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Internationale Entwicklungszusammenarbeit in Gemeinden

Rahmenbedingungen, Chancen und Möglichkeiten der österreichischen Gemeinden in der OEZA

Alexander Rehbogen

Wien, Dezember 2008 | 978-3-9502487-3-9

Die vorliegende Arbeit trägt der Aktualität des Themas Sicherheit Rechnung, indem sie am Beispiel der Kleinstaaten untersucht, welche Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen es für sicherheitspolitische Entwicklungszusammenarbeit gibt. Die Studie zeigt, dass es in diesem heiklen Feld durchaus komparative Vorteile für Kleinstaaten wie Österreich oder die Schweiz geben kann, so die Entwicklungspolitik selbst in regionale und auch lokale Sicherheitsstrategien eingebettet ist und in sich kohärent gestaltet wird.

In der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sind viele öffentliche und private Akteure tätig, die auf verschiedenen Ebenen versuchen, vielfältige Beiträge zur Beseitigung oder zumindest zur Reduktion der Armut zu leisten. Die Gemeinden liegen an einer Schnittstelle zwischen der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit und den privaten Initiativen und Nichtstaatlichen Einrichtungen, die im jeweiligen Gemeindegebiet tätig sind. Die Zielsetzungen der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit bilden einerseits einen internationalen Rahmen für die Aktivitäten der Gemeinden, während andererseits die Unterstützung der konkreten Projekte der NGOs für Überschaubarkeit, Orientierung, Wirksamkeit und Nachvollziehbarkeit innerhalb der Gemeinde sorgen.

Aufgrund der - vor allem finanziell - relativ geringen Beteiligung von Gemeinden im Bereich der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit blieb das entwicklungspolitische Potential von Gemeinden in der akademischen Diskussion bislang unberücksichtigt. Im Vergleich zu Deutschland spielen die Gemeinden in Österreich - aus verschiedenen Gründen - nur eine sehr unbedeutende Rolle in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Die vorliegende Diplomarbeit greift trotzdem die mögliche Rolle der Gemeinden in der OEZA auf und beleuchtet ausgehend von einer empirischen Analyse der Arbeit der Salzburger Gemeinden das Potential der österreichischen Gemeinden im Bereich der OEZA.

Gerade unter dem Blickwinkel des Prinzips der "Partnerschaft" böte eine stärkere Involvierung von Gemeinden in der OEZA vor allem im Bereich der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit zahlreiche Möglichkeiten eines wirksamen Engagements. In der Arbeit werden auf Grundlage empirischer Erhebungen und Experteninterviews zukünftige Handlungspielräume der Gemeinden im Rahmen der OEZA skizziert, die ein verstärktes Bemühen um die Einbindung von Gemeinden in die OEZA empfehlen.

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