Veranstaltung

zurück zur Übersicht
2026 -

C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien, Alois Wagner-Saal und online

Wissen neu lesen. Digitale Zugänge und neue Perspektiven auf kulturelles Erbe und Wissensbestände

Person am Laptop

Historische Forschungsbestände, Sammlungen und audiovisuelle Dokumentationen werden heute weltweit neu erschlossen. Digitalisierung, internationale Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Herkunftsgesellschaften eröffnen neue Möglichkeiten, Wissen zugänglich zu machen, gemeinsam zu interpretieren und für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit nutzbar zu machen.

Die Veranstaltung nimmt diese Entwicklungen anhand der wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlung des Wiener Afrikanisten Walter Pichl in den Blick. Im Rahmen eines österreichisch-senegalesischen Kooperationsprojekts wurden historische Forschungsdaten, Fotografien, Dokumente und Tonaufnahmen aus dem Senegal digitalisiert und gemeinsam mit Partnerinstitutionen in Dakar neu erschlossen.

Expert*innen aus Wissenschaft, Gedächtnisinstitutionen und internationalen Partnerschaften diskutieren, wie digitale Technologien den Zugang zu kulturellem Erbe verändern, welche Möglichkeiten partizipative Restudy-Ansätze eröffnen und welche Verantwortung Bibliotheken, Archive und Museen im Umgang mit Beständen aus kolonialen Kontexten tragen. Im Zentrum stehen Fragen von Wissensgerechtigkeit, Teilhabe, Datenethik und internationaler Zusammenarbeit.

Im Anschluss wird die Wanderausstellung „Zurück nach Dakar. Die Cangin-Sprachen im Dialog mit Forschung, Kunst und gelebtem Wissen“, die im April 2026 in Dakar eröffnet wurde, gezeigt.

Anmeldung unter: g.slezak@oefse.at

Programm

17:00–17:15 Uhr: Begrüßung

Begrüßung durch C3-Bibliothek (Gastgeberin) und Projektpartner*innen & Kurze Einführung in Ausstellung und Programm

17:15–18:00 Uhr: Impulse „Wissen neu lesen“

Restudy und Community-Perspektiven. Wie verändert sich Wissen, wenn historische Bestände gemeinsam mit Herkunftsgesellschaften, Communities und Nachfahr*innen neu bearbeitet werden? (Université Cheikh Anta Diop, IFAN – Dakar, Universität Wien)

Digitalisierung kulturellen Erbes. Welche Möglichkeiten eröffnet die Digitalisierung für Zugänglichkeit, Forschung, Teilhabe und internationale Kooperation? Erfahrungen aus dem Projekt „Kulturerbe Digital“ der Universität Wien

Tonarchive, Datenethik und digitale Restitution. Welche Herausforderungen entstehen bei der Digitalisierung historischer Tonaufnahmen? Welche Rechte und Interessen haben Urheber*innen, Angehörige, Nachfahr*innen und Herkunftsgemeinschaften? Was bedeutet das für österreichische Institutionen? (Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)

18:00–19:15 Uhr Podiumsgespräch Geteiltes Wissen - neu verhandelte Verantwortung

Diskussion mit Vertreter*innen von

  • Universitätsbibliothek Wien / Kulturerbe Digital (Claudia Feigl)
  • Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Clemens Gütl)
  • Université Cheikh Anta Diop – Dakar, Institut Fondamental de L’Afrique Noire IFAN – Dakar (Anna-Maria Diagne, Abdou Sow online)
  • Projektteam (Jennifer Brunner, Boubakar Kandji)
  • Erb*innen des privaten Nachlasses Walter Pichl
  • Bibliotheksinitiative „Koloniale Kontexte in Bibliotheken“ Leitfaden für Bibliotheken: Umgang mit Materialien aus kolonialen Kontexten (Birgit Athumani-Hango)

19:15 Uhr: Ausstellung „Zurück nach Dakar“. Einführung und die Entstehung der Kooperation

19:45–20:30 Uhr: Vernissage und Austausch: Rundgang durch die AusstellungInformeller Austausch mit Projektpartner*innen aus Dakar, Wien, St. Louis und Graz bei Getränken und Buffet

Moderation: Gabi Slezak (ÖFSE, Universität Wien)

Eine Kooperation zwischen Université Cheikh Anta Diop – Dakar, Institut Fondamental de L’Afrique Noire IFAN – Dakar, Universität Wien, Universität Graz, Phongrammarchiv der Österr. Akademie der Wissenschaften, Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE), C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, gefördert durch die Stadt Wien und die Österreichische Botschaft in Dakar und International Partnerships Austria.

 

zurück zur Übersicht