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Zurück zur ÜbersichtWorking Paper 22

Entwicklungsforschung in Europa

Trends und aktuelle Diskussionen

Margarita Langthaler

Wien, November 2008

Im Zusammenhang mit dem Diskurs von der globalen Wissensgesellschaft und dem Erstarken der so genannten "Emerging Economies" hat das Gewicht des Faktors Wissen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und Entwicklungspolitik in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wissenschaft und Forschung wird damit eine wichtige Rolle zugeschrieben. Welche Rolle aber spielt Entwicklungsforschung? Die Meinungen und Ansätze sind vielfältig, oft divergierend. Mehrfach ist die Mahnung zu hören, dass Entwicklungsforschung eine zu marginalisierte Stellung hätte und zu wenig zeitgemäße Methoden gebrauche, um überhaupt gehört zu werden (Box 2006). Der Ruf nach einer Neuorientierung wird laut: "Reinventing development research" war das Motto der 40-Jahr-Konferenz des renommierten britischen Institute of Development Studies (IDS) (Haddad/Knowles 2007).

Das vorliegende Working Paper möchte wichtige Trends und aktuelle Diskussionen in der europäischen Entwicklungsforschung nachzeichnen. Es erhebt hierbei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ziel ist es vielmehr, aktuelle Entwicklungen und die wesentlichsten sich daraus ergebenden Fragestellungen aufzuzeigen. Dies soll eingebettet in eine Reflexion über die Rahmenbedingungen, in denen Entwicklungsforschung sich bewegt, geschehen. Einleitend wird versucht, den Begriff "Entwicklungsforschung" genauer zu fassen.

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