Detail

Zurück zur ÜbersichtWorking Paper 8

Die Internationale Bildungsinitiative Education for All im Rahmen der Bildungszusammenarbeit

Entstehung, Stand der Umsetzung und Erfahrungen

Margarita Langthaler

Wien, Dezember 2005

Bildung ist ein Menschenrecht und fundamentales Entwicklungsziel. Bildung und Ausbildung werden zudem als wesentliche Faktoren für Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung angesehen. Die Realität im Süden zeigt jedoch, dass Millionen von Kindern und Erwachsenen vom Zugang zu Bildung ausgeschlossen sind und niedrige Bildungsqualität massiv zu Schulabbruch und fehlendem Schulerfolg führt. Um das Recht auf Bildung zu gewährleisten benötigen die Länder des Südens die Unterstützung des Nordens. Die UNO-Initiative Education for All (Bildung für Alle) ist eine globale Partnerschaft mit dem Ziel, den Zugang zu Bildung von guter Qualität für alle Menschen zu verwirklichen. Sie definiert zu diesem Zweck sechs Ziele, die bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden sollen.

Der EFA-Prozess, der mit der Weltbildungskonferenz in Jomtien, Thailand, 1990 begonnen hat und auf dem Weltbildungsforum des Jahres 2000 in Dakar weiterentwickelt wurde, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Bildung als wesentlicher Pfeiler der Entwicklungszusammenarbeit anerkannt wird. Inzwischen ist der EFA-Prozess, gemeinsam mit den UN Millenniumszielen, zu einem zentralen Bezugsrahmen für die internationale Bildungszusammenarbeit geworden. Die holistische Bildungskonzeption, auf der EFA basiert, ist die Grundlage dafür, dass Bildung tatsächlich zu einem wirksamen Instrument im Sinne der Armutsminderung werden kann.

Das vorliegende Dokument bezweckt vor allem wichtige Informationen über die internationale Bildungsinitiative EFA, zu der sich viele Gebereinrichtungen verpflichtet fühlen, zusammenzufassen und den Stand der internationalen Diskussion wiederzugeben. So wird im Dokument zunächst der Entstehungs- und Entwicklungsprozess der EFA-Initiative nachgezeichnet sowie deren Inhalte und Strukturen dargestellt. Im zweiten Teil wird der derzeitige Stand der Umsetzung beleuchtet. Dabei geht es einerseits darum die Fortschritte für jedes einzelne der sechs EFA-Ziele zu untersuchen, andererseits die Stärken und Schwächen des Prozesses aufzuzeigen. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den Instrumenten, die im Rahmen der Bildungszusammenarbeit vorrangig zur Anwendung kommen. Diese werden zunächst beschrieben um schließlich aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre Rückschlüsse zu ziehen. Als Fallbeispiel wird, wo dies möglich ist, Burkina Faso, herangezogen. Platz wird auch jenen Stimmen eingeräumt, die den EFA-Prozess und vor allen Dingen seine Umsetzung kritisch beobachten.

Zurück zur Übersicht