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Internationale Wirtschaftsbeziehungen gerechter gestalten

Das Handelsabkommen EU-Mercosur unter der Lupe

Politische Einigung! Dies verkündeten Ende Mai 2019 die Verhandlungsführer_innen bezüglich des seit mehr als 20 Jahren angebahnten Assoziierungsabkommens zwischen der EU und dem Mercosur.

Spätestens seit den Bränden im Amazonas ab August 2019 wird das Thema jedoch kontrovers diskutiert. Würde es tatsächlich die Abholzung von Urwäldern verstärken? Stellt es eine Bedrohung für die europäische Landwirtschaft dar? Wer sind die Gewinner und Verlierer? Bedeutet es das Aus für die verarbeitende Industrie in dem Mercosur? Verstärkt es Asymmetrien zwischen den Wirtschaftsblöcken? Und wie verträgt sich es mit den Klimaschutzzielen der EU? 

Online-Veranstaltung

Anmeldung bis spätestens 2.11.2020 (Tagungsnummer 640720)

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> Programm (pdf) 
 

Regierungen, Parlamentarier_innen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Medien und Wissenschaftler_innen streiten sich über das Thema. Das beeindruckt „Policy Makers“ nicht: Am 9. November findet das Handelsministertreffen in Brüssel statt und die Abstimmungsmodalitäten des Vertrags stehen auf dem Plan. Doch mehrere Regierungen äußern Zweifeln. Österreich hat angekündigt, es in seiner derzeitigen Form abzulehnen, ebenso Wallonien, ohne dessen Zustimmung Belgien ebenfalls die Hände gebunden sind. Frankreich stellt die Amazonas-Politik Brasiliens in Frage und Argentinien gab noch fehlende Impact-Studien in Auftrag.

Könnte dieses Abkommen die Zustimmung aller demokratischen Kräfte in der EU noch erhalten oder sollte es dafür zunächst drastisch verändert werden? Über diese Fragen und weitere Aspekte des Vertrags wollen wir mit Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren. Wir möchten die Regeln für einen gerechten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Handel zwischen den Wirtschaftsblöcken mitgestalten.

Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie Bad Boll in Kooperation mit PowerShift - Verein für eine ökologisch-solidarische Energie- & Weltwirtschaft e.V., BUND-Arbeitskreis Wirtschaft und Finanzen, Zentrum für entwicklungsbezogene Bildung (ZEB), ÖFSE - Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA), Südwind - Institut für Ökonomie und Ökumene.

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