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Zurück zur ÜbersichtWorking Paper 23

„Neue Geber“

Perspektiven für die (österreichische) Entwicklungspolitik

Clemens Six / Karin Küblböck / Andrea Perchthaler

Wien, März 2009

Im Rahmen der Pariser Erklärung zur Steigerung der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) wurden von OECD-Staaten, Empfängerstaaten, einigen Nichtregierungsorganisationen sowie privaten Fonds Zielsetzungen formuliert, die die Ergebnisse der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit verbessern sollen. Die Erklärung stützt sich auf fünf Kernbereiche: Ownership der Empfängerstaaten über die entwicklungspolitischen Prozesse, Harmonisierung der Gebertätigkeiten, Anpassung dieser an die Prioritäten und Strukturen der Partnerländer, gegenseitige Rechenschaftspflicht und ergebnisorientiertes Management.

Die zunehmende Präsenz von so genannten "neuen" Gebern im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit stellt die traditionelle Entwicklungszusammenarbeit und ihre Wirksamkeitsbemühungen vor neue Herausforderungen. Zu diesen Gebern zählen einerseits die so genannten staatlichen "neuen" Geber, wie etwa China, Indien, aber auch die Türkei oder Malaysia, andererseits auch Geber die dem Privatsektor zuzurechnen sind, insbesondere private Stiftungen. Die steigenden Mittel und der zunehmende Einfluss dieser Geber auf die internationale (entwicklungs)politische Agenda bietet sowohl Chancen als auch Risken für Bemühungen um nachhaltige Entwicklung und Armutsminderung.

Das vorliegende Arbeitspapier widmet sich der Thematik der "neuen Geber" und ihrer Bedeutung im Rahmen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Der erste Teil beschäftigt sich mit den neuen staatlichen Gebern, ihrer entwicklungspolitischen sowie geopolitischen Relevanz. Der zweite Teil gibt einen Überblick über die Aktivitäten und Strategien der beiden größten "neuen" Geber, China und Indien, in den Schwerpunktländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Der dritte Teil beschäftigt sich mit der Rolle der privaten Stiftungen in der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

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