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„Fair Trade“ als Kommunikationsmedium einer zukunftsfähigen Entwicklungszusammenarbeit

am Beispiel Österreichs

Andreas Schrott

Wien, Mai 2009 | 978-3-9502487-4-6

"Fair Trade" hat sich in den letzten Jahrzehnten von der Nische des Dritte Welt-Ladens in das Bewusstsein vieler mündiger Konsumenten bewegt und wird vor allem mit Nachhaltigkeit, Ökologie, Gerechtigkeit und Entwicklungszusammenarbeit assoziiert.

Dabei geht der entwicklungspolitische Anspruch von "Fair Trade" weit über die konkreten Projekte in den Ländern des Südens hinaus und hinterfragt kritisch die Mechanismen und Bedingungen des weltweiten Handelssystems. Der Autor der vorliegenden Diplomarbeit thematisiert nicht nur die Zusammenhänge zwischen Entwicklungszusammenarbeit und den Mechanismen des neoliberalen Wirtschaftssystems sondern sieht in "Fair Trade" auch ein emanzipatorisches Potential im Kontext des Themenbereichs "Globalen Lernens". Versteht man "Fair Trade" als Kommunikationsmedium einer zukunftsfähigen Entwicklungszusammenarbeit dann bildet der faire Handel nicht nur eine Ergänzung der klassischen Entwicklungszusammenarbeit sondern auch eine konkrete Handlungsmöglichkeit des Einzelnen bei der Verwirklichung von sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Lebensbedingungen. Neben einer Bestandsaufnahme des Fairen Handels in Österreich bietet die Diplomarbeit auch eine umfassende qualitative Analyse des Fairen Handels an, die im Kern auf 8 qualitativen Experteninterviews beruht. Die besondere Stärke der Arbeit liegt in der mehrdimensionalen Annäherung des Autors an das komplexe Thema "Fairer Handel" in Österreich aus der Sicht der Geographie und Wirtschaftskunde.

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