Zukunft gestaltet.
 

Die in der Sendung angesprochene Studie: „Moving Beyond Neoliberalism in EU Trade Policy
Viel Spaß beim Anhören!

Wien, März 2026

Vier Praktikant*innen unterstützen das ÖFSE-Team

Wir freuen uns aktuell vier Praktikant*innen bei uns in der ÖFSE begrüßen zu dürfen, die unser Team in den kommenden Monaten bei diversen Projekten und Aufgaben unterstützen. Sie erhalten Einblicke in unsere Forschungs-, Kommunikations- und Bibliotheksarbeit und bringen zugleich eigene Perspektiven sowie Erfahrungen in unterschiedliche Arbeitsbereiche ein. Mit ihrem Engagement tragen sie dazu bei, unsere Themen weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen.

Wir möchten Ihnen unsere aktuellen Praktikant*innen kurz vorstellen. Sie begleiten unterschiedliche Arbeitsbereiche, wirken an Projekten und Publikationen mit und tragen so dazu bei, unsere inhaltliche Arbeit zu stärken sowie neue Perspektiven in laufende Prozesse einzubringen.

Portait Anamaria Silvia Copilau

Anamaria Silvia Copilau

Anamaria Silvia Copilau ist für drei Monate bei uns. Im Zuge ihres Praktikums bis Ende April wird sie die ÖFSE bei der inhaltlichen Aufbereitung einer Website sowie eines Podcasts zu einem neugegründeten Wissenschaftsnetzwerk – dem Vienna Global Forum – unterstützen. 

Portrait Erna Holzinger

Erna Holzinger

Erna Holzinger kommt aus Brasilien und ist in Österreich, um Deutsch zu lernen und den Kontakt zu ihrer österreichischen Familie zu vertiefen. Noch bis Ende Februar ist die Juristin als Praktikantin an der ÖFSE tätig und arbeitet hier an einer Fallstudie über das Jequitinhonha Valley, ihre Heimatregion im Bundesstaat Minas Gerais, wo mehrere Gemeinden stark vom Lithiumabbau betroffen sind. Anschließend kehrt sie nach Brasilien zurück, um dort ihr Doktoratsstudium zu beginnen.

Portait Barış Ulaş

Barış Ulaş

Barış Ulaş studiert an der School for Transformation der Universität Linz und der Universität für angewandte Kunst Wien und ist bis Ende Juni als Praktikant im Bibliotheksbereich der ÖFSE tätig. Dort unterstützt uns Barış unter anderem bei Ausleihe und Beratung am Infoschalter, bei der Katalogisierung sowie bei der Gestaltung von Bildungsangeboten wie C3Bib+ mit dem Ziel, künftig selbst als wissenschaftlicher Bibliothekar zu arbeiten.

Portrait Lea Wolf

Lea Wolf

Bereits seit Jänner und noch bis Ende April unterstützt uns Lea Wolf im Bereich Entwicklungspolitik und Entwicklungsfinanzierung. Lea absolviert gerade ein Masterstudium in Economics und hilft uns tatkräftig bei der Aufbereitung von Finanzdaten und der Literaturrecherche für eine Studie zur Entwicklungsfinanzierung in Österreich. 

Wien, Februar 2026

Österreichischer Preis für Entwicklungsforschung 2025 verliehen

Am 16. Februar 2026 wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie der Österreichische Preis für Entwicklungsforschung 2025 verliehen. Bundesministerin Eva Holzleitner würdigte dabei herausragende wissenschaftliche Leistungen, die globale Zusammenhänge sichtbar machen und zu gerechteren politischen Entscheidungen beitragen. Der Hauptpreis ging an Felix Malte Dorn, für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen zur politischen Ökologie der Dekarbonisierung sowie für sein über akademische Publikationen hinausgehendes Engagement in Forschung und Wissenschaftskommunikation; der Nachwuchspreis ging an Anna-Maria Brunner.

Auch die ÖFSE war an der Vergabe Preises beteiligt: Lukas Schlögl wirkte in der Fachjury mit, die die Einreichungen bewertete und Karin Küblböck hielt eine Laudatio auf den Gewinner.  Mit dem seit 2013 alle zwei Jahre vergebenen Preis zeichnen das BMFWF und die OeAD besondere Leistungen in der Entwicklungsforschung aus.

Wien, Februar 2026

Fotos: BKA
 

Karin Küblböck hält Laudatio
Bundesministerin Eva Holzleitner mit Gewinner*innen

C3-Award 2026: Preis für Junges Forschen & Engagement

Die C3-Organisationen ÖFSE, Baobab und Frauen*solidarität suchen wieder österreichweit nach Jugendlichen, die sich im Rahmen von schulischen Abschlussarbeiten und Projekten mit globaler nachhaltiger Entwicklung auseinandersetzen.

Bis 30. April können forschende sowie künstlerisch-gestaltende Abschließende Arbeiten, Diplomarbeiten und Projekte aus dem schulischen und außerschulischen Bereich eingereicht werden. Ausgezeichnet werden Einreichungen, die sich kritisch und kreativ mit globalen Herausforderungen, Nachhaltigkeit, Frauen*Gender und/oder sozialer Gerechtigkeit auseinandersetzen.

> alle Infos zum C3-Award 2026

Wien, Februar 2026
 

Flyer C3-Award 2026

C3-Radio: Kritische Wirtschaftsbildung für Jugendliche

Was bedeutet Wirtschaftsbildung und wer bestimmt, welches Wissen über Wirtschaft vermittelt wird? In der neuen Folge vom C3-Radio widmen wir uns der Frage, wie eine kritische Wirtschaftsbildung aussehen kann, die Machtstrukturen hinterfragt und Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellt. Und wie man Jugendliche dazu ermächtigt, wirtschaftliche Zusammenhänge kritisch zu reflektieren und eigene Handlungsspielräume zu erkennen. Ausgangspunkt ist die aktuelle Debatte rund um Finanzbildung in Schulen und die Rolle wirtschaftsnaher Akteur*innen.

Interviews mit Expert*innen aus Bildung, Zivilgesellschaft und Praxis sowie Eindrücke aus der C3-Veranstaltung „Living Library – Nachhaltige Wirtschaft & Arbeit“ zeigen, warum Wirtschaft mehr ist als Marktlogik: Care-Arbeit, Machtverhältnisse und demokratische Teilhabe rücken ins Zentrum.

Schüler im Gespräch mit Expertin bei living library im C3

Viel Spaß beim Anhören!

Wien, Februar 2026

Demokratie im Fokus: Austausch mit Pädagog*innen in Favoriten

Demokratie gemeinsam stärken – Impulse für den pädagogischen Alltag war der Titel einer Veranstaltung von Teach for Austria, die am 20. Jänner einen Nachmittag lang im Bezirksamt Favoriten stattfand. Nach fachlichen Impulsen von der Bildungsdirektion Wien und der Pädagogischen Hochschule Wien hatten Pädagog*innen aus dem 10. Bezirk die Möglichkeit, sich an 12 Stationen über Bildungs- und Beteiligungsangebote für Kinder und Jugendliche in Wien zu informieren.

Die ÖFSE war mit ihrem Programm Junges Forschen & Engagement vertreten und bedankt sich für den wertvollen Austausch zu Demokratiebildung und Beteiligung.

Wien, Jänner 2026

Von Bürger*innenräten und anderen demokratischen Innovationen

Im Jänner fand im C3 ein Austausch zum Thema Bürger*innenbeteiligung und Demokratisierung statt. Personen aus Wissenschaft, Politik, Prozessbegleitung und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen zu diskutieren sowie Chancen und Grenzen von Bürger*innenräten und anderen demokratischen Innovationsformaten gemeinsam zu reflektieren.

Im Mittelpunkt stand die Frage, unter welchen Bedingungen Bürger*innenbeteiligung tatsächlich zu einer Stärkung demokratischer Prozesse beitragen kann. Den Einstieg bildete ein Vortrag zu „Demokratisierung der Demokratie durch demokratische Innovationen?“ von Dr. Hans Asenbaum, Associate Professor am „Centre for Deliberative Democracy” der Universität Canberra. Er bot einen kompakten Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Debattenstand zum diesem Thema und kann online nachgesehen werden.

Publikationen von Hans Asenbaum kann man hier finden:
https://researchprofiles.canberra.edu.au/en/persons/hans-asenbaum/publications/

Ein ausführliches Briefing Paper der ÖFSE zu dem Thema kann man hier einsehen:https://www.oefse.at/publikationen/briefing-papers/detail-briefing-paper/publication/show/Publication/buergerinnenraete-und-die-demokratisierung-der-demokratie/

Wien, Jänner 2026

ÖFSE-Beiträge zu Berufsbildung und Handelspolitik erschienen

Auch 2026 erscheinen wieder viele neue Publikationen aus dem ÖFSE-Wissenschaftsteam. Zwei aktuelle Beiträge wurden kürzlich in externen Publikationen veröffentlicht. Sie greifen zentrale Fragen der Bildungs- und Handelspolitik auf und leisten fundierte Beiträge zu laufenden fachlichen Debatten.

Im Buchkapitel „Context Matters“ Revealed: Policy Transfer in Vocational Education to Serbia Caught Between Human Capital and Human Rights Perspectives analysieren ÖFSE-Berufsbildungsexpertin Margarita Langthaler und Ana Pešikan den Transfer des dualen Systems der beruflichen Bildung nach Serbien. Die Autorinnen zeigen, wie politische Interessen und unterschiedliche Bildungsverständnisse den Reformprozess prägen und warum zivilgesellschaftliche Akteur*innen und Teile der Wissenschaft dem stark arbeitsmarktorientierten Modell kritisch gegenüberstehen.

Im FEPS Policy Brief „Moving beyond neoliberalism in EU trade policy“ argumentieren ÖFSE-Leiter Werner Raza und Senior Researcher Bernhard Tröster für eine strategische Neuausrichtung der EU-Handelspolitik. Angesichts globaler Machtverschiebungen und externer Abhängigkeiten plädieren sie für ein Modell des defensiven Regionalismus, das Investitionen in die grüne und digitale Transformation, soziale Absicherung sowie eine resilientere und kooperativere internationale Handelsordnung in den Mittelpunkt stellt.

Wien, Jänner 2026

It`s Up to You! Deine Stadt, deine Entscheidung - Die Vienna City Labs 2025

Fünf Workshops, über hundertzehn junge Menschen und über zwanzig Expert*innen, viele Stunden Diskussion, Analyse und Ideenentwicklung – und ein Ergebnis, das bleibt: Wenn Jugendliche mitreden, entstehen tolle Ideen für die Stadt!
Mit den Vienna City Labs endete im November 2025 ein erfogreiches Projekt: für Beteiligung, für politische Neugier und für Zukunftsideen.

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Bericht Die Ideen der Vienna City Labs 2025 (pdf)

Wien, Jänner 2026

Schüler*innen bei den Vienna City Labs 2025

C3-Radio: Rückblick auf ein bewegtes Jahr 2025

In der ersten C3-Radio-Ausgabe 2026 ziehen wir Bilanz über ein Jahr voller Brüche und Unsicherheiten. 2025 stand im Zeichen massiver Umbrüche in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, zunehmender geopolitischer Spannungen und eines spürbaren Backlashs in der Klimapolitik. Gleichzeitig zeigte sich aber auch, dass es viel Engagement, Wissen und Gestaltungskraft gibt, die uns Hoffnung machen können.
Für die Sendung haben wir in unserem Archiv gestöbert und die wichtigsten Debatten des vergangenen Jahres noch einmal aufgegriffen: von der Krise der EZA über die grüne Transformation bis hin zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und Jugendbeteiligung.

Und natürlich blicken wir auch nach vorne: 2026 verspricht erneut ein spannendes Jahr zu werden. Mit vielen neuen Themen, Stimmen und Perspektiven die wir wie gewohnt im C3-Radio für euch begleiten. Danke für die Treue und viel Spaß beim Anhören. 

Wien, Jänner 2026