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Europäische Entwicklungspolitik als Alternative zum „Global War on Terrorism“?

Zur Entwicklungszusammenarbeit der EU in Krisenregionen

Wien, November 2006 | 978-3-900592-99-8

Im Bereich Entwicklungspolitik spielt die Europäische Union seit vielen Jahren eine führende Rolle. Spätestens seit nun der Entwicklungspolitik im Rahmen der Europäischen Sicherheitsstrategie (ESS) auch eine zentrale Rolle im präventiven sicherheitspolitischen Handeln der EU zugedacht wurde, ist das Thema "umfassende Sicherheit" zu einer wichtigen Aufgabe der internationalen Entwicklungspolitik und -zusammenarbeit geworden.

Die Europäische Union hat bei der entwicklungspolitischen Neuorientierung eine Vorreiterrolle übernommen hat, mit der sie ihre politische und ökonomische Bedeutung als globaler Akteur festigen möchte. Vor allem in der politischen Auseinandersetzung mit dem von den USA proklamierten und weltweit geführten "Krieg gegen den Terrorismus" ist die EU gefordert, Stellung zu beziehen. Dabei hat die Europäische Union immer wieder betont, dass sie im Umgang mit dem internationalen Terrorismus oder mit "fragilen Staaten" einen europäischen, eigenständigen Weg einschlagen will, der primär auf Ursachenbekämpfung, und daher auf dem Einsatz ziviler - allen voran entwicklungspolitischer Instrumente - basieren soll.

Das Projekt "Europäische Entwicklungspolitik als Alternative zum 'Global War on Terrorism'?", als Kooperationsprojekt des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (OIIP) und der Kommission für Sozialanthropologie an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Univ. Doz. Dr. Helmut Lukas durchgeführt, wurde vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gefördert. Stefan Khittel und Jan Pospisil legten nun ihren Endbericht vor, der auch konkrete Empfehlungen an die Entwicklungspolitik enthält. Anhand der Ansätze ausgewählter europäischer Geberstaaten sowie zweier Fallbeispiele (Kolumbien und Philippinen) wird der Frage nachgegangen, ob auf der Ebene der zivilen Maßnahmen im Kontext bewaffneter Konflikte von einer spezifischen "europäischen Identität" gesprochen werden kann.

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